Draußen hat es gefühlte 40 Grad und wer nicht am Pool liegt, im Urlaub am Strand ist oder sich sonst irgendwie Abkühlung verschafft, ist fast schon gezwungen, die Tage in den eigenen Vier Wänden zu verbringen. Wer einen Google Home sein Eigen nennt, kann sich nun auch in Deutschland mit den Ambiente Sounds des Google Assistant berieseln lassen, der diverse Naturgeräusche in einer Dauerschleife abspielen kann.
Noch sind wir mitten in der großen Sommerpause, aber die nächsten Messen und Hardware-Events stehen schon wieder vor der Tür und werden uns einige neue Geräte bringen. Doch zuvor wird Google erst einmal die Internationalisierung der eigenen Produktpalette in Angriff nehmen und den großen Lautsprecher Google Home Max auf den deutschen Markt bringen. Ab Ende August könnte es soweit sein.
Die smarten Assistenten der Google Home-Serie bieten in den USA schon seit längerer Zeit eine Telefonie-Funktion an, die dem Angebot des Amazon Echo überlegen ist: Während der Echo nur Gespräche zwischen zwei smarten Lautsprechern erlaubt, ist es mit Googles Gadgets auch möglich, Personen ohne Home anzurufen. Möglicherweise wird diese Funktion schon sehr bald in Deutschland starten, denn ein entsprechender Menüpunkt ist über das Wochenende in der App aufgetaucht.
Die Technologiemärkte haben es derzeit nicht leicht: Die Verkaufszahlen der Smartphones stagnieren, die Tablets kennen seit Jahre nur den Weg nach unten und auch bei anderen einstigen Hoffnungsträgern stehen die Zeichen eher auf Sättigung. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf den Smart Speakern, deren Markt seit mindestens zwei Jahren nahezu explosionsartig wächst. Und für die Zukunft sehen die Prognosen rosig aus.
Googles Smart Speaker erfreuen sich auch hierzulande großer Beliebtheit, wobei derzeit der Original-Home als auch der Google Home Mini in Deutschland und seit kurzem auch in Österreich zum Kauf zur Verfügung stehen. Möglicherweise wird aber schon in den nächsten Tagen auch der im vergangenen Herbst vorgestellte Google Home Max käuflich zu erwerben sein. Seit heute Vormittag ist das Gerät bereits im Google Store gelistet.
Über den gesamten gestrigen Tag gab es große Probleme mit Chromecast und Google Home, die trotz korrekter Einbindung in das heimische WLAN-Netzwerk ihre Dienste versagten. Mittlerweile hat sich herauskristallisiert, dass die Probleme wohl durch ein fehlerhaftes Firmware-Update ausgelöst worden sind. Laut Google sollte das Problem nun behoben sein, möglicherweise müssen die Geräte nun aber neu gestartet werden.
Der Google Assistant steht für einen Großteil der Nutzer mittlerweile dauerhaft und überall zur Verfügung, denn er schlummert nicht nur im Smartphone, sondern bekanntlich auch in den smarten Lautsprechern der Google Home-Serie. Vor jedem Befehl muss der smarte Assistent mit den magischen Worten "OK, Google" oder "Hey, Google" angesprochen werden, was aber nur wenig natürlich ist. Jetzt führt Google den "Continued Conversation"-Modus ein.
Seit "Made by Google" meint es Google ernst mit der eigenen Hardware und ist sehr bemüht darum, die eigenen Gadgets weltweit nahezu zeitgleich in den Verkauf zu bringen. Österreich und die Schweiz gehören meist nicht zur ersten Riege, können sich aber häufig mit den Produkten aus Deutschland behelfen. Ab sofort stehen Googles Smart Home-Gadgets auch offiziell in Österreich zur Verfügung.
Glaubt man den Zahlen der Marktforscher, dann hat Google allein im vergangenen Jahr weit mehr als 10 Millionen Smart Speaker verkauft und hat in einigen Ländern bereits eine große Verbreitung erreichen können. Jetzt wurde eine vor einigen Wochen entdeckte Sicherheitslücke veröffentlicht, die es jedem Angreifer möglich macht, den genauen Wohnort des Nutzers herauszufinden - und das nur durch den Besuch eine Webseite.
In den letzten zwei Jahren haben Google und Amazon den Markt der Smart Speaker erschaffen und zu einem riesigen Geschäft ausgebaut, das natürlich auch Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz geweckt hat. Als potenzieller großer Konkurrenz ist Apple sehr spät in den Markt eingestiegen und hat den hauseigenen HomePod erst in diesem Jahr auf den Markt gebracht. Ab sofort ist der smarte Lautsprecher auch in Deutschland erhältlich.
Je nachdem welchen Analysten man glauben mag, hat Google Amazon bei den Smart Speakern überholt oder hat sich die Rolle des starken Zweiten gesichert. Einen großen Anteil am Erfolg hat auch das Marketing-Team, das sich in diesem Jahr immer wieder etwas Neues einfallen lässt, um die Aufmerksamkeit auf den Assistenten zu richten. Der neueste Streich ist nun ein per Sprache gesteuertes Mini Golf, das durch einige US-Städte tourt.
Der Markt der Smart Speaker ist seit dem vergangenen Jahr förmlich am Explodieren und hat sich im Vergleich zum Vorjahr je nach Quelle verdreifacht oder gar vervierfacht. Da die großen Hersteller keine offiziellen Verkaufszahlen bekannt geben, können sich die Analysten offenbar nur aufs Würfeln verlassen und vermelden nun neue Zahlen zur Verbreitung. Laut den aktuellen Zahlen von Canalys hat Google Amazon mittlerweile hinter sich gelassen und führt den Markt an.
Der Markt der Smart Speaker ist stark umkämpft und hat in Zukunft noch ein riesiges Potenzial, das den Grundstein für viele weitere Produkte in den etablierten Ökosystemen legen wird. Dennoch wird der Markt derzeit vor allem von Amazon und Google beherrscht, die frühzeitig auf dem Markt waren und sich in der wichtigen Anfangsphase wichtige Marktanteile gesichert haben. Wie neue Zahlen jetzt zeigen, konnte Google den eigenen Anteil mehr als verdoppeln.
Googles smarte Lautsprecher der Home-Serie können dank des integrierten Assistant sehr viele Aufgaben erledigen, die in den meisten Fällen einfache per Sprache ausgelöst werden können. Zu den am häufigsten genutzten Funktionen dürfte wohl das Einrichten von Erinnerungen und die Wecker-Funktion sein. In den vergangenen Tagen gab es damit aber einige Probleme, die nun laut Google per Update behoben worden sind.
Google steckt derzeit viel Kraft und Anstrengungen in die Verbreitung des Assistant, der innerhalb kürzester Zeit auf vielen Endgeräten zur Verfügung steht und potenziell mehrere Hundert Millionen Nutzer erreicht. Das ganze dient in erster Linie wohl der Markenbindung, muss aber wohl eines Tages auch monetarisiert werden. Jetzt gibt es erste Berichte über eine mögliche Monetarisierung mit How-To-Videos.