Jedem Hersteller steht es frei, das Betriebssystem Android für seine eigenen Zwecke zu nutzen und soweit wie nötig anzupassen. Wer aber auch den Play Store und die Play Services vorinstallieren möchte, benötigt eine Google-Zertifizerung. Diese ist mit weiteren Pflichten verbunden und schreibt den Herstellern etwa auch vor, welche Apps sie auf dem Smartphone oder Tablet vorinstallieren müssen. Diese Liste wurde von Google nun überraschend wieder gekürzt: Das prominenteste Opfer der Streichung ist die Google+ App.
Abgesehen von den ständigen Gerüchten um die Einstellung, ist es in letzter Zeit sehr ruhig um Google+ geworden: Das letzte Nennenswerte Update ist nun mittlerweile auch schon wieder drei Monate her - die Google+ Collections. Mit diesen möchte das Team etwas mehr Ordnung in den Stream bringen, und es den Nutzern noch leichter ermöglichen, sich bestimmte Themen und Interessen zu abonnieren. Jetzt gibt es endlich auch eine eigene Suchfunktion zum Auffinden dieser Collections.
Erst vor wenigen Tagen wurde die Browser-Version der Google Photos leicht verbessert, und jetzt folgt auch die Android-App mit einer Reihe von neuen Funktionen: Die App ermöglicht nun ebenfalls die Umsortierung von Fotos in einem Album und bringt auch einige weitere Verbesserungen mit sich. So ist es nun endlich auch wieder möglich, sich als Google+ Seite in Fotos einzuloggen und die entsprechenden Fotos wieder direkt mit der App zu verwalten.
Als Google-Gründer Larry Page die Gründung von Alphabet bekannt gegeben hat, gab es natürlich eine ganze Flut von Reaktionen seitens der Medien und auch der Nutzer - unter anderem auch bei Google+. Auf Googles Netzwerk hatte er den Link zur Ankündigung ebenfalls gepostet und hat dort mehr als 300 Kommentare bekommen. Doch nur auf einen einzigen davon ist der Alphabet-CEO wirklich eingegangen - und dieser betrifft ausgerechnet Google+. Durch seinen Kommentar lässt er keinen Zweifel daran, dass das Netzwerk auch weiterhin noch eine Daseinsberechtigung hat.
In den letzten Monaten wurden sehr viele Abgesänge auf Google+ veröffentlicht und sicherlich liegen in den Schubladen vieler Reaktionen auch schon Grabreden bereit - aber diese wird man so schnell nicht benötigen. Trotz einer weiteren Entflechtung des Netzwerks betont Google, und allen voran Produktmanager Bradley Horowitz, stets immer wieder dass das Netzwerk längst nicht am Ende ist und einfach nur eine neue Richtung einschlägt. Und für diese neue Richtung macht die Abtrennung der anderen Angebote einfach auch Sinn.
Praktisch kein Unternehmen kommt heute mehr um einen Auftritt bei den diversen Social Media-Plattformen drumrum. Doch nur einen Account bei einer solchen Plattform zu haben bringt natürlich nicht viel, wenn es denn nicht aktiv genutzt wird. Eine neue Studie hat nun ergeben, dass dieses Denken bei den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt angekommen ist und nahezu alle die großen und bekannten Plattformen nutzen. Und überraschenderweise ist in dieser Statistik nicht Facebook der Gewinner.
In den letzten Woche wurde die Präsenz und Integration von Google+ zunehmend zurück gefahren und der Link zu dem Netzwerk ist an immer mehr Stellen verschwunden - und jetzt folgt der nächste Streich: Seit der vergangenen Woche sind die Inhalte aus Google+ nun nicht mehr im Knowledge Graph enthalten und verlieren damit eine weitere sehr prominente Verlinkung. Diese Änderung wurde mittlerweile von Google bestätigt und wird wieder einmal mit der Vereinheitlichung der Angebote begründet.
Über gut drei Jahre hinweg hat Google alle Kräfte darin gebündelt, Google+ sowohl in den eigenen Angeboten als auch im Web Omnipräsent zu machen. In den letzten Tagen allerdings verschwindet der Markennamen "Google+" von immer mehr Angeboten, und nun ist auch der einstige interne Service Hangouts an der Reihe. Auch in den Video-Hangouts, die bisher noch mit "Google+ Hangouts" gekennzeichnet waren, heißt es jetzt nur noch "Google Hangouts".
Seit Monaten überschlagen sich Artikel überall im Web, dass das Netzwerk Google+ mausetot ist und schon sehr bald eingestellt wird - und an dieser Situation ist Google selbst auch nicht ganz unschuldig. Doch tatsächlich ist Google gerade dabei, sein Netzwerk umzukrempeln und wieder auf Schiene zu bringen. In einem Interview hat der neue Google+ Chef Bradley Horowitz über den aktuellen Status des Netzwerks und auch über das neue Google Photos gesprochen.