Alle vier Jahre wird in unserem Kalender ein zusätzlicher Tag eingeschoben - der 29. Februar. Vielen Menschen dürfte bekannt sein, dass es sich dabei um Schaltjahre handelt, aber nur wenige dürften bisher von der "Schaltsekunde" gehört haben. Über die Schaltsekunde gibt es schon seit längerer Zeit Diskussionen und jetzt wollen Google, Facebook, Microsoft und Amazon erreichen, dass diese abgeschafft wird. Und das aus rein technischen Gründen.
Google ist vor etwas mehr als zwei Jahren mit Stadia in den Spielemarkt eingestiegen und hat(te) große Pläne, um die Spieleplattform zum Erfolg zu führen. Die Pläne haben sich in dieser Zeit mindestens einmal um 180 Grad gedreht und die vor wenigen Tagen angekündigte Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft könnte auch für Stadia nicht folgenlos bleiben. Aber wie sollte Google darauf reagieren?
Vor einigen Wochen sorgte ein schwerer Bug auf Android-Smartphones für Aufsehen, den man im besten (oder schlimmsten?) Fall erst dann bemerkt, wenn man die Funktion benötigt: Die bekannten Notrufnummern ließen sich nicht anrufen. Schnell stellte sich heraus, dass das Problem nicht bei Google oder Android, sondern viel mehr bei Microsoft liegt. Nun geht Google einen recht außergewöhnlichen Weg, um das Problem endlich aus der Welt zu schaffen.
Google hat Android und den Play Store im Laufe der Zeit auf viele Geräteklassen gebracht, doch den Desktop hat man lange Zeit vollständig ignoriert - nicht nur in der Abteilung des mobilen Betriebssystems. Aber das wird sich ändern, denn am Freitag gab es eine Ankündigung, die sehr weitreichende Folgen haben dürfte: Man bringt den Google Play Store zu Windows und geht damit langsam auf Frontalangriff gegen Microsoft - das sich kaum wehren kann.
Mit dem Start von Windows 11 hat Microsoft die Android-Apps erstmals auf offiziellem Wege auf den Desktop gebracht. Nach einer etwas längeren Testphase stellt sich aber schnell Ernüchterung ein, denn sowohl an der Umsetzung als auch an der App-Auswahl muss noch heftig geschraubt werden. Auf letztes muss man aber gar nicht warten, denn mit einigen Schritten lässt sich der Google Play Store unter Windows 11 installieren und nutzen.
Microsoft hat mit dem Rollout von Windows 11 begonnen, das einige Neuerungen auf den Desktop bringt - unter anderem die Unterstützung der Android-Apps. Für Windows und möglicherweise auch für Android könnte das ein großer Schritt sein, denn erstmals kommen die Android-Apps auf offiziellem Wege auf den Windows-Desktop. Der Start ist allerdings etwas holprig und weist noch viele Einschränkungen auf.
Gemeinsam haben die IT-Giganten Google, Facebook, Amazon und Microsoft eine enorme Reichweite, die weit über ihre eigenen Angebote hinausgeht und nahezu alle Webseiten im Web betrifft. Das dürfte vielen Nutzern bekannt sein, aber in welchem Umfang die Dienste dieser vier Unternehmen eingebunden sind, lässt sich erst durch eine Visualisierung vor Augen führen. Die Chrome-Erweiterung Big Tech Detective zeigt euch die Integrationen der vier Unternehmen auf jeder besuchten Webseite.
Microsoft wird schon in wenigen Monaten das neue Windows 11 veröffentlichen, das eines der größten visuellen und funktionellen Updates der letzten Jahrzehnte mitbringt - auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht. Wir haben uns hier im Blog bereits mit den wichtigsten Themen beschäftigt und je mehr Details bekannt werden, desto mehr zeigt sich, dass einige der Neuerungen mit Google in Verbindung stehen.
Mit dem Start von Windows 11 wird Microsoft die Android-Apps auf den Desktop bringen und damit aus Nutzersicht einen der vielleicht größten Schritte in der Geschichte des Betriebssystems gehen. Doch diese Öffnung seitens Microsoft birgt nicht nur Chancen, sondern auch eine große Gefahr: Sobald sich die Android-App durchsetzen, ist Windows 11 für viele Endnutzer nahezu austauschbar.
Seit vielen Jahren versuchen sich zahlreiche Bastler und Projekte daran, die Android-Apps auf den Desktop zu bringen und setzen dabei auf ganz unterschiedliche Konzepte. Nun kommt mit Windows 11 der wohl aussichtsreichste Kandidat dazu und soll die Android-Apps nativ und ohne jeglichen Brücken auf den Windows-Desktop bringen. Das könnte sehr gut funktionieren und für Microsoft zu einem großen Erfolg werden.