Smartphone-Nutzer erhalten je nach Nutzung täglich Dutzende bis Hunderte Benachrichtigungen, wovon ein Großteil vermutlich kaum beachtet und direkt weggewischt wird. Die zahlreichen Benachrichtigungen des Play Stores könnten dazugehören - das dürfte sich zumindest Google gedacht haben und hat nun eine Kategorie vollständig und ohne Ankündigung entfernt. Ab sofort werdet ihr nicht mehr über aktualisierte Apps informiert.
Schon kurz nach dem Start des Chrome-Browsers hat Google große Anstrengungen unternommen, um Web-Technologien weiterzuentwickeln und die heutigen Web-Apps überhaupt erst möglich zu machen. Ein möglicherweise sehr wichtiger Schritt auf diesem Weg waren die Chrome Apps, die seit 2013 Bestandteil des Browsers sind. Google hat schon vor einigen Jahren angekündigt, bald den Stecker ziehen zu wollen - und nun soll es auf einmal ganz schnell gehen.
Mit dem Neustart von Google News wurden einige Produkte unter einem Dach zusammengeführt, die dem Nutzer viele Möglichkeiten geben, Nachrichten zu konsumieren. Neben den personalisierten Google News und der Abo-Möglichkeit einzelner Publikationen kam auch der Magazin-Bereich unter dieses Dach - und jetzt kommt er unter die Räder. Google hat die Einstellung des Google Play Kiosk verkündet, in dem die Nutzer digitale Versionen von Magazinen und Zeitschriften erwerben oder abonnieren konnten.
Google ist ein Unternehmen, das sehr viel experimentiert und immer wieder neue Produkte auf den Markt wirft, die die Nutzer vielleicht begeistern, aber die Ziele des Unternehmens nicht erreichen. Und dann wird der Stecker gezogen. Im Jahr 2019 hat Google unglaublich viele Produkte eingestellt und auch im Jahr 2020 wird das nicht unbedingt besser. Schon jetzt sind die ersten Produkte bekannt, die uns 2020 verlassen werden.
Aus Sicht von Google-Nutzern war das Jahr 2019 sehr verlustreich, denn Googles Frühjahrsputz hatte gerade in der ersten Jahreshälfte erbarmungslos zugeschlagen und sowohl die GMail-Alternative Inbox als auch das Soziale Netzwerk Google+ weggefegt. Aber es wurden auch viele andere Produkte eingestellt, an die sich einige vielleicht gar nicht mehr erinnern werden und die demzufolge auch kein ganz so großer Verlust sind. Bei anderen Produkten hingegen läuft es wie geschmiert.
Google hat leider eine sehr lange Historie von eingestellten Produkten, bei denen aus man den verschiedensten Gründen den Stecker zieht. Häufig trifft es Produkte, für die sich nur wenige Nutzer interessiert haben und bei denen sich der Schaden somit in Grenzen hält. Manchmal ist aber auch ein Produkt darunter, das schmerzlich vermisst werden wird - so wie in diesem Fall. Google hat die Einstellung von Google Cloud Print verkündet.
Vor wenigen Tagen hat Google bekannt gegeben, die Virtual Reality zu begraben und nahezu alle VR-Projekte zu stoppen. Im Zuge dessen wurde als erste Amtshandlung der Verkauf des Daydream Headsets eingestellt, das nie große Erfolge feiern konnte. Ganz im Gegensatz zum Vorgänger aus Pappkarton, dem Google Cardboard. Auch dieses Projekt wird gestoppt, die gesamte Plattform nun aber als Open Source freigegeben.
Google hat nicht nur das große und bekannte App-Universum mit den Milliarden-Apps und Plattformen im Sortiment, sondern auch sehr viele Angebote, die zum Teil in Vergessenheit geraten, aber noch immer nutzbar sind. Diese Apps wurden von uns im vergangenen Jahr zu Zombie-Apps erklärt. Jetzt, eineinhalb Jahre später, holen wir uns die Liste noch einmal herauf und schauen uns an, was aus den einzelnen Apps geworden ist.
Google arbeitet schon seit mehreren Jahren an den virtuellen Realitäten und hat sowohl für die Virtual Reality als auch für die Augmented Reality Konzepte, Produkte und Plattformen erarbeitet, von denen aber keines bisher den großen Durchbruch brachte. Jetzt erklärt Google die Virtual Reality auf dem Smartphone für gescheitert und hat nicht nur die eigene VR-Brille DayDream eingestellt, sondern auch alle Bemühungen in diese Richtung gestoppt und wird die Plattform nicht mehr weiterentwickeln.
Google beschäftigt sich seit einiger Zeit verstärkt damit, den Alltag der Nutzer zu optimieren und hat dafür Apps wie Digital Wellbeing geschaffen, mit denen die Nutzungszeit des Smartphones kontrolliert werden kann. In einer etwas anderen Kategorie ist die App Datally unterwegs, die den Nutzer dabei hilft, den mobilen Datenverbrauch zu optimieren und auch zu limitieren. Jetzt wurde die App allerdings ohne große Ankündigung eingestellt.