Spammer und Phisher finden immer wieder neue Wege, Nutzer durch Täuschungen zum Besuch von gefälschten Webseiten zu bewegen und machen sich dazu auch offene Weiterleitungen zunutze. Jetzt haben Sicherheitsforscher wieder einen Weg gefunden, um über eine Google-Domain eine solche Weiterleitung zu nutzen. Zum Einsatz kommt dazu eine Mischung aus Google Maps und dem Google URL Shortener goo.gl, der tatsächlich eine solche offene Weiterleitung unterstützt.
Ende der vergangenen Woche hat Google mit der Ankündigung überrascht, dass der URL Shortener goo.gl eingestellt wird - und zwar schon sehr bald. Auch wenn es manche für einen zu früh abgesetzten Aprilscherz hielten, dürfte spätestens am 2. April klar sein, dass das Tool seinen Weg auf den ewigen Google-Friedhof finden wird. Wer unbedingt weiterhin Googles Kurz-URLs verwenden möchte, kann dies über Umwege aber wohl auch in Zukunft tun.
URL Shortener erfreuen sich im Web bis heute großer Popularität, auch wenn sie heute vielleicht nicht mehr ganz so weit verbreitet sind, wie noch vor einigen Jahren. Zu den bekanntesten Angeboten in dieser Branche gehört auch Googles eigener Shortener goo.gl, der bereits seit weit über 8 Jahren Online ist. Doch jetzt haben sich Googles Prioritäten verschoben und der Verkürzungsdienst wird eingestellt.
Googles URL Shortener goo.gl gehört zu den bekanntesten und meistgenutzten Diensten dieser Art, so dass es eigentlich ein Wunder ist dass das Angebot lange Zeit vernachlässigt worden ist. Nun hat man aber endlich die Designer dran gesetzt und vor wenigen Tagen eine komplett überarbeitete Oberfläche im Material Design ausgerollt, die das Angebot auch dringend nötig gehabt hat.
Googles URL-Shortener goo.gl gehört derzeit neben bit.ly wahrscheinlich zu den beliebtesten Tools um eine URL mit Überlänge zusammen zu stauchen. Leider hat sich seit längerer Zeit nicht mehr viel bei dem Dienst getan und auch eine mobile Oberfläche lässt das Angebot seit Anfang vermissen. Ein Entwickler hat sich nun die Mühe gemacht, eine App zu entwickeln die einer offiziellen Google-Version in nichts nachstehen würde.
Google url shortener

Google hat im Dezember einen URL-Kürzer für die Feedburner und die Google Toolbar veröffentlicht. Eigentlich sollte dieser nur in diesen Produkten nutzbar sein, aber recht schnell war ein Umweg gefunden und Webmaster konnten kinderleicht damit ihre URLs kürzen. Nun hat Google den Dienst geöffnet und macht ihn recht transparent.

Zu jeder URL gibt es nun ausführliche Statistiken. Im Google informiert wie einige anderen auch über den Referrer und das Land des Besuchers. Google gibt aber einen einen Einblick in die verschiedenen Browserfamilien sowie das Betriebssystem. Hier findet ihr ein Beispiel von einer Google Maps-Adresse, die ich im Street View Artikel von heute verwendet habe. 

Die Daten lassen sich auch einschränken und man kann sich nur die Klicks der letzten 2 Stunden, den Tag, der Woche, dem Monat und der gesamten Zeit anzeigen lassen.

Goo.gl-Beispiel: Hier wurde von Feedburner importiert

Neu ist auch, dass man nun jede URL ohne Umweg auf goo.gl kürzen kann. Google möchte mit goo.gl den schnellsten, stabilsten und sichersten URL-Kürzer im Internet erschaffen. Jeder URL wird schnell ausgeführt und wird funktionieren. Zur Abwehr von Spam, Phishing, Malware und anderen schädlichen Programmen setzt Google auf die gleiche Technologie wie man sie auch bei der Suche un anderen Diensten verwendet. 

goo.gl hatte in der vergangenen neun Monaten fast eine 100%ige erreichbar und die Geschwindigkeit wurde verdoppelt. Google hat zudem eine API ankündigt. Mit dieser soll man URLs kürzen, erweitern und die Statistiken einsehen können.  

Für unseren Twitter-Feed setzen wir derzeit auf einen eigenen URL-Kürzer, der bit.ly pro verwendet. Ob wir wechseln werden, wenn es eine offizielle API gibt, werden wir dann entscheiden, wenn sie da ist :)
Chrome Extensions

Die Erweiterung goo.gl shortener ist ein Addon für Google Chrome. Extensions lassen sich derzeit nur mit der Beta auf Windows und Linux und den Dev-Channels nutzen. Der goo.gl shortener mach mit nur einem Klick aus jeder URL eine Kurzurl mit Googles Dienst goo.gl.

Im PopUp findet man zudem eine Möglichkeit das ganze als Tweet zu veröffentlichen. Die Extension stammt nicht von Google.