Pixel-Smartphones: Google verabschiedet sich vom Thermometer-Sensor – wird durch Pixel Glow ersetzt
Vielleicht auch unter Innovationsdruck hat Google vor drei Jahren den Thermometer-Sensor in den Pixel-Smartphones integriert, der sich in vielen Geräten befindet. Es dürfte sich kaum ein ernsthaftes Anwendungsgebiet gefunden haben, sodass man den Sensor mit dem Start der Pixel 11-Smartphones verabschiedet. Stattdessen gibt es eine visuelle Innovation.
Google hat mit den Pixel 8-Smartphones den Thermometer-Sensor eingeführt, der eine physische Temperaturmessung ermöglichte. Der Sensor war in den Pro-Modellen der achten, neunten und zehnten Generation zu finden und dürfte wohl nur von wenigen Nutzern verwendet worden sein. Der Anwendungszweck ist oder war es, die Temperatur von Oberflächen mit dem Smartphone herauszufinden. Sei es von einem Objekt, für die Fiebermessung an der Stirn oder von Speisen. Interessant, aber kaum notwendig.
Schon beim Start mit der achten Generation zeigte sich, dass der Sensor eine Einbahnstraße gewesen sein dürfte. Selbst die Demos wussten nicht zu beeindrucken, denn die Nutzung ist unhandlich, benötigt bis zu 30 Sekunden für die Messung und hat auch noch Abweichungen. Mit der neunten Generation kam die Hauttemperaturmessung dazu, allerdings erneut ohne die Zuverlässigkeit eines Fieberthermometers. Bei der zehnten Generation gab es gar keine Neuerungen, sondern nur eine Umfrage, ob die Nutzer den Sensor benötigen.
Man dürfte wohl so viele Sensoren eingekauft oder sich mehrjährig gebunden haben, sodass der Sensor erst jetzt entfernt werden kann. Auf den Pixel 11-Smartphones wird stattdessen Pixel Glow an die Stelle des Sensors einziehen. Ob die Glow-Darstellung tatsächlich an dieser Stelle der Kameraleiste zu finden sein wird, ist noch nicht sicher. Doch auch alle Renderbilder zeigen, dass die rechteckige Aussparung für diesen Sensor auf der kommenden Smartphone-Generation entfernt worden ist.
Und damit beendet Google einen weiteren Irrweg, den es bei den Pixel-Smartphones schon einmal gegeben hat: Mit der vierten Generation hatte man eine wahre Sensorflut für die Gesichtserkennung eingeführt, die sich dann doch als wenig zielführend erwies und schon mit der fünften Generation wieder entfernt wurde.
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