Google befindet sich seit einiger Zeit im Prozess, das Nutzer-Tracking völlig umzubauen und diese vermeintlich deutlich weniger als bisher tracken zu wollen - was allerdings eine glatte Lüge ist. Ärger gibt es aber auch an anderer Front, denn der vor allem durch die Facebook-Klage bekannte Aktivist Max Schrems hat nun Klage gegen Googles tief in Android integriertes Tracking eingereicht und legt auch bei Google Analytics und die Übertragung der Daten in die USA nach.
Google hat erst vor wenigen Wochen die FLoC-Technologie umfangreich vorgestellt und will diese schon mit der nächsten Version des Chrome-Browsers für die ersten Nutzer einführen. Google sieht darin eine wichtige Säule für die Zukunft der Internetwerbung, doch der Gegenwind wird immer stärker. Nun haben sich auch WordPress, Microsoft sowie einige andere Browseranbieter positioniert und wollen FLoC verhindern.
Viele Google-Produkte haben eine sehr große Reichweite und durch die Vielzahl an Produkten und Dienstleistungen ist es heute praktisch unmöglich, ohne Kontakt zu Google-Servern im Internet unterwegs zu sein. Weil Google über diese enorme Verbreitung potenziell sehr viele Daten sammeln kann, kann ein VPN sowohl für Privatnutzer als auch Unternehmen sehr interessant sein. Selbst für SEO-Zwecke kann das sinnvoll sein.
Gerade erst hat der Google Assistant eine ganze Reihe neuer Features erhalten, da legt Google schon wieder nach - diesmal auch in deutscher Sprache. Der seit einiger Zeit getestet Gastmodus für den Assistenten ist ab sofort auch in Deutschland auf Smart Speakern und Smart Displays verfügbar. Die Aktivierung und Nutzung ist sehr einfach gestaltet und kann sehr sinnvoll sein.
Google ist eine "Datenkrake". Das sollte jedem Google-Nutzer bewusst sein, denn das Geschäftsmodell des Unternehmens lässt eine andere Herangehensweise gar nicht zu, auch wenn der Begriff in der Form nur noch selten verwendet wird. Google geht dabei recht transparent mit der Datensammlung um, aber dennoch werden die Ausmaße soweit wie möglich verschleiert. Eine interessante Infografik zeigt nun, wie viele Daten allein die beiden Produkte Websuche und der Chrome-Browser über alle Nutzer sammeln.
Den meisten Menschen dürfte mittlerweile bewusst sein, dass Smartphones nicht nur ständig mit dem Internet verbunden sind, sondern auch fleißig Daten an Google, Apple und andere senden - und das in den meisten Fällen ohne Kontrollmöglichkeit für den Nutzer. Eine neue Studie kommt nun zu dem Schluss, dass Android-Smartphones 20 Mal mehr Daten an Google senden als die iPhones an Apple. Schon in den ersten 10 Minuten fällt mehr als 1 MB an.
Der Google Assistant wird hauptsächlich per Spracheingabe verwendet, deren Befehle in den meisten Fällen mit dem Aktivierungswort "Hey Google" beginnen. Um die Erkennung dieses Begriffs weiter zu verbessern, wird man nun auch auf föderales Lernen setzen, das die ersten Nutzer optional aktivieren können. Dabei können veränderte Sprachmodelle direkt an die Google-Server übertragen werden.
Google hatte kürzlich verkündet, Internetnutzer nicht mehr tracken zu wollen und stattdessen auf die neue FLoC-Technologie zu setzen, die noch vor den ersten Testläufen unter massiver Kritik steht. Offenbar ist man sich bewusst, dass FLoC alles andere als ein "Nicht-Tracking" ist, denn nun wurde verkündet, dass die Technologie im EU-Raum vorerst nicht getestet werden soll. Stichwort DSGVO.
Der Chrome-Browser besitzt seit vielen Jahren einen Inkognito Modus, der in einigen Fällen sehr praktisch sein kann, aber von vielen Nutzern falsch verstanden wird. Das sicherlich weit verbreitete Missverständnis könnte in den USA große finanzielle Folgen für Google haben, denn eine eingereichte Klage gegen das Google-Tracking im Inkognito Modus wurde nun zugelassen. Es geht um bis zu fünf Milliarden Dollar.