Google Maps hat Streetview vor mittlerweile 12 Jahren eingeführt und ist damit zu Beginn auf sehr viel Begeisterung bei den Nutzern gestoßen, denn endlich konnte man New York virtuell vom Computer aus besuchen und besichtigen. Doch als die Fahrzeuge dann vor dem eigenen Haus aufgetaucht sind, hat sich die Begeisterung ganz schnell in Wut und Angst umgedreht. Die Folgen für Deutschland sind bekannt und aktuell zeigt sich wieder einmal, dass das damals nicht ganz so klug war. Aber Google ist glücklicherweise nicht ganz so stur.
In dieser Woche wurden die ersten Google Maps Local Guides mit einer neuen Augmented Reality-Navigation überrascht, an der das Google Maps-Team schon seit längerer Zeit arbeitet und nun für den ersten öffentlichen Testlauf bereit ist. Doch was wie ein zusätzliches Gimmick für die Navigation aussieht, hat ein riesiges Potenzial und eröffnet dank der dahinter stehenden Technologie viele neue Einsatzmöglichkeiten, wie Google nun in einem technischen Einblick selbst erklärt hat.
Es gibt wieder eine neue Version der Google Maps-App für Android, die nun schon bei Release 10.10 angekommen ist und unter der Haube einige kleinere Verbesserungen vorbereitet. Dazu gehören zwei neue Optionen in den Einstellungen, mit der sich persönliche Dinge festlegen lassen. So soll der Standortverlauf zukünftig automatisch gelöscht werden können und auch persönliche Events auf der Karte dargestellt oder ausgeblendet werden.
Google Maps enthält zu sehr vielen Orten dieser Welt eine riesige Menge an Informationen, die aus ganz unterschiedlichen Quellen stammen können. Eine wichtige Quelle ist die große Community, aber auch Inhaber von Unternehmen sollten aufgrund der Dominanz von Google Maps in der Pflicht sein, ihre Einträge zu erweitern, korrigieren und aktuell zu halten. Damit das problemlos möglich ist, muss man lediglich einmalig die Inhaberschaft beantragen und bestätigen. Und das ist in wenigen Schritten erledigt.
Nach einer langen Zeit der Stille hat das Google Maps-Team spätestens gestern damit begonnen, die Augmented Reality-Navigation auszurollen und mit den ersten Local Guides zu testen. Eine offizielle Ankündigung hat es seit der Vorstellung im Mai 2018 nicht gegeben, sodass nicht nur einige Fragen offen bleiben, sondern dass auch weiterführende Informationen zu diesem Projekt aktuell nur von Dritten stammen.
Die Google Maps Navigation wurde in den vergangenen Monaten stark weiter entwickelt und hat einige neue Features bekommen, die in anderen Karten-Apps nicht zu finden sind. Schon bald steht das nächste große Update an, das die Navigation noch einmal auf eine völlig neue Ebene heben wird - und das gleich im doppelten Sinne. Zukünftig werden Augmented Reality-Elemente den Weg weisen. Ob das sinnvoll ist, muss dann jeder Nutzer selbst beurteilen.
Viele Webapps bieten nutzerfreundliche URLs an, bei denen die übergebenen Parameter nutzerfreundlich gestaltet sind und auch direkt verändert werden können. Auch Google Maps setzt schon seit Beginn an auf solche URLs, mit denen sich der Zugriff auf viele Funktionen abkürzen lässt. Das ist nicht nur sehr praktisch, sondern kann vor allem auch von Webmastern oder App-Entwicklern verwendet werden, um dem Nutzer relativ leicht eine bestimmte Karte oder Navigation zur Verfügung zu stellen. Aber auch für Schnellzugriffe im Browser ist das sehr gut geeignet.
Erst vor wenigen Tagen hat Google Maps Blitzerwarnungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt und ist damit auf sehr gemischte Reaktionen gestoßen. Doch das sind noch längst nicht alle Meldungen, die die Nutzer in den Google-Angeboten Maps und Waze abgeben können. Jetzt hat die Polizei von New York das Unternehmen dazu aufgefordert, die Warnung vor Schwerpunktkontrollen der Polizei zu entfernen. Doch Google wird wohl kämpfen.
Google Maps ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle rund um alle geografischen Informationen und Standorte - somit ist ein Eintrag in dem Kartenmaterial für Unternehmen und Einrichtungen aller Art äußerst wichtig. Natürlich sollten die dort angegebenen Daten dann im Optimalfall auch korrekt sein, aber dennoch treten immer wieder Fehler auf. In einer britischen Schule gab es nun einen Fehler der besonderen Art, der offenbar von einem Schüler in die Google Maps-Datenbank gebracht wurde.
Google Maps hat einige starke Konkurrenten, die durch aktuelle Entwicklungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Im Auto erweitert sich die Liste der Konkurrenten noch einmal sehr stark, denn dort dominieren noch immer die klassischen Navigationssysteme. Die Stiftung Warentest hat nun sieben Navigationsgeräte gegen sieben Navi-Apps antreten lassen, zu denen natürlich auch Google Maps gehörte. Dabei zeigt sich, dass Google Maps eigentlich die erste Wahl wäre - wenn man es denn richtig bedient.