Vor einigen Tagen hat Apple die neue Look Around-Funktion für Apple Maps angekündigt und möchte damit eine direkte Konkurrenz zu den Streetview-Aufnahmen innerhalb von Google Maps anbieten. Bisher hatte Apple nur ein Demovideo veröffentlicht, dessen Qualität und Übergänge zwischen einzelnen Aufnahmen durchaus zu überzeugen wussten. Ein Tester dieser Funktion hat nun ein Vergleichsvideo zwischen Apple Maps und Google Maps veröffentlicht, das die hohen Erwartungen erneut bestätigt und Google vor ein Problem stellt.
Nach dem Aus von Google Trips soll Google Maps an dessen Stelle treten und den Nutzer im Urlaub begleiten, wobei derzeit aber noch nicht alle Funktionen zur Verfügung stehen. Das wichtigste Feature für den Urlaub ist es, dass die App überhaupt nutzbar bleibt, wenn auch nicht in vollem Umfang. Glücklicherweise verfügt Google Maps über einen praktischen Offline-Modus, mit dem fast beliebige Kartenausschnitte heruntergeladen werden können.
Google Maps ist nicht nur für viele Nutzer eine sehr wichtige Anlaufstelle für Geo-Informationen aller Art, sondern auch für Unternehmen eine sehr wichtige Plattform, um ihre potenziellen (Neu-)Kunden zu erreichen. Die Business-Einträge wurden im vergangenen Jahr stark umgebaut und jetzt gib es wieder ein umfangreiches Update, das den Unternehmen noch mehr Möglichkeiten gibt, den eigenen Eintrag zu personalisieren und Kunden zu gewinnen.
Vielleicht kein geschicktes Timing: Mitten in der Hauptsaison stellt sich Google im Bereich Reisen neu auf und wird in wenigen Wochen Google Trips vollständig einstellen. Den Strategen ist aber offenbar bewusst, dass viele Nutzer die Funktionen der Trips-App sehr zu schätzen gewusst haben und nun vor einem Problem stehen. Dafür hat man nun eine kurze Anleitung veröffentlicht, in der beschrieben wird, wie sich Reservierungen und Ausflüge in Google Maps und der Google-App abrufen lassen.
Google Maps unterhält eine riesige Datenbank über nahezu alle Orte dieser Erde und kann sehr viele dazugehörige Details liefern. Diese Datenbank will natürlich auch aktuell gehalten werden, sodass man auf die Hilfe der großen Community setzen muss - die sich aber manchmal auch einen Spaß erlaubt. In Berlin gab es in den vergangenen Tagen wieder ein Beispiel, das gleichzeitig die Schwäche, wie auch die Stärke von Google Maps zeigt.
Google Maps hilft dem Nutzer in vielen Lebenslagen und bietet immer mehr Spezialfunktionen, die man noch vor wenigen Jahren kaum für möglich gehalten hätte - wie etwa die Erstellung von Speisekarten oder gar die Kontrolle von Taxifahrern. Grundlegend ist es aber noch immer eine Mapping-App, die den Nutzer nicht nur von A nach B bringen soll, sondern sogar beim Parken unterstützen kann. Mit wenig Aufwand lässt sich sogar die Möglichkeit nachrüsten, direkt aus der Navigation heraus günstige oder gar kostenlose Parkplätze zu finden bzw. die Preise schnell zu vergleichen.
Die Google Maps-Routenplanung dürfte wohl die am häufigsten genutzte Routenplanung überhaupt sein und liefert in den allermeisten Fällen die kürzeste oder die schnellste Strecke. Von dieser hohen Qualität ist offenbar auch Google selbst überzeugt, denn nun wird eine neue Funktion getestet, die genau darauf aufbaut. Der Nutzer kann sich von Google Maps warnen lassen, wenn der Fahrer zu weit von der Idealroute abweicht und größere Umwege fährt. Ein zweischneidiges Schwert.
Die diversen Tempo-Funktionen in Google Maps sorgen schon seit längerer Zeit für Diskussionen und natürlich auch Begehrlichkeiten. Doch Google hat sich mit dem Rollout sehr viel Zeit gelassen und bietet die verschiedenen Features längst nicht in jedem Land an. Alle Nutzer in Deutschland und Österreich dürfen sich nun immerhin darüber freuen, eine Geschwindigkeitsanzeige bzw. einen Tacho während der Navigation nutzen zu können. Die kurze Beta-Phase ist damit beendet.
Google Maps kann für Unternehmen mit lokaler Präsenz eine sehr große Bedeutung haben und hat sich durch viele Zusatzinformationen zu einer der ersten Anlaufstellen in diesem Bereich entwickelt. Aktuell gibt es allerdings einen kleinen Stolperstein bei der Weiterleitung von Nutzern auf die Webseite des jeweiligen Anbieters. Schon seit mehreren Tagen erscheint eine Zwischenseite, die dem Nutzer eher eine Art Warnung suggeriert und wohl viele vom Besuch der Webseite abhält.
Google Maps hilft dem Nutzer in vielen Lebenslagen und steht plattformübergreifend auf allen wichtigen Systemen zur Verfügung - natürlich auch auf dem iPhone. Schon seit längerer Zeit tritt man dort gegen den Rivalen Apple Maps an, der in den vergangenen 12 Monaten große Fortschritte gemacht hat und nun auch eine der Paradedisziplinen von Google Maps angreift - nämlich die Streetview-Aufnahmen. Der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Plattformen wird damit zunehmend rauer, was schlussendlich der Qualität nur dienlich sein kann.