Im vergangenen Jahr wurden die Editor-Funktionen aus dem Google Drive gelöst und in eigenständige Apps ausgelagert - wodurch man sich besser auf deren Weiterentwicklung konzentrieren und andere Prioritäten setzen kann. Doch auch im mobilen Browser war es bisher möglich, Dokumente anzusehen und auch zu bearbeiten - bis jetzt. Jetzt haben die Entwickler diese Möglichkeit aus der mobilen Docs-Webseite entfernt und fordern den Nutzer nur noch zur Installation der entsprechenden App auf.
Am traditionellen Update-Mittwoch hat Google wieder einmal einer Reihe Von Apps einige mehr oder weniger große Verbesserungen verpasst, wobei an diesen Tagen aber auch stets viele Bugfixes mit dabei sind. Ein etwas größeres Update haben allerdings die beiden Office-Apps Docs und Slides bekommen, die sowohl auf Android als auch auf iOS nun eine verbesserte Unterstützung für Bilder in den Dokumenten haben.
Schon seit längerer Zeit bietet das Google Drive im Zusammenspiel mit Google Docs eine automatische Texterkennung an, die vor allem zum Einscannen von Dokumenten konzipiert ist. Diese Funktion steht sowohl auf dem Desktop als auch am Smartphone zur Verfügung und wurde nun noch weiter verbessert: Ab sofort unterstützt die Texterkennung (OCR) über 200 Sprachen und arbeitet nun noch einmal deutlich intelligenter. Die Erkennungsrate wurde erhöht und auch die Wahl der Sprache ist nun nicht mehr nötig.
Seit Mittwoch rollt Google wieder Updates für einige Android-Apps aus, die wieder einige kleine Verbesserungen bekommen haben: Die größten Änderungen gibt es in den drei Office-Apps Docs, Sheets und Slides, wobei vor allem letzteres nun eine deutlich schnellere Ladezeit haben soll wenn PowerPoint-Dateien geöffnet werden. Die meisten Updates beziehen sich auf Android, aber die neuen Docs-Funktionen werden ab sofort auch für iOS ausgerollt.
Als Google seine Office-Ambitionen vor etwa 10 Jahren gestartet hat, ganz am Anfang noch unter dem Namen des damals übernommenen StartUps "Writely", hätte man wohl kaum ahnen können was für einen Funktionsumfang diese einmal annehmen werden. Mittlerweile konnten Google Docs, Sheets und Slides einige Achtungserfolge feiern und werden von immer mehr Nutzern tatsächlich als Ersatz für MS Office verwendet. Jetzt möchte Google aber auch im Business-Bereich ganz groß angreifen und auf lange Sicht 80% aller MS Office-Kunden für sich gewinnen.
Googles Entwickler bringen immer mehr vom Desktop bekannte Funktionen für die Drive-Anwendungen auch in die dazugehörigen Apps für Android und iOS: In den nächsten Stunden und Tagen werden für alle drei Standard-Apps neue Updates ausgeliefert, die sowohl die Stabilität der Anwendungen erhöhen als auch die Kompatibilität mit Office-Dateien verbessern. Außerdem bekommt jede App auch spezifische Verbesserungen im Detail, wobei vor allem die Slides-App durch neue Möglichkeiten für freie Formen hervorsticht.
Das Google Drive inklusive der Apps zum bearbeiten von Dokumenten ist schon längere Zeit mit GMail verzahnt und mit dem letzten Update rücken die beiden Plattformen nun noch näher zusammen: Neben der Möglichkeit, GMail-Anhänge direkt im Google Drive zu speichern und die Drive-Dateien umgekehrt auch an eine E-Mail anzuhängen, gibt es für Office-Dokumente ab sofort nun noch eine dritte Option: Diese Dateien können nun direkt in das Drive gespeichert und automatisch im Editor zur Bearbeitung geöffnet werden.
Langsam aber stetig bekommt der Online-Texteditor Google Docs immer mehr Funktionen die am Desktop selbstverständlich sind, bisher aber Online nicht verfügbar waren. Derzeit werden zwei Updates ausgerollt, die in den nächsten Tagen folgende Funktionen in die App bringen: Eingefügte Tabellen können nun weiter bearbeitet werden, so dass zwei Zellen zu einer zusammengefügt werden kann. Als zweites Update können nun auch eingefügte Bilder in den Grundzügen direkt im Editor bearbeitet werden.