Microsoft hat sich unter CEO Satya Nadella deutlich verändert, sowohl nach Innen als auch nach Außen. Man setzt stärker auf offene Technologien und kann sich sogar vorstellen, die Plattformen der Konkurrenz zu unterstützen. Derzeit scheint es so, als wenn Microsoft vor allem an den Google-Technologien gefallen findet und sich stark in Richtung des großen Online-Konkurrenten orientiert. Diese Woche wurde bekannt, dass der neue Microsoft-Browser auf Chromium basieren wird. Das birgt für Google auch Gefahren.
Vor wenigen Tagen gab es Spekulationen darüber, dass Microsoft an einem neuen Chromium-Browser arbeitet und dafür den Edge-Browser fallen lassen wird. Nicht alles an diesem Gerücht entsprach der Wahrheit, aber den Umschwung auf die Chromium-Engine wurde von Microsoft heute offiziell gemacht. Jetzt hat sich auch Google zu diesem Schritt geäußert und zeigt sich recht erfreut über den neuen Mitstreiter.
Die letzte Chrome-Version des Jahres ist da und schließt einige Entwicklungen ab, mit denen sich das Chrome-Team in den vergangenen Monaten beschäftigt hat: Chrome 71 bringt nun den verschärften Adblocker auf die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS. Außerdem wird die unendliche Geschichte der Autoplay-Blockade nun endgültig umgesetzt und sorgt hoffentlich nicht mehr für ganz so viele Probleme wie in den letzten Monaten.
Den ersten Browserkrieg in den 90er Jahren hatte Microsoft gewonnen und sich mit dem Internet Explorer, der natürlich in jeder Windows-Version vorinstalliert war, über viele Jahre an die Spitze gesetzt. Doch mittlerweile hat Microsoft kaum noch einen nennenswerten Marktanteil und tritt mit Edge seit langer Zeit auf der Stelle. Das hat das Unternehmen nun erkannt und soll den Browser schon sehr bald ersetzen - durch einen Chromium-Ableger.
Viele Google-Produkte enthalten Eastereggs und kleine Späße, dabei bildet auch das Chrome-Team keine Ausnahme. Schon seit einigen Jahren gibt es im Browser das berühmte Dino-Spiel. Dabei handelt es sich um ein simples Jump'n'Run, das auf allen Plattformen gespielt werden kann und auch über einen Highscore verfügt. Mit dem letzten Update wird dieser nun auch mit den Google-Servern und geräteübergreifend synchronisiert.
Browser-Tabs gehören seit mindestens einem Jahrzehnt zum Standard in allen Apps und erleichtern dem Nutzer den Umgang mit vielen gleichzeitig geöffneten Webseiten. Nach einer langen Phase der Zufriedenheit planen Googles Entwickler nun offenbar große Verbesserungen bei den Tabs, die sich in den kommenden Versionen des Browsers stark verändern könnten. Eine kleine Zusammenfassung über alle bisherigen Informationen zu den Verbesserungen.
Nachdem sich das Chrome-Team jahrelang auf neue Technologien spezialisiert sind, nimmt man sich nun endlich einem sehr viel trivialerem Problem an, das gerade Viel-Surfer kennen dürften: Die unübersichtliche Tab-Leiste bei sehr vielen parallel geöffneten Webseiten. Jetzt hat ein Chrome-Entwickler angekündigt, dass es zusätzlich zur Tab-Gruppierung auch eine scrollbare Tab-Leiste geben wird.
In diesem Jahr wurde im Zuge des Updates auf Android Pie die Hauptnavigation des Betriebssystems auf Gesten umgestellt, die die bisherigen Buttons ersetzen und den Nutzern - ob sie nun Fan von Googles Umsetzung sind oder nicht - schnell ins Blut übergeht. Auch das Chrome-Team will sich dem nun annehmen und plant eine Gestensteuerung für den Browser, die es unter iOS schon seit längerer Zeit gibt und sich dort großer Beliebtheit erfreut.
Die Nutzung von Browser-Tabs ist heute nicht mehr wegzudenken und ist ein praktisches Mittel, um kurzfristig benötigte Webseiten oder Links nicht zu vergessen. Doch wenn es zu viel wird, dann hat man ein Problem und muss sich ständig auf die Suche nach dem gewünschten Browsertab machen. Google wird sich diesem Problem nun annehmen und eine Tab-Gruppierung für den Chrome-Browser entwickeln. Bis diese einsatzbereit ist, gibt es aber jede Menge Extensions, die viele alternative Lösungen anbieten.
Das Thema Dark Mode spielt für Google eine immer größere Rolle und wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch im kommende Jahr in Android Q Einzug halten. Bis es soweit ist, experimentiert Google auf einer anderen Plattform mit der Unterstützung von einem systemweiten dunklen Modi: Mac OS. Jetzt hat ein Entwickler erste Screenshots vom Dark Mode des Chrome-Browsers veröffentlicht.