In der vergangenen Woche hatten wir die neue Höflichkeit des Google Assistant thematisiert, die in den kommenden Monaten und Jahren wohl weiter ausgebaut werden soll. Davon sind längst nicht alle Nutzer begeistert, aber es gibt noch weitere sehr gute Gründe, dass die Assistenten sich etwas weiter entwickeln und von den Nutzern mit etwas mehr Respekt behandelt werden sollten. Auch bei Amazon und Apple gibt es entsprechende Projekte in diese Richtung.
Google hat seit vielen Jahren wertvolle Erfahrungen darin gesammelt, zu erkennen, was die Nutzer interessiert bzw. über welche Themen sie mehr lesen möchten. Diese Erfahrungen sollen nun dazu genutzt werden, den Nutzern eine komplett angepasste Nachrichtensendung in Audioform anzubieten. In den USA können die ersten Nutzer den Google Assistant bereits jetzt darum bitten, ausführlich über aktuelle Ereignisse zu informieren.
Der Funktionsumfang von Google Maps wird immer weiter ausgebaut und schießt manchmal vielleicht über das Ziel hinaus, aber jetzt findet mal wieder eine sinnvolle Ergänzung den Weg in die Karten-App: Der Google Assistant steht für die ersten Nutzer jetzt direkt während der Navigation zur Verfügung und bietet viele Möglichkeiten an, ohne den Navigationsmodus verlassen zu müssen. Es dürfte sich aber um einen langsamen Rollout handeln.
Die Buchung von Busreisen über Flixbus ist seit einigen Monaten auch über den Google Assistant möglich und gestaltet sich fast so leicht, wie das Bestellen eines Taxis. Jetzt will das deutsche Fernbus-Unternehmen diese Art der Buchung etwas promoten und bietet jedem über diesen Weg gewonnen Neukunden einmalig einen Rabatt von 10 Euro auf die gebuchte Reise. Unter Umständen könnte diese dann fast Gratis stattfinden.
Pünktlich zur Vorweihnachtszeit hat Google einige neue Funktionen für den Google Assistant, die Home-Lautsprecher und auch die Smart Displays angekündigt, die sich auf die kommende Festtagssaison konzentrieren. Zwar sind einige Dinge auch später noch recht praktisch, doch im Sommer wird wohl niemand den Weihnachtsmann anrufen ;-) Außerdem erzieht der Assistant die Nutzer nun zur Höflichkeit, erstellt Wunschlisten und vieles mehr.
Vor einem halben Jahr hat Google den telefonierenden Assistenten Duplex vorgestellt, der eigenständig Anrufe durchführen kann. Dass es sich dabei nicht um eine Tech-Demo, sondern um ein ernsthaftes Produkt handelt, wurde schon damals sehr schnell klar - und auch der Zeitplan zur Einführung war überraschend straff. Jetzt rollt Google den Assistenten für einige US-Nutzer aus, die ihn natürlich direkt ausprobieren und den Ablauf aufgezeichnet haben.
Der Google Assistant spielt in Googles aktueller Strategie eine sehr zentrale Rolle und ist durch die Dominanz von Android sowie durch die Smart Speaker der Home-Serie für mehr als eine Milliarde Nutzer direkt erreichbar. Unter iOS sah das bisher etwas anders aus, denn dort blockieren Apples Restriktionen die tiefe Integration in das Betriebssystem. Jetzt bietet Google als Workaround die Integration des Assistenten in Siri an.
Ravensburger hat mit kNOW! vor wenigen Wochen ein Spiel vorgestellt, welches in einer Spielvariante dank Google Assistant immer andere Antworten hat und so für immer neuen Spielspaß sorgen kann. Nach einigen Runden mit dem Spiel muss ich sagen: Es macht Spaß. Wir verlosen eine Variante des Spiels ohne Google Assistant. 
Alle paar Monate kündigt Google neue Funktionen für den Assistant an, der ständig neue Tricks lernt und dem Nutzer in immer mehr Bereichen helfen kann. Auch heute ist es wieder soweit, wobei allerdings praktisch alle Funktionen vorerst nur in den USA bzw. in englischer Sprache nutzbar sind. Manchmal dauert es Tage, manchmal Wochen oder Monate, bis diese Verbesserungen auch bei den internationalen Nutzern ankommen. Also einfach immer wieder mal probieren.
Googles Markting lässt sich gemeinsam mit den Entwicklern immer wieder etwas Neues einfallen, um den Google Assistant und dessen in Hardware gegossenen Versionen in Google Home und den Smart Displays zu promoten. Jetzt haben sie ein interessantes neues Feature vorgestellt, das vorerst vor allem Familien mit Kindern zugutekommt, aber in Zukunft auch für größere Lesefreunde sehr interessant werden könnte.