Einige Nutzer dürften es in den vergangenen Monaten schon gemerkt haben: Die 'Augen des Google Assistant' Google Lens steht ab sofort auch in Deutschland und gleichzeitig natürlich in deutscher Sprache zur Verfügung. Das hat Google nun auch offiziell angekündigt und beglückt alle Nutzer ab Android Lollipop - und damit den Großteil der Nutzer. Auch die neuen Funktionen stehen schon zur Verfügung.
Der Markt der Smart Speaker ist seit dem vergangenen Jahr förmlich am Explodieren und hat sich im Vergleich zum Vorjahr je nach Quelle verdreifacht oder gar vervierfacht. Da die großen Hersteller keine offiziellen Verkaufszahlen bekannt geben, können sich die Analysten offenbar nur aufs Würfeln verlassen und vermelden nun neue Zahlen zur Verbreitung. Laut den aktuellen Zahlen von Canalys hat Google Amazon mittlerweile hinter sich gelassen und führt den Markt an.
Es geht voran bei Google Lens: Erst seit gestern wird die aktualisierte Oberfläche mit neuen Funktionen ausgerollt und jetzt wurde auch noch die regionale Schranke entfernt: Viele Nutzer können Lens nun auch in deutscher Sprache innerhalb des Assistenten nutzen und müssen ihr Smartphone somit nicht mehr auf die englische Sprache umstellen. Der Rollout könnte aber etwas Zeit in Anspruch nehmen.
Google Lens war auf der Entwicklerkonferenz Google I/O im vergangenen Jahr eines der Hauptattraktionen, bietet aber bis heute noch nicht alles von dem, was damals versprochen wurde und ist auch noch längst nicht für alle Nutzer freigeschaltet. Für die bestehenden Lens-Nutzer gibt es nun ein großes Update, das die Erkennung von Objekten in das Livebild bringt und unter anderem auch die smarte Textauswahl ermöglicht.
Erst vor wenigen Tagen konnte Google stolz verkünden, dass der Assistant mehr als 5.000 Geräte steuern kann, wobei die Auswahl in den kommenden Monaten immer weiter anwachsen wird. Bisher bezieht sich diese Steuerung vor allem auf die klassischen smarten Geräte, aber schon bald werden auch weitere Einrichtungsgegenstände dazu kommen. Google hat nun verraten, dass darunter auch "Geräte" sind, die wir bisher eher nicht mit dem Wörtchen "smart" in Verbindung bringen oder per Sprache steuern würden.
In der vergangenen Woche wurde Google Duplex vorgestellt, das dem Google Assistant nicht nur eine Stimme verleiht, sondern auch für den Nutzer sprechen bzw. telefonieren kann. Wie weit diese Technologie vorangeschritten ist, hat Google nicht verraten, sprach aber davon, dass es sich auf der großen Bühne um echte Anrufe gehandelt hat. Doch jetzt wurde herausgefunden, dass das vielleicht nicht so ganz der Wahrheit entspricht.
Der Markt der Sprachassistenten ist heiß umkämpft und eigentlich hätten alle fünf der großen IT-Giganten allen Grund dazu, die Entwickler mit voller Kraft voranzutreiben und Marktanteile zu sichern. Tatsächlich wird der Markt aktuell aber nur von zwei Unternehmen und deren Sprachassistenten dominiert, während die Konkurrenz kaum wahrgenommen wird. Jetzt gibt Microsoft selbst zu, dass man sich die schlechte Position von Cortana selbst zuzuschreiben hat.
Auf den Smart Speakern kämpfen der Google Assistant und Amazons Alexa um die großen Marktanteile, wobei der Onlinehändler noch relativ deutlich die Nase vorne hat. Auf dem Smartphone sieht es anders aus, denn das ist bekanntlich Google-Revier und ist fest in der Hand des Google Assistant. Jetzt hat Amazon ein kleines aber feines Update für die Alexa-App ausgeliefert, mit dem sich die Sprachassistentin unter Android als Standard einrichten lässt.
Es gibt immer wieder mal neue Google-Dienste, die im Vorfeld für Diskussionen sorgen und teilweise auch Sorgen bei den Menschen auslösen. Mit Google Duplex gibt es wieder einen solchen Fall, obwohl das Produkt noch längst nicht marktreif ist und wohl noch mindestens einige Monate auf sich warten lässt. Jetzt hat ein Google-Sprecher die Sorgen beruhigt und darauf verwiesen, dass sich der Assistent auch als solcher zu erkennen geben wird.
Heute hat praktisch jeder einen Sprachassistenten in unmittelbarer Reichweite, der ständig auf die Stimme des Nutzers hört. Ob nun Smartphone, Smart Speaker oder auch Smartwatch spielt dabei keine große Rolle, denn alle bieten grundlegenden Zugriff auf viele Funktionen. Jetzt haben Forscher erneut demonstriert, dass sich diese Sprachassistenten relativ leicht ausnutzen lassen, ohne dass der Besitzer es bemerkt.