In drei Wochen findet die große Entwicklerkonferenz Google I/O statt, auf der in diesem Jahr auch wieder neue Hardware vorgestellt werden soll. Neben der bereits angekündigten Vorstellung der Pixel 3a-Smartphones dürfte auch ein neues Smart Display dazu gehören. Um das neue Line-Up abzurunden, wird aber auch bei einem bereits bestehenden Produkt Hand angelegt: Das aktuelle Smart Display Home Hub soll umbenannt werden.
Das nächste großes Hardware-Event "Made by Google" ist noch ziemlich genau ein halbes Jahr entfernt, aber das heißt nicht, dass es davor keine neue Hardware aus dem Hause Google geben wird. Schon seit Wochen geistern Informationen über die neuen Pixel 3a-Smartphones und seit wenigen Tagen auch über ein neues Nest Smart Display durch das Netz. Über letztes gibt es nun neue Informationen, die wieder einmal den Namen Fuchsia ins Spiel bringen.
Google und viele andere Smartphone-Hersteller, mittlerweile inklusive Apple, waren noch nie gut darin, unangekündigte Produkte unter Verschluss zu halten und Leaks zu verhindern. Doch mittlerweile beteiligen sich sogar die verschiedenen Google-Abteilungen selbst daran und geben immer wieder versehentlich Informationen preis. Heute Nacht hat der Google Store gleich mehrere Pixel 3a sowie das Nest Hub Max geleakt und bestätigt.
Erst im Herbst 2018 hat Google das Home Hub Smart Display vorgestellt, das derzeit noch das einzige seiner Art im Google-Sortiment ist und bisher nur in sehr wenigen Ländern erhältlich ist. Offenbar wird das Gerät aber schon sehr bald einen Nachfolger oder großen Bruder bekommen, allerdings unter einem anderen Markennamen. Ausgerechnet im hauseigenen Google Store wurden nun die ersten Details geleakt.
Mitte Februar konnte Google stolz verkünden, dass der Google Assistant nun auch auf dem Smart Home-Sicherheitssystem von Nest zur Verfügung steht und über dieses somit wie ein Smart Speaker verwendet werden kann. Eigentlich eine nette Ergänzung des Funktionsumfangs, wenn man nicht zuvor vergessen hätte zu erwähnen, dass das Gerät ein Mikrofon enthält. Diese Panne wird noch ein Nachspiel haben, denn nun hat sich der US-Kongress eingeschaltet und hat einige Fragen an CEO Sundar Pichai.
Besitzern eines Smart Home wird immer wieder nachgesagt, dass sie sich Wanzen in das Wohnzimmer stellen, die sie rund um die Uhr ausspionieren. Dazu kann man stehen wie man will, aber die Hersteller sind gefordert, sich das Vertrauen der Nutzer zu verdienen und erhalten - und negative Schlagzeilen tragen nicht unbedingt dazu bei. Doch jetzt musste Google eingestehen, dass man den eigenen Kunden ein Mikrofon in einem Nest-Produkt "verheimlicht" hat.
Vor mittlerweile über zwei Jahren hat Google in der eigenen Hardware-Abteilung aufgeräumt und das Label "Made by Google" geschaffen, unter dem und der Marke "Google" ein Großteil der eigenen Produkte vertrieben werden. Doch mit Nest hat man eine weitere Marke im Programm, die ebenfalls recht bekannt ist, den eigenen Produkten aber gewissermaßen Konkurrenz macht. Jetzt soll es Pläne für eine Umbenennung oder Auflösung der Tochter geben.
Anfang des Jahres hatte Google bekanntgegeben, dass die ehemalige Google-Tochter und damalige Alphabet-Tochter Nest wieder in Google integriert wird und ein Teil des immer weiter wachsenden Hardware-Teams wird. Dieser Prozess ist nun abgeschlossen und am Ende dieses Vorgangs wird der bisherige CEO von Nest nun seinen Platz räumen. Und auch dieses mal scheint der Anstoß der Entscheidung von den Mitarbeitern gekommen zu sein.
Die Google-Tochter Nest bringt nach und nach immer mehr Produkte aus dem eigenen Sortiment auch auf den deutschen Markt – und ab heute kommt wieder ein weiteres dazu: Die im vergangenen Herbst vorgestellte smarte Türklingel Nest Hello ist ab heute zu einem Preis von 279 Euro erhältlich und wird in den nächsten Tagen auch bei den großen Einzelhändlern auftauchen.