Das Thema Dark Mode spielt für Google eine immer größere Rolle und wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch im kommende Jahr in Android Q Einzug halten. Bis es soweit ist, experimentiert Google auf einer anderen Plattform mit der Unterstützung von einem systemweiten dunklen Modi: Mac OS. Jetzt hat ein Entwickler erste Screenshots vom Dark Mode des Chrome-Browsers veröffentlicht.
Nach einer längeren Surf-Session oder einer etwas umfangreicheren Recherche kann es schnell mal vorkommen, dass im Browser Dutzende Tabs geöffnet sind, über die der Nutzer meist keine Übersicht mehr hat. Es gibt unzählige Tools und Extensions, die in solchen Fällen helfen können, aber bisher gab es keine native Funktion im Chrome-Browser. Jetzt wurde ein erster Hinweis darauf gefunden, dass sich Google dem Problem annimmt und an einer Lösung arbeitet.
Während Facebook-CEO Mark Zuckerberg volle Konzentration auf Android fordert, bedient Google gleich drei Plattformen (Web, Android, iOS) ziemlich ausgeglichen und dürfte daran auch in Zukunft nichts ändern wollen. Damit in Zukunft noch eine vierte Plattform (Desktop) ohne großen Aufwand dazustoßen kann, hat man in dieser Woche viele Verbesserungen für Web-Apps angekündigt, die den echten Desktop-Anwendungen wohl schon bald in nichts mehr nachstehen werden.
Abgesehen von rechtlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen sind Webmaster im Web völlig frei darin, was sie tun und wie sie sich gegenüber den Besuchern präsentieren. Diese Freiheiten locken allerdings viele zwielichtige Anbieter an, die vor allem darauf aus sind, möglichst viel Geld zu verdienen - auf welche Art und Weise auch immer. Google bringt sich nun verstärkt gegen solche Geschäftsmodelle in Stellung und nimmt damit gewissermaßen die Rolle als Internetpolizei ein.
Web-Apps spielen für Google eine sehr große Rolle, denn das Unternehmen hat nicht nur selbst unzählige sehr populäre Web-Apps im Angebot, sondern sieht diese auch die Zukunft für alle plattformübergreifenden Aufgaben. Der Chrome-Browser ist die wichtigste Plattform für solche Apps und bietet viele Möglichkeiten, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären. Jetzt hat man viele neue in Entwicklung befindliche APIs vorgestellt, die die Grenzen weiter verschwimmen lassen.
Das Team von Google Chrome hat sich schon vor langer Zeit das Ziel gesetzt, die eigenen Nutzer vor den größten Gefahren im Web zu schützen, was unter anderem mit Safe Browsing seit über 10 Jahren sehr erfolgreich umgesetzt wird. Mit der kommenden Browser-Version 71 kommen gleich zwei neue Bereiche dazu, vor denen die Chrome-Nutzer künftig geschützt werden sollen: Bad Ads-Werbebanner sowie betrügerischen Webseiten.
Google lebt bekanntlich zu einem Großteil vom Werbegeschäft und muss darauf hoffen, dass die starke Verbreitung von Werbeblockern in Zukunft abnimmt bzw. nicht weiter zunimmt. Um das zu erreichen, hat der Chrome-Browser mittlerweile selbst einen Werbeblocker und kann die sogenannten Bad Ads herausfiltern. Mit der kommenden Version 71 wird dies noch einmal deutlich verschärft.
In den letzten Monaten hat Google viel mit der "Neuer Tab"-Seite des Chrome-Browsers experimentiert und diese längs zu einer Spielwiese erhoben, auf der immer wieder neue Inhalte getestet werden. Mittlerweile lassen sich dort sogar Hintergrundbilder festlegen - wenn man das denn möchte. Wem all das zuviel ist und unnötig vorkommt, kann sich nun mit der wohl simpelsten Chrome-Extension überhaupt behelfen.
Alle großen Desktop-Betriebssystem sind dazu in der Lage, mehrere Apps gleichzeitig auszuführen und den Nutzern beliebiges Multitasking anzubieten. Google bringt eine solche Funktion nun auch in Form eines Bild-in-Bild-Modus in den Browser. Dieser ermöglicht es nun ab der Chrome-Version 70, ein Video aus einer Webseite herauszulösen und als eigenes schwebendes Fenster direkt über den Desktop zu schieben. Eine Einschränkung auf bestimmte Webseiten lässt sich mit einer Chrome-Extension lösen.
Google Chrome nimmt als Browser sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Smartphone eine dominierende Position ein und kann den Nutzern damit viele plattformübergreifende Funktionen liefern. Doch ein vermeintlich simples Feature hat es bisher noch nicht in komfortabler Form in den Browser geschafft, könnte nun aber bald seinen Weg in die Apps finden: Das direkte Aufrufen eines aktiven Tabs auf einem anderen Gerät.