Microsoft hat vor wenigen Wochen den ersten auf Chromium basierenden Edge-Browser veröffentlicht und scheint damit in vielerlei Hinsicht genau ins Schwarze getroffen zu haben. Viele Nutzer zeigen sich vom neuen Browser begeistert und offenbar ist die Anzahl derer, die nun den Browser wechseln, nicht gerade klein. Anders ist es nicht zu erklären, dass Google aktuell aus vielen Rohren feuert und Edge-Nutzer zur Installation von Google Chrome auffordert.
Mit den Chrome-Extensions lässt sich der Funktionsumfang des Chrome-Browsers in alle Richtungen stark erweitern und in vielen Bereichen an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Google unterstützt die Erweiterungen allerdings nur auf dem Desktop und hat sie bis heute nicht in die Android-Version des Browsers gebracht. Wer bereit ist, einen alternativen Browser zu verwenden, der Chrome sehr sehr ähnlich ist, kann sie aber auch auf dem Smartphone verwenden.
Vor wenigen Wochen hat Microsoft den auf Chromium basierten neuen Edge-Browser veröffentlicht, der von Google zwar nach eigenen Aussagen freundschaftlich aufgenommen wurde, aber dennoch eine große Konkurrenz zum Chrome-Browser darstellt. Offenbar nimmt Google diese neue Bedrohung sehr ernst, denn seit wenigen Tagen greift man wieder zu sehr aggressiven Mitteln, um die Marktmacht des Chrome-Browsers nicht zu gefährden.
Google Chrome enthält so wie jeder moderne Browser eine integrierte Passwortverwaltung, die alle Passwörter des Nutzers speichern und beim Ausfüllen von Login-Formularen wieder anbieten kann. Bei aktivierter Synchronisierung werden die Passwörter automatisch mit dem Google Passwortmanager synchronisiert und in der Cloud gespeichert. Schon bald sollen Nutzer selbst wählen können, ob die Passwörter lokal oder in der Cloud gespeichert werden.
Google Chrome ist mit großem Abstand der weltweit populärste Browser und wird plattformübergreifend von mehr als einer Milliarde Nutzer verwendet. Diese Popularität hat seine Gründe - einer davon wird die tiefe Integration der Google-Dienste sein. Andere wiederum sehen genau das als Schwachstelle bzw. No-Go im Browser. Genau für diese Nutzer könnte der Ungoogled Chrome interessant sein.
Mit den Pixel 4-Smartphones hat Google vor einigen Monaten die Live Captions offiziell eingeführt und bietet die automatische Untertitelung von Videos seitdem exklusiv auf den hauseigenen Smartphones an. In wenigen Wochen wird dieses Feature auf die ersten Samsung-Smartphones kommen und offenbar auch schon bald in den Chrome-Browser. Entsprechende Hinweise wurden nun im Chromium Projekt entdeckt.
In jüngster Zeit gab es große Diskussionen rund um die Drittanbieter-Cookies und auch Google wird sich diesem Thema annehmen und diese langfristig aus dem Browser verbannen. Die ersten Schritte in diese Richtung wurden bereits mit dem Release des neuen Chrome-Browsers getan und in den kommenden Versionen dürften weitere Schritte folgen. In der Canary-Version zeigt sich nun, dass der Chrome-Browser wohl eine umfangreiche Cookie-Verwaltung erhalten wird.
Googles Spieleplattform ist mit einer Reihe von Einschränkungen gestartet, die vorab nur mäßig kommuniziert worden sind und bis heute auf die Zufriedenheit der Nutzer drücken - was gerade in jüngster Zeit zu einem kleinen Nutzeraufstand führt. Ein Kritikpunkt ist es, dass im Chrome-Browser noch keine 4K-Auflösung angeboten wird, aber das könnte sich schon sehr bald ändern. Die ersten Nutzer melden nun, dass sie 4K bereits verwenden kann.
Microsoft dringt seit einiger Zeit immer weiter in die Google-Gefilde ein und ist nun sowohl unter Android als auch im Chromium-Projekt sehr stark vertreten - auf den Erfolg der eigenen Suchmaschine Bing hatte das bisher aber keinen nennenswerten Einfluss. Vor einigen Tagen hatte Microsoft angekündigt, Bing zur Standardsuchmaschine in Google Chrome zu machen - ohne die Nutzer vorher zu fragen. Jetzt hat man diese Entscheidung revidiert und den Eingriff in den Chrome-Browser komplett fallen gelassen.