Ein seit mehr als einem Jahrzehnt andauernder Rechtsstreit zwischen Google und Oracle kam nun endlich zu einem Ende: Der Oberste Gerichtshof der USA hat nun entschieden, dass Google durch Verwendung der Java-APIs für Android keine Urheberrechtsverletzung begangen hat. Das jahrelange Verfahren ging durch alle Instanzen und könnte noch große Auswirkungen auf die Software-Welt haben.
Der Chrome-Browser besitzt seit vielen Jahren einen Inkognito Modus, der in einigen Fällen sehr praktisch sein kann, aber von vielen Nutzern falsch verstanden wird. Das sicherlich weit verbreitete Missverständnis könnte in den USA große finanzielle Folgen für Google haben, denn eine eingereichte Klage gegen das Google-Tracking im Inkognito Modus wurde nun zugelassen. Es geht um bis zu fünf Milliarden Dollar.
Googles Spieleplattform Stadia kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus: Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, wie das Unternehmen die eigenen Mitarbeiter belogen hat und nun muss man sich wohl mit einer Sammelklage auseinandersetzen. Vor dem Start der Plattform wurden Leistungen versprochen, die nicht erbracht worden sind. Konkret geht es um die versprochene Bildqualität.
Doktor Google muss seine Arbeit erst einmal einstellen: Die erst Ende 2020 eingeführten Gesundheitsinformationen in der Google Websuche müssen nach einem Gerichtsentscheid nun erst einmal wieder entfernt werden. Google ist zur Auslieferung dieser Informationen eine Kooperation mit dem Bundesgesundheitsministerium eingegangen, die nun als kartellrechtswidrig eingestuft wurde.
Die Google Websuche kämpft mit zahlreichen Problemen und führt rund um die Welt immer wieder zu Klagen, Gerichtsverfahren oder gar Kartellverfahren - doch in Australien könnte es nun völlig eskalieren: Schon seit langer Zeit wird dort eine eigene Variante des hierzulande bekannten Leistungsschutzrechts ins Spiel gebracht und Google droht nun in aller Öffentlichkeit, die Websuche bei Einführung eines solchen Gesetzes einzustellen.
Bei Google regnet es Klagen, denn in den letzten Tagen wurden gleich zwei neue Verfahren gegen Google in den USA eröffnet, die die Marktmacht des Unternehmens unter die Lupe nehmen und vom ohnehin bevorstehenden Kartellverfahren unabhängig sind. Eine aktuelle Klageschrift enthält nun schwere Vorwürfe, die unter anderem davon sprechen, dass Google die WhatsApp-Nachrichten der Nutzer mitlesen könnte.
Googles Anwälte werden in den nächsten Monaten und wohl auch Jahren sehr viel zu tun haben: Dem Unternehmen drohen in vielen Ländern, auch im Heimatmarkt USA eine ganze Reihe von Verfahren aufgrund angeblichen Machtmissbrauchs und Wettbewerbsverzerrung. Nun haben sich zehn US-Staaten zusammengetan und ein weiteres Verfahren angestrengt, das dem Unternehmen zahlreiche Verstöße in vielen Bereichen vorwirft.
Smartphones sind sehr praktische Geräte, die zur sinnvollen Nutzung auf eine ständige Datenverbindung angewiesen sind. Aber auch ohne Zutun des Nutzers telefonieren die meisten Smartphones bekanntlich ständig nach Hause, um Daten zu senden, zu empfangen oder diverse Synchronisierungen vorzunehmen. Ein US-Nutzer hat nun Klage gegen Google eingereicht, weil allein durch diese Hintergrunddaten monatlich mehrere Hundert Megabyte an Traffic verursacht werden.
Google ist auf vielen Plattformen und in zahlreichen Browsern die Standard-Suchmaschine - und das lässt man sich einiges kosten. Jährlich fließen mehrere Milliarden Dollar in die Taschen der Browserhersteller und Plattformbetreiber, um Google als Standard im Suchschlitz zu behalten - auch in Richtung Mozilla. Doch damit könnte es vielleicht bald vorbei sein, denn die Kartellklage gegen Google nimmt genau diese Dinge unter die Lupe.
Google wird seit vielen Jahren rund um die Welt kritisch beäugt und hat insbesondere in der Europäischen Union bereits empfindliche Strafen einstecken müssen, während es im Heimatmarkt stets gemütlich blieb. Aber damit ist es nun vorbei: Die US-Regierung hat Kartellklage gegen Google eingereicht, die dem Unternehmen das Ausnutzen der marktbeherrschenden Stellung vorwirft. Das Verfahren dürfte sich viele Jahre in die Länge ziehen und kaum absehbare Folgen haben.