In der Tech-Branche scheint wieder die Saison der Patentklagen anzubrechen: Erst vor wenigen Tagen hat Sonos Google verklagt und nun sieht sich eine weitere (halbe) Google-Tochter dem Vorwurf der Patentverletzung ausgesetzt. Fitbit und viele andere Wearable-Hersteller sollen Patente von Philips verletzen. Nach einer Beschwerde des Elektronikherstellers laufen nun erste Untersuchungen.
Es ist eine kleine Smart Home-Bombe, die Sonos da vor wenigen Tagen gezündet hat: Sonos verklagt Google aufgrund zahlreicher Patentverletzungen, die nicht nur durch die Google Home Smart Speaker, sondern auch eine Reihe weiterer Produkte begangen worden sein sollen. Jetzt hat sich ein Google-Sprecher zu Wort gemeldet und zeigt sich wenig überraschend sehr enttäuscht davon, dass der einstige Partner Sonos nun die juristische Keule herausholt.
Smart Speaker und Smart Displays sind das Herzstück vieler Smart Homes und werden von vielen Herstellern angeboten - führend sind derzeit aber noch Amazon und Google. Beide Unternehmen sollen, so hat es der Lautsprecher-Hersteller Sonos nun verkündet, eine ganze Reihe von Patenten des Unternehmens verletzen. Nachdem man jahrelang mit Google um Lizenzgebühren gestritten hat, hat man nun offiziell Klage gegen die Google-Smart Speaker eingereicht und will ein Verkaufsverbot erheben.
Gestern ließ Sonos eine kleine Smart Home-Bombe platzen, denn das Unternehmen teilte mit, Google zu verklagen und auch bei Amazon und anderen Herstellern zahlreiche Patentverletzungen entdeckt zu haben. Laut der von Sonos eingebrachten Klage handelt es sich um fünf Patente, die von vielen Google-Geräten verletzt werden und auch zu einem kurzfristigen Verkaufsstopp zahlreicher Produkte führen könnte.
Die Woche hat für Google denkbar schlecht begonnen, denn nahezu alle US-Bundesstaaten haben Untersuchungen gegen Googles Geschäftsmodell angekündigt. Natürlich wird sich das Unternehmen kooperativ verhalten und vielleicht auch offen für geforderte Änderungen sein, aber in diesem Fall geht es doch um sehr viel mehr als ein möglicherweise hohe Geldstrafe. Es könnte große langfristig große Konsequenzen für das gesamte Unternehmen nach sich ziehen und viele Dinge unmöglich machen.
In den letzten Jahren hatte Google mit vielen EU-Verfahren zu kämpfen und wurde gleich drei Mal zu Milliardenstrafen mit Auflagen verdonnert. Doch nun wird es auch in der Heimat sehr ungemütlich, denn das Gerücht einer großangelegten Untersuchung in den USA hat sich nun bewahrheitet: Gleich 48 US-Staaten und zwei Territorien werden Googles Geschäft unter die Lupe nehmen und dem Verdacht der Verletzung des Kartellrechts nachgehen.
Google Maps enthält unzählige Daten zu vielen Orten, die aus den verschiedensten Quellen stammen und auf der Plattform zusammengeführt werden. In einigen Fällen werden die Informationen nicht von Menschen eingegeben, sondern automatisch auf Basis vieler Quellen generiert - so wie etwa die bekannte Wartezeit-Anzeige. Diese hat vor einigen Wochen zu einer Klage eines Wirtes geführt, die nun von Google kurz vor Prozessbeginn außergerichtlich beigelegt wurde.
Apple hat in jüngster Vergangenheit den Datenschutz als ganz großes Thema für sich entdeckt, mit dem man gegen Konkurrenten wie Google oder Facebook aktiv wird. Dazu hat man sich auf die Fahnen geschrieben, den großen Internetkonzernen so wenige Daten wie möglich zu übermitteln und den Nutzern besseren Alternativen zu bieten. Doch nun sorgt eine Sammelklage in den USA für Aufmerksamkeit, denn tatsächlich lagert Apple auch Daten an Google & Co. aus.
Vor gut drei Monaten wurde Google for Jobs in Deutschland gestartet und dürfte durch die tiefe Integration in die Google Websuche sehr schnell hohe Marktanteile gewonnen haben. Darauf deutet zumindest eine aktuelle Entwicklung hin, die für Google den nächsten großen Ärger mit der EU-Kommission bedeuten könnte: Gleich 23 europäische Job-Suchmaschinen haben die Wettbewerbsbehörde aufgefordert, Googles neues Produkt in die Schranken zu weisen.
Für YouTube kommt es immer dicker: Erst gestern wurden Überlegungen bekannt, Inhalt von und für Kinder zu verbannen und vollständig auf eine eigene Plattform auszulagern - und jetzt ist auch der Grund hinter diesen Überlegungen bekannt. Die US-Handelsaufsicht hat Ermittlungen gegen YouTube aufgenommen, weil die Plattform sehr viele Kinder als Nutzer hat und diese genauso getrackt werden wie Erwachsene - aber das ist längst nicht das einzige Problem.