Die vier großen IT-Giganten Google, Facebook, Amazon und Microsoft haben nicht nur eine enorme Reichweite mit ihren eigenen Angeboten, sondern sind auch sehr tief in zahlreiche Webseiten integriert. Dieser Umstand dürfte sehr vielen Nutzer bekannt sein und eine neue Chrome-Erweiterung führt uns das nun mehr als eindrücklich vor Augen. Der Big Tech Detective zeigt die Integrationen der vier Giganten auf der aktuell besuchten Webseite.
Google hat die Smart Displays in den letzten Monaten mit vielen neuen Features ausgestattet und sorgt dafür, dass die kleinen Bildschirme stets benötigte Informationen einblenden. Im Standby fungieren sie aber auch als digitaler Bilderrahmen, der bisher verschiedenste Fotoquellen anzapfen könnte. Doch nun wurde die Integration von Facebook & Co entfernt und Google Fotos bleibt als einzige persönliche Fotoquelle übrig.
Google Fotos ist für viele Nutzer seit längerer Zeit die Standardlösung zum Backup aller Fotos und Videos in der Cloud - aber natürlich längst nicht die einzige. Auch bei Facebook dürften viele Nutzer im Laufe der Jahre sehr viele Bilder abgelegt haben, die vermutlich schon in Vergessenheit geraten sind. Im Rahmen des Data Transfer Project bietet Facebook eine einfache Möglichkeit, alle Medien zu Google Fotos zu übertragen. Das sollte man jetzt noch nutzen.
Die Kartenplattform Google Maps wird schon bald einen neuen Driving Mode erhalten, der es allen Nutzern sehr viel leichter als bisher ermöglicht, eigene Streetview-Aufnahmen anzufertigen und auf der Plattform zu veröffentlichen. Dieses Konzept dürfte sich Google auch von einem Konkurrenten abgeschaut haben, der mittlerweile zu Facebook gehört und die weltweit größte Community für Straßenaufnahmen betreibt: Mapillary.
Die Google Websuche hält für Suchanfragen nach bekannten Persönlichkeiten sehr häufig Informationen aus dem Knowledge Graph bereit, der die wichtigsten Eckdaten zu dieser Person auf einen Blick liefert. Jetzt möchte Google jedem Nutzer die Möglichkeit geben, eine solche Karte für sich selbst zu erstellen, die als virtuelle Visitenkarten in der Websuche dienen sollen. Es ist der nächste Schritt in Richtung Social Network.
WhatsApp arbeitet schon seit langer Zeit daran, die Sicherheit auf der Messenger-Plattform zu erhöhen und möchte im Zuge dessen auch die Verbreitung von Fake News soweit wie möglich einschränken. Seit gestern wird eine Integration der Google Websuche ausgerollt, die direkt im Chat zur Verfügung steht und bei der Überprüfung von Links jeglicher Art helfen soll. Es ist längst nicht die erste Google-Integration in die Messenger-Plattform.
Google hat zahlreiche erfolgreiche Produkte im Portfolio, ist im Bereich Social Media allerdings noch nie auf einen grünen Zweig gekommen und hat gerade erst Google+ endgültig eingestellt. Jetzt sind interne Facebook E-Mails, unter anderem von CEO Mark Zuckerberg, ans Tageslicht gekommen, die die damalige Situation aus der Sicht des blauen Netzwerks beschreiben. Die Rede ist von einem "beschissenen Klon", der Facebook nur unnötig ablenkt.
Mit den bei Google Drive angeschlossenen Büro-Apps wie Google Docs oder Google Sheets lassen sich beliebige Dokumente direkt im Browser oder auf dem Smartphone erstellen, ständig synchronisieren und mit anderen Nutzern teilen. Das eröffnet einige interessante Möglichkeiten, die laut einem Bericht in den jetzigen Protestbewegungen zum Einsatz kommen. Google Docs wird zum größten Konkurrenten von Facebook und Twitter.
Google Maps enthält nicht nur sehr viele Informationen, sondern auch sehr umfangreiches Bildmaterial in Form von Satellitenbilder, Nutzerfotos und natürlich auch den Streetview-Aufnahmen. Nachdem Google viele Jahre kaum Konkurrenz in diesem Bereich hatte, kommt nun erneut Bewegung in den Markt der abfotografierten Straßen: Facebook hat die Streetview-Alternative Mapillary übernommen, die nun weiter ausgebaut werden soll.
Messenger spielen in der digitalen Kommunikation schon seit vielen Jahren eine sehr große Rolle und gewinnen gerade in der aktuellen Situation noch weiter an Bedeutung. Jetzt hat sich die Bundesnetzagentur einmal ganz genau angesehen, wie die Deutschen die Messenger nutzen und in einer repräsentativen Umfrage erhoben, welche Produkte sie verwenden. Der Sieger dürfte nicht ganz überraschend sein, genauso wie Googles Platzierung in den unteren Rängen.