Ihr habt es entweder selbst bemerkt oder aus den Medien erfahren: Das gesamte Facebook-Netzwerk inklusive war gestern Abend für gut sechs Stunden Offline. Weder das Soziale Netzwerk, noch Instagram und vor allem WhatsApp haben den Dienst versagt und viele Menschen ziemlich im Regen stehen lassen. Klar, dass da wieder einmal die Stunde der Alternativen geschlagen hatte. Und tatsächlich wollten einige Nutzer wohl zu Google+ wechseln...
Gemeinsam haben die IT-Giganten Google, Facebook, Amazon und Microsoft eine enorme Reichweite, die weit über ihre eigenen Angebote hinausgeht und nahezu alle Webseiten im Web betrifft. Das dürfte vielen Nutzern bekannt sein, aber in welchem Umfang die Dienste dieser vier Unternehmen eingebunden sind, lässt sich erst durch eine Visualisierung vor Augen führen. Die Chrome-Erweiterung Big Tech Detective zeigt euch die Integrationen der vier Unternehmen auf jeder besuchten Webseite.
Mit dem Google Kalender lassen sich Termine und Aufgaben sehr leicht verwalten und auch über viele Apps und Plattformen hinweg synchronisieren. Nun hat Facebook eine neue Schnittstelle geschaffen, mit der sich alle Daten aus den Facebook-Veranstaltungen mit nur wenigen Klicks zum Google Kalender übertragen lassen. Ähnliches bietet Facebook schon seit längerer Zeit für Google Fotos an.
Trotz aller Schutzmaßnahmen gelangen immer wieder Apps in den Google Play Store, die für Nutzer potenziell gefährlich sein können. Nun wurde ein neuer Fall bekannt, bei dem Apps mit einer Nutzerbasis von weit über fünf Millionen Installationen die Facebook-Zugangsdaten der Nutzer klauen wollten. Schaut euch die Liste der betroffenen Apps an, um sicherzustellen, dass ihr hoffentlich nicht betroffen gewesen seid.
Google hat die Smart Displays in den letzten Monaten mit vielen neuen Features ausgestattet und sorgt dafür, dass die kleinen Bildschirme stets benötigte Informationen einblenden. Im Standby fungieren sie aber auch als digitaler Bilderrahmen, der bisher verschiedenste Fotoquellen anzapfen könnte. Doch nun wurde die Integration von Facebook & Co entfernt und Google Fotos bleibt als einzige persönliche Fotoquelle übrig.
Google Fotos ist für viele Nutzer seit längerer Zeit die Standardlösung zum Backup aller Fotos und Videos in der Cloud - aber natürlich längst nicht die einzige. Auch bei Facebook dürften viele Nutzer im Laufe der Jahre sehr viele Bilder abgelegt haben, die vermutlich schon in Vergessenheit geraten sind. Im Rahmen des Data Transfer Project bietet Facebook eine einfache Möglichkeit, alle Medien zu Google Fotos zu übertragen. Das sollte man jetzt noch nutzen.
Die Kartenplattform Google Maps wird schon bald einen neuen Driving Mode erhalten, der es allen Nutzern sehr viel leichter als bisher ermöglicht, eigene Streetview-Aufnahmen anzufertigen und auf der Plattform zu veröffentlichen. Dieses Konzept dürfte sich Google auch von einem Konkurrenten abgeschaut haben, der mittlerweile zu Facebook gehört und die weltweit größte Community für Straßenaufnahmen betreibt: Mapillary.
Die Google Websuche hält für Suchanfragen nach bekannten Persönlichkeiten sehr häufig Informationen aus dem Knowledge Graph bereit, der die wichtigsten Eckdaten zu dieser Person auf einen Blick liefert. Jetzt möchte Google jedem Nutzer die Möglichkeit geben, eine solche Karte für sich selbst zu erstellen, die als virtuelle Visitenkarten in der Websuche dienen sollen. Es ist der nächste Schritt in Richtung Social Network.
WhatsApp arbeitet schon seit langer Zeit daran, die Sicherheit auf der Messenger-Plattform zu erhöhen und möchte im Zuge dessen auch die Verbreitung von Fake News soweit wie möglich einschränken. Seit gestern wird eine Integration der Google Websuche ausgerollt, die direkt im Chat zur Verfügung steht und bei der Überprüfung von Links jeglicher Art helfen soll. Es ist längst nicht die erste Google-Integration in die Messenger-Plattform.
Google hat zahlreiche erfolgreiche Produkte im Portfolio, ist im Bereich Social Media allerdings noch nie auf einen grünen Zweig gekommen und hat gerade erst Google+ endgültig eingestellt. Jetzt sind interne Facebook E-Mails, unter anderem von CEO Mark Zuckerberg, ans Tageslicht gekommen, die die damalige Situation aus der Sicht des blauen Netzwerks beschreiben. Die Rede ist von einem "beschissenen Klon", der Facebook nur unnötig ablenkt.