Heute morgen konnte Google sehr gute Quartalszahlen verkünden und die Anleger durch einen stark gestiegenen Umsatz und einen weit über den Erwartungen gewachsenen Ertrag erfreuen. Der Löwenanteil (mehr als 90 Prozent) der Einnahmen kommt noch immer aus dem Werbegeschäft, wobei dieser Anteil sogar wieder leicht gestiegen ist. Ein großer Wachstumstreiber ist dabei vor allem YouTube und die mobile Websuche. Im Rahmen der Quartalszahlen hat das Unternehmen einige Zahlen und Details rund um die beiden Angebote bekannt gegeben.
Es gibt eine Reihe von E-Mails in einem Posteingang, die zwar wichtig sind, aber den Nutzer erst zu einem späteren Zeitpunkt interessieren: Dazu gehören etwa Reservierungen für Hotels, Flüge oder Restaurants. Diese Mails können in Google Inbox für einen bestimmten Zeitraum auf "Snooze" geschaltet werden und werden dann für diese Zeit nicht mehr direkt im Posteingang angezeigt. Jetzt wurde diese Funktion intelligenter gestaltet und kann nun eine Mail so lange zurück stellen, bis sie tatsächlich wichtig wird.
Vor wenigen Stunden hat Google die Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2015 bekannt gegeben und konnte die Anleger wieder einmal mit einem starken Wachstum begeistern: In den vergangenen drei Monaten hat Google einen Umsatz von 17,73 Milliarden Dollar erwirtschaftet und dabei einen Gewinn von 3,93 Milliarden erzielt. Zum ersten mal seit sechs Quartalen konnte das Unternehmen die Erwartungen der Anleger übertreffen.
Mit Safe Browsing hat Google das Surfen im Web für die Chrome-Nutzer schon deutlich sicherer gemacht und warnt die Nutzer vor dem Besuch von potenziell gefährlichen Seiten. Anfang des Jahres hatte man diese Warnungen um Adware-Download-Seiten erweitert, um die Nutzer auch vor diesen Inhalten zu schützen und deren Verbreitung einzuschränken. Jetzt hat Googles Security-Team angekündigt, dass die Nutzer diese Warnmeldung in Zukunft noch deutlich öfter zu Gesicht bekommen werden.
Die kommende Android-Version M wird eine Reihe von Verbesserungen an der Oberfläche mit sich bringen, aber auch an der Funktionsweise von klassischen Handy-Funktionen hat man nun Hand angelegt: In der Preview-Version gibt es nun endlich Unterstützung für eine direkt in die Messaging-App integrierte Mailbox-Funktion. Dort können alle hinterlassenen Nachrichten direkt in der Oberfläche abgehört und verwaltet werden.
Nachdem Google erst gestern die neue Nearby-API vorgestellt hat, folgt nun ein weiterer Schritt in eine ähnliche Richtung: Unter der Bezeichnung Eddystone hat man ein neues Beacon-Format auf Basis von Bluetooth Low Energy vorgestellt. Das Format ist komplett offen und kann von jedem Hardware-Hersteller und jeder App frei genutzt werden. Im Gegensatz zu Apples iBeacons, die auf einem geschlossenen System basieren und nur von iPhones gelesen werden können, kann Googles Version auch noch weitere Daten übertragen.
Seit der Gründung des Unternehmens legt Google Jahr für Jahr ein Wachstum hin, ohne bisher eine Periode der Rezession gehabt zu haben. Doch natürlich ist auch dem Wachstum irgendwann eine Grenze gesetzt, und in den letzten Jahren mehren sich die Anzeichen dafür, dass Google langsam aber sicher in diese Gefilde vorgedrungen ist. Die neue Finanzchefin Ruth Porat tritt daher nun auf die Kostenbremse und wird die Ausgaben in Zukunft deutlich strenger kontrollieren als bisher - dadurch ist es auch zu einer Verlangsamung bei den Neueinstellungen gekommen.
Mit dem Google Drive ist es sehr einfach, Dateien und Dokumente mit anderen Nutzern zu teilen und diesen Zugriff auch wieder zu entziehen. Doch bisher hatte man kaum eine Kontrolle darüber, was der eingeladene Nutzer mit dem geteilten Dokument anstellen kann. Mit dem letzten Update wurde nun eine neue Option in die Web-Oberfläche eingefügt, die es dem Besitzer des Dokuments erlauben das Kopieren, Herunterladen und auch Drucken zu verhindern.
Es gibt viele Wege um eine Verbindung zwischen zwei Smartphones herzustellen und den Datenaustausch zu ermöglichen, aber alle haben ihre Vorteile und Nachteile. Google wagt nun einen neuen Anlauf und hat vor wenigen Stunden neue Nearby APIs angekündigt, mit denen der einfache Verbindungsaufbau zwischen zwei Geräten möglich sein soll. Nearby hat es sich dabei vor allem zum Ziel gesetzt, den schnellen Austausch von Informationen zwischen zwei Geräten so einfach wie möglich zu gestalten - vom Verbindungsaufbau bis zum Datenaustausch.