Seit einiger Zeit wird das Bild vieler Großstädte durch E-Scooter geprägt - auch in den ersten deutschen Regionen. Der Roller- und Fahrrad-Verleiher Lime gehört zu den größten Anbietern und hat offenbar große Pläne auf dem deutschen Markt. Mit einem kräftigen Finanzpolster der Google-Mutter im Rücken macht man sich an die weitere Expansion und fordert nun auch eine bessere Infrastruktur in den deutschen Städten.
Die Google-Mutter Alphabet ist über die zahlreichen Tochterunternehmen in vielen Bereichen tätig, wobei vor allem der Transport eine große Rolle spielt. Eines in dieser Branche operierenden Unternehmen ist Wing, das seit Jahren an Lieferdrohnen arbeitet und in diesem Jahr bereits sehr große Fortschritte verzeichnen konnte. In einem neuen Werbespot zeigt die Google-Schwester nun, wo die Reise hingehen soll und wofür die Dienste des Unternehmens benötigt werden.
Erst vor wenigen Tagen hat Alphabet glänzende Quartalszahlen vorgelegt und konnte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn kräftig zulegen. Ein Großteil des Geldes wandert offenbar direkt in den großen Geldspeicher von Alphabet-CEO Larry Page, denn wie die Financial Times nun verglichen hat, ist die Google-Mutter mittlerweile das Unternehmen mit dem dicksten Bankkonto und hat nun Apple übertroffen. Das ist aber kein Grund zum Feiern.
Vor wenigen Minuten hat die Google-Mutter Alphabet die Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2019 vorgelegt und konnte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn wieder große Sprünge machen. Im Zeitraum von April bis Juni 2019 konnte das Unternehmen einen Umsatz von 38,94 Milliarden Dollar generieren und daraus einen Gewinn von 9,18 Milliarden Dollar einfahren.
Viele der zahlreichen Moonshot-Projekte von Alphabet sind mittlerweile in kommerziell operierende Unternehmen umgewandelt worden und sollen in dieser Form natürlich auch Geld verdienen. Bei einigen ist das Geschäftsmodell mehr, bei anderen weniger eindeutig und nachvollziehbar. Googles Drohnen-Schwester Wing hat nun einen ersten Schritt hin zu einem neuen Modell gemacht und eine Plattform gestartet, die langfristig Drohnen koordinieren könnte.
Schon seit weit über einem Jahr ist bekannt, dass die Google-Schwester Sidewalk Labs einen neuen Stadtteil in Kanada errichten möchte und sich seit langer Zeit in der Planungsphase befindet. Ende 2018 wurden die ersten Pläne vorgestellt und jetzt hat das Unternehmen noch einmal ordentlich nachgelegt und Pläne für ein sehr viel größeres Gebiet eingereicht. Das sorgt für Kritik, denn sowohl die Bürger als auch die Stadtverwaltung fühlen sich ein wenig über den Tisch gezogen.
Die Alphabet-Quartalszahlen haben gezeigt, dass das gesamte Unternehmen sehr stark von Werbung abhängig ist und über 90 Prozent der Umsätze durch Werbeklicks erzielt. Obwohl dieses Geschäftsmodell seit zwei Jahrzehnten sehr erfolgreich ist und stetig wächst, warnt Alphabet dennoch in den Risikofaktoren für Aktionäre davor, dass aktuelle und neue Technologien diese blockieren könnten. Das erklärt auch einige Schritte der jüngsten Vergangenheit.
Die Google-Schwester Waymo ist aktuell vor allem für die selbstfahrenden PKWs bekannt, die in einigen Teilen der USA bereits unterwegs sind, doch das ist längst nicht das einzige Projekt, an dem das ehemalige X-Unternehmen arbeitet. Jetzt wurde verkündet, dass auch die Waymo Trucks wieder zurück auf die Straßen kommen und ab sofort getestet werden. Das Potenzial und auch die wirtschaftlichen Folgen könnten gigantisch sein.
Bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen hat Alphabet erstmals verkünden können, mehr als 100.000 Mitarbeiter im Unternehmen zu beschäftigen. Wie die New York Times nun herausgefunden haben will, liegt die Anzahl aber deutlich höher - nämlich doppelt so hoch. Allerdings wird nicht darüber gesprochen, weil die verschwiegenen Mitarbeiter Zeitarbeiter sind, die in vielen Punkten schlechter gestellt waren. Das hat sich mittlerweile aber etwas gebessert.
In den vergangenen Jahren haben es einige Google Moonshot-Projekte zur Marktreife gebracht und werden teilweise bereits vermarktet - so wie das Project Loon. Die Internet-Ballons sind mittlerweile zu einem eigenen Unternehmen geworden und haben vor wenigen Tagen erneut gezeigt, dass sie einen praktischen Nutzen haben. In einem Erdbebengebiet von Peru konnten die Ballons die Internetversorgung mit LTE-Geschwindigkeit innerhalb von nur 48 Stunden wiederherstellen.