Die Alphabet-Quartalszahlen haben gezeigt, dass das gesamte Unternehmen sehr stark von Werbung abhängig ist und über 90 Prozent der Umsätze durch Werbeklicks erzielt. Obwohl dieses Geschäftsmodell seit zwei Jahrzehnten sehr erfolgreich ist und stetig wächst, warnt Alphabet dennoch in den Risikofaktoren für Aktionäre davor, dass aktuelle und neue Technologien diese blockieren könnten. Das erklärt auch einige Schritte der jüngsten Vergangenheit.
Die Google-Schwester Waymo ist aktuell vor allem für die selbstfahrenden PKWs bekannt, die in einigen Teilen der USA bereits unterwegs sind, doch das ist längst nicht das einzige Projekt, an dem das ehemalige X-Unternehmen arbeitet. Jetzt wurde verkündet, dass auch die Waymo Trucks wieder zurück auf die Straßen kommen und ab sofort getestet werden. Das Potenzial und auch die wirtschaftlichen Folgen könnten gigantisch sein.
Bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen hat Alphabet erstmals verkünden können, mehr als 100.000 Mitarbeiter im Unternehmen zu beschäftigen. Wie die New York Times nun herausgefunden haben will, liegt die Anzahl aber deutlich höher - nämlich doppelt so hoch. Allerdings wird nicht darüber gesprochen, weil die verschwiegenen Mitarbeiter Zeitarbeiter sind, die in vielen Punkten schlechter gestellt waren. Das hat sich mittlerweile aber etwas gebessert.
In den vergangenen Jahren haben es einige Google Moonshot-Projekte zur Marktreife gebracht und werden teilweise bereits vermarktet - so wie das Project Loon. Die Internet-Ballons sind mittlerweile zu einem eigenen Unternehmen geworden und haben vor wenigen Tagen erneut gezeigt, dass sie einen praktischen Nutzen haben. In einem Erdbebengebiet von Peru konnten die Ballons die Internetversorgung mit LTE-Geschwindigkeit innerhalb von nur 48 Stunden wiederherstellen.
Vor gut vier Jahren wurde die Alphabet Holding als Muttergesellschaft der Google Inc. gegründet und hat vor allem das Ziel, in zukünftige Technologien zu investieren und zu entwickeln, ohne die Cash-Cow Google zu gefährden. Aus diesem Konstrukt sind bisher einige Unternehmen hervorgegangen, die in Zukunft eine große Rolle spielen könnten. Insbesondere die X-Abteilung tut sich hervor, aus der erst vor wenigen Tagen die neue Google Glass-Version vorgestellt wurde.
Erinnert sich noch jemand an Google Glass? Die Datenbrille wurde vor gut sieben Jahren vorgestellt und ging mit sehr großen Ambitionen in die öffentliche Testphase - die das Produkt dann nach längerer Zeit nicht überstanden hat. Glass gilt bis heute als einer der größten Google-Flops, aber dennoch hat das Unternehmen stets daran festgehalten und hat nun eine brandneue Version vorgestellt. Außerdem wandert die Glass-Abteilung nun von Alphabet zu Google.
Globalen Konzernen wird immer wieder vorgeworfen, durch Firmengeflechte eine Vielzahl von Steuertricks auszunutzen und sich so ärmer zu rechnen, als sie eigentlich sind. An diesen Vorwürfen ist bekanntlich viel Wahrheit dran und auch Google bzw. die Alphabet-Holding nutzen solche Methoden, um jährlich viele Milliarden Dollar an Steuern einzusparen. Jetzt hat das scheidende Vorstandsmitglied Eric Schmidt diese Praktiken verteidigt.
Die Google-Mutter Alphabet lässt aktuell einige Bomben platzen: Erst musste der Konzern einen deutlichen Gewinneinbruch vermelden, wenig später in der Analyse die Anleger sogar beruhigen und neue Produkte vorab ankündigen und nun folgt die nächste Meldung: Google-Vater Eric Schmidt wird den Vorstand verlassen und sich wohl weitgehend ins Privatleben zurückziehen. Auch die langjährige Cloud-Chefin Diane Greene wird nicht erneut kandidieren.
Alphabet hat die Zahlen für das 1. Quartal vorgelegt und die Anleger mit einem Gewinneinbruch geschockt. Der Konzern spricht davon, dass der Gewinneinbruch vor allem durch die Milliardenstrafe der EU verursacht wurde, aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn tatsächlich gibt es aktuell einige Brandherde. In den Statements zu den Zahlen hat das Unternehmen außerdem erneut die neuen Pixel 3a-Smartphones bestätigt.
Gestern Abend hat die Google-Mutter Alphabet die Zahlen für das 1. Quartal 2019 vorgelegt und hat aufgrund des stark gesunkenen Gewinns wieder einmal für ein kleines Erdbeben an der Börse gesorgt. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr weiter nach oben geschossen, doch unter anderem aufgrund der EU-Milliardenstrafe brach der Gewinn um fast ein Drittel ein. Die Anleger schickten die Aktie daraufhin, obwohl das Ergebnis nicht überraschend war, auf Talfahrt.