In puncto Messenger ist es bei Google überraschend ruhig geworden, denn das Google Messenger-Karussell wirft nur noch alte Produkte ab, nimmt aber schon seit längerer Zeit keine neuen mehr auf. In den letzten Wochen haben wir gleich zwei Messenger verloren und derzeit stehen die Zeichen auf der dringend notwendigen Konstanz. Weil Google nun Ruhe reinbringt, wollen wir den aktuellen Status Quo noch einmal festhalten.
Die Google-Mutter Alphabet lässt sich nach ziemlich genau drei Monaten wieder in die Karten blicken und hat vor wenigen Minuten die Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2022 bekannt gegeben: Alphabet konnte beim Umsatz erneut stark zulegen, muss aber gleichzeitig einen erheblichen Gewinneinbruch vermelden. Im Zeitraum Juli bis September 2022 wurde ein Umsatz von 69,09 Milliarden Dollar eingefahren und daraus ein Gewinn von 13,9 Milliarden Dollar generiert.
Google gehört zu den größten Werbevermarktern, ist aber auch selbst immer stärker im Eigenmarketing unterwegs, um die eigene Marke und Produkte zu bewerben. Nachdem bereits Chrome-Autos in der Formel 1 ihre Runden drehen, könnte Google kurz vor dem Abschluss eines großen Markendeals stehen. Der britische Premier League-Verein Tottenham Hotspur könnte schon bald im Google Stadium spielen. Einen schlechteren Zeitpunkt hätte sich Googles Marketing kaum aussuchen können.
Auf vielen Android-Homescreens befindet sich das Google-Widget, zum Teil sogar in zweifacher Ausführung. Weil es ein solch zentraler Bestandteil ist, lässt sich die Darstellung schon seit langer Zeit überraschend umfangreich anpassen - was viele Nutzer gar nicht wissen dürften. Mit dem jüngsten Update stellt man diesen Editor jetzt in den Vordergrund und bietet sogar eine Live-Vorschau.
Google ist nicht erst mit dem Tensor-SoC in die Chip-Entwicklung eingestiegen, sondern hatte zuvor schon einige Anläufe mit speziellen Projekten in diese Richtung - und nun kommt ein weiteres dazu. Gemeinsam mit Intel hat man den E2000 entwickelt, der vor allem im Cloudbereich bzw. in Rechenzentren zum Einsatz kommen soll. Der Chip soll einige Vorteile bringen, wird aber nicht Google-exklusiv eingesetzt.
Das Unternehmen Google generiert einen Großteil der Umsätze aus Werbung und hat natürlich ein großes Interesse daran, dass das so bleibt - trotz aller Herausforderungen. Jetzt hat man eine neue App gestartet, die eine Studie unter eingeladenen US-Nutzern ermöglichen soll und diesen die Möglichkeit gibt, mit ihrer Antwort Geld zu verdienen. Die 'Online Insights Study' steht im Google Play Store zum Download bereit, aber leider nur eingeschränkt.
Google wird die Pixel Watch und in weiterer Folge viele weitere Wear OS-Smartwatches mit einer runderneuerten Fitnesstracking-App der Tochter Fitbit ausstatten. In den nächsten Stunden und Tagen dürften wir einiges zur neuen Fitbit-App hören, aber schon jetzt gibt es eine Reihe von Screenshots, die die neue Oberfläche für Smartphones sowie für die Smartwatches zeigen.
Google wird in wenigen Tagen die Pixel 7-Smartphones vorstellen, ist aber auch abseits der eigenen Serie im Smartphone-Markt tätig: Jetzt hat die Deutsche Telekom die beiden eigenen Smartphones T Phone und T Phone Pro vorgestellt, die man gemeinsam mit Google entwickelt haben will. Beide Geräte sind in der unteren Preisklasse unterwegs und sollen wohl in vielen Telekom-Ländern in Massen verkauft werden.
Google hat die Smartwatch- und Fitnesstracker-Marke Fitbit vor einiger Zeit übernommen und dürfte diese zunehmend in das eigene Ökosystem integrieren - mutmaßlich mit anschließendem Wechsel zu Wear OS. Jetzt hat man eine große Änderung angekündigt, die den Weg für eine tiefere Integration bereitet: Ab 2023 wird ein Google-Konto für die Smartwatch-Einrichtung benötigt und ab 2025 ist dieses unumgänglich.
Google ist bekannt dafür, in vielen Bereichen mit eigenen Produkten aktiv zu sein, immer wieder umzubauen und die Fühler in zahlreiche weitere Richtungen auszustrecken, die in Zukunft bearbeitet werden könnten. Manchmal tut man dies mit experimentellen Produkten, die auch als solche zu erkennen sind - unter anderem vom internen Inkubator Area 120. Doch jetzt hat man dort ordentlich durchgefegt und könnte nach Ansicht einiger Beobachtung an Innovationskraft einbüßen. Oder etwa nicht?
Google ist seit vielen Jahren die Standard-Suchmaschine im Mozilla Firefox und wird dies noch mindestens bis Ende 2023 bleiben. Diesen Suchmaschinen-Deal lässt sich Google einen mittelhohen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr kosten, doch weil die Marktanteile von Firefox immer weiter sinken, könnte diese langjährige Partnerschaft wackeln. Sollte Google den Geldhahn teilweise oder vollständig zudrehen, können bei Mozilla ganz schnell (vorübergehend) die Lichter ausgehen.
Bei einem Unternehmen von Googles Größe ist es vollkommen normal, dass auch mal größere Summen (aus Sicht einer Privatperson) mehr oder weniger automatisiert bewegt werden und Irrtümer erst nach längerer Zeit auffallen. Jetzt wurde ein Fall bekannt, in dem das Unternehmen einer Privatperson einen Betrag von knapp 250.000 Dollar überwiesen hat - ohne jegliche Begründung. Kurios ist allerdings, dass man es bei Google offenbar nicht eilig hat, das Geld zurückzuerhalten.
Google gehört mit zunehmender Verbreitung der Pixel-Smartphones mittlerweile auch in Deutschland zu den relevanten Smartphone-Herstellern und muss sich in so manchen Rankings messen lassen. In einer aktuellen Servicestudie hat ein deutsches Institut jetzt eine Rangliste der acht besten Smartphone-Hersteller aufgestellt und platziert Google sowohl einzeln als auch gesamt auf dem letzten Platz. Es zeigt sich, dass es einiges an Nachholbedarf gibt.
Zwischen Google und Apple tobt seit längerer Zeit ein (vermutlich) einseitiger Streit um die Unterstützung von RCS in iMessage. Weil dieser gar nicht so kleine Disput hinter den Kulissen nicht geklärt werden konnte, hat Google diesen in die Öffentlichkeit verlagert und somit den Druck auf Apple erhöht. Vor wenigen Tagen gab es die nächste Eskalationsstufe, bei der Tim Cook die Unterstützung öffentlich abgesagt und den Wechsel zum iPhone empfohlen hat. Dennoch gibt es Hoffnung.
Hinter den Kulissen schwelt zwischen Google und Apple schon seit mehreren Jahren ein Streit um die RCS-Unterstützung von iMessage, der von Google jetzt in die Öffentlichkeit getragen wird. Man lässt sich die Aufforderung an Apple, den Kommunikationsstandard endlich zu unterstützen, einiges kosten. Doch wie kann die Geschichte für Google weitergehen, wenn Apple nicht oder völlig anders als erhofft reagiert?