
Künstliche Intelligenz (KI) ist längst keine ferne Zukunftsvision mehr. Sie durchdringt unseren Alltag, optimiert Lieferketten, personalisiert Filmempfehlungen und unterstützt Ärzte bei der Diagnose von Krankheiten. Ein besonders sensibles und zunehmend wichtiges Einsatzgebiet ist der Spielerschutz in der Welt des Online-Glücksspiels. Hier verspricht die KI, das zu leisten, was menschliche Beobachtung kaum kann: in riesigen Datenmengen subtile Muster zu erkennen, die auf ein problematisches oder süchtiges Spielverhalten hindeuten könnten. Doch diese technologische Chance birgt eine komplexe ethische Frage: Wie früh kann und darf eine KI eingreifen, ohne harmlose, engagierte Spieler fälschlicherweise zu stigmatisieren?