Google Und schon wieder haben Googles Anwälte Arbeit auf dem Tisch: Im Web kursiert ein negativer Artikel über die Firma "Castran Gilbert" der der Chefetage natürlich nicht passt. Doch statt den Autor bzw. Hoster des Artikels anzuschreiben, hat man sich erst einmal an Google gewandt und die Entfernung der Seite aus dem Index gefordert. Allerdings hat man sich an die australische Niederlassung gewendet die keinen Zugriff auf solche Daten hat. Also gabs eine Klage. Paul Castran, Manager der Firma, hatte sich an Google Australia gewendet um die Entfernung aus dem Index zu fordern. Diese hatte, wider erwarten von Paul, die Seite nicht entfernt, sonder lediglich zurückgeschrieben dass man dazu nicht in der Lage ist. Die Suchmaschine wird von Google Inc. in Mountain View betrieben (interessantes Detail) und man selbst hat keinerlei Zugriff auf die Datenbanken. Doch anstatt sich an Google Inc. zu wenden hat Paul eine Klage gegen Google Australia eingereicht in der er dennoch die Entfernung der Seite fordert. Natürlich wäre es ein leichtes für Google Australia das ganze an die Mutterfirma zu melden und die Seite trotzdem entfernen zu lassen - das wird man aber wohl aus Prinzip schon nicht tun. Die Klage selbst dürfte auch keine Chance vor Gericht haben. Googles Stellung als Informationslieferant wird für das Unternehmen offensichtlich immer mehr zum Problem. Es existieren eben auch Informationen über die einige nicht so glücklich sind und die sie am liebsten aus der Welt schaffen würden. Diese Informations-Mörder wenden sich dann zuerst an den Lieferanten, und das ist derzeit größtenteils Google, und der steht dann vor dem eigentlichen Problem... Hoffen wir dass G. Australia nicht einknickt und Mr. Castran gegen die Wand laufen lässt ;-) [Seroundtable]
Über die erweitere Suche kann man nun bei jeder Webseite nachschauen wann diese in den Index von Google aufgenommen wurde. Bei Datum stehen diese Zeiträume zur Auswahl: *keine Zeitbegrenzung *in den letzten 24 Stunden *in der letzten Woche *im letzten Monat *die letzten 2 Monate *die letzten 3 Monate *die letzten 6 Monate *im letzten Jahr Wählt man eines - außer keine Zeitbegrenzung - aus, erscheint wie der Screenshot zeigt, ein Drop Downmenü neben Suchbox. So kann man auch schauen wie lange es dauert bis eine neue Seite in den Index aufgenommen wird. Das gibt es eigentlich schon seit einigen Monaten. Neu ist aber, dass es bei allen Seiten angezeigt wird. In der URL der Ergebnisse findet man zum Beispiel &as_qdr=m6. Dies bedeutet die Auswahl "die letzten 6 Monate". Diese Parameter lässt sich ändern und man kann zum Beispiel suchen was in den letzen 8 Jahren in den Index aufgenommen wurde. (zum Beispiel für iPod). Dadurch lässt sich ungefähr ablesen wann die Seite erstellt wurde. » erweitere Suche [GoogleOS]
Marissa Mayer Googles Produktchefin Marissa Mayer hat wieder einmal in die Zukunft der Suchmaschinen geblickt und sich dabei vorallem auf das sogenannte "Social Search" bezogen. In der Zukunft sollen Suchergebnisse nicht mehr nur statisch oder auf die eigenen Bedürfnisse angepasst personalisiert sein, sondern auch die Profile der Freunde mit einbezogen werden. Aber ob die User das wirklich wollen? Bisher hat es Google noch nicht einmal geschafft den eigenen Suchverlauf, Surfverlauf, die Bookmarks oder weitere Daten zur Personalisierung der Suchergebnisse mit einzubeziehen, aber Marissa geht schon einen Schritt weiter: In ferner Zukunft sollen die Suchergebnisse auch von den Bookmarks und den Verläufen von Freunden geprägt sein. Wenn eure Freunde eine bestimmte Seite besuchen soll diese dann in Folge auch bei euch weiter oben in den Suchergebnissen stehen.
Social search happens every day. When you ask a friend ?what movies are good to go see?? or ?where should we go to dinner??, you are doing a verbal social search. You?re trying to leverage that social connection to try and get a piece of information that would be better than what you?d come up with on your own. For example, it?s clear that people would attribute more authority to the pages that their friends have visited. So if we took Web History and allowed that data to influence rankings, such that pages that your friends have visited were now bumped up in your search ranking, that that might be a good augmentation to something like personalized search. In essence, it?s a fusion of personalized and social search. In this case, what we would do is say: This Google Mail account which maps to Marissa Mayer then maps to these other friends, allow those friends to influence this ranking.
Die Frage ist ja nur, ob die User das wirklich wollen und wie sinnvoll das ganze ist. Auch der allerbeste Freund hat dennoch andere Interessen und Vorlieben als ich und sollte nicht in meinen Suchergebnissen rumpfuschen. Es kann natürlich praktisch sein wenn man gemeinsame Termine oder Ausflüge plant, aber nicht bei der persönlichen oder alltäglichen Suche. Am besten wäre so eine Funktion natürlich wenn sie individuell zuschaltbar ist. Google müsste also 3 verschiedene Suchergebnisse aufbauen: Statisch, Personalisiert, Freunde-bezogen personalisiert. Eventuell könnte man auch jeden Freund einzeln hinzuschalten bzw. aus einer Suche entfernen dürfen. Denn nur weil mein Freund Porno-Surfer ist, muss ich nicht die gleichen Interessen haben wenn ich nach einem Star suche ;-) Die Frage ist natürlich auch, wie Google erkennen möchte wer Freund und wer Feind ist. Das läuft ja schon bei den Reader Shared Items etwas verquer... Natürlich könnten die Daten von OpenSocial mit einbezogen werden, aber auch diese werden von den meisten nicht wirklich gepflegt und ein Großteil der User nimmt eh jede Freunde-Anfrage einfach an... Marissa erklärte übrigens auch, dass sie nicht glaubt dass solche oder ähnliche Funktionen innerhalb der nächsten 10 Jahre zu erwarten sind. Sie betonte auch dass Google derzeit nicht an solchen Funktionen bastelt. Wohl aber wird man ein passendes Konzept in der Schublade haben, sonst hätte sie wohl kaum darüber erzählt... [Google Blogoscoped, Google OS]
Maps Wenn man zum Beispiel in New York nach einem Italiener sucht, ist die Onebox bei Google nützlicher als die Ergebnisse der Suche. Deswegen hat Google nun die Anzahl der Ergebnisse der Local-Onebox von 3 auf 10 erhöht. Letzten Januar wurde die Onebox mit einer Karte, Reviews und einer Route ausgestattet. Um nun die zehn Ergebnisse unterzubringen hat man die Adresse, den Link zur Anreiseroute und das Rating entfernt. 2007: Übrigens ist es interessant was die anderen Suchmaschinen beim gleichen Suchbegriff finden: Laut Searchengineland wurde die Anzahl mehr als verdreifacht, weil die Nutzer es nicht sahen, dass es weitere Ergebnisse gab. Sie übersahen einfach den Link "more results..." [GoogleOS]
Google Noch ist das Web3.0, das sogenannte Semantic Web, nur ein immer stärker werdendes Buzzword, aber schon in kürzester Zeit könnten diese ehrgeizigen Pläne in die Realität umgesetzt werden. Sobald diese Technik zur Marktreife gebracht worden ist, werden Suchmaschinen überflüssig sein und durch sogenannte "Findemaschinen" ersetzt. Das Manager Magazin sieht das Ende von Google gekommen. Tatsächlich werden Suchmaschinen in einem semantischem Web überflüssig werden, das möchte ich nicht bestreiten. Im Gegensatz dazu werden dann aber Findemaschinen benötigt. Heutige Suchmaschinen sind Such- und Finde-Maschinen. Da die Informationen im semantischen Web aber nicht erst gesucht werden müssen, reichen Findemaschinen eben aus. Warum sollte Google das nicht leisten können? Auch wenn das Web3.0 bisher mehr Buzzword als Realität ist, ist Google schon voll dabei sich auch auf diesem Markt zu positionieren. Mit dem demnächst erscheinendem Google Knol wird Google an alle benötigten Informationen kommen und kann sich ein eigenes Semantic Web aufbauen. Im Web3.0 wird es nicht mehr darum gehen dass große Internet zu durchsuchen, sondern sich eine eigene Informations-Datenbank aufzubauen und diese zu durchsuchen. In diesem Fall hat Google von allen großen Suchmaschinen heute schon die besten Karten und steht keinesfalls am Ende - sondern eher erst am Anfang... Was meint ihr? » Artikel beim Manager Magzin [seekXL]
Google Egal wieviele Features und Redesigns Google, Yahoo!, Live & co. ihren Suchmaschinen zuführen, im Grunde ist es immer dasselbe: Ein Suchschlitz, ein Button und die Anfrage wird in Stichwörtern eingegeben. Das war vor 10 Jahren so, ist heute so und wird auch in 10 Jahren noch so sein - zumindest prognostiziert dass Peter Norvig, Forschungsdirektor bei Google.
Wir glauben, dass es wichtiger ist, die richtigen Ergebnisse auszugeben, nicht die Schnittstelle zu verändern. Wir haben das vorher immer dem Nutzer aufgebürdet, ob er nun im Web, nach Bildern oder Videos suchen will. Nun versuchen wir, das für ihn zu lösen und die Ergebnisse zu präsentieren, die sinnvoll sind
In den letzten Jahren war immer wieder die Rede von in Entwicklung befindlichen Techniken die es ermöglichen sollten mit Suchmaschinen zu kommunizieren bzw. dass eine Frage in natürlicher Sprache eingegeben werden kann und von der Suchmaschine beantwortet wird. Wirklich viel hat man davon aber noch nicht gesehen, und die die es versucht haben haben kläglich versagt. Scheinbar hat auch Google diese vermeintliche Zukunftstechnik jetzt aufgegeben - oder warum äußert sich Peter so kritisch darüber? Norvig ist der Meinung dass die eigentliche Anfrage-Technik gegenwärtig perfekt ist und nicht weiter verbessert werden kann - die Hersteller sollten sich lieber auf die Verbesserung der Suchergebnisse konzentrieren. Als Forschungschef ist Peter Norvig natürlich sehr gut über Googles zukünftige Pläne informiert und dürfte mit seiner Prognose die grobe Richtung für Googles Suchmaschine in den nächsten Jahren vorgegeben haben: Mehr Konzentration auf Universal Search und eine eventuelle Design-Änderung der Suchergebnisse - Suchanfragen in natürlicher Sprache dürfen wir wohl eher nicht erwarten. » Interview bei Technology Review
Google Vor knapp 5 Jahren hat Google hinter den Kulissen den Supplemental Index eingeführt - einen zweiten Suchindex der nur im "Notfall" durchsucht und deren Ergebnisse angezeigt werden. Mittlerweile scheint Google diesen Index als überflüssig anzusehen und schafft ihn jetzt wieder ab - und verbannt bei der Gelegenheit auch gleich Feeds aus den Suchergebnissen. Supplemental Index Der Supplemental Index ist ein Index zweiter Klasse. Hier werden die Webseiten aufgenommen die es - laut Google - nicht wert sind in den Main-Index aufgenommen zu werden. Etwa weil die Seite schlecht bis garnicht verlinkt ist, dauerhaft nicht erreichbar ist, aus Duplicate Content besteht oder aus einigen weiteren Ausschluss-Gründen. Dieser Index wird nur dann angesprochen wenn im Main Index zu einer bestimmten Suchanfrage zu wenig Ergebnisse vorhanden sind. Durch diesen zweiten Index hat Google seinen Hauptindex schlank gehalten und konnte dadurch die Geschwindigkeit stark erhöhen - sowohl beim anzeigen der Suchergebnisse als auch beim crawlen. Übrigens zeigt Google etwa seit der Einführung dieses Indexes nicht mehr die Anzahl der indizierten Seiten an - damit dürfte dann wohl auch das geklärt sein, schließlich haben sich die 3 Suchmaschinen damals noch gegenseitig mit der Index-Größe überboten. Alle Seiten im Index Jetzt, 5 Jahre nach Einführung der Funktion, hat Google diesen Index wieder abgeschafft und hat nur noch einen Main Index für die Websuche. Hier erscheinen jetzt auch wieder die Seiten die damals eventuell als nicht wichtig eingestuft worden sind. Google scheint darauf zu vertrauen durch das Ranking diese Seite zuverlässig auch weiterhin weit hinten im Index zu halten und die Qualität der Suchergebnisse dadurch nicht zu senken. Dafür fliegen jetzt RSS- und Atom-Feeds aus dem Gesamtindex heraus. In der Vergangenheit kam es oft vor dass unter den ersten 10 Ergebnissen ein Feed verlinkt gewesen ist. Der sah ja in dem Ergebnis-Auszug noch ganz gut aus, bei einem Klick darauf konnte man damit aber nicht mehr viel anfangen. Deswegen hat Google alle Feeds jetzt verbannt, lässt lediglich Medien-Feeds - also z.B. Podcasts - im Index, da diese im Feed meist eine eigene kleine Webseite besitzen. Feeds können aber natürlich auch weiterhin mit Google Reader, Google Blogsearch und Google News gefunden und durchsucht werden. » Ankündigung im Google-Blog [golem, thx to: Richard]
China Google China hat es wirklich nicht leicht: Während man im Rest der Welt quasi den Suchmaschinenmarkt dominiert, scheinen sich die Chinesen einfach nicht von Google überzeugen lassen zu wollen - die Marktanteile liegen bei etwa 20% und sind weiter im sinken. Doch wenn die User nicht zu Google kommen, muss Google eben zu den Usern kommen. Um dies zu bewerkstelligen geht man jetzt eine Kooperation mit einigen großen Internetcafe-Betreiber ein. Google möchte entweder Partnerschaften mit Internetcafe-Ketten eingehen oder sich an diesen beteiligen bzw. sie komplett übernehmen. Auf allen PCs wird dann Google als Startseite eingestellt und die Google Toolbar vorinstalliert sein. Die Chinesen werden dann also fast schon gezwungen Google zu nutzen - Geld regiert halt die Welt... Namen von Ketten oder einzelnen populären Cafes wurden leider nicht genannt, man darf aber davon ausgehen dass die Konkurrenz nicht schlafen und ebenfalls Partnerschaften eingehen wird. Vielleicht sollte Google selbst eine i-net-Cafe-Kette eröffnen, wäre doch eine gute Möglichkeit allen Usern die eigenen Tools aufzudrücken .p [Finanznachrichten, thx to: MainP]
Google + Orkut Zur Zeit bemüht sich das Orkut-Team nicht nur darum das eigene Social Network intern zu verbessern, sondern es auch mehr mit der Außenwelt und den Google-Services zu verknüpfen: In einer jetzt angelaufenen Testphase wird Orkut mit Googles erfolgreichstem Produkt - der Websuche - verbunden und zeigt ausgewählten Usern jetzt eine OneBox bei der Suche nach Personen an. Orkut Privacy
Wenn ihr an der Testphase teilnehmen solltet, könnt ihr mit der Google-Suche eure Orkut-Kontakte finden. Tippt einfach den Namen eines Kontakts in der Websuche ein und über den Suchergebnisse sollte eine OneBox mit einem Kurzprofil und einem Link zum ausführlichen Profil erscheinen. Das ganze funktioniert natürlich nur dann wenn ihr in euren Google Account eingeloggt seid und der Kontakt sich nicht aus den Suchergebnissen hat austragen lassen. Falls ihr euer Profil nicht in Googles Websuche haben wollt, könnt ihr diese Funktion ganz einfach unter Settings->Privacy deaktivieren. Das ganze ist Opt-Out, standardmäßig wird also jeder in dem Index gelistet. Es können euch auch nur die Leute finden mit denen ihr bei Orkut in Verbindung steht - für alle anderen bleibt euer Profil unsichtbar. Durch das löschen eines Freundes löscht ihr euch also selbst von dessen Suchergebnisseite. Google löst das Kontakt-Problem damit sehr viel intelligenter als es Facebook getan hat. Statt einfach die Profile für die große weite Crawler-Welt freizugeben macht Google das intern und hat so stets die Möglichkeit die Informationen wieder verschwinden zu lassen und sticht ganz nebenbei auch die Konkurrenz aus die diese Daten nicht indizieren kann. Interessanterweise kommt das ganze schon der Personensuche bei Googles Moma-System nahe und wird wohl auch daher inspiriert sein. Besser wäre es jedoch wenn nicht nur das Orkut-Profil sondern auch das Google Profile für diese Suche genutzt wird. Oder steht die Profile-Orkut-Integration schon kurz bevor? Lassen wir uns überraschen :-D » Eintrag im Orkut-Supportcenter [Google OS]
Fluginfo-OneBox
Google hat seine Fluginformations-Onebox leicht verbessert und zeigt jetzt nicht mehr nur die geplante Abflugzeit jedes Fluges an, sondern auch die tatsächlich erwartete Ankunfts- bzw. Abflugzeit. Das ganze funktioniert weltweit mit jedem Linienflug, auch mit Deutschen, gebt einfach die Flugnummer ein und schon bekommt ihr die OneBox zu Gesicht. » Ankündigung im Google-Blog [thx to: seekXL]
Google Die OneBox wird für direkte Antworten von Suchanfragen direkt vor den Suchergebnissen, z.B. für Nachrichten, die Karte eines Ortes, passende Bilder zur Suchanfrage usw. angezeigt. Nun wurde ein Experiment entdeckt, in dem solche OneBox-Einblendungen auf der rechten Seite der Suchergebnisse angezeigt wurden. Kaum startete Google dieses Experiment, schon gibt es die wildesten Spekulationen darüber, warum das so sinvoll sein sollte: Zur Ausnutzung höherer Auflösungen, Sortierung der Ergebnisse nach rankingsabhängingen auf der linken und OneBoxen auf der rechten Seite. Sortierung der maschniell erzeugten Suchergebnisse und der mehr oder weniger manuell generierten OneBoxen. Bis hin zum Training der Nutzer, der rechten Seite in den Ergebnissen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und damit die Werbung besser zu verkaufen, was zu besseren Klickraten für die Werbung führen könnte. Auf jeden Fall führt das ganze zu einer höhren Aufmerksamkeit aller weiteren Google Produkte, die sich hinter den OneBoxen verbergen... Mehr Screenshots von diesem Experiment [Google Blogscoped]