Orkut Vor knapp vier Monaten hat Google angekündigt, dass das Social Network Orkut geschlossen wird - und kaum jemanden hat das Heute noch interessiert. Am morgigen 30. September wird bei der Community nun endgültig der Stecker gezogen, Zeit also sich Heute noch einmal vom Netzwerk zu verabschieden und möglicherweise ältere Inhalte aus der Vergangenheit zu löschen oder zu exportieren. Ab morgen steht das Netzwerk im Read-Only-Modus zur Verfügung.
Orkut Eines der ältesten und - in vielen Teilen der Welt - unbekanntesten Google-Services wird nun seinen Weg auf den ewigen Google-Friedhof finden. Ende September zieht Google seinem ersten Social Network Orkut den Stecker und stellt es wegen immer weiter gesunkenen Nutzerzahlen ein. Ohnehin wurde das Social Network schon immer sehr stiefmütterlich behandelt und hatte noch nie wirklich in Googles Strategie gepasst.
Was in Zeiten von Google+ kaum noch jemand weiß: Google betreibt seit fast 9 Jahren noch ein zweites Social Network - Orkut. Wirklich durchsetzen konnte sich das nach seinem Entwickler Orkut Büyükkökten benannte Netzwerk nie, und jetzt bereitet Google die ersten Schritte vor um dem unbeliebten Netzwerk endgültig den Stecker ziehen zu können.
Orkut

Google hat gestern ein großes Update bei orkut veröffentlicht. Mit dieser neuen Version gibt es weitere Datenschutzeinstellungen, Gruppen für Kontakte und noch einige weitere Features. orkut wurde als 20%-Projekt entwickelt und ist eigentlich nur in Indien und Brasilien richtig beliebt. 

Bisher war es bei orkut nicht möglich ein Status-Update nur einen bestimmten Gruppe an Freunden zu zeigen. Da Netzwerke immer beliebter werden, haben viele Nutzer auch ihren Vorgesetzten und Kollegen als Kontakte. Da kann dann ein Update schnell mal peinlich werden. Google hat sich hierfür verschiedene Gruppen ausgedacht. So kann man seine Kontakte einteilen und dann Neuigkeiten nur bestimmten Menschen in orkut zeigen.

Sogenannte Scraps kann man nun an mehrere Kontakte schicken ohne, dass man diese Nachricht kopieren und wieder einfügen muss. Google hat zudem eine Option geschaffen mit der man einfach für jedes Update festlegen kann, wie öffentlich es sein soll. Man kann es allen Nutzern in orkut zeigen, nur seinen Freunden oder einer Auswahl aus diesen. Bei letzterem können dann nur die ausgewählten Kontakte auf das "Scrap" eine Antwort schreiben.

Sollten sich die Gerüchte um Google Me bewahrheiten, dann dürfte dies wohl das Ende von orkut sein. Entweder Google stellt den Dienst dann ein oder orkut wird zu Google Me umbenannt. Ein Rebranding könnte orkut doch noch zu einem Erfolg verhelfen. Derzeit sind die meisten Nutzer entweder aus Indien oder Brasilien. Zwar ist orkut zum Beispiel in Google Talk integriert, aber auf der anderen Seiten laufen hier teilweise auch Entwicklungen parallel. So nutzt orkut nicht die Picasa Web-Alben für Fotos.

Das Video zeigt noch einmal alle neuen Funktionen von orkut und welche Änderungen das Update mitbringt.
 

Mit ein bisschen Glück kann man die Funktionen schon jetzt testen. Wie immer dauert es einige Tage bis Google das Update für alle Nutzer freigeschaltet hat. 

» orkut 
Orkut

Eine Reihe von Updates geht durch Orkut. Besonders auf der neuen Beta-Seite tut sich im Moment viel. Am Donnerstag gab es einige neue Features und Verbesserungen, die Orkut noch besser machen. Wir haben euch eine kleine Übersicht zusammengestellt.

Quadratische Profilbilder
Irgendwie geht Orkut auch dem Trend nach, Profilbilder quadratisch zu gestalten. Das reiht an andere Soziale Netzwerke, wie Twitter oder Facebook an und sieht einfach besser aus. Außerdem sind sie deutlich größer geworden. Ältere Profilbilder werden abgeschnitten und sehen daher auch im neuen Design ganz gut aus.

Zeit, Updates @ OrkutUpdates mit Zeit versehen
Bei Orkut musste man sich immer fragen, "hm, wann war eigentlich dieses und jenes Update?". Das ist jetzt vorbei, denn die Zeitstempel sagen es euch - in humaner Zeit (z. B. Vor mehr als 5 Minuten, vor einer halben Stunde usw.).

Chat Status @ OrkutChat-Status als Bubble
Wir kennen es bereits aus dem Google Mail und iGoogle-Chat, jetzt auch bei Orkut: Die Bubbles zeigen den Status im Chat an. Grün = Online, Rot = Nicht verfügbar, Grau = Offline. Diese Bubbles werden jetzt bei jeden Freund oben rechts angezeigt. Außerdem kann man durch drauf klicken einen Chat öffnen. 

Kommentare mit Hover und Visitenkarte
Jeder Kommentar hat jetzt eine eigene Box. Wenn man drüberfährt (hovert), sollte man eine Visitenkarte angezeigt bekommen, mit allen wichtigen Infos inkl. Profilbild.
Talk

Google hat Verbesserungen am Chat-System unter iGoogle und Orkut vorgenommen. Erst vor wenigen Wochen wurde eine vereinfachte Symbol-Ansicht für Audio- und Videochats hinzugefügt, jetzt ist das Senden von Dateien über Google Chat möglich. Für Google Mail sollen diese Features auch bald folgen. 

Chat IconsWirklich schön hat man die neuen Symbole für das Telefonieren, Videochatten und Gruppenchat in das Google Chat-Interface - vorerst unter iGoogle und Orkut - platziert. Dezente blaue Buttons, die je nach Funktion des Gegenüber, auch wirklich Sinn machen.

Doch auch damit soll es nicht genug sein, denn erst heute stellte Google die Funktion zum Dateiaustausch vor. Damit lassen sich - sofern auch hier die Gegenseite den File Transfer unterstützt - Dateien austauschen. Dateien austauschenGoogle hatte dazu schon einen Plan auf ihrer Google Talk Developer Website veröffentlicht, der darstellt, wie ihr XMPP-Server den Austausch von Dateien bewerkstelligt. XMPP hat auch schon 2004 dazu eine RFC herausgegeben, die genau Dies beschreibt. Google scheint aber lieber eigene Wege zu gehen: Im Test stellte sich heraus, dass Google Talk <-> Pidgin nicht funktionierte.

Orkut

Google soll jetzt auch in Brasilien zensieren, das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. In Orkut befinden sich mehrere Gruppen, in denen AFP-Angaben zufolge Jugendliche beleidigt werden. Deshalb soll Google täglich umgerechnet 2100 Euro zahlen, bis die Gruppen aus dem sozialen Netzwerk verschwunden sind.

Was in China geht, kann auch in Brasilien funktionieren, dachte sich zumindestens das obere Gericht des nordbrasilianischen Bundesstaats Rondonia und fordert, dass Google blechen soll, solange sich die zwei Gruppen "Scharf gewürzter Tratsch" und "Scharf gewürzter Tratsch, die Rückkehr" im sozialen Netzwerk Orkut befinden.

Das Argument, dass Google Brasilien nicht genügend Mitarbeiter für einen technischen Ausbau des sozialen Netzwerkes hat, lässt das Gericht dabei nicht gelten: In China habe man ja auch entsprechende Vorkehrungen getroffen.
Google People Hopper
Innerhalb der Google Labs wurde vor einigen Tagen eine neue App für Orkut online gestellt, mit der sich Gesichter von Freunden untereinander morphen lassen. Dazu müssen einfach nur 2 Gesichter in die Anwendung gezogen werden und wenige Sekunden später wird in 10 Schritten aus dem Gesicht des einen, das Gesicht des anderen. Das besondere an dieser Applikation ist jetzt, dass die "gemorphten" Gesichter nicht künstlich berechnet worden sind, sondern zu real existierenden Personen gehören. People Hopper
Zwischen 2 Fotos wird ein Verlauf mit möglichst ähnlichen Gesichtern berechnet, so dass man einen nahezu fließenden Übergang hat. Laut Google arbeitet dieses Tool komplett ohne Gesichtserkennung und vergleicht nur Ähnlichkeiten zwischen Bildern - dafür arbeitet es aber erstaunlich gut. Gerade in den ersten 2-3 Schritten lassen sich so Personen finden die dem ersten Gesicht sehr ähnlich sind - man kann quasi ein "lebendes" Spiegelbild von Freunden oder von sich selbst finden, und das weltweit.

Das Tool arbeitet übrigens über "opt-out", dass heißt wer sein Profil öffentlich gemacht hat, dort aber nicht auftauchen möchte, muss dies explizit in den Orkut-Einstellungen angeben. Da der Großteil der User aber sicherlich so schnell nichts von dieser App erfahren werden, ist der Datenbestand groß genug um fließende Übergänge zu garantieren. Manchmal geht die App beim Suchen von Gesichtern auch merkwürdige Wege - bei obigem Vergleich von meinem und einem anderen männlichen Gesicht, tauchen auf einmal 6 weibliche Gesichter auf :-D

Wenn man das Tool irgendwann mal außerhalb von Orkut nutzen oder in andere Social Networks integrieren kann, lassen sich sicherlich sehr viele Menschen finden die einem selbst komplett ähnlich sehen - heißt es nicht das jeder Mensch auf der Welt einen Zwillig hat? Mit diesem Tool wird man ihn finden ;-)

» People Hopper

Orkut Weil auf Googles Social Network orkut 300 gefälschte Profile erstellt wurden, muss Google nun dem Formel-1-Pilot Rubens Barrichello (2009 WM-Dritten) eine halbe Million Dollar Schadensersatz zahlen. Google habe die Profile trotz Aufforderungen nicht entfernt. Die Strafe könnte noch bis auf 700000 Dollar steigen. Pro Tag muss Google 590? zahlen. Der Fall begann im Juli 2006.