Angriff auf die Google-Server?! Googles früheres Social Network Orkut wurde gehackt

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Bisher ist es noch keinem Angreifer gelungen die Google-Server im großen Stil zu hacken und Daten zu stehlen oder gar zu löschen. Damit dass auch so bleibt betreibt Google erheblichen Aufwand und beschäftigt ein großes Team von Sicherheitsforschern, die jeden Angriff sofort aufdecken und im Keim ersticken. Nun ist offenbar ein nicht mehr ganz so populäres Portal von Google einem Angriff zum Opfer gefallen.


Man soll zwar niemals nie sagen, aber es ist davon auszugehen dass Googles Infrastruktur mittlerweile viel zu gewaltig ist um sie durch einen DDoS-Angriff zum wanken zu bringen. Aber auch ein Zugriff auf die Server und Datenbanken ist bisher noch keinem Hacker gelungen – zumindest ist bisher nichts bekannt. Die diversen Phishing-Angriffe zähle ich natürlich nicht dazu, da es sich dabei nicht wirklich um einen Hack sondern nur um ausgetrickste Nutzer handelt.

orkut hacked

Doch nun ist Googles altes Social Network Orkut einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Ruft man die Webseite des Netzwerks auf, die bisher einen Abschiedsbrief des Gründers enthielt, sieht man nur noch den kurzen Text xin0x ownz orkut ohne weitere Informationen oder versteckte Hinweise im Quelltext oder ähnlichem. Eine Websuche nach „xin0x“ ergibt keine brauchbaren Treffer außer viele Profile in diversen zwielichtigen und auch größeren Webportalen.

Glaubt man der Wayback Machine dann war die Webseite zumindest bis zum gestrigen Abend noch zugänglich, so dass der Hack erst vor wenigen Stunden stattgefunden haben muss. Zwar dürfte wohl kaum jemand noch gezielt die Webseite von Orkut aufrufen, und aus diesem Grund blieb der Angriff bisher wohl auch unbemerkt, aber die Webseite ist noch immer auf Google registriert und läuft auch weiterhin auf den Servern des Unternehmens – wenn auch vermutlich nicht mehr ganz so tief in die Infrastruktur integriert wie bisher.

So sollte die Webseite eigentlich aussehen

Orkut



Es dürfte nicht lange dauern bis Google wieder die Kontrolle über die Webseite übernimmt, aber man muss sich natürlich schon fragen wie es „xin0x“ möglich war in die Infrastruktur der Google-Server einzubrechen. Möglicherweise gibt es hier eine Lücke, von der das Unternehmen nichts weiß und die auch weitere Angebote betreffen könnte.

Die Webseite Orkut.com dürfte wohl auch längst nicht mehr im Fokus von Google stehen – und das obwohl sie zu ihrer Hochzeit gute 300 Millionen Nutzer hatte – denn das soziale Netwerk wurde bereits vor drei Jahren endgültig eingestellt und hatte nicht nur mit Facebook sondern in der Endphase sogar mit der internen Konkurrenz von Google+ zu kämpfen.

Auch das vor einiger Zeit geschaffene Archiv der Orkut-Communitys steht mittlerweile nicht mehr auf den Servern zur Verfügung und wurde wohl irgendwann in der Vergangenheit still und heimlich abgeschaltet.

P.S. Ich habe den Hack an Google weitergeleitet, falls es eine Antwort gibt halte ich euch natürlich auf dem laufenden 🙂



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