Suchergebnisse für Marktanteil
Laut einer aktuellen comScore-Studie hält Google derzeit mit seinen Videoseiten YouTube und Google Video einen Marktanteil von 28,3% auf dem US-Videomarkt. Allein im September wurden bei YouTube 2,5 Milliarden Video von 70 Millionen Usern angesehen. Klingt erstmal gut, ist aber ein starker Verlust im Vergleich zum Vorjahr.
Insgesamt wurden in den USA im September 9,2 Milliarden Videos von 136 Mio. Menschen angesehen. Die Hälfte der User war mindestens 1x bei YouTube. Auf Platz 2 hat sich Fox Interactive (MySpace) mit 22,6% gesetzt und Yahoo! rangiert auf Platz 3 mit 21,7%. Mal nebenbei gefragt: Welcher Videohoster gehört denn zu Yahoo!?
YouTube verliert stark
Im Vergleich zum Vorjahr sehen diese Zahlen allerdings garnicht gut aus. Im Vorjahr lag der Marktanteil von Google bei ganzen 51% (41 YouTube, 10 GVideo). Zwar kamen diese Zahlen von einem anderen Dienstleister, aber dieser herbe Verlust dürfte wohl nicht nur darauf sondern auch auf die zunehmende Konkurrenz hindeuten. Wenn der Verlust in dem Tempo weitergeht wird YouTube schon im nächsten Jahr von Thron gestoßen. Google sollte sich also beeilen und YouTube kräftig ausrüsten.
» Die Zahlen bei comScore
[heise]

Wie man sieht ist der Google Reader mit ganzen 37,7% Nutzungsanteil einsame Spitze und hält beinahe doppelt soviel Anteil wie die personalisierbare Homepage von Yahoo! Wenn man My Yahoo! überhaupt als Feedreader zählen möchte... dann wäre iGoogle auch einer. Die Daten beziehen sich daher auch auf die komplette Google-Umgebung, inklusive iGoogle - der Großteil dürfte aber den GReader der Homepage vorziehen. Armutszeugnis für Microsoft: Selbst der relative kleine Konkurrent Ask.com hat es mit Bloglines geschafft vor der Milliardenschweren Konkurrenz Live.com zu bleiben *hrhr* Google Bookmarks

Bei den Bookmarks sieht es ganz ähnlich aus: Auch hier hält Google beinahe den doppelten Anteil zum drittplatzieren del.icio.us. Platz Nummer 2 (Speicherung in den lokalen Browser-Favoriten) nehme ich einfach mal aus, da hier niemand von profitiert - außer natürlich der User. Dass Google in diesem Markt so einen gewaltigen Anteil hat wundert mich schon sehr, vorallem da die Bookmark-Verwaltung wohl eines der schlechtesten Services im Google-Universum ist und es sich ähnlich wie mit Google History verhält. Alle User scheinen wohl darauf zu hoffen dass Google daraus noch einmal einen Killerservice macht, dafür wirds wirklich langsam Zeit... Aber die Konkurrenz ist auch nicht wirklich groß, del.icio.us hat seinen Zenit - meiner Meinung nach - überschritten und nimmt bei der Talfahrt immer mehr an Geschwindigkeit zu. Und abschließend noch die leicht unübersichtliche Gesamtwertung im Laufe der Zeit:

Wie man sieht rangierte Google hier Anfangs auf Platz 2 bzw.3 hinter Facebook und del.icio.us. Beide haben aber eine Talfahrt hingelegt während Google seinen Anteil langsam aber sicher gesteigert hat. Facebook ist derzeit wieder im Aufwärtstrend während es für del.icio.us doch recht düster aussieht und sich der Abwärtstrend fortsetzen dürfte. Yahoo! hats einfach verschlafen aus del.icio.us etwas zu machen. -- Natürlich sind das keine verlässlichen Werte des Gesamtmarktes und sind lediglich aus den Klick-Statistiken von AddThis.com für den Monat September gegriffen, aber mit knapp 2 Mio. Usern monatlich besteht dennoch eine gewisse Aussagekraft und lässt zumindest die Trends erkennen. Glückwunsch Google. P.S. Auch in anderen Märkten kann Google ähnliche Top-Werte aufweisen: » Docs & Spreadsheets: 92% » US-Suchmaschine: 56,3% » YouTube/Google Video: 51% » Google Deutschland: 69% » Online-Webrung: 40% » Suchmaschine weltweit: 60,6% » Google Calendar: 333% Steigerung » Blogsuche: Marktführerschaft Datenschutzrechtlicher Alptraum oder Bereicherung für die User? » Statistiken bei AddThis [TechCrunch]

Schon bei der Einführung der Google Desktop iGoogle Gadgets hatte ich ein wenig darüber spekuliert dass aus iGoogle auf diese Weise eines Tages ein vollwertiger Desktop entstehen könnte, und der Weg bis dahin ist garnicht mehr soweit wie es auf den ersten Blick aussieht: Folgende Dinge würden iGoogle zum Desktop machen: - frei verschiebbare Gadgets statt der Spaltenansicht - leistungsfähigere Gadgets - Mehr Kommunikation zwischen Google Desktop und dem Browser Mit Google Desktop hat Google wirklich den unschlagbaren Vorteil, dass der PC des Users praktisch schon unter Kontrolle ist. Auf diese Weise könnte man z.B. einen Desktop erstellen auf den Verknüpfungen oder gar Dateien abgelegt werden könnten. Diese Verknüpfungen rufen dann nicht mehr nur Webseiten auf, sondern auch lokale Programme. Theoretisch problemlos möglich, praktisch aber scheinbar ein großes Sicherheitsrisiko. Der Screenshot oben gefällt mir schon ganz gut, und ich denke dass dies auch das langfristige Ziel von iGoogle sein dürfte. Der Marktanteil der Startseite dürfte damit sehr schnell sprunghaft ansteigen ;-) Im Grunde ist der Browser dann das einzige nötige Programm auf dem lokalen PC, denn neben dem Desktop sind viele weitere Anwendungen von der Textverarbeitung bis zur Bildbearbeitung (noch nicht von Google) im Web schon erhältlich. Ich will nicht sagen das Windows, Linux & co überflüssig werden, aber auf jeden Fall verlieren sie stark an Bedeutung... [Google OS, thx to: Pascal]

Rund um das GooglePhone gibt es mal wieder neue Gerüchte, Spekulationen und teilweise auch schon wieder Bestätigungen. Nachdem wir uns in letzter Zeit eher mit Meldungen zufrieden geben mussten die ein baldiges erscheinen versprachen, gibt es jetzt endlich mal wieder völlig neue Gerüchte. Unter anderem steht das Google Betriebssystem wieder im Raum. gPhone-Betriebssystem Laut einer nicht näher genannten aber scheinbar vertrauenswürdigen Quelle, haben mehrere Handheld-Hersteller und Software-Entwickler bereits damit begonnen Anwendungen für das GooglePhone auf Basis eines eigenen Google-Betriebssystems zu erstellen. Die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems stand schon länger im Raum, hat sich aber immer wieder als Fake herausgestellt. Ein Google-Betriebssystem für den PC halte ich auch für ausgeschlossen, da dieser Markt einfach schon komplett verteilt ist und es jeder Menge Aufwand und Geduld benötigt um hier einen nennenswerten Marktanteil zu erreichen - Windows und Linux sind einfach zu stark. Anders dagegen auf dem Handy-Markt, hier gibt es neben den beiden großen Windows Mobile und Symbian noch sehr viele kleinere Betriebssysteme - teilweise für jedes Handy ein eigenes. Auf diesem Markt kann man also noch etwas reißen. Laut der Quelle hat Google eine komplette Handyplattform entwickelt die ein komplettes Betriebssystem darstellt und für die relativ leicht Anwendungen entwickelt werden können. Ich könnte mir sogar vorstellen dass die Google Gadgets ebenfalls auf diesem Betriebssystem ausführbar sein werden und als eigene Anwendungen fungieren. Preise & Finanzierung Ein GooglePhone könnte für unter 100$ erhältlich sein, das liegt einerseits an der Low-Cost-Produktion und andererseits daran dass keine Lizenzgebühren abgetreten werden müssen und dass sich das eigentliche Handy nicht selbst rentieren muss sondern über die Werbung subventioniert wird. Die Werbung auf dem Handy, in welcher Form auch immer sie angezeigt wird, könnte die gesamte Mobilfunk-Branche treffen wie ein Schlag. Leistungsstarkes Handy fast geschenkt, telefonieren umsonst, SMS umsonst, Internet umsonst - bis die anderen Provider da nachziehen könnte einige Zeit vergehen. » Artikel bei BusinessWeek [thx to: seekXL]

Der Eintritt in den chinesischen Markt war nicht wirklich leicht für Google und hat bis heute nicht so recht funktionieren wollen. Um einen ähnlichen Marktanteil wie im Rest der Welt auch in China zu erreichen, plant man nun einige Übernahmen, Beteiligungen und Partnerschaften. In den nächsten 12 Monaten sollen 1-2 Firmen übernommen und in 5-6 Unternehmen investiert werden. Details zu geplanten Übernahmen oder gar Firmennamen wurden bisher nicht genannt, allerdings wird der chinesische Markt immer wichtiger und die Suchmaschine Baidu, an der Google einmal beteiligt war, rennt allen davon. Einige Webseiten und Firmen, wie z.B. China Telecom und China Mobile nutzen bereits die Google-Suche. Interessanterweise wurden schon vor über 16 Monaten Übernahmen angekündigt, aber passiert ist so gut wie nichts. Baidu wurde verkauft und die Übernahme von Maxthon ist wohl nicht wirklich erwähnenswert... Also lassen wir uns überraschen wie sich Google China in den nächsten Tagen entwickelt ;-) P.S. Da das Thema "Google China" immer unübersichtlicher wird, gibt es auch hier jetzt eine Dossier-Box :-) [TechCrunch]
Mittlerweile schon traditionell 2x im Jahr äußert sich Bill Gates umfassend zum Thema Google und der daraus resultierenden Konkurrenz zu seiner Software-Schmiede. Ganz traditionell sieht Gates immer noch keine Gefahr aus Mountain View auf seinen Konzern zukommen. Diesmal geht es vorallem um den zukunftsträchtigen mobilen Sektor, auf dem beide Unternehmen mittlerweile gut platziert sind.
Auf mittlerweile 10% aller verkauften Mobiltelefone ist ein Betriebssystem von Microsoft installiert - Grund genug für Bill Gates sich erst einmal in Sicherheit vor der drohenden Konkurrenz zu wiegen und ein paar Giftpfeile nach Mountain View zu schießen. Mit dieser Verbreitung kann Google zwar noch nicht mithalten - und das kostet Gates natürlich aus - aber dafür bietet Google seinen Nutzer zur Zeit mehr Funktionalität und Anwendungsprogramme als MSN & Live.
Gates glaubt nicht daran dass Google Microsoft auf diesem Markt - zumindest im OS-Bereich - nicht gefährlich werden und ernsthaft Marktanteile abjagen kann. Aber vielleicht möchte Google das auch garnicht, schließlich hat man es beim PC auch dabei belassen dem User Anwendungen zur Verfügung zu stellen und weiterhin auf das Betriebssystem aus Redmond zu vertrauen.
Spannend würde es jetzt natürlich werden wenn Google mit einem Überraschungsschlag ein Betriebssystem sowohl für den PC als auch für Mobiltelefone veröffentlichen würde. Das liegt zwar noch - wenn überhaupt - in weiter Ferne, aber dann dürfen wohl so einige Stühle durch die Redmonder Büros fliegen - das würde ich wirklich gerne sehen :-D
» Bill Gates: Google ist keine Gefahr
» GWB: Bill Gates vs. Google

Durch den Wechsel an der Spitze von Yahoo! hat mittlerweile auch der letzte mitbekommen dass der Internet-Gigant ein ernstes Problem hat dass mittlerweile scheinbar sogar an die Existenzbedrohung geht. Investoren sind der Meinung dass Yahoo! seine Suchmaschine extern auslagern sollte oder gar ein erstklassiger Übernahmekandidat ist. In beiden Punkten kommt natürlich auch Google ins Spiel. Laut Einschätzungen von Experten und Investoren hat Yahoo! den Anschluss am Suchmaschinenmarkt endgültig verloren und sollte diesen Bereich an einen externen Dienstleister austragen. Bei Yahoo! gibt man sich zwar noch zuversichtlich den Marktanteil wieder steigern zu können, räumt sich aber selbst nur noch eine Frist von einigen Monaten ein. Sollte der Marktanteil dann nicht steigen oder gar sinken kommt man um eine Einstellung des Yahoo!-Suchdienstes nicht drumrum. Größter Anwärter hierfür ist Google. Schon vor einigen Jahren hatte Yahoo! seine Suchergebnisse von Google bezogen und hatte lange Zeit keine eigene Suchmaschine. Vor einigen Jahren hat sich Yahoo! dann dazu entschlossen eigene Spider durchs Web zu schicken und dem damaligen Partner Konkurrenz zu machen - mit eher mäßigem Erfolg. Wenn Yahoo! seine Suche wirklich auslagern sollte und Google den Zuschlag bekommt dürfte dies sowohl Googles Bilanz als auch dem Marktanteil sicherlich mehr als gut tun. Immerhin hat Yahoo! immer noch einen sehr starken zweiten Platz auf dem Suchmaschinenmarkt und dürfte natürlich eben soviele Banner-Klickfreudige User haben. Sogar von einem Verkauf der Firma Yahoo! ist die Rede. Größter Interessent dürfte zur Zeit Microsoft sein, schließlich hatte man schon vor einigen Wochen versucht Yahoo! zu übernehmen. Die Google-Suche wäre dann natürlich passé und Microsoft würde seinen Marktanteil mehr als verdreifachen. Vorstellbar wäre natürlich auch dass Google seine Geldbörse öffnet und den behäbigen Riesen übernimmt. Die beiden passen zwar so überaupt nicht zusammen und würden sich mit den einzelnen Angeboten nur gegenseitig bekriegen, aber der Effekt der Marktbereinigung wäre für Google natürlich enorm. Die Frage ist nur ob Google das finanziell stemmen kann. Mit einer Investmentfirma sicherlich, aber alleine müsste man sich wohl Microsoft geschlagen geben. Ich denke rund um Yahoo! wird es in den nächsten Monaten noch sehr spannend werden... [heise]

Laut der französischen Ausgabe der Financial Times wird YouTube demnächst um einige regionale Versionen erweitert. Das Videoportal das bisher immer noch lediglich in englischer Sprache für den amerikanischen Markt bereit steht soll vorallem in Europa angeboten und etabliert werden - den anfang soll die französische Version machen, wofür Google seit einiger Zeit versucht Content-Partner zu finden, mit Erfolg. Google bzw. YouTube hat in den vergangenen Monaten viele Gespräche mit Europas größten TV-Sendern geführt um deren Content bei YouTube exklusiv lizenziert anbieten zu können. Einige TV-Stationen wie z.B. France 4 haben mittlerweile eingewilligt ihren Content teilweise bei YouTube anzubieten - wenn YouTube im Gegenzug dafür sorgt Raubkopien und sonstigen "geklauten" Content schnell zu entfernen. Auch mit den Sendern TF1, Canal Plus und M6 gab und gibt es Gespräche, bisher aber ohne Ergebnis. Ich denke jetzt wissen wir warum YouTube es noch nicht geschafft hat eine deutsche Version an den Start zu bringen. Das eigentliche übersetzen der Oberfläche wäre natürlich in wenigen Tagen erledigt, viel mehr geht es darum mit exklusivem Content auf einen mittlerweile sehr gut besetzen Markt zu gehen um hier einige Marktanteile gut zu machen. Um sich vor allen anderen Plattformen zu etablieren muss man natürlich exklusiven Content bieten der die User an das eigene Portal bindet. Allerdings wäre es vielleicht trotzdem besser gewesen YouTube schon vorher zu regionalisieren. Das Portal wird wohl mittlerweile in ganz Europa bekannt sein und benutzt, mit einer Oberfläche in der Landessprache hätten diese Zahlen sicherlich schnell steigen können und so einige Konkurrenten verhindert die schnell auf diesen Zug aufgesprungen sind bevor YouTube selbst eine Landessprachen-Oberfläche anbietet. Von einer deutschen Version ist übrigens noch garkeine Rede, was natürlich nicht heißen muss dass diese zur Zeit nicht in Planung ist. In Deutschland wird es YouTube nur schwer haben Partnerschaften mit TV-Sendern zu finden. Die beiden großen deutschen Sendergruppe RTL (Clipfish.de) und Pro7 (MyVideo.de) haben ja ihre eigenen Portale und werden wohl nichts für die Konkurrenz lizenzieren. Da bleiben von den großen Sendern nur die öffentlich-rechtlichen übrig, und ob die mit YouTube kooperieren würden wage ich mal zu bezweifeln... » Artikel bei stern.de [thx to: Dirk]

Der Kampf zwischen Google und Microsoft geht in die nächste Runde: Wegen Microsofts Desktop-Suche, die standardmäßig in Windows Vista integriert ist und nicht abgeschaltet werden kann hat Google Microsoft verklagt. Google geht es nicht um die möglichen Marktanteilsverluste - zumindest offiziell nicht - sondern darum dass das komplette System stark ausgebremst wird wenn sowohl Microsofts als auch Googles Desktop-Software parallel laufen. In erster Linie könnte es Google natürlich egal sein wie schnell das System der User läuft, aber am Ende werden die User die schuld auf Google Desktop schieben. Microsofts Indizierungsprogramm läuft im Hintergrund und wird von den meisten Usern garnicht bemerkt, gehört also genauso fest zum System wie der Internet Explorer und der Media Player - worum es ja auch schon mehr als 10jährige Rechtsstreits gegeben hat. Wer sich Google Desktop installiert wird eine starke Verlangsamung des Systems feststellen und die schuld natürlich auf diese Software schieben. Die Frage ist nun wie sich Microsoft verhalten soll. Sollen sie diesen Markt einfach aufgeben und die Suche deaktivieren lassen oder sollen sie diesen Such-Index mit externen Anwendungen über eine API teilen und so den PC gemeinsam durchsuchen? Das könnte wieder ein langer Streit werden... Ich stehe in diesem Fall teilweise zu Microsoft. Ich bin kein Freund von Anwendungen die sich nicht deaktivieren oder beenden lassen, in dem Punkt hat Google Recht. Aber ich bin der Meinung dass Microsoft das Recht hat soviel Software in seinem Betriebssystem mitzuliefern wie es möchte, sei es nun der IE, der Media Player oder eben Desktop Search. Firefox hat sich durchgesetzt. iTunes, Winamp & co. haben sich durchgesetzt. Und das alles ganz ohne das Microsoft die Software entfernt hat, von daher ist so eine Klage eigentlich nur lächerlich. Im Grunde tut Google ja genau das gleiche wenn es bestimmte Software-Anwendungen oder Dienste miteinander verbindet. Denn dass was Microsoft auf dem OS-Markt ist, ist Google auf dem Suchmaschinen-Markt - zumindest in Deutschland. Von daher könnte Microsoft doch gegen die Links auf die verschiedensten Dienste auf der Startseite klagen. Oder? [ZDNet-Blog] Nachtrag: » Microosft änder Windows Vista zu Gunsten von Google

In punkto Security hat Google zwar auf seinem eigenen Servern eine wahre Festung aufgebaut, bietet seinen Kunden bisher aber noch keine Möglichkeit sich vor Viren, Trojanern und Spyware zu schützen. Zwar kann man externe Security-Software mit dem Google Pack auf den PC holen und das Malware Warning trägt auch seinen Teil zur Sicherheit bei, aber das reicht natürlich nicht aus. Um diese Lücke zu schließen hat Google das Software-Unternehmen GreenBorder übernommen. GreenBorder ist ein 2001 in Mountain View gegründetes Unternehmen dass sich hauptsächlich damit beschäftigt Sicherheits-Software zu entwickeln. Dabei handelt es sich natürlich nicht um einfache Antiviren-Software, sondern um eine geniale aber einfache Technik die den PC relativ zuverlässig schützt. Die Software überwacht nicht, so wie Konkurrenzprodukte, die Surf-Session und filtert gefährliche Verbindungen aus - sie übernimmt die Internetverbindung komplett und schottet den PC ab, nach dem Virtual-PC-Prinzip. Die Browser-Software, unterstützt wird zur Zeit der IE und Firefox, läuft nicht in der Betriebssystemumgebung, sondern wird in einer emulierten Umgebung ausgeführt. Auf diese Weise kann eine Internetseite nicht auf den PC zugreifen, sondern nur auf das was als PC ausgegeben wird. Nachdem der Browser geschlossen wird sind alle Daten, Cookies, Verläufe & co. wieder verschwunden und der PC bleibt sauber.

Um zu erkennen dass die Verbindung sicher ist, wird um das Browser-Fenster ein kleiner grüner Rahmen angezeigt, wirklich sehr benutzerfreundlich ;-) Ich denke diese Software macht sich wirklich sehr gut im Google Pack und wird sicherlich auch in der nächsten Version von Google Desktop oder vielleicht auch der Google Toolbar zu finden sein. Ich bin gespannt ob Google es schaffen wird sich im Bereich der Sicherheits-Software Marktanteile zu sichern, einfach wirds sicherlich nicht... » Greenborder-Homepage » Greenborder-Software downloaden (Demo) [Google OS]

Laut dem immer sehr gut informiertem Wall Street Journal steht Google derzeit in Verhandlungen mit dem CRM-Softwarehersteller Salesforce über eine enge Partnerschaft. Salesforce ist Marktführer im Bereich der Online-CRM-Software und hat damit einen Markt inne der in den nächsten Jahren stark umkämpft sein wird - nicht zuletzt durch Google und Microsoft. Im Office-Bereich für den Privatgebrauch ist Google mit Docs & Spreadsheets schon gut aufgestellt, hat aber im CRM-Bereich bisher noch garnichts zu bieten. Gemeinsam mit Salesforce könnte Google seinen Kunden, wovon 99,9% natürlich noch Privatpersonen sind, kostenlose CRM-Software anbieten und wieder einmal einen traditionellen Software-Bereich ins Internet holen. Auch Microsoft arbeitet zur Zeit hart daran seine CRM-Software als Online-Anwendung umzusetzen, was mal wieder zeigt dass in einigen Jahren wohl so gut wie jede Anwendung im Browser ablaufen wird. Laut den Spekulationen verhandelt Google derzeit nur darüber einzelne Tools in die Salesforce-Produkte zu integrieren, wie z.B. Google Mail und Docs & Spreadsheets. Ich glaube aber nicht dass Google hier halbe Sachen machen wird und die derzeitigen Verhandlungen noch sehr viel weiter gehen werden als die bloße Integration einiger Produkte. Eher werden die beiden gemeinsam neue Anwendungen entwickeln oder bestehende Produkte in den Google-Account integrieren. Eventuell wird ja sogar über eine Übernahme verhandelt - Google ist ja zur Zeit stark in Kauflaune... Wir warten auf eine offizielle Ankündigung über die Details der Zusammenarbeit. [heise] Nachtrag: » Kooperation mit Salesforce.com

Auch wenn es in den letzten Monaten nicht so aussieht, der Kampf um den Suchmaschinenmarkt ist noch lange nicht beendet und scheint langsam in die nächste Runde zu gehen. Das Web zu indizieren, durchsuchen und dem User in sekundenschnelle zu präsentieren kann mittlerweile jeder. Was jetzt zählt ist eigener Content und neue Ranking-Methoden - und davon hat Google jede Menge... Eigener Content Google hat schon sehr früh verstanden dass es nicht ausreichen wird lediglich öffentlichen Content stur nach einer Übereinstimmung zu durchsuchen und zu präsentieren. Durch all die Hosting-Dienste die in den letzten Jahren gestartet worden sind. Angefangen von den Mails über die Termine und die eigenen Dateien bis hin zu den Dokumenten kann Google mittlerweile so gut wie alles durchsuchen und dem User eine komplett personalisierter Suchmaschine anbieten die sich nicht auf das Internet beschränkt - theoretisch. Eigenen Content zu bieten den die anderen Suchmaschinen nicht haben wird immer wichtiger, und Google hat davon - genau wie die Konkurrenz - jede Menge. Yahoo! hat es damals vorgemacht und seinen Usern kostenlos alle möglichen Dienste angeboten, aber leider hat Yahoo! zu spät das Potenzial dieser Datenmassen erkannt und hinkt bis heute damit hinterher die Daten zu verwenden und damit Geld zu verdienen. Andere Suchmaschinen wie z.B. MSN haben den Trend komplett verschlafen und bieten erst jetzt nach und nach Hosting-Dienste an, ask.com lässt dieses Thema sogar bis heute außer acht - wird damit aber sicherlich demnächst auch anfangen. Ich denke Google ist mit seinem Informationsnetzwerk sehr gut aufgestellt und hat über all seine User soviele Informationen die aufbereitet und durchsuchbar gemacht werden können dass der Marktanteil auch in den nächsten Jahren so gut wie gesichert ist und auch weiterhin kräftig steigen wird. Ranking-Methoden Genauso wichtig wie der Inhalt der Suchergebnisse ist natürlich auch das Ranking, sprich die Reihenfolge, der Suchergebnisse. Damals hatte Google das Ranking mit seinem PageRank revolutioniert und hat die Informationsfindung im Web stark verbessert. Im Grunde basiert das ganze System auf der Annahme dass viel verlinkte Webseiten wahrscheinlich wertvollen Content beinhalten und damit weit oben in den Suchergebnissen stehen müssen. (Leider) wurde auch dieses System mittlerweile von allen Suchmaschinen kopiert. Zwar wurde die Perfektion von Google noch nicht erreicht, aber bis dahin ist es nur noch ein kleiner Schritt. Außerdem ist das System stark Spam-anfällig und kann durch einfache Verlinkungsnetzwerke ausgetrickst werden. Grund genug also um ein völlig neues System zu entwickeln dass niemand so einfach überlisten und vorallem die Konkurrenz nicht kopieren kann. Sobald der User die Suchergebnisseite verlässt hat die Suchmaschine keine Möglichkeit mehr zu verfolgen wie lange sich der User auf der Seite aufhält und ob sie ihm jetzt weitergeholfen hat oder nicht. Bei Google ist das anders, auf so gut wie jeder Webseite ist irgendein Google-Tool eingebunden mit dem theoretisch durch Auswertung aller Daten und IP-Vergleich die Surf-Session des Users weiterverfolgt werden kann - und sei es nur durch die Einbindung von Suchergebnissen, YouTube-Videos oder durch AdSense-Banner.

Doch auf die Auswertung dieser Daten ist Google mittlerweile garnicht mehr angewiesen. Viele Webseiten setzen mittlerweile dass Analysetool Google Analytics ein - dank des kostenlosen Angebots und der Vielfalt der Statistiken und Funktionen ist es weit verbreitet und hilft stark bei der Datensammlung. Durch Analytics sammelt Google mehr Daten über Webseiten als die Webmaster selbst und kann die Suchergebnisse damit natürlich stark verbessern. Google weiß genau wieviele User welche Webseite tatsächlich besuchen, wie lange sie sich dort aufhalten, wohin sie klicken und vieles mehr. Diese Daten können natürlich wunderbar in das Ranking der Seiten einfließen. Eine Seite mit starker Verlinkung auf der sich die User nur wenige Sekunden aufhalten kann demzufolge nicht so stark sein als eine Webseite mit wenige Verlinkung aber dafür vielen Besuchern die sich lange aufhalten. Wertvolle Daten die keine andere Suchmaschine hat. Dass Google derzeit Analytics ein Redesign verpasst ist kein Wunder. Das ganze Tool soll noch attraktiver und einfacher zu bedienen werden damit noch mehr User das Tool einsetzen und Google so immer mehr Daten über immer mehr Webseiten sammeln kann - eine Hand wäscht die andere. Web History Sollte es dann tatsächlich eines Tages noch Webseiten geben die Analytics nicht einsetzen, so werden die Daten auf einem anderem Wege gesammelt - noch dazu perfekt personalisiert. Durch die Web History erfährt Google auch das komplette Surfverhalten all seiner User wenn sie außerhalb des Analytics-Netzes surfen. Ein besseres Tool zum Aufbau von Nutzer- und Surf-Profilen kann man sich im Grunde garnicht wünschen. Mithilfe des Surfverlaufs erhält Google auch Daten die mit Analytics nicht gesammelt werden können. Klickt ein User bspw. auf einer Analytics-Seite einen externen Link an erfährt Analytics das - weiß dann aber nicht wie die Surf-Session weiter verläuft. Hier kommt der Webverlauf ins Spiel der die Tour durch die Webseite so lange wieder aufzeichnet bis man wieder auf einer Analytics-Seite angekommen ist. Die beiden Tools greifen also perfekt ineinander und können so gut wie jeden User erfassen, ob er will oder nicht. Die Frage ist nur was passieren wird wenn Google diese Daten eines Tages - und der ist sicher nicht weit - tatsächlich zusammenfassen und für seine Zwecke nutzen wird. Da kommt eine sehr sehr harte Zeit auf die Datenschützer zu... -- Ich denke es gibt zur Zeit keine Firma die soviele Daten über den weltweiten Internet-Traffic, das User-Verhalten und die Beliebtheit der Webseiten sammeln kann als Google. Diese ganzen Daten zusammengefasst, mit einem Schuss Personalisierung gewürzt, ergibt die perfekte Suchmaschine - und die wird garantiert demnächst kommen. Und die Konkurrenz schaut in die Röhre... » Inspirationsartikel: The knowledge and the Power [thx to: Stefan2904]