Schon während des US-Wahlkampfes im vergangenen Jahr gab es Berichte über russische Manipulationen und Einmischungen, vor allem auch im Bezug auf Facebook und andere soziale Medien. Erst in den vergangenen Monaten ist das ganze wieder hochgekocht, als Facebook eingestehen musste, dass es tatsächlich politisch motivierte Anzeigen aus Russland gegeben hat. Jetzt hat auch Google im Rahmen einer internen Prüfung solche Anzeigen im eigenen System entdeckt.
Auf Googles Werbenetzwerk ist normalerweise Verlass, und es funktioniert sowohl für die Inserenten als auch für die Webmaster in beide Richtungen stabil und ohne große Probleme. Wenn es dann aber mal einen Ausfall gibt, dann kann das für beide Seiten sehr schnell ins Geld gehen - so wie in den vergangenen Tagen bei vielen Webmastern. Auf unzähligen Webseiten sind die Banner weiß geblieben und haben somit auch keine Klicks generiert, Google hat das Problem mittlerweile bestätigt und auch behoben.
Nicht nur viele kleinere Webseiten sondern auch einige große Portale setzen zur Finanzierung auf Werbung von Google AdSense und nutzen damit das noch immer größte Werbenetzwerk der Welt. Doch in den vergangenen Wochen ist es Betrügern/Hackern gelungen, die Algorithmen und Parameter zu überlisten, was zu einem teils massiven Einbruch der Werbeeinnahmen geführt hat. Jetzt hat Google das Problem eingestanden und nähere Informationen veröffentlicht.
In etwa fünf Monaten wird Google einen Adblocker im Chrome-Browser integrieren und mit diesem aufdringliche Werbeanzeigen automatisch aus Webseiten herausfiltern. Damit dies nicht zu bösen Überraschungen führt, geht Google nun in die Offensive und möchte den Webmastern helfen, rechtzeitig auf akzeptable Werbung umzusteigen. Eine neue von Google veröffentlichte Statistik zeigt nun die größten Probleme auf, durch die der Teufelskreis erst entstanden ist.
Google hat schon von Anfang an auf Qualität in seinem AdSense-Netzwerk geachtet und hat vergleichsweise strenge Richtlinien über die Platzierung der eigenen Werbebanner. Jetzt wurden diese Regeln erneut angepasst und verbieten eine seit vielen Jahren bekannte und von nicht wenigen Webseiten verwendete Methode, die auch bisher schon nicht gerne im eigenen Netzwerk gesehen wurde: Die Pop-Ups und die Pop-Unders.
Über die Jahre hat Google eine ganze Reihe von Bannertypen in vielen verschiedenen Größen für die AdSense-Plattform eingeführt, so dass für jeden Webmaster die passenden Banner mit dabei sein sollten. Jetzt hat man den Start von gleich drei neuen Werbeformen angekündigt, die dafür sorgen sollen dass sich die Werbebanner noch besser in das Design und Layout einer Webseite einfügen lassen: Die AdSense Native Ads.
Praktisch alle redaktionellen Portale im Internet finanzieren sich durch Werbung in Form von ganz unterschiedlichen Werbebannern. Viele Nutzer sehen zwar ein dass diese Arbeit finanziert werden muss, setzen aber dennoch Adblocker ein und verschaffen sich so ein werbefreies Web. Google hat nun erneut ein Programm vorgestellt, mit dem sich Nutzer von Werbebannern freikaufen können, in dem sie für jeden Klick einen minimalen Betrag zahlen und die Webseiten so ganz ohne Werbung unterstützen.
Vor einigen Wochen gab es erste Berichte darüber, dass Google schon bald einen Werbeblocker in Chrome integrieren und lästige Werbebanner ausblenden wird. Viele hielten das erst für einen verspäteten Aprilscherz, doch nun hat Google diesen Schritt auch offiziell angekündigt und hat einen Zeitplan zur Einführung genannt. Ausgeblendet werden dabei aber natürlich nicht alle Anzeigen, sondern nur die sogenannten "Bad Ads".
Immer wieder führt Google Reinigungsaktionen im Play Store durch und entfernt Malware und andere schädliche Apps aus dem Store, die sich nicht an die Richtlinien halten oder beim Nutzer Schaden anrichten können. Jetzt haben Sicherheitsforscher 41 Apps im Play Store entdeckt, die dem Unternehmen gleich doppelt geschadet haben und einen Schaden von mehreren Millionen Dollar angerichtet haben. Google hat diese daraufhin natürlich gleich aus dem Play Store entfernt.
Millionen von Webseiten, vom kleinen Blog bis zum großen Verlagsportal, setzen zur Monetarisierung der eigenen Inhalte auf Google AdSense. So lange man sich nichts zu schulden kommen lässt, funktioniert das auch ohne große Probleme, aber wenn dann erst einmal Feuer am Dach ist hat Google seine Partner oftmals im Regen stehen lassen. Nach Jahren geht das AdSense-Team dieses Thema nun endlich an und kündigt zwei für Webmaster sehr wichtige Verbesserungen an.