Wer seinen Webauftritt mit Google AdSense monetarisiert, könnte heute früh oder im Laufe des Vormittags bereits einen kleinen Schock bekommen haben. Seit Stunden wurden die Daten nicht aktualisiert, sodass weder Klicks noch aktuelle Einnahmen angezeigt werden, was natürlich keine positive Situation ist. Noch schlimmer ist es allerdings, dass sich Googles Werbeabteilung seit Stunden darüber ausschweigt.
Vor wenigen Tagen hatte es sich bereits abgezeichnet und nun wurde es umgesetzt: Die EU-Kommission hatte gut drei Jahre gegen Google ermittelt und kam nun zum Schluss, dass das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung sowohl im Suchmaschinen- als auch im Werbegeschäft ausgenutzt hat. Das kostet Google nun 1,5 Milliarden Euro Strafe und ist mit einigen weiteren Auflagen verbunden.
Aufgrund der Urheberrechtsreform stehen die EU und das Internet als Ganzes seit einiger Zeit auf Kriegsfuß miteinander. Das hat zwar keinen direkten Zusammenhang mit den diversen Verfahren gegen die US-Konzerne, passt aber dennoch irgendwie ins Bild: Google wurde in den vergangenen Jahren bereits mehrfach zu Milliardenstrafen verurteilt und dürfte nun schon in der kommenden Woche erneut die Geldbörse öffnen und ein Produkt anpassen müssen.
Google hat das AMP-Format vor drei Jahren geschaffen und konzentriert sich von Anfang an darauf, das Format zu pushen und entsprechend viele Webmaster davon zu überzeugen, es zu verwenden. Eine jetzt von Google veröffentlichte Statistik zeigt nun, was die große Motivation dahinter ist: AMP-Werbeanzeigen sind in vielen Punkten erfolgreicher und generieren mehr Klicks und damit Umsatz als normale Anzeigen. Gleichzeitig steigt auch die Geschwindigkeit der Auslieferung.
Zu Werbeblockern im Browser kann man stehen wie man möchte, aber sie gehören längst zum Alltag vieler Nutzer. Doch die AdBlocker filtern schon längst nicht mehr alle Werbeinhalte, sondern sind reihenweise mit Whitelists versehen, die akzeptable Werbung dennoch durchlassen. Vor allem Adblock Plus ist in dem Zusammenhang bekannt geworden und jetzt wurde das Geschäftsmodell sowie ein Vertrag mit Google vom Kartellamt abgesegnet.
Millionen Webseiten im Web haben sich Googles Werbenetzwerk angeschlossen und verwenden AdSense zur Monetarisierung ihrer Inhalte. In der AdSense-Oberfläche kann jeder Webmaster nahezu Live alle Statistiken rund um die eingebundenen Banner sehen und diese auch verwalten. Jetzt haben die Designer der Weboberfläche einen neuen Anstrich verpasst und diese auf das aktuelle Material Theme aktualisiert.
Für Google wird es in der Europäischen Union zunehmend ungemütlich und auch immer teurer: In den letzten beiden Jahren wurde das Unternehmen zu hohen Milliardenstrafen verurteilt und auch im Jahr 2019 wird man wohl wieder die Geldbörse öffnen und an einem Dienst Änderungen vornehmen müssen. In den kommenden Wochen wird ein Urteil gegen Googles Cashcow AdSense erwartet, das von der EU-Kommission seit über zwei Jahren unter die Lupe genommen wird.
In den vergangenen Wochen haben viele Google-Produkte Geburtstag gefeiert und konnten runde Jubiläen zelebrieren. Zu den weniger beachteten Jubiläen gehörte 15 Jahre AdSense, das für viele Hunderttausend Webseiten seit Jahren die Existenz-Grundlage bildet. Damit das auch in den nächsten 15 Jahren so bleibt, kündigt das Team nun große Verbesserungen an, die in naher Zukunft - auch mithilfe der Web-Admins - ausgerollt werden sollen.
2018 ist das Jahr der runden Geburtstage bei Google: Google feiert offiziell den 20. Geburtstag, der Browser Chrome feiert den 10. Geburtstag und mit dem heutigen Tag zelebriert auch eines der wichtigsten Google-Produkte einen halbrunden Geburtstag: AdSense. Das große Werbenetzwerk wird 15 Jahre alt und feiert mit vielen Luftballons und einem feierlichen Logo.
Google bietet schon seit vielen Jahren eine sehr große Transparenz über die gesammelten Daten und lässt sich auch im eigenen Werbenetzwerk etwas in die Karten gucken. Jetzt wurde die Webseite mit den Einstellungen zu den Werbeeinblendungen überarbeitet und bietet eine sehr einfache Möglichkeit zum Abstellen der Personalisierung bzw. dem Filtern der erkannten Interessen. Auch die Informationen zu jedem einzelnen Banner wurden überarbeitet.