Es ist ein Supergau für alle Beteiligten: Google hat Huawei mit sofortiger Wirkung die Android-Lizenz entzogen und schließt die Chinesen damit vollständig vom Zugriff auf das eigene Betriebssystem aus. Da wir hier vom zweitgrößten Smartphone-Hersteller und dem mit großem Abstand populärsten Betriebssystem der Welt sprechen, sind potenziell weit über Hundert Millionen Nutzer von dieser Eskalation betroffen. Ein erster Überblick über die Folgen.
Google hat Huawei die Android-Lizenz entzogen und damit möglicherweise etwas ausgelöst, das sich so schnell nicht mehr rückgängig machen lässt. Die Folgen für Huawei-Nutzer sind zwar alles andere als positiv, aber es hätte noch deutlich schlimmer kommen können. Huawei Deutschland hat sich nun offiziell geäußert und bestätigt, dass man auch weiterhin Sicherheitsupdates für alle im Umlauf befindlichen Smartphones ausliefert.
Am gestrigen späten Abend haben sich die Ereignisse rund um Google und Huawei überschlagen, denn (fast) aus dem Nicht heraus hat Google dem Smartphone-Hersteller die Android-Lizenz entzogen. Das behauptet zumindest die Nachrichtenagentur Reuters und viele Medienberichte. Jetzt gibt es eine erst sehr kurze Stellungnahme von Google, die den Fall bestätigt und gleichzeitig bestehenden Huawei-Nutzern die größten Sorgen nehmen soll.
Da hat unser vorheriger Artikel wohl wie eine Glaskugel gewirkt und voll eingeschlagen: Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hat Google dem Smartphone-Hersteller Huawei mit sofortiger Wirkung die Android-Lizenz entzogen und wird den Hersteller somit sowohl von Android-Updates als auch vom Zugriff auf den Play Store und den Google-Apps ausschließen.
Bis auf einige wenige Nischenprodukte gibt es weltweit nur zwei Smartphone-Betriebssysteme, die gerundet zusammen auf einen Marktanteil von 100 Prozent kommen. Android beherrscht den Markt vor iOS mit gut 85 Prozent, ist aber vor allem von den großen Smartphone-Herstellern abhängig, die Googles Betriebssystem Vorinstallieren. Aus aktuellem Anlass sollte man aber mal darüber nachdenken, wie fragil dieses aktuell sehr dominante Konstrukt eigentlich ist.
Smartphones haben sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt und übernehmen heute so viele Funktionen, dass sie als täglicher Begleiter unverzichtbar geworden sind - zumindest für den überwiegenden Teil der Menschen. Das birgt allerdings auch Gefahren, denn wenn das Smartphone verloren geht oder gestohlen wird, hat man ein riesiges Problem. Doch nun entwickeln Google und andere Hersteller in eine Richtung, die das Gerät noch einmal eine Stufe höher hebt und den Verlust sogar zu einer Gefahr für den Menschen machen kann.
Praktisch seit der Einführung der ersten Werbeanzeigen in der Websuche hat sich Google auf ein einfaches aber sehr lukratives Geschäftsmodell festgelegt: Der Nutzer bekommt sehr viel kostenlos geboten und muss im Gegenzug mit einer Profilbildung und Werbeanzeigen leben. Doch dieses Modell verspricht auf dem Desktop immer weniger Umsätze, sodass der mobile Markt die Lücke füllen muss - und genau das geht Google nun mit einem sichtbaren Strategiewechsel an. Und damit könnte ein langsames Katz- und Maus-Spiel beginnen.
Huawei und die US-Regierung liegen schon seit länger Zeit im Clinch und werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Jetzt hat die US-Regierung die nächste Eskalationsstufe gezündet und hat den Hersteller von Smartphones und Netzwerktechnologien auf die Schwarze Liste gesetzt. Das bedeutet, dass das Unternehmen nur noch mit Erlaubnis der US-Regierung Komponente von US-Herstellern einkaufen darf. Das betrifft auch Android und könnte zu einer großen Gefahr werden.
Mit Android Pie hat Google erstmals offiziell eine Gestensteuerung in das Betriebssystem gebracht und die klassische Hauptnavigation mit den drei Buttons abgelöst. Android Q wird diese Umsetzung erweitern und perfektionieren, sodass sie aus Googles Sicht nun wohl bereit für den ganz großen Einsatz ist. Smartphone-Hersteller müssen ab Android Q beide Versionen vorinstallieren und dem Nutzer zur Auswahl anbieten.
Google hat Android in den vergangenen Jahren stark verändert und mehrere neue Möglichkeiten eingeführt, um mehrere Apps gleichzeitig zu verwenden - doch wirklich komfortabel ist das auf dem Smartphone-Display in den meisten Fällen nicht. Eine praktische Android-App löst diese Aufgabe auf einem genauso interessanten wie komfortablen Weg: Viele Apps und Funktionen können einfach über dem Display schweben und stets dann zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden.
Android ist das weltweit führende und in vielen Ländern dominierende Smartphone-Betriebssystem und ist in einer sehr komfortablen Position. Dennoch musste man sich im vergangenen Jahr große Sorgen um das Betriebssystem machen, da Vieles für ein baldiges Ende der Plattform sprach. Doch nach der Google I/O sieht die Zukunft von Android plötzlich wieder sehr rosig aus. Und nun muss man sich fragen, woher dieser plötzliche Wandel kommt.
Google bringt nicht nur viele neue Funktionen zu Android, sondern entfernt auch immer wieder mal alte Features, die aus Sicht der Entwickler nicht mehr benötigt werden. Zuerst wird es Android Beam an den Kragen gehen und nun haben die Entwickler angekündigt, was als Nächstes langfristig verschwinden wird: Das ADB Backup and Restore wird nun als veraltet markiert und irgendwann nicht mehr unterstützt.
Android-Updates sind seit vielen Jahren ein leidiges Thema und mit das größte Problem, das die gesamte Plattform hat. Die Gründe sind weitläufig bekannt, doch mit der Lösung dieses Problems tut sich Google seit Jahren schwer. Jetzt haben die Android-Entwickler interessante Statistiken veröffentlicht, die zeigen sollen, dass das Project Treble als großer Erfolg zu werten ist. Das gibt Hoffnungen für das Kind-Projekt Mainline.
Googles Pixel-Smartphones zeichnen sich durch einige Vorteile aus, mit denen sie sich von der Konkurrenz abheben. Ein wichtiges Argument sind die schnellen Sicherheitsupdates, mit denen die Nutzer für mindestens drei Jahre auf der sicheren Seite sind. Doch ausgerechnet bei den neuen Pixel 3a-Smartphones gibt es zum Start einen kleinen Stolperstein: Sie sind auf dem Stand von März und bekommen kein Update angeboten.
Google integriert nicht nur ständig viele neue Funktionen in Android, sondern schraubt auch mal zurück, wenn bestehende Features kaum genutzt werden oder durch neue Technologien abgelöst werden können. Im aktuellen Fall dürfte es Erstes sein, auch wenn einige Nutzer sicher enttäuscht sind: Ab Android Q wird Google die Android Beam API aus dem Betriebssystem entfernen und den schnellen Verbindungsaufbau nicht mehr ermöglichen.