Der globale Smartphone-Markt ist seit einiger Zeit stark in Bewegung, denn die Marktanteile einiger Hersteller machen große Sprünge - und das in alle Richtungen. Gerade erst gab es eine neue Top 3 rein aus Android-Herstellern und nun legen die Marktforscher von IDC mit Statistiken für Westeuropa nach. Erstmals ist ein gewaltiger Einbruch für Huawei zu sehen, den die großen Konkurrenten für sich zu nutzen wissen.
Google und Huawei gehen bereits seit Frühjahr 2019 getrennte Wege und haben gezwungenermaßen jegliche Zusammenarbeit, vor allem im Bereich Android, eingestellt. Bisher konnten sich Nutzer durch die nachträgliche Installation der Google-Dienste behelfen, aber das scheint nun nicht mehr so einfach möglich zu sein. Wie mehrere Nutzer berichten, lassen sich die neuen Versionen der Google-Apps nicht mehr auf Huawei-Smartphones installieren.
Googles Infotainment-Plattform Android Auto hat sich längst bei vielen Nutzern und Fahrzeugherstellern etabliert, sodass es im modernen Cockpit zum Standard geworden ist. Das macht es der Konkurrenz nicht leicht, gegen Google anzutreten und eine eigene Plattform zu etablieren - so wie es Huawei schon sehr bald versuchen möchte. Jetzt haben die Chinesen verraten, wie sie trotz Googles scheinbarer Übermacht ins Auto kommen wollen.
Der Smartphone-Markt ist wieder in Bewegung: Die über viele Jahre festgefahrenen Marktanteile der großen Hersteller wackeln und so gab es nun einen Wechsel auf dem Podium, das im 3. Quartal vollständig aus Herstellern von Android-Smartphones bestand: Aufsteiger Xiaomi hat nun Apple verdrängt und ist auf dem besten Weg, auch Huawei in Kürze zu überholen. Samsung konnte den wieder erlangten Vorsprung deutlich ausbauen.
Aufgrund des im vergangenen Jahr verhängten US-Banns kann Huawei keine Google-Dienste mehr auf den neuen Smartphones vorinstallieren und liefert stattdessen zahlreiche alternative Apps - die allerdings kaum begeistern. Die nachträgliche Installation der Google-Dienste ist zwar möglich, aber sehr holprig - bis jetzt. Jetzt ist einem Bastler gelungen, die Installation der Google-Dienste mit einer kostenlosen App deutlich zu vereinfachen.
Google arbeitet schon seit längerer Zeit am neuen Betriebssystem Fuchsia, dem natürlich irgendwann der Startschuss gegeben werden dürfte - in welcher Form auch immer. Sollten sich die hartnäckigen Gerüchte bewahrheiten, dass es eine Tages die Nachfolge von Android antreten soll, könnte ausgerechnet Huawei diesen Schritt verraten haben. Denn es zeigt sich, dass der Austausch des gesamten Betriebssystems auf einem Smartphone offenbar möglich ist.
Huawei gehört zu den größten Smartphone-Herstellern weltweit und spielt somit eine wichtige Rolle im Android-Ökosystem - aber das wird sich ändern. Schon im kommenden Jahr wird der chinesische Hersteller ernst machen und seine Smartphones auch mit dem eigenen Betriebssystem Harmony OS anbieten. Auch wenn das im ersten Schritt kaum Auswirkungen auf Google hat, entsteht hier gerade ein Ökosystem, das Google langfristig sehr gefährlich werden kann.
Huawei befindet sich bereits seit Frühjahr 2019 im Krisenmodus und kann aufgrund des US-Banns keine Google-Apps mehr auf den neuen Smartphone-Modellen vorinstallieren. Weil sich die Hoffnungen für eine Rückkehr immer mehr zerschlagen, wagt Huawei nun einen kompletten Neuanfang und will das schon im vergangenen Jahr vorgestellte Betriebssystem HarmonyOS ab dem kommenden Jahr auch auf Smartphones einsetzen. Wenn man denn noch welche bauen kann.
Bis vor wenigen Wochen hätte man es nicht für möglich gehalten, doch in dieser Woche sind erstmals ernsthafte Gerüchte über einen Ausstieg von Huawei aus dem Smartphone-Markt aufgekommen. Sollte es tatsächlich dazu kommen, könnte das auch für Google und das gesamte Android-Ökosystem sehr große Auswirkungen haben. Auch wenn offiziell noch nichts entschieden oder gar verkündet ist, sollte man sich über die Folgen Gedanken machen.
Vor wenigen Monaten gab es einen überraschenden Wechsel an der Smartphone-Spitze, der aber vermutlich nicht von Dauer sein wird: Huawei ist trotz US-Bann zum weltgrößten Smartphone-Hersteller aufgestiegen, könnte im schlimmsten Fall aber schon bald aus der Smartphone-Produktion aussteigen. Auch wenn es derzeit kaum vorstellbar ist, ist dieses Szenario nicht undenkbar und könnte vieles durcheinanderwürfeln.