Vor wenigen Tagen hat Huawei das Mate 30 vorgestellt und damit nicht nur die nächste Generation der erfolgreichen Smartphone-Linie gezeigt, sondern auch eine neue Ära eingeleitet - wenn auch unfreiwillig. Huawei wird sich zwar allergrößte Mühe geben, den Verlust der vielen Google-Dienste zu kompensieren, aber die Chancen auf Erfolg sind doch sehr gering. Und somit steht die Frage im Raum, ob sich Huawei nicht besser vom europäischen Markt zurückziehen sollte. Das kann langfristig auch eine Chance sein.
Gestern Nachmittag hat Huawei das Mate 30 in München vorgestellt und das Smartphone dafür möglicherweise das einzige Mal nach Deutschland gebracht. Obwohl das Smartphone während der Präsentation überzeugen konnte, wird es doch als Dead-on-Arrival angesehen, weil es keine Google-Dienste vorinstalliert haben wird. Nun zeichnet sich langsam ab, dass sich diese auch nicht so leicht vorinstallieren lassen. Für Huawei eine Katastrophe.
Seit Monaten wird darüber diskutiert, wie Huawei nach dem vorläufigen Verlust der Android-Lizenz weitermachen wird. Heute Nachmittag wird Huawei endlich Antworten liefern müssen, denn ab 14:00 Uhr wird in München das Huawei Mate 30 vorgestellt, das ohne die Google-Dienste und den Play Store auf den Markt kommen wird. Die Präsentation des neuen Flaggschiffs wird ab 14:00 Uhr Live bei YouTube übertragen.
In wenigen Wochen wird Google die Pixel 4-Smartphones, die neue Google Wifi-Generation und keine Pixel Watch vorstellen - aber zuvor ist erst noch die Konkurrenz an der Reihe. Am morgigen Donnerstag wird Huawei in München das neue Huawei Mate 30 vorstellen und die erfolgreiche Smartphone-Serie damit in die nächste Generation bringen. Doch nun wurde bestätigt, dass das Smartphone in großen Teilen Europas gar nicht verfügbar sein wird.
Der heiße Smartphone-Herbst hat längst begonnen und alle großen Hersteller zeigen in diesen Tagen wieder neue Geräte für das Weihnachtsgeschäft und das kommende Jahr. Auch Huawei wird in wenigen Tagen das Huawei Mate 30 vorstellen und damit für sehr viel Aufsehen sorgen: Wie der Huawei-CEO nun im Vorfeld angekündigt hat, wird das neue Smartphone tatsächlich ohne Google-Dienste auf den Markt kommen.
Huawei bastelt derzeit an einem Gegen-Android und wird schon in wenigen Tagen das Mate 30 präsentieren, das erste Huawei-Smartphone ohne Google-Dienste außerhalb Chinas. Doch trotz aller Probleme und Hürden hält man am bereits veröffentlichten Update-Plan fest und wird eine ganze Reihe von Smartphones der Marken Huawei und HONOR auf Android 10 aktualisieren. Jetzt hat Huawei auch einen Zeitplan veröffentlicht.
Nach aktuellen Informationen sieht es so aus, dass Huawei kein neues Smartphone mit Googles Android-Version auf den Markt bringen kann, weil die rechtlichen Grundlagen dafür nicht gegeben sind. Huawei muss sich also sehr schnell eine Lösung einfallen lassen, um außerhalb Chinas weiterhin ein attraktiver Smartphone-Hersteller zu bleiben. Diese Lösung soll nun ausgerechnet aus Europa kommen und könnte langfristig dafür sorgen, dass Google ernste Probleme bekommt.
Bisher hat sich Huawei vom US-Bann öffentlich zumeist unbeeindruckt gezeigt und konnte die Probleme trotz massiven Verkaufsrückgängen gut verkraften - aber das wird nicht ewig funktionieren. Eigentlich hat das Unternehmen derzeit keine Möglichkeit, ein neues Smartphone mit vorinstallierten Google-Diensten vorzustellen. Eigentlich. Dennoch konnte jetzt im Vorfeld der IFA das "neue" Huawei P30 mit Android 10 präsentiert werden.
Android und iOS sind nicht nur die populärsten Smartphone-Betriebssysteme weltweit, sondern kommen gemeinsam auf einen gerundeten Marktanteil von 100 Prozent und haben somit faktisch keine Konkurrenz. Das bekommt derzeit vor allem Huawei zu spüren, dass aufgrund abstruser Anweisungen von Donald Trump Googles Betriebssystem nicht mehr problemlos nutzen kann. Jetzt regt Huawei ein europäisches Smartphone-Ökosystem an, an dem man sich sehr gerne beteiligen würde.
Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Huawei keine Google-Dienste auf dem Mate 30 vorinstallieren darf, weil Google das Gerät nicht zertifiziert hat. Der Grund dafür sind die offenbar sehr komplizierten Rahmenbedingungen nach dem US-Bann, denn die erteilte Ausnahmegenehmigung weist einige Hürden auf. Nun berichten Insider, dass das Chaos noch länger anhalten könnte, denn die Behörden haben "Angst" vor Donald Trump und wissen nicht, was sie tun sollen.