Google

Anfang des Jahres hat Google angekündigt, dass man in den USA in einigen Städten ein Netzwerk aufbauen will, dass mindestens 50.000 Menschen mit einem Gigabit pro Sekunde mit dem Internet verbindet. Dieses Netz wird Google nun unabhängig von dem Versuch in Stanford testen. Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt.

Seit der ersten Ankündigung im Februar hat sich Google sehr mit der Technik beschäftigt und erste Tests auf dem Google-Campus unternommen. Diese seien sehr gut ausgefallen. Nun hat man mit der Universität von Stanford einen Vertrag geschlossen. Dieser erlaubt es Google ein Ultra-High-Speed-Netz im Bereich der Residential Subdivision aufzubauen. In diesem Gebiet stehen rund 850 Häuser, die entweder Fakultäten oder Angestellten des Campus gehören. 

Das Glasfasernetz wird ungefähr das 100-fache der bisherigen Durchschnittsgeschwindigkeit liefern. Die Bauarbeiten sollen im Januar 2011 beginnen. Dieses Vorhaben ist unabhängig von Googles Plänen ein ähnliches Netz für 50.000 bis zu einer halben Million Menschen aufzubauen. Ende des Jahres werde man die ausgewählte Gemeinde bzw. die ausgewählten Gemeinden bekannt geben. 

Google bezeichnet den Test als Beta. Stanford wurde ausgewählt, weil die Uni dafür bekannt ist, dass sie gerne mit neuen Techniken experimentiert und für solche offen ist. Außerdem ist Stanford nur wenige Kilometer von Google entfernt.
Je größer Google wurde, desto lautet wurde die Kritik. Die Spitze wurde wohl mit Street View erreicht. Nach dem im Mai bekannt wurde, dass bei Street View nicht nur der Standort von WLAN-Daten gespeichert wurden, sondern im Log auch sogenannter Payload von öffentlichen und unverschlüsselten Netzwerken gesichert wurden. Nun hat Google neue interne Regeln angekündigt.
Google

Wie auch viele anderen US-Firmen spart sich Google durch ein ausgeklügeltes System Milliarden an Steuern in den USA. Bloomberg beziffert das Ersparnis auf 3,1 Milliarden Dollar. 

Und so geht es (soweit wir es verstanden haben): Google Niederlassungen außerhalb der USA müssen Lizenzgebühren für die Services zahlen. Diese werden über die Google Ireland Holdings (der Europazentrale von Google) abgerechnet. Aber diese Firma hat selbst eine Tochter auf den Bermudas. In den Niederlande gibt es die Google Netherlands Holdings BV und zahlt auch in Irland kaum Steuern. 

Die Firma in Holland hat keine Angestellten. Wie es genau abläuft zeigt diese interaktive Grafik.



Übrigens auch deutsche Firmen sparen sich durch geschicktes hin- und herschieben innerhalb des Unternehmens Steuern. So hat ein Automobilhersteller vor einigen Jahren einen Jahresgewinn in Milliardenhöhe und zahlte dennoch keinen Cent. ?

Andere US-Firmen, die sich über Tochterfirmen Geld sparen sind Oracle, Microsoft, IBM, Apple und andere. Auch Facebook soll über ein solches System nachdenken.
Google hat bisher ohne Ankündigung eine neue Version der YouTube-App für Android veröffentlicht. Die Version 2.0 steht im Market bereit und ist nur für Android 2.2 gedacht. Mit der neuen Version, die rund 770 KB groß ist, gibt es einige Änderungen. So ist das Design deutlich moderner aufgebaut. Videos lassen sich nun auch abspielen, wenn das Handy senkrecht gehalten wird. Dies ist besondern nützlich wenn man man durch die Kommentare lesen möchte. Die Steuerung des Players wurde überarbeitet. Weiterhin ist neu, dass das Video automatisch im Vollbild gestartet wird, wenn das Handy gedreht wird oder man doppelt auf das Video tippt. Die Inhalte der Startseite passen sich den Interessen der Nutzer an. Hier noch einmal das alte Design der App und neben dran das neue: YouTube AppYouTube App newYouTube App Die App findet man im Market entweder wenn man nach YouTube sucht oder auf der Download Seite (Stichwort aktualisieren).
Street View Während die Widerspruchsfrist noch lief gab es wilde Spekulationen wie viele Menschen wohl Widerspruch gegen Google Street View eingelegt haben. Nun hat Google für die 20 Städten, die noch dieses Jahr online gehen werden, veröffentlicht. Insgesamt gab es fast eine viertel Million Anträge. Zählt man die Haushalte der 20 Städte (Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal) zusammen dann kommt man auf insgesamt fast 8,5 Millionen Haushalte, die unter Umständen von Google fotografiert wurden und noch 2010 online gehen. Laut Statistischem Bundesamt sind es genau 8.458.084 Haushalt. Rechnet man nun die Zahl runter dann haben 2,89% der abgelichteten Haushalte Widerspruch eingelegt. Zwei von drei Widersprüchen wurden über das Tool eingereicht. Google versucht alle Anträge mit größter Sorgfalt zu bearbeiten. Allerdings gibt es - so heißt es in der Mitteilung - auch Anträge, die man nicht eindeutig zu einem Gebäude zu ordnen kann, da Angaben fehlen oder die Adresse unlesbar war. Google bietet aber dann nach dem Start unbefristet das Tool "Ein Problem melden" an. Diese ist in jedem Panorama unten verlinkt und öffnet ein Formular. Diese Anträge werden zügig bearbeitet. Bei unseren Test mit nicht verwischten Kennzeichen und Gesichtern hat es im längsten Fall 4 Tage gedauert bis das Gesicht weg war. Oft war es aber schon nach wenigen Stunden entfernt. Übrigens wird Google Street View in Deutschland nicht zu einem Schweizer Käse mit vielen schwarzen Löchern. Auf Nachfrage bestätigte man uns letzte Woche, dass die Fassaden verwischt werden. Alle anderen Häuser aber erhalten bleiben. Mit dem Start ist wahrscheinlich Mitte oder Ende November zu rechnen. Google kündigt weiterhin an, dass man noch einige Überraschungen vorbereitet hat. Wer in einer anderen Stadt lebt, kann dennoch weiterhin über das Tool Widerspruch einlegen. Wie lange es im schlimmsten Fall noch dauern wird, könnt ihr bei unserem Countdown sehen.
Google Doodle Dizzy Gillespie

Der US-amerikanischer Jazzmusiker, Komponist, Sänger, Arrangeur und Bandleader Dizzy Gillespie wäre heute 93 Jahre alt geworden. Mit diesem Doodle feiert Google den Geburtstag heute.

Gillespie gilt neben Thelonious Monk und Charlie Parker als Wegbereiter des Bebop. "Er kam als eines der jüngeren von zehn Kindern zur Welt und wurde von seinem Vater, einem Bauarbeiter und lokalen Amateur-Bandleader, in seiner musikalischen Entwicklung unterstützt und gefördert. Mit vier Jahren spielte er Klavier, dann erlernte er autodidaktisch die Zugposaune, und bevor er zwölf Jahre alt war, stieg er um auf die Trompete. Er konnte ein Stipendium für das Laurinburg Institute in North Carolina gewinnen, aber verließ die Schule bald, um Vollzeit-Musiker zu werden. [...]

Im Jahre 1945 nahm er beim Plattenlabel Guild seine ersten historischen Bebop-Platten auf. Ein Jahr später gründete er seine eigene Bigband [...]. Mit dieser Zusammensetzung bereiste er Anfang 1948 die Vereinigten Staaten, Frankreich und Belgien. In seinem Schaffen als Bandleader gelang es ihm, neue Jazzströmungen in einen Big-Band-Kontext zu übertragen. 1950 löste er die Gruppe aus finanziellen Gründen auf und spielte hauptsächlich mit Kleinformationen. Gelegentlich stellte er allerdings noch immer Bigbands zusammen, mit denen er auch auf Tourneen ging. In seinen letzten Lebensjahren trat er mehrfach mit dem für ihn gegründeten United Nation Orchestra auf, in dem nicht nur frühere Weggefährten, sondern auch Schüler von Dizzy Gillespie mitwirkten." (Wikipedia

Er verstarb am 6. Januar 1993 im Alter von 75 Jahren in Englewood, New Jersey.
Picasa

Vor rund zwei Monaten ist Picasa 3.8 erschienen. Nun hat Google bekannt gegeben, dass diese Version auch auf Deutsch und 34 weiteren Sprachen angeboten wird.

Neu in Picasa 3.8 ist die Integration von Picnik. Diese Webseite erlaubt die Bearbeitung von Bildern. Face Movie erstellt automatisch Filme mit den Gesichtern einer Person. Hierbei wird versucht das Gesicht in den Mittelpunkt zu stellen. Mit Batch Upload ist das Upload mehrerer Alben möglich. Weiterhin kann man hier die Sichtbarkeit verwalten und gegebenfalls auch Alben löschen. 

Das Update wird in wenigen Tagen in Picasa angezeigt werden. Wer nicht warten will, kann über picasa.google.com die neue Version herunterladen und installieren. Auch die Version für den Mac wurde aktualisiert und steht in 40 Sprachen zur Verfügung. Alle Details zu Picasa 3.8 gibt es hier. Die aktuelle Versionsnummer auf Windows ist übrigens 3.8.0 Build 117.16.
Facebook

Ein Google-Mitarbeiter hat sich nun drauf und dran gemacht, die nervigen Facebook-iFrames von sämtlichen Seiten via Opt-Out zu entfernen. Dazu hat er ein nützliches Plugin für Google Chrome entwickelt, welches Facebook auf fremden Seiten ausblendet und damit nicht mehr zur Gefahr macht.

Mittlerweile dürfte sie jeder kennen: Die Facebook-Like-Buttons oder die Gadgets für sämtliche Sidebars auf Blogs und Homepages. Genau so nutzlos, wie sie scheinen, stellen sie aktuell ein riesen Problem dar: Sie stehen im Verruf, das Vertrauen der Nutzer, vor Allem der Webseitenbesucher, auszunutzen und mit den Daten Pools zu bilden, um etwa Werbepartner gezielte Informationen geben zu können oder verschiedene Nutzer zu Facebook zu locken. Und auch das vorhandene Nutzerprofil kann damit ideal ergänzt werden. Nicht zuletzt deshalb schlägt Google schon einige Zeit vor Facebook Alarm, aber das hat auch Gründe der Konkurrenz. Aber um mal ein Beispiel aus dem Alltag zu nennen: Hamburg.de hat den Facebook-Button bereits entfernt - wir haben ihn erst gar nicht im Einsatz. Allgemein verzichten wir auf iFrame-Einbettungen von Buttons, Ausnahme bildet da der Flattr-Button.

Nun zum Thema zurück: Da diese Facebook-iFrames scheinbar aktiv nach Hause telefonieren, hat sich der Google-Mitarbeiter Brian Kennish gedacht, dass viele Nutzer von solch einem Filter-Tool gut Gebrauch machen können. So hat er die Extension "Facebook Disconnect" entwickelt. Sie schaltet Facebook auf allen Seiten komplett ab - außer auf Facebook selbst. Alternativ könnte man noch manuell filtern (meistens betrifft das *.facebook.com/plugins).

Übrigens war das seine komplett eigene Idee, wie er gegenüber TechCrunch zugibt: „Niemand bei Google hat mich dazu angestellt, aber vielleicht auch darum, weil niemand weiß, wer ich bin.”

» Facebook Disconnect GChrome-Extension 
Google Demo Slam
Google hat wie erwartet heute Demo Slam online gestellt. Auf der Webseite, die komplett in Flash geschrieben ist, erhält man mit teilweise lustigen Videos eine Erklärung von modernen Features wie Google Goggles oder Voice Search.

Auf diese Weise sollen neue Technologien einfacher und verständlicher erklärt werden. In vielen Tech Demos wird auf Details eingegangen, die für den Anwender erst einmal irrelevant sind und möglicherweise nur Entwickler interessieren. Ab sofort veranstaltet Google jede Woche Preseason Slams. Der Gewinner wird dann zum "Champ of the week". 

Die Kontrahenten der nächsten Woche gibt es bereits online zu sehen. Diese Woche treten Google Goggles und Voice Search gegeneinander an. Ab nächsten Mittwoch 15 Uhr (deutsche Zeit) kämpft (erneut) die Sprachsuche. Dieses mal aber gegen das Feature "Change Background image". 

Wer möchte kann auch eigene Demos mit verschiedenen Google Features hochladen. Die besten werden wohl dann auch zum Duell gestellt. Auf der Seite gibt es übrigens ein paar kleine Easter Eggs :) 

» Demo Slam
Docs

Ab sofort kann man Bilder in Textdokumente bei Google Docs einfacher einfügen. Alles was man braucht ist ein moderner Browser und natürlich eine Maus.

Wie bei Google Mail kann man so Bilder einfach hochladen. Man wählt sie am PC im Ordner aus und zieht sie dann in das Fenster mit dem Dokument bei Google Docs. Anschließend beginnt der Upload und man kann das Bild so positionieren wie es einem gefällt.
Google Docs Upload

Um das Feature nutzen zu können benötigt man einen der unterstützten Browser. Diese sind Google Chrome, Safari und der Firefox in der jeweils aktuellsten Version. Weitere Browser sollen folgen, sobald diese über die notwendige Technik verfügen.