Google ist mit Stadia groß in den Spielemarkt eingestiegen und dürfte in den kommenden Jahren sehr viele Ressourcen dafür aufwenden, die Spieleplattform zu etablieren und möglichst schnell zum Erfolg zu führen. Das bedeutet aber offenbar nicht, dass man dabei nicht nach Links und Rechts schaut. Laut einem Bericht arbeitet das Chrome OS-Team aktuell daran, die führende Plattform Steam im eigenen Betriebssystem zu unterstützen.
Googles Betriebssystem Chrome OS hat sich im Laufe der letzten Jahre immer weiter an Android angenähert, kann Android-Apps mittlerweile nativ ausführen und ist nach Googles Willen das Betriebssystem der Wahl für alle Tablets. Mit der kommenden Version Chrome OS 80 lässt sich das Betriebssystem ein weiteres mal von Android inspirieren und wird eine Gestensteuerung einführen, die sich in der Beta-Version schon jetzt aktivieren lässt.
Wenn man alle Android-Ableger mit einschließt, hat Google mittlerweile mehr als eine Handvoll Betriebssystem im petto, die auf ganz unterschiedlichen Erfolgsebenen unterwegs sind. Ausgerechnet Chrome OS, das zweitälteste Betriebssystem nach Android, kommt seit Jahren nicht vom Fleck und befindet sich noch immer in der Nische. In dieser Woche wurden wieder neue Chromebooks vorgestellt, die an der prekären Situation aber nichts ändern dürften. Irgendwann muss man sich fragen: Wann zieht Google den Stecker?
Es ist CES in Las Vegas und natürlich ist auch Google mit einer Reihe von Partnern vertreten, die bereits einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Consumer Electronic Show die ersten Produkte vorgestellt haben. Samsung, Lenovo und ASUS haben bereits ihre neuesten Chromebooks vorgestellt, die allesamt durch kleinere Besonderheiten auf sich aufmerksam machen und den Markt der Chromebooks weiter vergrößern wollen.
Vor wenigen Wochen wurde der neue Chrome-Browser ausgerollt und das Betriebssystem Chrome OS ist im Canary-Channel nun schon bei Version 81 angekommen. In dieser frühen Version gibt es natürlich wieder eine Reihe von Experimenten, die möglicherweise schon bald ihren Weg in die stabile Version des Betriebssystems finden - dazu gehört auch ein neues Design für den integrierten Dateimanager. Dieser erhält einen komplett neuen Anstrich.
Google hat sich mit Chrome OS nicht nur ein eigenes Betriebssystem geschaffen, sondern die völlig neue Produktkategorie der Chromebooks etabliert, die mittlerweile von den meisten größeren Laptop-Herstellern angeboten werden. Wer Chrome OS einfach einmal ausprobieren und dafür nicht gleich ein Chromebook kaufen möchte, kann das mit einigen Schritten und etwas Know-How. Mit einer Reihe von Tools und ausführlichen Anleitungen ist es möglich, Chrome OS auf fast jedem Computer zu installieren und parallel zu Windows & Co. zu betreiben.
Apple und Google begegnen sich in immer mehr Bereichen als direkte Konkurrenten, die jeweils - man kann es nicht anders sagen - vielleicht auch ein bisschen neidisch auf den Erfolg des Konkurrenten sind. Eines dieser Geschäftsfelder mit starken Überschneidungen ist der Notebook-Markt, in dem beide Unternehmen mit vollständig unterschiedlichen Strategien auftreten. Das hat Apples Marketing-Chef nun zu einer Aussage gegen Chromebooks bewogen, über die derzeit viel diskutiert wird.
Google veröffentlicht regelmäßig, etwa alle sechs Wochen, eine neue Chrome OS-Version und rollt diese sehr zeitnah auf die Chromebooks der Nutzer aus. Diese Updates sind sehr zuverlässig und sorgen normalerweise für keine gröberen Probleme - aber auch diese Aktualisierungen gibt es nicht auf ewig. Irgendwann wird auch bei Chromebooks der Stecker gezogen und die Updates bleiben aus. Um das Ganze etwas transparenter zu machen, kann Chrome OS in der neuesten Version das exakte Datum bis zum Support-Ende anzeigen.
Google Chrome 78 ist nun schon wieder seit gut zwei Wochen auf dem Markt und dürfte längst bei allen Nutzern angekommen sein - und nun dürfen sich endlich auch alle Chrome OS-Nutzer freuen. Sie erhalten wie üblich die bekannten Neuerungen des Browsers und einige weitere Funktionen für das Betriebssystem, wobei es diesmal zwei wirklich interessante Neuzugänge gibt: Virtuelle Desktops und eine verbesserte Drucker-Unterstützung.
Auf fast allen hierzulande verkauften Android-Smartphones sind eine ganze Reihe von Apps vorinstalliert, die von Google vorgeschrieben werden, zum Teil von den Herstellern stammen oder durch Partnerschaften auf die Geräte kommen. Im Gegensatz dazu ist das Android-Betriebssystem unter Chrome OS jungfräulich und enthält von Haus aus keine vorinstallierten Apps - aber das wird sich schon bald ändern, wie nun aus Hinweisen aus dem Quellcode hervorgeht.