Googles neues Betriebssystem Fuchsia lässt weiter auf sich warten, macht aber dennoch immer wieder durch kleinere Entwicklungsschritte von sich Reden. Das Herzstück des gesamten Projekts ist der Zircon-Kernel, der sich in der Layer-Architektur auf unterster Ebene befindet und noch sehr lange Bestand haben könnte. Aber die Layer-Architektur kennt natürlich noch weitere Ebenen, die wir uns heute einmal genauer ansehen wollen.
In den vergangenen drei Monaten wurde ausgiebig über ein mögliches neues Betriebssystem von Huawei spekuliert, über das es sehr widersprüchliche Angaben gegeben hat und vielleicht - oder vielleicht auch nicht - Android ersetzen kann. Vor wenigen Tagen hat Huawei Harmony OS offiziell vorgestellt und tatsächlich Fakten geschaffen, an die eigentlich keiner so recht geglaubt hat. Trotz Huaweis Bekenntnis zu Android, sollten bei Google die Alarmglocken läuten.
Mit Fuchsia arbeitet Google nun schon seit langer Zeit an einem völlig neuen Betriebssystem, das nicht nur an der Oberfläche viele Konzepte über den Haufen wirft. Auch in der tiefsten Ebene der Software stehen alle Zeichen auf einen Neustart, denn der Zircon-Kernel basiert nicht auf Linux und ist zu großen Teilen eine Eigenentwicklung des Unternehmens. Selbst wenn die Fuchsia-Oberfläche niemals genutzt werden sollte, ist Zircon der Bestandteil des Projekts, auf dem zukünftig viel aufgebaut werden könnte.
In der großen Welt der Betriebssysteme gibt es aktuell mehr Fragezeichen als Fakten. Zwei seit längerer Zeit bekannte, aber dennoch nach wie vor mysteriöse Projekte sind Googles Fuchsia und Huaweis eigenes Betriebssystems HongMeng OS / Ark OS / Harmony oder wie auch immer es heißen wird. Doch vielleicht sind die beiden Betriebssysteme gar nicht soweit voneinander entfernt, wie man denken würde, denn es gibt Hinweise darauf, dass sie in die gleiche Richtung gehen.
Google arbeitet schon seit langer Zeit am neuen Betriebssystem Fuchsia, hat bisher aber nicht offiziell verkündet, wann mit der ersten finalen Version zu rechnen ist bzw. auf welchen Geräten die Plattform überhaupt eingesetzt werden soll. Ein bekannter Hardware-Partner von Fuchsia ist Huawei, denn das Unternehmen hat vor allem am Kernel des Betriebssystems großes Interesse. Nun zeigt sich, dass das chinesische Unternehmen nach unfreiwilliger Auszeit wieder Interesse an dem Projekt hat.
Googles irgendwann einmal kommendes Betriebssystem Fuchsia ist immer wieder für eine Überraschung gut - und die gab es vor wenigen Tagen. Nachdem wir uns schon längst von dem Gedanken des potenziellen Android-Nachfolgers verabschiedet haben, unterstützt Fuchsia plötzlich Smartphone-CPUs. Damit müssen nun keine neuen Grabreden für Android geschrieben werden, aber es ist ein erneuter Beweis dafür, wie flexibel Fuchsia eines Tages sein wird. Selbst für den bisher nicht bekannten Nachfolger der Smartphones wäre man bereits gewappnet.
Seit einiger Zeit zeichnet es sich ab, dass Googles neues Betriebssystem Fuchsia wohl auf Smart Display Premiere feiern wird und als neue Plattform für das Smart Home oder das gesamte Internet of Things etabliert werden könnte. Nun gibt es wieder eine interessante Entwicklung in einer andere Richtung, die man bei Fuchsia seit längerer Zeit nicht mehr beachtet hat: Die Unterstützung von Smartphone-Architekturen.
Google redet nicht gerne über Fuchsia, das haben alle an dem Projekt interessierten Beobachter mittlerweile mitbekommen. Dennoch gibt es immer wieder Signale, dass das Betriebssystem eine größere Rolle spielt, als es in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Jetzt ist Google aktiv auf der Suche nach mindestens vier neuen Mitarbeitern für das Fuchsia-Team, sowohl im Bereich Software als auch Hardware. Die Job-Beschreibungen sind durchaus interessant.
Ob Google es nun bestätigen mag oder nicht - das Unternehmen arbeitet schon seit längerer Zeit an einem neuen Betriebssystem, über das seit langer Zeit sehr viele Informationen bekannt sind und das nun sogar eine eigene Webpräsenz hat: Fuchsia. Man kann sich natürlich fragen, wofür ein neues Betriebssystem neben den beiden Erfolgsprodukten Android und Chrome OS überhaupt benötigt wird. Wenn man sich die aktuelle und kommende Hardware-Landschaft ansieht, wird schnell deutlich, dass durchaus noch eine große Lücke klafft.
Seit mindestens zwei Jahren arbeitet Google am neuen Betriebssystem Fuchsia, dessen Einsatzgebiet und eigentlicher Zwecke nach wie vor nicht öffentlich bekannt ist. Vor einigen Wochen hatte das Projekt zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung einen Rückschlag verkraften müssen, aber dafür geht es nun wieder steil aufwärts: Google hat die offizielle Webseite mit der Fuchsia-Dokumentation freigeschaltet und gibt tiefe Einblicke in das Betriebssystem, das vielleicht bald für eine neue Geräteklasse stehen könnte.