Es geht weiter Schlag auf Schlag bei der Google-Schwester Waymo. Schon längst beschäftigt man sich nicht mehr nur mit der Weiterentwicklung der Technologie, sondern vor allem auch mit deren Einsatz. Jetzt konnte man verkünden, dass die Fahrzeuge schon seit gut drei Wochen tatsächlich vollkommen autonom unterwegs sind - und zwar ohne menschlichen Beifahrer auf dem Vordersitz. Gestattet ist das derzeit allerdings nur in einer amerikanischen Kleinstadt.
In den letzten Monaten hat die Google-Schwester Waymo vor allem durch den Rechtsstreit mit Uber von sich reden gemacht, und jetzt möchte man endlich wieder die Aufmerksamkeit auf das eigene Produkt lenken. Dazu hat man einige Journalisten zu einer Probefahrt eingeladen, wodurch wieder einige neue Informationen und Fotos zu dem Projekt an die Öffentlichkeit gelangen. Unter anderem gibt es ein Blick auf das Info-System für den Fahrgast.
Den meisten unserer Leser dürfte das Unternehmen Cyanogen Inc. noch etwas sagen, das im vergangenen Jahr fast schon spektakulär implodiert und in sich zusammengefallen ist: Aus dem populären Android-Aufsatz der ersten Jahre wurde ein Unternehmen geschaffen, das sich plötzlich mit der gesamten Branche anlegen wollte und dabei grandios gescheitert ist. Jetzt hat es sich umbenannt und wechselt in eine komplett andere Branche, in der aber auch Google/Alphabet aktiv ist.
Google arbeitet schon seit vielen an dem Self Driving Car Project, das es sich zum Ziel gesetzt hat, ein vollkommen autonomes Fahrzeug zu entwickeln, das ohne Eingriff des Menschen unterwegs ist. Dass diese Entwicklung hohe Priorität innerhalb des Unternehmens genießt ist schon seit langer Zeit bekannt, aber wie viel Geld sich Google das Projekt hat kosten lassen, wurde erst jetzt als Detail eines Gerichtsverfahrens bekannt.
Mit dem Self Driving Car-Projekte und heute mit dem Schwesterunternehmen Waymo ist Google seit Jahren im Bereich der selbstfahrenden Fahrzeuge aktiv und hat entsprechende Technologien entwickelt. Während man lange Zeit selbst nicht zu wissen schien wo die Reise hingeht, hat man sich mittlerweile darauf festgelegt, selbst keine Fahrzeuge zu bauen und die Rolle des Technologie-Lieferanten einzunehmen. vor der IAA möchte man nun die großen Hersteller umwerben.
Rechnet man die lange Zeit der Entwicklung unter dem Google X-Schirm mit hinein, ist die Alphabet-Tochter Waymo bereits seit knapp sieben Jahren mit der Entwicklung an einem selbstfahrenden Fahrzeug beschäftigt und hat in dieser Zeit sehr viele Erfahrungen gesammelt. Dass man sich diese wertvollen Erfahrungen auch nicht mit allem Geld der Welt kaufen kann, muss Apple nun schmerzlich erfahren, dass die Arbeit an einem autonomen Auto endgültig eingestellt hat.
Die Fahrzeuge der Google-Schwester Waymo sind schon seit vielen Jahren auf den Straßen einiger US-Städte unterwegs und sammeln beim befahren der Straßen und interagieren mit anderen Verkehrsteilnehmern wichtige Daten. Doch tatsächlich ist das nur ein kleiner Randbereich der Forschung an dieser Technologie, denn daneben betreibt man auch noch einen mächtigen Simulator und eine eigene Teststrecke.
Das Self Driving Car-Projekt von Google hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht und gehört längst zu den ausgereiftesten Technologien auf dem Markt. Langsam aber sicher formt sich nun auch ein Bild vom Geschäftsmodell hinter diesen Fahrzeugen, denn bis heute ist dieses zumindest offiziell nicht 100%ig geklärt. Eine neue Kooperation mit dem Autovermieter AVIS lässt nun aufhorchen.
Vor genau vier Monaten hat die Google-Schwester gegen den einstigen guten Partner Uber Klage eingereicht und wirft dem Unternehmen großangelegten und systematischen Technologie-Diebstahl vor. Uber hatte sich erst gegen diese Unterstellung gewehrt, doch später hatte man es dann doch eingestanden. Jetzt behauptet das Unternehmen vor Gericht, dass man doch schon sehr frühzeitig von der Existenz dieser Daten wusste.
Vor etwa drei Jahren hatte Google seine eigenen Google Cars vorgestellt, mit denen das Projekt der selbstfahrenden Autos weiter vorangebracht werden sollte. Diese Fahrzeuge waren dann auch tatsächlich in den vergangenen drei Jahren auf den Straßen Kaliforniens und einigen anderen US-Staaten zu sehen und dürften nun genügend Daten und Erfahrungen gesammelt haben. Das mittlerweile ausgegründete Schwesterunternehmen wird diese ikonischen Fahrzeuge nun einmotten.