Waymo: So schlagen sich die autonomen Fahrzeuge der Google-Schwester bei Sandsturm & Nebel (Videos)

waymo 

Die Google-Schwester Waymo breitet sich in der Auto-Industrie aus und kommt mit der Entwicklung der autonomen Fahrzeuge und der dafür notwendigen Technologie seit Jahren am Besten zurecht. Doch dem Unternehmen wird immer wieder vorgeworfen, nur in perfekten Bedingungen zu testen und schlechte Wetterverhältnisse soweit wie möglich zu umschiffen. Dieser Kritik begegnet man nun mit zwei neuen Videos, die Fahrten im Nebel und Sandsturm zeigen.


Die gesamte Autobranche befindet sich seit längerer Zeit im Umbruch, nur haben einige große Fahrzeughersteller das noch nicht bemerkt. Langsam bemerken sie, dass man vielleicht stärker in die Elektromobilität hätte investieren müssen, aber der „neue“ Antrieb ist nur ein Vorbote der anstehenden Veränderungen. Die autonomen Fahrzeuge sind dann noch einmal eine ganz andere Geschichte und derzeit ist die Google-Schwester und Alphabet-Tochter Waymo führend in diesem Bereich.

waymo regen

Die Waymo-Fahrzeuge fahren seit Jahren vor allem durch Arizona, das eher für schönes Wetter bekannt ist und somit perfektes Wetter für Autofahrer bietet. Andere Hersteller hingegen testen teilweise in anderen Regionen und müssen mit anderen Bedingungen zurechtkommen – dieses Ungleichgewicht wird Waymo oft vorgehalten. Tatsächlich ist das aber nur die halbe Wahrheit, denn die Fahrzeuge fahren auch unter anderen Bedingungen und waren bspw. auch bereits in Italien auf der Rennstrecke unterwegs.

Nun antwortet Waymo offiziell auf diese Kritik und hat zwei Videos veröffentlicht, die die Fahrzeuge sowohl im Nebel als auch bei stärkeren Sandstürmen zeigen. Beides keine leichten Bedingungen für den Menschen, aber für die Sensoren der Waymo-Fahrzeuge zwar eine Hürde, aber kein echtes Hindernis. Schaut euch einmal die beiden sehr kurzen Videos an, die in einem Fall auch die erfassten Daten des Fahrzeugs zeigen.



Waymo hat mit solchen Bedingungen weniger Probleme als ein Mensch, was einfach daran liegt, dass die Technologie seit eh und je auf eine Mischung aus Kamera und Radar setzt – ganz anders als beispielsweise Tesla. Das Musk-Unternehmen setzt einzig und allein auf die Kamera und schränkt sich damit gewissermaßen genauso ein, wie das menschliche Auge. Was Radar hingegen kann problemlos durch alle Bedingungen hindurchblicken und lässt sich auch von den Sandstürmen nicht beeindrucken, die die Sicht eigentlich verdecken.

Laut einer Statistik sind die Wetterbedingungen an 21 Prozent aller Unfälle in den USA schuld. Diese könnten zwar nicht vollständig aus der Welt geschafft, aber durch autonomes Fahren reduziert werden. Dennoch gibt Waymo zu Bedenken, dass es auch Wetterbedingungen gibt, in denen man einfach nicht fahren sollte und das Auto an seine physikalischen Grenzen stößt. Das sollte aber hoffentlich auch jedem menschlichen Autofahrer bekannt sein 😉

» Der Artikel im Waymo-Blog

Siehe auch
» Android Auto: Die Google Maps Navigation bekommt vier neue Buttons mit praktischen Funktionen

» Waymo & Renault-Nissan-Mitsubishi: Mit diesen Marken hat Waymo bereits zusammengearbeitet

» Vier Räder sind nicht genug: Google-Schwester Waymo schickt autonome Trucks auf die Straße (Galerie)


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