Obwohl Google seine gigantischen Nutzungszahlen kaum verstecken müsste, hält man sich in diesem Punkt stets bedeckt und gibt nur äußerst selten einen Einblick in die Zahlen & Statistiken der verschiedensten Angebote. Doch während der zweitägigen Google I/O wurden diesmal sogar ungewöhnlich viele Einblicke gegeben, die teilweise auch sehr überraschend gewesen sind. Nur selten hat Google so umfangreich über die Zahlen berichtet.
In den letzten Monaten tritt Facebook zunehmend in Konkurrenz zu einigen Google-Angeboten und kann dabei stets mit seiner gigantischen Nutzerbasis punkten und beeindruckende Werte liefern. Schon vor einigen Monaten hat man dabei YouTube als größten Videosharer überholt und will dies nun auch bei der Anzahl der täglich abgespielten Videos geschafft haben. Doch natürlich sollte man keiner Statistik trauen die man nicht selbst gefälscht hat, denn Facebook nutzt einige Tricks um die eigenen Zahlen ordentlich aufzupeppen.
Mit dem Betriebssystem Android hat sich Google vor einigen Jahren strategisch sehr gut im damaligen Zukunftsmarkt platziert und so langfristig sicher gestellt, dass die Nutzer auch von ihrem Smartpone und Tablet aus fleißig die Google-Suche und nicht etwa ein Produkt der Konkurrenz nutzen. Bei dem explodierenden Wachstum der letzten Jahre ist es fast schon verwunderlich, dass Google erst heute verkünden kann dass die mobilen Suchanfragen nun den Desktop überrundet haben. Aber das bringt auch Probleme mit sich.
Am Rande einer Werbekonferenz in New York hat YouTube-Chefin Susan Wojcicki einige Zahlen zu den Nutzungsstatistiken rund um Googles Videoplattform genannt und konnte dabei beeindruckende Werte und ein riesiges Wachstum verkünden. Allein im vergangenen Jahr soll YouTube ein Wachstum von ganzen 40 Prozent hingelegt haben. Außerdem dominiert YouTube die wichtigste Zielgruppe noch vor den TV-Sendern und erreicht deutlich mehr Zuseher als diese.
Google gibt sich schon längst nicht mehr damit zufrieden, "nur" Webservices zu entwickeln, sondern stellt immer wieder auch seit Jahren herrschende Standards in Frage bzw. versucht sich an der Entwicklung von performanteren Lösungen. Vor einiger Zeit hat sich Google die Protokolle TCP + TLS vorgenommen, mit dem die eigentliche Verbindung zwischen dem Server und dem Client hergestellt wird. Googles Lösung QUIC (Quick UDP Internet Connections) wird mittlerweile im großen Stil eingesetzt und soll nun schon bald zum Standard hinzugefügt werden.
Vor dem Verkaufsstart der Apple Watch waren die Erwartungen der Fachwelt sehr hoch und jeder Analyst erwartet, dass die Smartwatch aus Cupertino den gesamten Markt anschieben und dem neuen Gadget am Handgelenk endlich zum Durchbruch verhelfen wird. Zwar gibt Apple keine offiziellen Zahlen heraus, aber Marktforscher haben in den meisten Fällen doch recht präzise Zahlen zu den Verkäufen von Apple-Produkten - und diese sind mehr als beeindruckend. Apple hat an einem einzigen Tag mehr Smartwatches verkauft, als Google in einem ganzen Jahr.
Rein zufällig an dem Tag an dem überall die Apple Watch Reviews im Web aufpoppen, hat Google zwei neue Erfolgsmeldungen für die eigene Plattform Android Wear zu verkünden. Im Play Store stehen mittlerweile mehr als 1.000 Watch Faces zur Verfügung und Google konnte gleich drei neue Partner für Armbänder gewinnen.
In einer aktuellen von Google veröffentlichten Statistik gibt man einen kleinen Einblick in die Nutzung des VP9-Codecs auf der Videoplattform YouTube. Allein im vergangenen Jahr 2014 haben die Nutzer mehr als 25 Milliarden Stunden Video mit diesem Codec abgespielt, wobei die Tendenz stark steigend ist. Viele dieser Videos konnten nur durch die Nutzung des VP9-Codecs in HD-Qualität abgespielt werden. Und in diesem Jahr soll die Unterstützung noch weiter ausgebaut werden.
In den vergangenen Monaten und Jahren hat Google sehr viel Arbeit darin investiert, Android sicherer zu machen und das Betriebssystems weiter gegen schadhafte Apps abzuschotten. Dazu hat man vor allem an der Quelle damit begonnen, schadhafte Apps direkt zu erkennen und diese gar nicht erst auf das Smartphone zu bringen. Sowohl der Play Store als auch das Betriebssystem selbst haben dafür verbesserte Sicherheitsfunktionen bekommen - und diese zeigen nun Wirkung. Innerhalb von einem Jahr hat man die Verbreitung von Malware halbiert.
Laut einer Statistik der Sicherheitsforscher von Secunia hat ein Google-Produkt im Jahr 2014 eine unrühmliche Topliste angeführt: Google Chrome ist laut dem "Vulnerability Report 2014" die Software mit den meisten Sicherheitslücken und liegt dabei noch weit vor den Konkurrenten Internet Explorer oder Firefox. Gemessen wurden die Daten auf der Grundlage von insgesamt 15.000 Sicherheitslücken in 3.900 verschiedenen Produkten. Doch viel Aussagekraft hat diese Statistik nicht.
In den letzten Jahren ist Google weltweit zunehmend in das Visier der Behörden gerutscht und musste so einige langwierige Verfahren über sich ergehen lassen bzw. noch immer bestreiten. Auch in den USA ist es in der letzten Zeit ungemütlich für das Unternehmen geworden, so dass man sich auch verstärkt auf die Lobby-Arbeit konzentriert hat um mildere Urteile zu erwirken. Dabei haben Googles "Investitionen" in den vergangen vier Jahren dazu geführt, dass man durchschnittlich 1x pro Woche zu Gast im Weißen Haus ist.
Im vergangen Jahr haben viele Unternehmen den so genannten "Diversity Report" veröffentlicht, bei dem es um eine allgemein Statistik über alle Mitarbeiter eines Unternehmens geht - vor allem drehte sich diese um die Herkunft und auch das Geschlecht. Dabei hatte Google in seinem eigenen Diversity-Report eingestehen müssen, dass nur 17 Prozent aller Techniker des Unternehmens weiblich sind - und möchte an dieser Statistik in Zukunft arbeiten. Gemeinsam mit SPARK arbeitet man nun daran, dass in Zukunft auch die Doodles mehr weibliche Personen ehren.
Gestern hat das World Wide Web seinen 26. Geburtstag gefeiert und das Thema Sicherheit und Datenschutz ist heute wichtiger denn je. Zu diesem Anlass hat Google die eigene Sicherheits-Technologie Safe Browsing in den Mittelpunkt gerückt und blickt auf die Entwicklung und Erfolge der vergangenen 8 Jahre zurück. Heute werden mehr als 1,1 Milliarden Nutzer täglich durch Safe Browsing geschützt und so vor dem Besuch von gefährlichen Webseiten gewarnt.
Google ist in den letzten Jahren sehr gut darin geworden, Fragen eines Nutzers direkt zu beantworten ohne dass dieser sich durch die Links der Websuche klick und selbst recherchieren muss. Was früher die häufig angezeigten OneBoxen gewesen sind, ist heute der Knowledge Graph, der ebenfalls immer weiter ausgebaut wird. Eine großangelegte Studie hat nun ergeben, dass Google mittlerweile zu fast jeder 5. Suchanfrage eigene Inhalte ausliefert - und so den Webmastern potenziell Traffic wegnimmt.