Nachdem sich Oracle und Google nicht außergerichtlich einigen konnten, startete gestern der Prozess um die verletzten JAVA-Patente in Android. Sowohl Oracles Larry Ellisson als auch Googles Larry Page werden im Laufe der Verhandlung persönlich vor Gericht erscheinen - und einige interessante Details ausplaudern müssen.
Seit fast 2 Jahren beschäftigen sich die Regulierungsbehörden weltweit mit Google StreetView und der WLAN-Panne. Die Streetview-Autos hatten, laut Google unabsichtlich, die Daten aller WLANs aufgefangen und auch aufgezeichnet. Durch unzureichende Zusammenarbeit ist Google jetzt der Sieg gelungen, hat sich allerdings auch eine Strafe von 25.000 $ eingefangen.
Ein längst vergessener Rechtsstreit geht in die nächste Runde: Der Medienkonzern Viacom lässt das seit Mitte 2010 ruhende Verfahren neu aufrollen und fordert weiterhin 1 Milliarde Dollar von Google, aufgrund von Urheberrechtsverletzungen. Kurios: Paramount (Ebenfalls Viacom) hat erst gestern eine Partnerschaft mit YouTube bekannt gegeben.
Bereits im August 2010, also kurz nach der SUN-Übernahme, hat Oracle Google vorgeworfen dass Android Oracles JAVA-Patente verletzt und eine finanzielle Beteiligung gefordert. In den letzten Monaten haben sich beide Parteien immer wieder um eine außergerichtliche Lösung bemüht, doch diese ist jetzt endgültig gescheitert. Am 16. April ist der erste Verhandlungstag - und es sieht sehr gut aus für Google.
Googles japanische Homepage wird um eine beliebte Funktion ärmer: Laut Entscheid eines Bezirksgerichts in Tokio muss Google ab die Auto-Vervollständigen-Funktion, aka Google Suggest abschalten. Geklagt hatte ein User, der durch diese Funktion und dessen Vorschläge seinen Arbeitsplatz verloren hat.
Anfang März hat Google die neuen Datenschutzbestimmungen eingeführt, und sich dadurch im Vorfeld schon Ärger eingehandelt. Nur 3 Wochen später hat eine Gruppe amerikanischer Google-Nutzer jetzt eine Sammelklage eingereicht und will für die Privatsphäre der Nutzer kämpfen.
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger haben eine Beschwerde gegen Google beim Bundeskartellamt zurückgezogen. Eingereicht wurde die Beschwerde bereits Mitte 2010, wurde aber aufgrund der schlechten Erfolgsaussichten zurückgezogen und soll jetzt der EU-Kommission vorgelegt werden. Es geht um eine finanzielle Beteiligung an Googles AdWords-Anzeigen.
Die erst in den letzten 2 Wochen bekannt gewordenen Aushebelungen der Cookie-Sperren des Safari und Internet Explorer könnten unangenehme Folgen für Google haben: Ein US-Amerikaner hat jetzt Klage eingereicht und wirft Google die Missachtung der staatlichen Abhörgesetze vor - das ganze soll zu einer Sammelklage ausgeweitet werden.
Ein französisches Urteil macht Google derzeit Sorgen: Der Karten-Anbieter Bottin Cartographes hatte Google bereits vor 2 Jahren wegen der Google Maps verklagt und jetzt nach langem Rechtsstreit gewonnen. Zwar wird Google das Urteil anfechten, um die Strafe von 500.000 Euro und der Angst vor einem Präzendenzfall kommt man aber nicht herum.
Das Berliner Kammergericht hat die Klage einer Eigentümerin eines Einfamilienhauses gegen Street View abgewiesen. „Soweit keine Fotos unter Überwindung einer Umfriedung gefertigt werden oder die Fotos eine Wohnung darstellen, ist es rechtlich nicht zu beanstanden, wenn für die Internetseite Google Street View Aufnahmen eines Hauses von der offenen Straße aus gefertigt werden,“ heißt es in der Begründung.