Wenn man sich die Meldungen rund um das Leistungsschutzrecht der letzten Jahre ansieht, dann geht sehr schnell daraus hervor, dass die Google News für viele redaktionelle Plattformen der mit Abstand wichtigste Traffic-Lieferant sind. Wie viele Quellen derzeit in den News vertreten sind ist nicht bekannt, aber durch die Masse haben kleinere Angebote kaum eine Chance. Und das liegt nicht unbedingt an der Größe, sondern vor allem an Googles (neuen) Algorithmen.
Es rumpelt derzeit bei den Google News: Schon seit dem frühen morgen kämpfen die Google News, bzw. die Nutzer, mit einem großen Problem. Wer die deutsche Edition aufruft und die Schlagzeilen in der eigenen Sprache sucht, bekommt die US-Variante in dieser Sprache und natürlich auch mit diesen Schlagzeilen angezeigt. Einen Workaround scheint es derzeit nicht zu geben.
Es gibt viele Apps und Möglichkeiten für Android, um sich mit aktuellen Schlagzeilen zu versorgen, und auch die Anzeige des Wetters ist normalerweise nur wenige Taps entfernt. Dennoch hat Google vor einigen Jahren die App News & Wetter veröffentlicht, bei der es sich praktisch um die Smartphone-App zu den Google News handelt. Jetzt hat die App ein großes Design-Update bekommen.
Viele Nutzer haben gestern vermutlich einen kleinen Schock bekommen: Völlig überraschend hatte Google ein neues Design für die Google News ausgerollt und hat die Oberfläche dabei komplett überarbeitet. Doch was auf den ersten Blick modern aussieht, ist auf den zweiten Blick laut der Meinung der Nutzer eine totale Katastrophe. Selten haben wir auf eine Design-Änderung so viele negative Kommentare bekommen, deswegen fassen wir jetzt noch einmal alle Kritikpunkte des Design-Verbrechens zusammen.
Kurz vor der Sommerpause haben Googles Designer noch einmal richtig Gas gegeben und bringen nun für das nächste Produkt ein komplettes Redesign an den Start: Seit heute morgen erstrahlen die Google News in einem völlig neuen Design, das die dicke Staubschicht über der alten Oberfläche entfernt und dem Portal eine moderne Optik verschafft. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Leider sind auch einige Dinge verloren gegangen.
Es kann auch den Großen passieren: Immer wieder mal sind auch die Angebote der großen IT-Unternehmen nicht erreichbar und fallen für mehrere Minuten oder teilweise sogar Stunden aus. Heute hatten die Google News einen kleinen Schluckauf und waren für etwa eine halbe Stunde weltweit nicht erreichbar. Das wäre eigentlich nichts besonderes, aber die angezeigte Fehlermeldung in Kombination mit der letztwöchigen Meldung ist schon eigenartig.
Schon seit vielen Jahren fechten Google und die deutschen Verlage bzw. ihre Vertreter einen Kampf rund um das Leistungsschutzrecht aus. Bisher blieben alle Klagen der Verlage ohne Ergebnis, und auch in absehbarer Zukunft wird sich das wohl nicht ändern. Doch Google scheint sich nun schon darauf vorzubereiten dass sich in den News schon bald etwas ändern wird. Zumindest wird schon seit Heute Vormittag eine merkwürdige Meldung direkt auf der Startseite angezeigt.
Das mit Spannung erwartete Urteil um das Leistungsschutzrecht am gestrigen Dienstag ist ausgeblieben. Eigentlich hätte das Landgericht Berlin ein Urteil fällen wollen, ob das Leistungsschutzrecht in der aktuellen Form und Umsetzung überhaupt Anwendung finden kann. Doch die Sache war dem LG dann wohl doch zu heiß, so dass man das Verfahren nun an die nächste Instanz - den Europäischen Gerichtshof - weitergegeben hat.
Der Rechtsstreit um das Leistungsschutzrecht ist mittlerweile in das vierte Jahr gegangen und schon in dieser Woche könnte ein neues Kapitel in der unendlichen Geschichte zwischen Google und den deutschen Verlagen geöffnet werden. Am morgigen Dienstag wird das Landgericht Berlin ein Urteil fällen und damit die weitere Richtung des Verfahrens vorgeben. Dabei geht es mittlerweile um einen Streitwert von bis zu 300 Millionen Euro pro Jahr!
Das Thema Fake News ist noch immer in aller Munde und beschäftigt alle großen IT-Unternehmen. Google hatte schon im vergangenen Jahr den Fact Check in den Google News angekündigt und hat diesen im Laufe der letzten Monate auf immer mehr Sprachen und Länder ausgeweitet. Ab heute steht dieser Check nun in vielen weiteren Sprachen und Ländern zur Verfügung und kommt ab sofort auch in die Websuche.