Google Pünktlich zu Ende des Monats hat Google seine aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht: Im abgelaufenen Quartal hat das Unternehmen einen Umsatz von 4,83 Milliarden Dollar im Gegensatz zu 4,32 Milliarden im Vorquartal erwirtschaftet. Die Gewinnverteilung zwischen AdSense, der Google.com-Werbung und den weiteren Einnahmequellen ist hingegen gleich geblieben. Insgesamt hat Google einen Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Google Gewinnanteile
Auch in diesem Quartal kann Google seine Tradition, den Umsatz in jedem Quartal zu steigern, (noch) beibehalten: Immerhin eine halbe Milliarde Dollar mehr als noch vor 3 Monaten. Dennoch ist Google mehr als offensichtlich viel zu abhängig von der Werbung - lediglich 1% werden durch den Verkauf von Lizenzen, Speicherplatz und anderen Einnahmequellen gedeckt. 65% stammen von AdWords und 34% von den AdSense-Partnerwebseiten. Auch die Zahl der Mitarbeiter wurde in diesem Quartal noch einmal erhöht: Waren es im 3. Quartal noch 15.916 Googler, steht der Counter mittlerweile bei 16.805 Vollzeitangestellten. Also auch hier verläuft noch alles positiv und problemlos. Dennoch sind die Anleger enttäuscht - was ist schon eine halbe Milliarde Zuwachs? Die Aktie fiel nach der Ankündigung um 6,5%... » Die nackten Zahlen bei Google » Google-Quartalszahlen in der Übersicht [Googlified]
Davos-Konferenz
Google-Chef Eric Schmidt hat am Sonntag auf dem World Economics Forum in Davos über die Zukunft des mobilen Webs und Googles Ambititionen darin gesprochen. Schmidt ist überzeugt davon, dass sich vorallem im Bereich der mobilen Werbung dieses Jahr der große Durchbruch erreichen lässt. Außerdem: Google hat es mal wieder wunderbar verstanden sich auf der Messe unverzichtbar zu machen. Mobile Advertising Während Analysten den mobilen Werbemarkt auch im Jahr 2012 noch bei unter 1 Milliarde Dollar sehen, ist Eric Schmidt der Meinung dass diese Grenze vielleicht sogar noch in diesem oder nächstem Jahr durchbrochen werden könnte. Er wird wohl nicht zuletzt durch die eigene android-Plattform so optimistisch in die Zukunft blicken. Das einzige Problem dass der mobile Markt derzeit hat, ist immer noch die fehlende Akzeptanz bzw. die hohen Preise. Man muss den Usern einen wirklich Mehrwert geben als nur eine mobile Seite die auf dem Desktop PC genauso aussieht. Dann wird sich das mobile Web auch durchsetzen und die Werbevermarkter - allen voran mal wieder Google - können sich eine goldene Nase verdienen. 1 Milliarde $ Gesamtumsatz im mobilen Werbemarkt 2012 ist wohl wirklich ein bißchen sehr wenig. Diese Grenze wird wahrscheinlich schon Google alleine in besagtem Jahr durchbrechen. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um die gleichen Analysten die der Online-Werbung vor einigen Jahren keine rosige Zukunft vorausgesagt haben - und noch im selben Jahr startete Google sein AdSense-Programm... YouTube Room YouTube Room
Nicht nur mit seiner Führungsriege sondern auch mit einem der beliebtesten Produkte war Google in Davos vertreten. Als einer der Hauptsponsoren der Konferenz hat man sich praktisch die Rechte dafür gesichert den Medienraum auszurüsten. Interviews von überall auf der Messe wurden direkt in diesem Raum übertragen in dem 5 PCs mit der YouTube-Oberfläche bereit stehen. Außerdem können auch Fragen via YouTube beantwortet werden. Wenn YouTube es jetzt noch hinbekommt auch Livestreamings zu hosten und gleichzeitig aufzuzeichnen wäre so ein YouTube-Room fast schon ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Messe oder Konferenz. Ich denke da steckt noch eine Menge Potential dahintersich auch in der realen Welt zu etablieren ;-) Interessanterweise fand sich nirgendwo in diesem Raum ein YouTube-Logo. [Seroundtable, TechCrunch]
+ Google Vor 10 Tagen wurde der AdSense Account von IncrediMail von Google geschlossen. Nach bekannt werden brach der Aktienkurs der israelischen Firma stark ein. Heute soll es zu einer Zusammenkunft kommen.
Google und IncrediMail wollen miteinander eine Lösung finden, wie man das Problem beheben kann und noch offenstehende Fragen beantworten.
Beide Seiten waren laut TechCrunch zu keiner Stellungsnahme bereit. Aber es soll ein sicherer Klickbetrug sein, was bei Google ja ein Ausschlusskriterium ist. Dass der Aktienkurs wieder steigt, wohl eher nicht... [TechCrunch]
Sixt-Anzeigen
Im Gegensatz zu den AdSense-Anzeigen, ist die AdWords-Abteilung bisher der Nur-Text-Beschränkung treu geblieben. Der Autovermieter Sixt (Siehe auch Matthias Reim) hat diese Beschränkung jetzt via ASCII-Art durchbrochen und zeigt statt einem Text nur 2 Autos an. Sieht schick aus und hat die Klickrate um 47% gesteigert - genial ;-) Die ersten Nachahmer sind sicherlich schon am basteln... [Ricdes, thx to: seekXL]
AdWords Von Zeit zu Zeit veröffentlicht Google bei AdSense und AdWords Erfolgsstorys von Kunden die durch eines der beiden Produkte quasi den Grundstein für ihre Webpräsenz gelegt haben. Heute hat das deutsche AdWords-Team per Newsletter wieder solch eine Erfolgsstory verschickt, allerdings scheint man nicht besonders gut recherchiert zu haben - diesmal handelt es sich bei diesem Kunden um einen alten bekannten. Hier der Wortlaut der Erfolgsstory von Marions Kochbuch:
"AdWords hatte ich anfangs nur eingesetzt, um das System der Werbeauslieferung bzw. Preisermittlung besser zu verstehen. Mittlerweile nutze ich AdWords sehr intensiv, um unser Produkt gezielt Kunden näherzubringen. AdWords macht Marions Kochbuch mit Sicherheit bei 200.000 Werbe-Einblendungen pro Tag immer mehr zu einem feststehenden Begriff in der Koch- und Lebensmittelszene. Meine Empfehlung wäre, auf jeden Fall AdWords auszuprobieren, bevor man Geld für Suchmaschinenoptimierung ausgibt." - Folkert Knieper von marions-kochbuch.de."
Auch wenn Marions Kochbuch in den letzten Monaten vorallem durch Abmahnungen aufgefallen und ansonsten nicht weiter in Erscheinung getreten ist, scheint das bei Google nicht angekommen zu sein. Natürlich steht es Google frei einen guten Kunden zu promoten und auf diese Weise Nachahmer finden zu wollen - aber man hätte schon vorher 2 Minuten (mehr hätte es nicht gebraucht) recherchieren können bevor man so eine Webseite als Aushängeschild verwendet... Halten wir den Googlern einfach mal zu Gute dass die halbe Belegschaft wohl noch im Urlaub ist ;-) [thx to: Jan Schuster & Dominik Osterholt]
Toolbar HyperPhrase hat 2006 eine Patentverletzung durch die Google Toolbar eingereicht. Bei der ersten Instanz wurde die Klage zurückgewiesen. Nun hat das Berufungsgericht in Washington die Entscheidung aufgehoben und ordnete eine neue Verhandlung wegen der Klage an. Die Funktion Autolink stellt kontextbezogen Links zu Kartendiensten oder zu Büchern bei Amazon. Auf solche Links hält HyperPhrase mehrere Patente. Allerdings gibt es auch einen kleinen Erfolg: Google AdSense verletzt keine Patente von HyperPhrase. [silicon]
AdSenseAdWords Durch den Dollar-Trick prellt Google Blogger, denn das mit AdSense verdiente Geld wird in Dollar angezeigt und dann in Euro umgerechnet. So erhalt man zum bei 100 $ nur knapp 69,50 ? (Umrechnungskurs 1? = 1.4393$). Bei Adwords ist es genau anders herum: Hier zahlt der Werbende in Euro. Diese führt dazu das der sowohl der Betrag pro Klick schrumpft, den der Publisher erhält, als auch dass der ausgezahlte Betrag, wie schon oben gezeigt kleiner ist. Schuld daran soll Google sein, weil sie mit dem "schwachen Dollar" rechnen. Aber die wirkliche Schuld an dem Ganzen trägt meiner Ansicht nach die US-Hypothekenkrise. Meine Vorschläge: 1. Abrechnung in der jeweiligen Landeswährung Wenn sofort der umgerechnete Betrag angezeigt wird, fallen die Euro-Dollar-Schwankungen nicht so stark auf. 2. Fester Umrechnungskurs Hier stelle ich mir vor man nimmt einfach den Durchschnitt des Vormonats. 3. Umrechnungskurs kaufen Man kann zum Beispiel für 5 $ den niedrigstens und damit für den Publisher besten Umrechnungskurs des Monats kaufen. Weitere Vorschläge? [Spiegel; thx to: SeekXL] PS: Ich bin übrigens kein AdSense Nutzer
Wikia Der Wikipedia Gründer Jimmy Wales kündigte bereits im Sommer an, zum Ende des Jahres eine Suchmschine vorzustellen. Das Projekt mit dem Namen Wikia Search soll eine freie Open-Source Suchmaschine werden, die nach dem wiki-Prinzip funktioniert. Der Vorteil soll durch intelligente Anpassungen von Menschen in vielen Fällen besser sein als stupide Algorithmen. Seite Initiativen für mehr Interaktivität der Benutzer haben ja bei der Wikipedia ganz gut funktioniert, so dass Google das mit Knol inzwischen in abgewandelter Form nachzumachen versucht. Aber wird auch die Umkehrung, also die Verbesserung der Suche durch das Wiki-Prinzip funktionieren ? Bereits im Jahre 2002 begannen erste Projekte wie 3apes in diese Richtung zu gehen. Offene Frameworks wie Lucene und Nutch bilden die Grundlage für die Systeme. Seit Mitte 2004 unterstützt Jimmy Wales dieses Projekt, das seitdem mehrfach den Namen und die Ausrichtung wechselte. Im Sommer 2007 wurde die Crawlersoftware Grub von Looksmart dazu gekauft. Inzwischen arbeiten bereits 40 festangestellte Entwickler in San Mateo (Kalifornien) an der neuartigen Suchmaschine, die den Benutzers auch mehr Interaktivität bei der Suche einräumen soll. Inzwischen sind Amazon und weitere Unternehmen, darunter auch Bessemer (ein US-Wagnisfinanzierer), Mitch Kapor (Gründer des Softwarehauses Lotus), Marc Andreessen (Erfinder des Internet-Browsers Netscape) und Joi Ito (japanischer Wagnisfinanzierer) mit insgesamt 4 Millionen US-Dollar als Investoren eingestiegen. Die Server werden mit dem S3 Service von Amazon betrieben. Im Hintergrund läuft ein verteiltes System, welches nach den selben Map/Reduce Prinzipien wie auch die Google Server arbeitet. Interessanterweise finden sich auf der Webseite von Wiki Search im Gegensatz zur Wikipedia auch AdSense Banner und es wird deutlich betont, dass das Wiki Search Projekt nichts mit der Wikipedia zu tun hat und nicht von einer Stiftung betrieben wird, sondern von einer Gemeinschaft gewinnorientierter Unternehmen. Sammelt sich hier die Konkurrenz von Google zu einem Gegenschlag unter dem Deckmantel von freien und offenen Technologien ? Ich finde solche Initiativen eine gute Idee, wenn sie die Forschung und die Fortschreitung dieser Technologien dient. Duch andere Unternehmen gehen ähnliche Wege: http://www.mahalo.com bietet komplett nach dem Wikipedia-Prinzip erstellte Suchergebnisse und die vor einem Jahr angekpndigte Theseus-Initiative der Bundesregierung versucht auch neue Impulse in diesem Forschungsumfeld zu setzen. Wikia Search Webseite (und auf deutsch) Interview mit Jimmy Wales in der Süddeutschen Zeitung [computerwoche.de, pc-welt.de, pc-tipp.ch]
DoubleClick Auch, oder gerade weil, sich die DoubleClick-Übernahme noch weit bis ins Jahr 2008 reinziehen wird, veröffentlicht Google jetzt erste Details und Pläne die man mit der (vielleicht) neuen Tochter hat. Das traditionelle DoubleClick- und AdSense-Geschäft soll natürlich fortgesetzt werden - aber besser ineinander übergreifen. Und Google soll zur ultimativen mitdenkenden Werbeagentur werden! Laut Tim Armstrong, Werbechef bei Google Nordamerika, verhält es sich mit der Online-Werbung - trotz der umfangreichen interaktiven Möglichkeiten - heute noch genauso wie mit der Offline-Werbung. Firma X beschließt Produkt Y bei Werbeagentur Z zu bewerben, die Kampagne läuft eine Zeit lang und ist dann beendet. Der Erfolg der einzelnen Kampagne lässt sich nur begrenzt messen und das bewerben eines einzelnen Produkts ist teuer und zeitaufwendig. Mit Hilfe von DoubleClicks Werbenetzwerk möchte Google die Online-Werbung mal wieder komplett revolutionieren: In Zukunft soll nicht mehr nur ein einzelnes Produkt oder eine Firma beworben werden, sondern gleich die komplette Produktpalette - und das zum vergleichbaren Preis und Plattformübergreifend. Dazu wird eine Werbezentrale - genannt "Dashboard" - eingerichtet die sozusagen die Schaltzentrale für die gesamte Marketingabteilung ist. Im Dashboard hat man einen Überblick über die kompletten Kampagnen und deren Erfolgsaussichten. Es wird nicht mehr auf Biegen und Brechen ein bestimmtes Produkt beworben, sondern immer das Produkt dass gerade zum User passt. Das Ziel ist also nicht mehr die flächendeckende Verbreitung eines Produkts in den Köpfen der Menschen, sondern der direkte Verkauf an den Kunden zu dem das Produkt auch wirklich passt. Um so etwas zu ermöglichen müssen natürlich umfangreiche Profile über die einzelnen User angelegt werden - aber gerade das ist ja Googles Stärke und auch DoubleClick ist diese Technik nicht gerade fremd. Genau das ist aber eines der Bedenken der Datenschützer und der Gremien die die Übernahme derzeit prüfen. Ob es also klug war diese Zukunftspläne jetzt auszuposaunen wird sich noch zeigen... » Artikel bei Advertising Age [thx to: Frank]
AdWords Google käpft bereits seit einiger Zeit mit immer härteren Bandagen gegen Unternehmen, die Links zur Beeinflussung des Rankings verkaufen. Nun wurden entsprechende Werbeanzeigen aus dem AdWords System entfernt. Damit folgt das AdWords Team nur den eigenen Grundsätzen und entfernt Anzeigen, die nicht den Richtlinien folgen: "Advertising is not permitted for the promotion of ... search engine spamming". Auch in den Richtlinien für Webmaster ist entsprechendes aufgenommen worden: "Buying or selling links that pass PageRank is in violation of Google?s webmaster guidelines." Doch im Endeffekt ist dies auch die Beseitigung eines gewissen Anteils der Konkurrenz. Denn Linkhändler betreiben ja im Endeffekt ein paralleles Geschäft zu Systemen wie AdSense. Findet ihr dieses Vorgehen fair ? [Google Blogscoped, mattcutts.com]
Brief von Google AdWords Derzeit ist Google mal wieder dabei neue Kunden für sein AdWords-System zu werben und scheint dafür einige (treue) AdSense-Benutzer anzuschreiben. In dem Brief verspricht Google eine volle Kontrolle über die Werbekosten und legt noch einen 50€-Gutschein oben drauf - nicht schlecht ;-) Stefan hat so einen Brief bekommen und den Inhalt auf seinem Blog veröffentlicht. Ich habe leider (noch) keinen bekommen - vielleicht weil ich schon bei AdWords angemeldet bin? » Vollständiger Text des Briefes
Google Schon vor über 2 Jahren sind erste Gerüchte über Google TV aufgetaucht und haben sich seitdem stetig gehalten und alle paar Monate neues Öl ins Feuer bekommen. Im Sommer 2006 wurde erstmals bestätigt dass das Thema bei Google Research durchaus eine Rolle spielt und Planungen vorliegen. Derzeit häufen sich die Gerüchte dass Google auch auf dem TV-Markt eine offene Plattform ala OHA und OpenSocial. Schon zu Anfang der Gerüchte ging es um weit mehr als nur das bloße Anzeigen von TV-Spots über das bewährte AdSense- und AdWords-System - dieses wird schließlich schon lange getestet. Eher geht es um die Entwicklung einer eigenen Set-Top-Box mit der nicht nur weitere Informationen für den User eingeblendet sondern natürlich auch jede Menge Informationen gesammelt werden sollen. Datensammlung ohne Ende In Punkto Datensammlung gehen die Gerüchte soweit dass unter anderem die Einschaltquoten sekundengenau ermittelt werden sollen - zwar anonymisiert, aber dafür von jedem einzelnen Zuseher. Bisherige Quotenmessungen basieren lediglich auf Hochrechnungen. Diese Daten sind natürlich sehr wichtig um angemessene Werbepreise zu ermitteln und den Erfolg eines Spots zu messen. Spekulationen gehen aber sogar soweit dass auch der Inhalt des TV-Programms analysiert und so ein Interessen-Profil der Zuseher aufgebaut wird. Dabei gibt es natürlich das Problem dass das Fernsehen seit jeher ein Gemeinschaftsmedium ist und von mehreren Personen gleichzeitig "konsumiert" wird - das erschwert den Aufbau des Profils. Aber selbst dafür hat Google Research eine Lösung parat und will messen wieviele Personen sich im Raum befinden - und wer! Informationen zum aktuellen Programm Und wenn das komplette TV-Programm mitsamt Werbung schon über Google-Hardware läuft und das laufende Programm analysiert wird kann man die daraus gewonnen Daten natürlich auch zum Vorteil der User verwenden. Eine laufende Sendung kann dann beispielsweise angehalten und die Produkte im Hintergrund gleich via Internet bestellt werden. Der Gewinn wird zwischen Google und dem TV-Sender geteilt - diese erhalten dadurch völlig neue Werbemöglichkeiten. Werbespots dürften schon bald der Vergangenheit angehören, in Zeiten in denen Festplattenrekorder sich so langsam durchsetzen und ihren Siegeszug antreten schaut sich kein Mensch mehr TV-Werbung an. Werbeformen wie die oben genannte werden also unumgänglich sein. Besonders interessant wird das dann natürlich beim Teleshopping, mit einem Klick könnte das gerade gezeigte Produkt bestellt werden. Diese Interaktivität setzt sich vorallem bei Nachrichtensendungen fort, zu jeder Schlagzeile kann mit einem Klick eine Reihe von weiteren Quellen - idealerweise aus den Google News - angezeigt werden. Technisch ist das alles problemlos machbar und einige Digital-TV-Sender probieren schon die ersten dieser Möglichkeiten aus. Das Fernsehen wird auf jeden Fall interaktiver werden - fragt sich nur ob die Zuseher das wirklich wollen... Die Umsetzung - Open Television Alliance? Durch die recht überraschenden Allianzen Open Handset Alliance und OpenSocial wird mittlerweile auch vermutet dass Google auch das Thema TV mit jeder Menge starker Partner bestreiten wird. Die SetTop-Box kommt von Google, das Betriebssystem ebenfalls, aber jeder Partner kann seine eigenen Anwendungen bzw. Widgets entwickeln die dann im laufenden Programm eingeblendet werden können. Google müsste sich durch so eine Allianz nicht mit den leidigen Themen beschäftigen wie der Staubsauger aus dem Teleshopping jetzt tatsächlich an den Mann gebracht wird. Darum kümmert sich dann der Sender und die Staubsauger-Firma selbst und Google freut sich über die Provision weil es die Plattform dafür zur Verfügung stellt. [TechCrunch]
Accounts Heute der zweite Teil der Wochenserie: Wie schaut es denn mit dem Zugriffschutz aus? Viele Accounts von Webdiensten bieten Mechanismen an, um die Sicherheit der Daten des Benutzers zu gewähren. Sie zeigen an wann der letzte Login war, einige sogar welcher Provider das war. Bei Google sind zwar schon manche Mechanismen vorhanden, aber da herrscht Verbesserungsbedarf: Wann war der letzte Login? Wie siehts bei Google aus: Bei Google Mail wird zwar der Zeitpunkt des letzte POP3 Abruf angezeigt, aber nicht der letzte Login. Bei Google AdSense oder AdWords, also bei den Diensten die mit Geld zu tun haben, wird der Zeitpunkt des letzten Logins angezeigt, was zeigt, dass die Technik bei Google schon vorhanden ist. Schon bald könnte das für den ganzen Account bereit stehen. Laut Garett Rogers gibt es im Google in your language Programm "View account activity" zu übersetzen. Diese Daten könnten dann bereit stehen: *Anzahl PCs bzw. Browser die momentanen mit dem Google Account eingeloggt sind, sowie deren IPs *In Verbindung mit den Real-Time Aktivitäten, lassen sich dann auch die Aktivitäten der Vergangenheit anzeigen Siehe auch Wunsch #191. Die Konkurrenz GMX Wenn man sich bei GMX einloggt, sieht man entweder oder Beide Hinweise geben einen Aufschluss, wann der letzte erfolgreiche Login war; der zweite zeigt wann der letzte war und wie viele fehlgeschlagene Loginversuche - durch letzteres könnte, wenn man es nicht selber war, ein Beweis dafür sein, dass jemand versucht (hat), den Account zu stehlen. Arcor Verschlüsselung Auch kann man bei Google eMails nicht verschlüsselt senden. Dadurch wird Google Mail für Unternehmen uninteressant, da Daten fürs Finanzamt verschlüsselt per Mail verschickt werden müssen. Selbst wenn Google hier nachlegt, muss es eine Technik sein, die es bereits gibt. Bis sich nämlich eine neue durchsetzt, vergehen Jahre. Automatisches Ausloggen Das ist ein Problem das nicht nur Google betrifft. Ein Szenario: Während der Arbeit logst Du Dich mit deinem Google Account ein, vergisst es aber dich abzumelden. Der nächste Kollege oder Dein Chef bemerkt es, macht Dich aber nicht darauf aufmerksam, weil du schon weg bist. Neugierig liest er nun die Google Mails. Unter Umständen hast Du etwas aus der Firma mit Google Mail verschickt. Was hier die Kündigung verhindert hätte können, wäre ein Auto-Logout.