Boonie Brown
Bonnie Brown gehörte zu Googles ersten Mitarbeiterinnen und war 5 Jahre lang die "Betriebs-Masseuse" im Googleplex. Mittlerweile ist sie durch ihre Aktienoptionen ebenfalls zur Millionärin geworden und schreibt ein Buch über ihre Zeit bei Google. Philipp Lenssen hat ein kurzes Chat-Interview mit ihr über ihre Zeit als Masseurin, die Zeit danach und über einige weitere interessante Dinge aus dem Googleplex geführt. Wirklich lesenswert. » Interview mit Bonnie Brown
Google Auch im vergangenen Monat Oktober konnte Google seinen US-Marktanteil wieder stark steigern: Im Juni betrug der Anteil noch 56,3%, im letzten Monat waren es ganze 58,5%. Der zweitplatzierte, Yahoo!, hat wie mittlerweile schon üblich nicht einmal die Hälfte der Suchanfragen die Google zu bearbeiten hat. Hier die aktuellen Marktanteile: Google: 58,5% (+1,5) Yahoo!: 22,7% (-0,8) Microsoft: 9,7% (-0,6) Ask: 4,7% (-0,1) AOL: 4,1% (-) » Weitere Details bei WinFuture [thx to: Sergej]
GWB @ SEO United
Ab sofort bekommt ihr im SEO united Blog einen kleinen Wochenrückblick zum Thema Google und allem was dazu gehört. Die wöchentlichen "Google News" bestehen aus den wichtigsten GoogleWatchBlog-Artikeln der letzten 7 Tage. Ich denke dass ist eine relativ gute Möglichkeit für alle die nur wenig Zeit haben und dennoch den Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Hause Google behalten wollen ;-) P.S. Der heutige Wochenrückblick geht im Laufe der nächsten Stunden online » Google News bei SEO united
Googler: T.V. Raman
Das Thema Barrierefreiheit wird bei Google noch nicht wirklich groß geschrieben, und das obwohl es in der heutigen Zeit immer wichtiger wird. Das zu ändern hat sich der Googler T.V. Raman auf die Fahnen geschrieben und leitet mittlerweile eine eigene Abteilung bei Google die sich nur mit diesem Thema beschäftigt. Raman ist zweifellos der beste Mann für diesen Job, denn Raman ist der einzige blinde Googler. Raman steckt sowohl hinter der barrierefreien Maps-Version als auch hinter der barrierefreien Books-Version und sein Glanzprojekt ist natürlich die Google Accessible Search. Auch einige andere Dienste wie z.B. die Google News sollen laut Raman komplett barrierefrei und von Screenreadern gut lesbar sein - bei einigen anderen Diensten hinkt das Unternehme allerdings noch weit hinterher. YouTube beispielsweise hat immer noch keine Möglichkeit eingeführt Untertitel zu Videos einzugeben, und dass obwohl diese Funktion bei Google Video schon seit langer Zeit existiert hat. Raman wird diese Entwicklung aber sicherlich vorantreiben und Google davon überzeugen dass es auch für die Suchmaschine Vorteile bringen wird. Untertitelte Videos sind schließlich sehr viel leichter zu durchsuchen. Raman wird uns in Zukunft sicherlich noch einige weitere barriefreie Google-Dienste bescheren. Mich würde mal interessieren ob diese Dienste wirklich genutzt werden und wie gut diese Screenreader tatsächlich funktionieren - ist einer unserer Leser auf so einen Screenreader angewiesen? Und was noch viel interessanter ist: Ist der GWB via Screenreader lesbar? Ich ahne zwar böses... hoffe aber darauf dass es einigermaßen funktioniert. [Interview mit Raman auf: Focus Online]
Kinderplex
Original Als bester Arbeitgeber bietet Google den Elternteilen unter den Mitarbeitern schon seit einigen Jahren einen eigenen Betriebskindergarten - genannt Kinderplex. Durch die stetig wachsende Mitarbeiterzahl scheint dieser aber mittlerweile zu klein geworden sein, so dass Google demnächst einen neuen Luxus-Kindergarten eröffnen wird. Dem neuen Kinderplex stellt Google 1.719 Quadratmeter des Googleplex-Geländes zur Verfügung und wird mit einer wahrhaften Schar von Mitarbeitern aufwarten können: Für die 80 Kinder, die in diesem Kindergarten Platz finden, stehen ganze 25 Mitarbeiter zur Verfügung. Betreuung rund um die Uhr und Beschäftigung mit jedem einzelnen Kind ist also so gut wie garantiert. Ich denke wenn man sich die Einrichtung des Googleplex anschaut kann man sich schon vorstellen wie der dazugehörige Kindergarten aussehen wird. Bunte Wände, ein aufgeräumtes Chaos, überall bunte Bälle, Spielzeuge und jede Menge Lego. Fotos aus dem Kinderplex - natürlich auch aus dem bisherigen - wären wirklich interessant :-D P.S. Ich muss nicht erwähnen dass auch dieser Kindergarten natürlich wieder kostenlos angeboten wird oder? ;-) [Googlified]
Google Schon vor über 2 Jahren sind erste Gerüchte über Google TV aufgetaucht und haben sich seitdem stetig gehalten und alle paar Monate neues Öl ins Feuer bekommen. Im Sommer 2006 wurde erstmals bestätigt dass das Thema bei Google Research durchaus eine Rolle spielt und Planungen vorliegen. Derzeit häufen sich die Gerüchte dass Google auch auf dem TV-Markt eine offene Plattform ala OHA und OpenSocial. Schon zu Anfang der Gerüchte ging es um weit mehr als nur das bloße Anzeigen von TV-Spots über das bewährte AdSense- und AdWords-System - dieses wird schließlich schon lange getestet. Eher geht es um die Entwicklung einer eigenen Set-Top-Box mit der nicht nur weitere Informationen für den User eingeblendet sondern natürlich auch jede Menge Informationen gesammelt werden sollen. Datensammlung ohne Ende In Punkto Datensammlung gehen die Gerüchte soweit dass unter anderem die Einschaltquoten sekundengenau ermittelt werden sollen - zwar anonymisiert, aber dafür von jedem einzelnen Zuseher. Bisherige Quotenmessungen basieren lediglich auf Hochrechnungen. Diese Daten sind natürlich sehr wichtig um angemessene Werbepreise zu ermitteln und den Erfolg eines Spots zu messen. Spekulationen gehen aber sogar soweit dass auch der Inhalt des TV-Programms analysiert und so ein Interessen-Profil der Zuseher aufgebaut wird. Dabei gibt es natürlich das Problem dass das Fernsehen seit jeher ein Gemeinschaftsmedium ist und von mehreren Personen gleichzeitig "konsumiert" wird - das erschwert den Aufbau des Profils. Aber selbst dafür hat Google Research eine Lösung parat und will messen wieviele Personen sich im Raum befinden - und wer! Informationen zum aktuellen Programm Und wenn das komplette TV-Programm mitsamt Werbung schon über Google-Hardware läuft und das laufende Programm analysiert wird kann man die daraus gewonnen Daten natürlich auch zum Vorteil der User verwenden. Eine laufende Sendung kann dann beispielsweise angehalten und die Produkte im Hintergrund gleich via Internet bestellt werden. Der Gewinn wird zwischen Google und dem TV-Sender geteilt - diese erhalten dadurch völlig neue Werbemöglichkeiten. Werbespots dürften schon bald der Vergangenheit angehören, in Zeiten in denen Festplattenrekorder sich so langsam durchsetzen und ihren Siegeszug antreten schaut sich kein Mensch mehr TV-Werbung an. Werbeformen wie die oben genannte werden also unumgänglich sein. Besonders interessant wird das dann natürlich beim Teleshopping, mit einem Klick könnte das gerade gezeigte Produkt bestellt werden. Diese Interaktivität setzt sich vorallem bei Nachrichtensendungen fort, zu jeder Schlagzeile kann mit einem Klick eine Reihe von weiteren Quellen - idealerweise aus den Google News - angezeigt werden. Technisch ist das alles problemlos machbar und einige Digital-TV-Sender probieren schon die ersten dieser Möglichkeiten aus. Das Fernsehen wird auf jeden Fall interaktiver werden - fragt sich nur ob die Zuseher das wirklich wollen... Die Umsetzung - Open Television Alliance? Durch die recht überraschenden Allianzen Open Handset Alliance und OpenSocial wird mittlerweile auch vermutet dass Google auch das Thema TV mit jeder Menge starker Partner bestreiten wird. Die SetTop-Box kommt von Google, das Betriebssystem ebenfalls, aber jeder Partner kann seine eigenen Anwendungen bzw. Widgets entwickeln die dann im laufenden Programm eingeblendet werden können. Google müsste sich durch so eine Allianz nicht mit den leidigen Themen beschäftigen wie der Staubsauger aus dem Teleshopping jetzt tatsächlich an den Mann gebracht wird. Darum kümmert sich dann der Sender und die Staubsauger-Firma selbst und Google freut sich über die Provision weil es die Plattform dafür zur Verfügung stellt. [TechCrunch]
Google-Universität
Original Bisher hat sich Google darauf verlassen von den Elite-Universitäten dieser Welt die besten Leute zu bekommen bzw. diese von Top-Positionen anderer IT-Unternehmen abzuwerben. Das scheint aber nicht mehr zu reichen, so dass Google jetzt intern eine eigene kleine Universität gegründet hat die nach dem G2G-System funktioniert - Googler trainieren Googler. Allerdings in recht merkwürdigen Unterrichtsfächern wie z.B. dem Google-Fahrrad und Musik- bzw. Gesangsunterricht :-D [Googlified]
Google Google hat sich mal wieder Reihe neuer Domains gesichert die uns, in den meisten Fällen, einen kleinen Einblick in die zukünftigen Pläne und Entwicklungen aus Mountain View geben. Diesmal sind die Domains zwar ein wenig abwegig und deuten wohl kaum auf Entwicklungen in naher Zukunft hin, aber könnten vielleicht schon für das nächste Jahrzehnt registriert worden sein ;-) Hier die Liste der neuen Domains: » gtaxes.com » nolimitdvd.com » gbriefcase.org » gmeet.net » googlebux.net » foogleaddon.com » technicage.com » googlesecret.com (das wird interessant) » logiquate.com » macroslash.com » gcentral.info (Hm? Google Central?) Was da jetzt genau hintersteckt wage ich nicht einmal zu vermuten - stelle aber einfach mal die Behauptung in den Raum dass Google einen eigenen Staat gründen wird und daher schon ein Steuersystem einführt - das alte ist schließlich zu undurchsichtig Dies sind übrigens nur die strangesten Registrationen, Google hat auch noch sehr sehr (sehr) viele weitere Domains registriert die schon eher Aufschluss über den Inhalt geben: » Vollständige Liste der neuen Domains [ZDnet-Blog]
YouTube Eigentlich ist gegen die Suchfunktion von YouTube nichts einzuwenden, außer dass man die Suchergebnisseite jedesmal verlassen muss wenn ein Video angeklickt wird. Die Website checker-forum.de hat sich diesem Problem angenommen und mithilfe der YouTube API eine Suchfunktion gebastelt bei der die Videos dynamisch nachgeladen werden und kein Reload der Seite notwendig ist. TubeSearch
Die Suchfunktion von TubeSearch kann zwar nicht unbedingt mit vielen Funktionen aufwarten und beschränkt seine Ergebnisliste sehr stark, aber ansonsten sind alle nötigen Informationen enthalten. Es gibt zu jedem Video ein Vorschaubild und den Titel des Videos zu sehen. Bei einem Klick auf das Ergebnis wird das Video in der linken Fensterhälfte mit dem YouTube Embedded Player geöffnet. TubeSearch bietet diese Suchfunktion nicht ganz uneigennützig an, scheinbar kann jedes Video direkt von der Ergebnisseite aus kommentiert werden. Diese Kommentare werden dann wahrscheinlich im checker-forum gespeichert - habe jetzt keine Lust mich da zu registrieren und das auszuprobieren. » TubeSearch [thx to: MUlbricht]
Google Mail MockUp
Google Mail hat mit dem Erfolgsrezept der Google-Suchmaschine gepunktet - dem übersichtliche Design und einer Funktionsvielfalt die dennoch nicht erschlägt. Aber wie würde Google Mail aussehen wenn es nicht aus Mountain View kommen sondern in Redmond (Microsoft) entwickelt worden wäre? Philipp Lenssen hat sich dazu einige Gedanken gemacht und eine wirklich sehr nette MockUp-Serie erstellt. Lacher garantiert ;-) » What If Google Mail Had Been Designed by Microsoft?
Google Sharing
Es wird mal wieder Zeit die lose Serie Lost Services fortzusetzen: Neben einer Verwaltung für die eigenen Daten (Google Central) und einer umfangreichen Kontaktverwaltung (Google Contacts) fehlt uns auch noch eine Plattform für unsere "geshareten" Informationen - ich möchte es einmal Google Sharing nennen. Ausgangssituation: Mittlerweile bieten sehr viele Google-Dienste die Möglichkeit an die damit erstellten Informationen mit anderen zu teilen. Ich kann Dokumente teilen, Feed-Einträge teilen, Termine teilen, Fotos teilen, Videos teilen... und habe sogar Services die nur fürs teilen von Informationen gemacht worden sind wie Jaiku und das immer noch unoffizielle Google Shared Stuff. Aber wo bleibt der Überblick über die Sharing-Flut? Google Sharing muss her! Beispiel: Ich habe ein interessantes Video bei YouTube gefunden. Jetzt kann ich es bei YouTube bookmarken und in eine Playlist aufnehmen um es auf meinem Channel mit anderen zu teilen. Damit es wirklich jeder sieht muss ich es aber auch bei Shared Stuff einstellen, den Leuten bei jaiku mitteilen, das Video bei Orkut favorisieren und und und... bis ich das alles durch habe gefällt mir das Video schon garnicht mehr und ich muss alles wieder löschen .p Mein Vorschlag: Google sollte alle Informationen die wir mit anderen Usern teilen auf einer großen Plattform zusammenfassen und zentral verwaltbar machen. Von dieser Plattform aus sollte man eine einzige Information an die verschiedensten Dienste versenden können. Oben genannten YouTube-Video möchte ich zum Beispiel nur einmal in dieser Plattform eingeben und dann soll es bei allen verfügbaren Diensten auf meiner Shared-Seite promotet werden. Natürlich sollte diese Zentrale aber auch in der anderen Richtung funktionieren und eine Art Homepage für jeden User bereit halten. Ich möchte einem User nur diese eine Adresse geben und er sieht sofort alle Informationen die ich für alle bereit stelle. Idealerweise ist das ganze dann noch per Feed abonnierbar so dass jeder täglich darüber auf dem laufenden bleibt welche Informationen ich wieder freigegeben habe. Google Shared Stuff ist schon ein guter Ansatz für so ein Portal, wird aber wahrscheinlich nicht mit der von mir genannten Funktion aufwarten können. Für Shared Stuff erwarte ich eher dass man nach und nach immer mehr Informationen einstellen kann und vielleicht auch jaiku integriert wird um nur ein kurzes Statement ohne Link abzugeben. Eine zentrale Verwaltungsstelle wird das aber wohl nicht werden. Das diese Datenflut ein wirkliches Problem zeit die Existenz von Diensten wie FriendFeed. Gerade bei einer Firma die sich die Organisierung von Informationen auf die Fahnen geschrieben hat finde ich es sehr peinlich dass man selbst jede Menge Content ohne irgendein Organisations-System produziert. Ganz nebenbei würde Google durch so eine Plattform natürlich auch wieder die eigenen Dienste promoten die dort natürlich kräftig verlinkt sind. P.S. Ich hoffe ich habe mich richtig ausgedrückt, es geht nur um Informationen die mit _jedem_ geteilt werden nicht die die nur mit einem bestimmten Kontakt geteilt werden - dafür wäre Google Contacts wieder zuständig ;-) [Icon von AlexKing]
AdSense Seit über einem Jahr haben wir nichts mehr von Google Print gehört, aber das wird sich in Zukunft wohl sehr schnell ändern: Vor knapp 10 Tagen hat Google das entsprechende Patent zugesprochen bekommen um das AdSense-System auch auf Print-Magazine auszuweiten. Der Vorteil von Googles Vermittlung soll die sehr hohe Relevanz der Anzeige sein. Hier der Inhalt des Patents:
Consumers may purchase a variety of publications in various forms, e.g., print form (e.g., newspapers, magazines, books, etc.), electronic form (e.g., electronic newspapers, electronic books (?e-Books?), electronic magazines, etc.), etc. The publishers define the content of such publications, and advertisers define which advertisements (ads) may be seen in the publications. Since consumers have no control over publication content or advertisements, they may purchase a publication that contains at least some content and advertisements that may be of no interest to them. Publishers often lack insight into the profiles of consumers who purchase their publications, and, accordingly, miss out on subscription and advertisement revenue due to a lack of personalized content and advertisements. Likewise, consumer targeting for advertisers is limited, and there is virtually no standardization for ad sizes (e.g., an ad that is supposed to be a full page may need to be reduced in size to fit within a publication). Accordingly, advertisers sometimes purchase sub-optimal or worthless ad space in an attempt to reach their target markets. Advertisers also have difficulty identifying new prospective market segments to target because they have limited insight into the desires and reactions of consumers.
Bisher hatte man das Problem dass die eigenen Anzeigen, bei Beauftragung einer Werbeagentur, nicht unbedingt nur in Zielgruppengerechten Zeitungen landen sondern oft in Zeitschriften mit denen die Werbeagentur gute Beziehungen pflegt. Google möchte mit seinem Erfolgsrezept "hohe Relevanz" punkten und verspricht dass die Anzeigen nur dort geschaltet werden wo die Leser am beworbenen Produkt interessiert sind. Schon vor über einem Jahr lief eine erste Testphase von Google Print, diese war aber nicht gerade von Erfolg gekrönt und soll mehr Kosten verursacht haben als die normale Schaltung einer Anzeige. Durch das neue Patent wird Google sein System aber sicherlich noch einmal komplett neu starten und neue Tests durchführen. Und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die ersten Zeitungen testweise ihren kompletten Anzeigenbestand an Google verkaufen... » Das Patent [TechCrunch]
China Die chinesischen Behördenmühlen scheinen genauso langsam zu mahlen wie die deutschen: Das chinesische Finanzamt beschuldigt Google des Steuerbetrugs in den Jahren 2000 bis 2003. Konkret geht es darum dass Google seine Werbesysteme AdWords und AdSense zwar für den chinesischen Markt angeboten, aber keine entsprechenden Steuern abgeführt hat. Diese Beschuldigung führt derzeit zu großen Diskussionen über die Steuerpflicht in den jeweiligen Ländern. Google ist seit 2000 offiziell in China aktiv und besitzt dort eine Tochtergesellschaft die die regionalen Geschäfte abwickelt. Allerdings wurden alle Werbeverträge nicht mit Google China sondern mit der Google Inc. in den USA geschlossen und so das chinesische Steuersystem umgangen. Ebenso hat es sich mit den Mitarbeitern verhalten. Im Grunde hat Google China also in den ersten 3 Jahren nur auf dem Papier existiert und hat keine eigenen Geschäfte abgewickelt. Mittlerweile wurde diese Praxis geändert und alle Mitarbeiter und Werbekunden haben mit Google China zu tun und die Firma führt entsprechende Steuern ab. Ob Google die Steuern von 2000 bis 2003 nachzahlen muss und ob es weitere strafrechtliche Konsequenzen haben wird, wird jetzt die Aufgabe von Googles Anwälten sein. Ich denke dass das chinesische Finanzamt die Oberhand behalten und Google so einige Millionen nachzahlen muss. Ich muss sagen dass ich mich mit Steuergesetzen so gut wie garnicht auskenne, wage es aber dennoch zu behaupten dass das hier ein astreiner Steuerbetrug gewesen ist. Im Grunde hat Google sich genauso verhalten wie eine Briefkastenfirma auf den Bahamas... nur dass das hier in einem etwas größeren Stil geschehen ist. Yahoo!, Baidu und weitere Suchmaschinen werden übrigens ebenfalls beschuldigt. Frage an die Experten: Wenn China Google dazu zwingt die Steuern nachzuzahlen - muss das amerikanische Finanzamt, an das Google die Steuern abgeführt hat, das Geld wieder zurückgeben? [TechCrunch]
Google Robert Basic von BasicThinking ist in den letzten Wochen ein wenig auf dem Google-Boykott-Trip - unter anderem wegen dem PageRank-Verlust und derTrigami-Bestrafung. Im moment ist er nicht nur auf der Suche nach einer Google Mail-Alternative sondern denkt auch laut darüber nach den GoogleBot von seinem Blog auszuperren. Glaubt ihr dass dieser Boykott etwas bringt und würdet ihr mitmachen? Ich halte es Webmaster-technisch gesehen für Selbstmord... » Diskussion bei BasicThinking
23andme Am Montag wird die Biotech-Firma 23andme offiziell an den Start gehen und ihr erstes Produkt vorstellen. Das wäre nicht sonderlich spannend, wenn da nicht 3 kleine Details wären: Erstens wurde die Firma von Sergey Brins Frau Anne Wojcicki gegründet, zweitens hat sich Google mit 2,9 Mio. Dollar an der Firma beteiligt und drittens möchte die Firma euer Erbgut... Für 999$ bekommt man ein kleines Set zugeliefert mit dem man von sich selbst eine kleine DNA-Probe nehmen und diese wieder an 23andme zurückschicken kann. Wenige Wochen später bekommt man eine detailierte Auflistung aller Informationen die man nach dem derzeitigen Wissensstand aus dieser DNA herausziehen kann. So können ganz nebenbei Krankheiten entdeckt werden die nicht ausgebrochen sind oder andere erbliche Fehlinformationen bzw. auch Informationen aus der genetischen Vergangenheit. Nun, das mag anfangs ein relativ interessantes Angebot sein. Allerdings muss man sich fragen ob das ganze wirklich mit 999$ finanziert werden kann - zumal es mit der einen Untersuchung ja nicht getan ist. Bei jeder neuen Entschlüsselung des Erbgutes können wieder neue Informationen gewonnen werden die der Kunde dann völlig kostenlos bekommt. Außerdem ist dabei natürlich nicht zu vergessen dass Google - die Firma die jede Information der Welt archivieren möchte - mit knapp 3 Mio. Dollar an der Firma beteiligt ist - was ein nicht zu unterschätzender Prozentsatz sein dürfte. Möglicherweise wird Google also an diese Informationen herankommen und diese eventuell sogar mit den eigenen Nutzerdaten verbinden. Eine Anbindung an Google Health wäre denkbar... Wir dürfen also auf Montag gespannt sein... Bleibt die Frage wieviele Menschen dazu bereit sind einer privaten Firma ihr Erbgut zur Verfügung zu stellen. Und noch interessanter wird es, wenn Google sich einen höheren Prozentsatz der Firma sichert und auch dieses Angebot wieder kostenlos zur Verfügung stellt... » 23andme [TechCrunch]