SketchUp Im letzten Jahr startete Google erstmalig den Build your Campus-Wettbewerb und wollte auf diese Weise alle Universitäten in Nordamerika in 3D erhalten. In diesem Jahr wird der Wettbewerb wiederholt, diesmal allerdings weltweit ausgedehnt, ohne Altersbeschränkung und mit der Gewinnchance auf eine Nintendo Wii sowie einen iPod. Außerdem heißt der Wettbewerb in diesem Jahr Model your Campus. An dem Wettbewerb können weltweit alle Studenten, auch in Gruppenarbeit, teilnehmen und ihren Campus via Google SketchUp nachbauen. Die Modelle müssen dann über das 3D warehouse hochgeladen und in Google Earth integriert werden - schon nehmt ihr automatisch an dem Wettbewerb teil. Den Gewinnern winkt ein iPod Touch, eine Wii, und für den drittplatzierten ein Google-Shirt + Hut. Teilnahmeschluss ist der 1. Juni 2008 Der Wettbewerb ist mal wieder eine mehr als billige Methode für Google an 3D-Modelle zu kommen. Eine Wii, ein iPod sowie ein Shirt kosten nichts im Vergleich zum Monatslohn eines Designers der diese Gebäude nachbauen würde. Vielleicht wäre es auch mal ganz interessant wenn Google einen "Model your Home"-Wettbewerb startet in der jeder sein eigenes Wohnhaus basteln kann. Das Preisgeld auf ein paar tausend Euro erhöhen und schon können die sich vor Modellen nicht mehr retten ;-) » Model your Campus-Wettbewerb » Ankündigung im Google-Blog
Vor 2,5 Jahren hatte Google die von Keyhole übernommene und weiter entwickelte Software Google Earth veröffentlicht und der Welt ein neues Spielzeug in die Hand gedrückt. Damals war die Euphorie groß, ähnlich wie bei der legendären Moorhuhnjagd. Doch kein Trend hält ewig - sollte man meinen. Earth ist auch heute noch eine Standard-Anwendung für viele User und kann mittlerweile auf 350 Millionen Downloads zurückblicken. Ich denke der Grund für die anhaltende Beliebtheit von Earth ist, dass man dieses "Spiel" nie durchspielen kann. Immer wieder möchte man neue Urlaubsorte oder sonstige Locations ansehen, ständig gibt es neue Community-Einträge, Fotos, Videos und weitere Overlays. Zwar beherrschen auch die Google Maps mittlerweile diese Features, aber an die Faszination "Rundflug über die Erde" wird das wohl nie rankommen ;-) » Rückblick im LatLong-Blog [Googlified]
Google Und schon wieder haben Googles Anwälte Arbeit auf dem Tisch: Im Web kursiert ein negativer Artikel über die Firma "Castran Gilbert" der der Chefetage natürlich nicht passt. Doch statt den Autor bzw. Hoster des Artikels anzuschreiben, hat man sich erst einmal an Google gewandt und die Entfernung der Seite aus dem Index gefordert. Allerdings hat man sich an die australische Niederlassung gewendet die keinen Zugriff auf solche Daten hat. Also gabs eine Klage. Paul Castran, Manager der Firma, hatte sich an Google Australia gewendet um die Entfernung aus dem Index zu fordern. Diese hatte, wider erwarten von Paul, die Seite nicht entfernt, sonder lediglich zurückgeschrieben dass man dazu nicht in der Lage ist. Die Suchmaschine wird von Google Inc. in Mountain View betrieben (interessantes Detail) und man selbst hat keinerlei Zugriff auf die Datenbanken. Doch anstatt sich an Google Inc. zu wenden hat Paul eine Klage gegen Google Australia eingereicht in der er dennoch die Entfernung der Seite fordert. Natürlich wäre es ein leichtes für Google Australia das ganze an die Mutterfirma zu melden und die Seite trotzdem entfernen zu lassen - das wird man aber wohl aus Prinzip schon nicht tun. Die Klage selbst dürfte auch keine Chance vor Gericht haben. Googles Stellung als Informationslieferant wird für das Unternehmen offensichtlich immer mehr zum Problem. Es existieren eben auch Informationen über die einige nicht so glücklich sind und die sie am liebsten aus der Welt schaffen würden. Diese Informations-Mörder wenden sich dann zuerst an den Lieferanten, und das ist derzeit größtenteils Google, und der steht dann vor dem eigentlichen Problem... Hoffen wir dass G. Australia nicht einknickt und Mr. Castran gegen die Wand laufen lässt ;-) [Seroundtable]
Google @ Disneyland
Auch wenn Google erst auf eine 10jährige Geschichte zurückblicken kann, gab es bisher dennoch so etwas wie eine Tradition: Nämlich der jährliche Betriebsausflug auf die Skipiste. In diesem Jahr wurde er wegen der zu hohen Teilnehmerzahl abgesagt und der Ausflug ins Disneyland verlegt. Die teilnehmenden Googler haben jede Menge Fotos geschossen und Berichte darüber geschrieben - natürlich hatten sie alle wieder eine Sonderbehandlung ;-) Welcome Googlers
Von Googles über 16.000 Mitarbeitern weltweit haben sich 5.000 für den Betriebsausflug vom 4. bis 6. Februar eingetragen und wollten dann natürlich auch dorthin befördert werden. Die Mitarbeiter wurden aus 3 verschiedenen Flughäfen eingeflogen, hatten einen eigenen Wartebereich auf dem Flughafen von Los Angeles und wurden mit eigenes für sie organisierten Bussen auf die Hotels verteilt. Google hat nicht weniger als 10 Hotels komplett gemietet. Aber auch der Ausflug ins Disneyland lief nicht ganz alltäglich ab. Google hat für seine Mitarbeiter das _ganze_ Disneyland für 3 Tage gemietet. Am Dienstag hatten sie den Park von 20:00 Uhr bis zum nächsten morgen sogar komplett für sich alleine, das erspart einem dann so lästige Dinge wie dem Warten vor den Attraktionen und hatte die Vorzüge dass es sogar eigene Paraden und Feuerwerke nur für die Googler gab. Da hat sich die Firma den Ausflug ja ganz schön was kosten lassen - wieso kann mein Arbeitgeber sowas nichtmal machen? :-D Ich kann mir vorstellen dass 5.000 Googler auf einen Haufen im Disneyland eine ganz schön verrückte und durchgeknallte Menge abgeben - wäre ich gerne dabei gewesen ;-) » Blogpostings über den Ausflug: 1, 2, 3, 4 » Fotos vom Ausflug: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 [Google OS]
Google Redesign
In 2 Wochen kommt der Film Be Kind Rewind in die amerikanischen Kinos: In dem Film geht es um 2 Videothekbesitzer die aus versehen ihren gesamten Filmbestand gelöscht haben und, um die drohende Pleite abzuwenden, sich jetzt vorgenommen haben die kompletten Filme auf eigene Faust nachzudrehen. Auf der Website wird das ganze fortgesetzt: Es wurde das ganze Internet gelöscht und Google und YouTube neu designt. Ich glaube den Film werde ich mir anschauen :-D » Google Sweding » YouTube Sweding [thx to: albiedo]
Plaxo
Der Online-Adressbuch-Service Plaxo steht seit einiger Zeit offiziell zum Verkauf und hat in der Vergangenheit nach attraktiven Übernahmekandidaten gesucht. Laut aktuell kursierenden Gerüchten hat Google den Zuschlag bekommen und dafür 200 Millionen Dollar auf den Tisch gelegt. Auch Facebook ist noch im Gespräch, aber Google erscheint am wahrscheinlichsten. Plaxo ist sozusagen der Umzugsservice des Internets: Ihr tragt einmal alle eure persönlichen Daten und die eurer Freunde ein und die Daten werden dann in Plaxo Adressbuch gespeichert. Wenn sich jetzt z.B. eure Adresse ändert, könnt ihr diese einmalig bei Plaxo ändern und der Dienst kümmert sich um alles weitere. Plaxo schickt automatisch eMails an flickr, YouTube, Live und viele weitere und beantragt eure Adressänderung bei diesen Diensten. Das Angebot klingt natürlich genau nach Googles Kerngeschäft. Informationen sammeln, zentral anbieten und anderen zur Verfügung stellen. Plaxo könnte, wenn an der Übernahme etwas dran ist, zum lange geforderten Google Adressbuch werden - das von Google Mail ist auch nach dem Update immer noch ein Witz als ein nützliches Tool. Der Kaufpreis von 200 Mio. Dollar erscheint mir auch recht wahrscheinlich, immerhin sitzt Plaxo schon mit großen Partnern an Bord und hat 15 Millionen User die ihre Adresse und weitere Informationen hinterlegt haben. In einigen Tagen wissen wir sicherlich mehr. Weit reisen müssten die Plaxo-Angestellten zu ihrem neuen Arbeitgeber auch nicht, Plaxo operiert, wie Google, aus Mountain View. » Plaxo [TechCrunch]
Blogger 1999
Philipp Lenssen hat mal wieder seine Wayback Machine angeworfen und sich auf die Spuren von Googles Tochter Blogger gemacht. Das Design von Blogger 1999 kann so noch sehr gut nachvollzogen werden. Interessant finde ich, dass die Seite erst "blogger", dann "BLOGGER" und jetzt "Blogger" heißt - letzteres ist wohl die beste Wahl ;-) Ich kann mit Stolz behaupten auch die 1999er-Version noch live gesehen zu haben. Und Ihr? » Blogger im Laufe der Zeit
iGoogle Bar
Auch wenn die User schon seit langer Zeit danach schreien, hat es Google bisher immer noch nicht geschafft die Linkbar wenigstens ansatzweise anpassbar zu machen. Die Firefox-Erweiterung iGoogleBar kann das zwar auch nicht, verpasst der kleinen unscheinbaren Linkleiste aber sehr viel mehr Funktionalität und macht daraus einen eigenen Mini-Browser. iGoogleBar
Das Plugin stellt den Einträgen in der Linkbar erst einmal das entsprechende Favicon des Dienstes voran und verlinkt diese mit weiteren Informationen. Ein Klick auf das Google Mail-Symbol zeigt bspw. eine Liste der neuen Mails, Calendar eine Liste der nächsten Termine, Reader den iGoogle-Reader usw. ... Außerdem wird der Link zu Google Mail und zum Google Reader fett gedruckt wenn neue Einträge vorhanden sind und in Klammern dahinter die Zahl der neuen Einträge angezeigt. Anpassbar ist das Tool zwar auch nicht und es hat noch einige Macken (Ein Klick auf eine Picasa Web-Galerie etwa lädt Google Mail in der Dauerschleife), aber allein schon wegen der Liste der nächsten Termine im Calendar ist es sehr nützlich. Leider nimmt die Linkbar durch das Plugin auch zuviel Platz weg und es verschwindet der Link "more >>" der das Menü für die weiteren Dienste öffnet. Müsst ihr also selbst wissen was euch wichtiger ist ;-) » iGoogleBar [Googlified]
YouChoose
Im Rahmen der YouChoose-Kampagne zur amerikanischen Präsidentschaftswahl, hat YouTube jetzt ein eigenes Portal für den heutigen "Super Tuesday" gestartet. Dabei handelt es sich um eine Google Map in der die verschiedensten Videos rund um die Wahl eingetragen sind. Der Clou daran ist, dass jeder User selbst Videos hochladen und auf dieser Karte platzieren kann. YouChoose Super Tuesday
Die Videos sind auf der Karte durch 4 verschiedene Symbole gekennzeichnet die den Inhalt verraten: Es gibt Videos von republikanischen Kandidaten, demokratischen Kandidaten, News-Meldungen der großen Networks oder eben Videos von YouTube-Usern. Letztere dürften vor der Veröffentlichung bzw. der Eintragung auf dieser Map erst freigeschaltet werden müssen. » Super Tuesday-Portal » Ankündigung im Google-Blog [thx to: seekXL]
Android ZWar wurde bisher kein Erscheinungstermin für das android Developer Kit genannt, aber dennoch hat Google jetzt offiziell den Release um einige Wochen oder Monate nach hinten verschoben. Mit dem Developer Kit können Entwickler Anwendungen für Google-kompatible Handys programmieren. In der Folge ist auch der dazugehörige Wettbewerb Android Developers Challenge um 6 Wochen bis zum 14. April verlängert worden. Offiziell wurde der Release aus folgendem Grund verschoben:
Auf Grundlage des großartigen Feedbacks haben wir signifikante Verbesserungen vorgenommen
Oder mit anderen Worten: Die damals vorliegende Alpha-Version war einfach nicht gut genug. Immerhin hat Google genug Mut so ein großes und wichtiges Projekt nach hinten zu verschieben "nur" um die Qualität und den Funktionsumfang zu verbessern. Andere hätten die Software dennoch veröffentlicht und die Verbesserungen einfach mit einem Service Pack, einem Update oder der nächsten Version nachgeschoben. [Spiegel Online, thx to: seekXL]
Social Graph API
Mit XHTML Friends Network (Kurz: XFN) lassen sich ausgehende Links nach sozialen Aspekten beschreiben: So kann etwa angegeben werden dass ich mit dem Webmaster von Link A verwandt bin, mit Link B garnichts zu tun habe und Link C meine Freundin ist. Genutzt wird diese Technik vorallem in Blogrolls sehr intensiv, allerdings wurde sie bisher kaum bis garnicht ausgewertet. Zu diesem Zweck gibt es jetzt die Social Graph API von Google. XFN-Daten können per Rel-Angabe zusätzlich zum A-Tag hinzugefügt werden und geben dem Robot der Suchmaschinen so Hinweise darauf in welcher Beziehung die beiden Webseiten miteinander stehen. Leider wurden diese Daten bisher weder von Suchmaschinen noch von Browsern offiziell ausgewertet oder genutzt - so dass diese Angaben eigentlich immer im verborgenen geblieben sind und sich diese Technik bisher dadurch kaum verbreiten konnte. Google hat diese Daten (wen wundert es?) aber natürlich schon gesammelt und auch ausgewertet und stellt diese jetzt via der Social Graph API bereit. Die API ist, ähnlich wie die Chart API rein URL-basiert und gibt seine Daten im bekannten GData-Format zurück. Nach Angabe einer Webseite wird eine Liste von Links mit XFN-Angabe zurückgegeben, inklusive der Beziehung der Webseiten untereinander. Einen wirklichen Anwendungsbereich gibt es für diese API für den normalen Nutzer meiner Meinung nach nicht, dafür aber umso mehr für soziale Netzwerke. Gerade für Open Social ist das mal wieder mehr als interessant und kann dazu beitragen Profile automatisiert ohne jegliches Zutun des Users aufzubauen. Die Veröffentlichung der API soll jetzt wohl lediglich die User dazu anspornen diese Technologie zu nutzen. P.S. Fast vergessen: Die Social Graph API wertet auch FOAF-Dateien aus. » Ankündigung im Google Code Blog [thx to: 7h0ma5]
Urchin Mit der Übernahme von Urchin Software hatte Google damals nicht nur die Software für das heute populäre Google Analytics übernommen, sondern auch weitere Analyse-Software für andere Anwendungsbereiche. Eine davon heißt schlicht und ergreifend Urchin und ist für den lokalen Einsatz auf dem Server konzipiert. Heute wurde, nach der Ankündigung im Oktober, eine 90-Tage-Beta-Testversion veröffentlicht. Urchin
Im Gegensatz zu Google Analytics wird Urchin nicht per Script in eine Webseite integriert, sondern sammelt seine Daten direkt vom Server. Die Software läuft also lokale und nistet sich tief im System ein. Auf diese weise können noch mehr Daten gesammelt werden (die allerdings [noch] nicht zu Google gesendet werden) und einzelne Abläufe können sehr viel genauer getrackt und individuell ausgewertet werden. Die Features die zusätzlich zu den Analytics-Funktionen zur Verfügung stehen: - Noch bessere Geo-Referenzierung der Besucher - E-Commerce-Verläufe können noch besser nachverfolgt werden - Verbesserter Kalender zur Überwachung und dem automatischen Starten von Cronjobs - Verbessertes User-Interface - Stabilere Speicherung der Logdateien Über 2 Jahre lang hatte Google die Software nicht weiter entwickelt und sich ausschließlich auf Google Analytics konzentriert - bis es dann zu Protesten der User der damaligen Software kam. Seitdem kam wieder Bewegung in die Sache und Google hat beschlossen die Software weiter zu entwickeln. Allerdings scheint man sich auch weiterhin davon etwas distanzieren zu wollen, denn auch das neue Produkt wird nicht unter eigenem Namen veröffentlicht. Da Google die Daten die durch die Software gesammelt werden nicht verwenden kann, lässt man sich den Einsatz dieser Software kräftig vergolden: Nach einem kostenlosen 90tägigem Test müsst ihr schlappe 2.995 Dollar für das Programm auf den Tisch legen. Für Privatanwender kaum lohnenswert, auf großen Webseiten aber sicherlich eine gute Alternative zur bisherigen Statistik-Software. » Urchin downloaden oder kaufen » Ankündigung im Google Analytics-Blog
Marissa Mayer Googles Produktchefin Marissa Mayer hat wieder einmal in die Zukunft der Suchmaschinen geblickt und sich dabei vorallem auf das sogenannte "Social Search" bezogen. In der Zukunft sollen Suchergebnisse nicht mehr nur statisch oder auf die eigenen Bedürfnisse angepasst personalisiert sein, sondern auch die Profile der Freunde mit einbezogen werden. Aber ob die User das wirklich wollen? Bisher hat es Google noch nicht einmal geschafft den eigenen Suchverlauf, Surfverlauf, die Bookmarks oder weitere Daten zur Personalisierung der Suchergebnisse mit einzubeziehen, aber Marissa geht schon einen Schritt weiter: In ferner Zukunft sollen die Suchergebnisse auch von den Bookmarks und den Verläufen von Freunden geprägt sein. Wenn eure Freunde eine bestimmte Seite besuchen soll diese dann in Folge auch bei euch weiter oben in den Suchergebnissen stehen.
Social search happens every day. When you ask a friend ?what movies are good to go see?? or ?where should we go to dinner??, you are doing a verbal social search. You?re trying to leverage that social connection to try and get a piece of information that would be better than what you?d come up with on your own. For example, it?s clear that people would attribute more authority to the pages that their friends have visited. So if we took Web History and allowed that data to influence rankings, such that pages that your friends have visited were now bumped up in your search ranking, that that might be a good augmentation to something like personalized search. In essence, it?s a fusion of personalized and social search. In this case, what we would do is say: This Google Mail account which maps to Marissa Mayer then maps to these other friends, allow those friends to influence this ranking.
Die Frage ist ja nur, ob die User das wirklich wollen und wie sinnvoll das ganze ist. Auch der allerbeste Freund hat dennoch andere Interessen und Vorlieben als ich und sollte nicht in meinen Suchergebnissen rumpfuschen. Es kann natürlich praktisch sein wenn man gemeinsame Termine oder Ausflüge plant, aber nicht bei der persönlichen oder alltäglichen Suche. Am besten wäre so eine Funktion natürlich wenn sie individuell zuschaltbar ist. Google müsste also 3 verschiedene Suchergebnisse aufbauen: Statisch, Personalisiert, Freunde-bezogen personalisiert. Eventuell könnte man auch jeden Freund einzeln hinzuschalten bzw. aus einer Suche entfernen dürfen. Denn nur weil mein Freund Porno-Surfer ist, muss ich nicht die gleichen Interessen haben wenn ich nach einem Star suche ;-) Die Frage ist natürlich auch, wie Google erkennen möchte wer Freund und wer Feind ist. Das läuft ja schon bei den Reader Shared Items etwas verquer... Natürlich könnten die Daten von OpenSocial mit einbezogen werden, aber auch diese werden von den meisten nicht wirklich gepflegt und ein Großteil der User nimmt eh jede Freunde-Anfrage einfach an... Marissa erklärte übrigens auch, dass sie nicht glaubt dass solche oder ähnliche Funktionen innerhalb der nächsten 10 Jahre zu erwarten sind. Sie betonte auch dass Google derzeit nicht an solchen Funktionen bastelt. Wohl aber wird man ein passendes Konzept in der Schublade haben, sonst hätte sie wohl kaum darüber erzählt... [Google Blogoscoped, Google OS]
Google Pünktlich zu Ende des Monats hat Google seine aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht: Im abgelaufenen Quartal hat das Unternehmen einen Umsatz von 4,83 Milliarden Dollar im Gegensatz zu 4,32 Milliarden im Vorquartal erwirtschaftet. Die Gewinnverteilung zwischen AdSense, der Google.com-Werbung und den weiteren Einnahmequellen ist hingegen gleich geblieben. Insgesamt hat Google einen Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Google Gewinnanteile
Auch in diesem Quartal kann Google seine Tradition, den Umsatz in jedem Quartal zu steigern, (noch) beibehalten: Immerhin eine halbe Milliarde Dollar mehr als noch vor 3 Monaten. Dennoch ist Google mehr als offensichtlich viel zu abhängig von der Werbung - lediglich 1% werden durch den Verkauf von Lizenzen, Speicherplatz und anderen Einnahmequellen gedeckt. 65% stammen von AdWords und 34% von den AdSense-Partnerwebseiten. Auch die Zahl der Mitarbeiter wurde in diesem Quartal noch einmal erhöht: Waren es im 3. Quartal noch 15.916 Googler, steht der Counter mittlerweile bei 16.805 Vollzeitangestellten. Also auch hier verläuft noch alles positiv und problemlos. Dennoch sind die Anleger enttäuscht - was ist schon eine halbe Milliarde Zuwachs? Die Aktie fiel nach der Ankündigung um 6,5%... » Die nackten Zahlen bei Google » Google-Quartalszahlen in der Übersicht [Googlified]
Nokia + Maps Nokia hat vor einiger Zeit eine Anwendung namens Nokia Sports Tracker veröffentlicht, mit der jeder Nokia-Besitzer seine eigenen Jogging-Zeiten und - Routen aufzeichnen und mit der Community teilen kann. Doch das Programm und die dazugehörige Community kann natürlich auch zweckentfremdet werden und ein komplettes Bewegungsprofil über eine Person aufgebaut werden. Big Nokia is watching you! Nokia Sports Tracker
Um das Programm nutzen zu können müsst ihr entweder ein GPS-fähiges Nokia-Handy haben oder euer aktuelles Nokia-Handy mit einem GPS-Stick ausrüsten. Dann noch das dazugehörige Programm installiert und die Aufzeichnung kann losgehen. Das Programm zeichnet automatisch euren Standortwechsel auf und sendet die fertige Route dann nach Beendung an den Sports Tracker-Server. Hier ist die Route dann öffentlich gespeichert und kann in Formate wie XLS, KML uns CSV exportiert werden. Aber das ist noch nicht alles: Auch unterwegs geschossene Fotos werden wahlweise mit einem Geotag versehen und gleich an die Website mitgesendet. So könnt ihr eure Routen nicht nur via Linie auf dem Stadtplan präsentieren, sondern das ganze auch noch mit Fotos unterlegen und andere eventuell dazu animieren sich ebenfalls mal dieser Route anzunehmen. Auf der dazugehörigen Website wird das ganze - und hier kommt die Google-Verbindung - auf einer Google Map angezeigt und kann auch in das Google Earth-Format exportiert werden. Interessant hierbei ist, dass Nokia nicht nur die X- und Y-Koordinaten sondern auch die Z-Koordinate aufzeichnet. Wenn ihr also per Flugzeug unterwegs seid könnt ihr das in Earth auch eindrucksvoll an einer erhöhten Linie sehen. Mit dem Earth Flugsimulator kann dann sogar die gleiche Strecke noch einmal abgeflogen werden. Ist wirklich ein interessantes Tool, hätte ich aber von Nokia garnicht erwartet. So etwas ähnliches erwarte ich viel mehr schon seit einiger Zeit von Google. Wird sicherlich mit erscheinen von den ersten offiziellen android-Handys nachgerüstet ;-) » Nokia Sports Tracker » Beispielroute [LokPopp Blog]