Nokia + Maps Nokia hat vor einiger Zeit eine Anwendung namens Nokia Sports Tracker veröffentlicht, mit der jeder Nokia-Besitzer seine eigenen Jogging-Zeiten und - Routen aufzeichnen und mit der Community teilen kann. Doch das Programm und die dazugehörige Community kann natürlich auch zweckentfremdet werden und ein komplettes Bewegungsprofil über eine Person aufgebaut werden. Big Nokia is watching you! Nokia Sports Tracker
Um das Programm nutzen zu können müsst ihr entweder ein GPS-fähiges Nokia-Handy haben oder euer aktuelles Nokia-Handy mit einem GPS-Stick ausrüsten. Dann noch das dazugehörige Programm installiert und die Aufzeichnung kann losgehen. Das Programm zeichnet automatisch euren Standortwechsel auf und sendet die fertige Route dann nach Beendung an den Sports Tracker-Server. Hier ist die Route dann öffentlich gespeichert und kann in Formate wie XLS, KML uns CSV exportiert werden. Aber das ist noch nicht alles: Auch unterwegs geschossene Fotos werden wahlweise mit einem Geotag versehen und gleich an die Website mitgesendet. So könnt ihr eure Routen nicht nur via Linie auf dem Stadtplan präsentieren, sondern das ganze auch noch mit Fotos unterlegen und andere eventuell dazu animieren sich ebenfalls mal dieser Route anzunehmen. Auf der dazugehörigen Website wird das ganze - und hier kommt die Google-Verbindung - auf einer Google Map angezeigt und kann auch in das Google Earth-Format exportiert werden. Interessant hierbei ist, dass Nokia nicht nur die X- und Y-Koordinaten sondern auch die Z-Koordinate aufzeichnet. Wenn ihr also per Flugzeug unterwegs seid könnt ihr das in Earth auch eindrucksvoll an einer erhöhten Linie sehen. Mit dem Earth Flugsimulator kann dann sogar die gleiche Strecke noch einmal abgeflogen werden. Ist wirklich ein interessantes Tool, hätte ich aber von Nokia garnicht erwartet. So etwas ähnliches erwarte ich viel mehr schon seit einiger Zeit von Google. Wird sicherlich mit erscheinen von den ersten offiziellen android-Handys nachgerüstet ;-) » Nokia Sports Tracker » Beispielroute [LokPopp Blog]
Yahoo In den letzten Wochen hatte Yahoo! mit der geplanten Entlassung von 1.000 Mitarbeitern - vorallem in Europa - Schlagzeilen gemacht. Die gestrige Präsentation der Bilanzen hat das ganze dann auch bestätigt: Der Umsatz ist zwar um 8% gestiegen, aber dafür der Gewinn gleich um ein Viertel auf 206 Millionen ? eingebrochen. Die Schuld an diesem Debakel geben die meisten vorallem Google. Hat Yahoo! zu lange geschlafen? Der neue alte Chef Jerry Yang hatte schon bei seiner Rückkehr im vergangenen Jahr angekündigt dass bei Yahoo! kein Stein auf dem anderen bleiben wird und mit massiven Stellenstreichungen und Umdispositionen zu rechnen ist. Dabei ist man wohl darauf gestoßen dass das europäische Geschäft mehr schlecht als recht läuft und gerade hier die meisten Stellen abgebaut werden müssen. In der Tat ist Yahoo! im Vergleich zu den USA hier den meisten nur noch eine Erinnerung an vergangene Tage. Ich denke dass größte Problem von Yahoo! ist aber nicht Google, sondern einfach die sensationelle Ziellosigkeit. Yahoo! macht seit eh und je nichts halbes und nichts ganzes. Auf jedem Bereich möchte man präsent sein und hat zu jedem erdenklichen Thema ein Portal zu bieten. In der Theorie erreicht man so jede Zielgruppe, aber in der Praxis sieht das wohl ganz anders aus. Kaum jemand dürfte Yahoo!s Sonderangebote nutzen. Im Unterschied zu Google bietet Yahoo! auch Original-Content an. Yahoo! beschäftigt jede Menge Redakteure die Nachrichten, Rezepte, Auto-Tests usw. schreiben und auf das Portal einstellen. Das kostet natürlich jede Menge Geld. Google hingegen lässt sich immer alle Daten kostenlos von seinen Usern zukommen und stellt eher den Informationshoster da. Genau diese unterschiedlichen Ansatzweisen werden Yahoo! zunehmend zum Verhängnis. Zwar produziert man vorbildlicherweise Content, aber leider will den niemand mehr lesen. Meiner Meinung nach sollte Yahoo! zumindest die Hälfte seiner Portale dicht machen und sich auf die wirklichen Perlen konzentrieren: Einerseits die Websuche, die durchaus Potential hat, und andererseits auch auf die zugekauften Dienste flickr und del.icio.us. Die Integration solcher Dienste in die Yahoo!-Portale wäre längst überfällig. In der Praxis merkt der User auch einige Jahre nach den Übernahmen nicht dass man sich auf einer Yahoo!-Seite befindet - es sei denn man erblickt das kleine Yahoo!-Logo am unteren Rand der Website. P.S. Wie wäre Yahoo!s Geschichte wohl verlaufen wenn man Google damals nicht laut lachend weggeschickt hätte? Larry und Sergey wollten ihre Suchmaschinentechnik nämlich für läppische 500.000 $ an Yahoo! verkaufen... hätten sie mal angenommen... P.S.S. Da Yahoo! immer weiter in die Krise schlittert, ist auch das Thema Yahoo!-Übernahme durch Microsoft wieder ein Thema. Yahoo! wird immer billiger und Microsoft kann sich vermeintliche Millionen Kunden sichern. Schlussendlich wird aber auch das wohl keinen von beiden helfen. Letztes P.S.: Wann war euer letzter Besucher auf einer Yahoo!-Seite und gibt es einen echten Dienst (Mail mal ausgenommen) den ihr regelmäßig nutzt? [FTD, Süddeutsche, thx to: gaehn.org]
Google
Rusty Brick von Seroundtable hat sich über Googles 404-Seite Gedanken gemacht, und fragt sich warum diese wahrscheinlich doch sehr häufig angezeigte Seite nicht besser genutzt wird. Seiner Meinung nach könnte Google hier einige Produkte, allen voran die Websuche, prominent bewerben und sinnvoll einsetzen. Dazu wird es aber, aus gutem Grund, sicherlich nie kommen. Natürlich könnte Google statt der einfachen Fehler-Seite direkt die Websuche aufrufen und das entsprechend angeforderte Dokument suchen. Oder aber man könnte den User auf eine Seite mit einer Liste von Google-Diensten weiterleiten, was natürlich am effektivsten wäre. Doch das einzige was Google anzeigt ist ein Logo aus bunten Buchstaben (nicht als Grafik) und die angeforderte Datei - eine aussagekräftige Fehlermeldung fehlt. Designed for DAUs Ich denke der Grund für diese Fehlerseiten ist, dass auch der letzte DAU sofort erkennen soll dass er sich nicht auf einer "echten" Website befindet sondern quasi nur eine Fehlermeldung liest. Genau aus diesem Grund wird wohl auch das Logo nicht als Grafik angezeigt. Einerseits erkennt man durch diese bunten Buchstaben sofort dass hier etwas nicht stimmt, und andererseits erkennt man auch sofort dass man sich auf einer Google-Seite befindet. Angenommen Google würde jetzt da oben ein Logo, einen aussagekräftigen Fehlertext und eventuell eine Liste der Services oder zur Websuche anbieten - dann würde es viel zu lange dauern bis DAUs merken dass da etwas schief gelaufen ist. Wie oft habe ich andere dabei beobachtet wenn sie mal wieder eine Yahoo! Geocities-Seite aufrufen die nicht mehr existiert. Die Fehlermeldung wird einfach übersehen und der User denkt dass er sich auf der aufgerufenen Website befindet... Für die 404-Seite gilt also genau wie für die Startseite: Sie ist funktionell, zeigt nur die wirklich benötigten Informationen und kann von jedem DAU bedient werden. Also wird sie so bleiben wie sie ist ;-) » Artikel bei Seroundtable
Davos-Konferenz
Google-Chef Eric Schmidt hat am Sonntag auf dem World Economics Forum in Davos über die Zukunft des mobilen Webs und Googles Ambititionen darin gesprochen. Schmidt ist überzeugt davon, dass sich vorallem im Bereich der mobilen Werbung dieses Jahr der große Durchbruch erreichen lässt. Außerdem: Google hat es mal wieder wunderbar verstanden sich auf der Messe unverzichtbar zu machen. Mobile Advertising Während Analysten den mobilen Werbemarkt auch im Jahr 2012 noch bei unter 1 Milliarde Dollar sehen, ist Eric Schmidt der Meinung dass diese Grenze vielleicht sogar noch in diesem oder nächstem Jahr durchbrochen werden könnte. Er wird wohl nicht zuletzt durch die eigene android-Plattform so optimistisch in die Zukunft blicken. Das einzige Problem dass der mobile Markt derzeit hat, ist immer noch die fehlende Akzeptanz bzw. die hohen Preise. Man muss den Usern einen wirklich Mehrwert geben als nur eine mobile Seite die auf dem Desktop PC genauso aussieht. Dann wird sich das mobile Web auch durchsetzen und die Werbevermarkter - allen voran mal wieder Google - können sich eine goldene Nase verdienen. 1 Milliarde $ Gesamtumsatz im mobilen Werbemarkt 2012 ist wohl wirklich ein bißchen sehr wenig. Diese Grenze wird wahrscheinlich schon Google alleine in besagtem Jahr durchbrechen. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um die gleichen Analysten die der Online-Werbung vor einigen Jahren keine rosige Zukunft vorausgesagt haben - und noch im selben Jahr startete Google sein AdSense-Programm... YouTube Room YouTube Room
Nicht nur mit seiner Führungsriege sondern auch mit einem der beliebtesten Produkte war Google in Davos vertreten. Als einer der Hauptsponsoren der Konferenz hat man sich praktisch die Rechte dafür gesichert den Medienraum auszurüsten. Interviews von überall auf der Messe wurden direkt in diesem Raum übertragen in dem 5 PCs mit der YouTube-Oberfläche bereit stehen. Außerdem können auch Fragen via YouTube beantwortet werden. Wenn YouTube es jetzt noch hinbekommt auch Livestreamings zu hosten und gleichzeitig aufzuzeichnen wäre so ein YouTube-Room fast schon ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Messe oder Konferenz. Ich denke da steckt noch eine Menge Potential dahintersich auch in der realen Welt zu etablieren ;-) Interessanterweise fand sich nirgendwo in diesem Raum ein YouTube-Logo. [Seroundtable, TechCrunch]
SEO-United
Bei SEO-United läuft zur Zeit eine Umfrage über die verschiedensten Ranking-Faktoren einer Webseite. Dabei geht es nicht um Algorithmen der Suchmaschinen, sondern darum welche Faktoren für euch am wichtigsten sind. Ihr habt noch bis zum 7. Februar Zeit an der Umfrage teilzunehmen und den Link weiter zu verbreiten um aussagekräftigen Ergebnisse zu bekommen. » SEO United Umfrage: Wichtigkeit der Rankingfaktoren
Marissa Mayer In ihrer gestrigen Print-Ausgabe hat die FAZ mal wieder ein sehr interessantes Interview mit Marissa Mayer gebracht. Mayer gibt in dem Interview einen Einblick in zukünftige Entwicklungen, Ziele der Suchmaschine, und spart nicht mit Seitenhieben auf die Konkurrenz. Außerdem kündigt sie für heute ein "weltweit sehr spannendes Doodle" an - das klingt doch mal interessant ;-) Leider ist das Interview nicht komplett online kostenfrei verfügbar, daher werde ich einfach die Stichpunkte von Michael aufgreifen:
* Zukünftig (Marissa Mayer rechnet mit 5 - 10 Jahren) solle die Google-Suche richtige Fragen beantworten können (Etwa: wann läuft der Film XY in Köln?). Vor allem solle dies dann aber durch Spracherkennung erfolgen. Es gibt schon Versuche Texte von Podcasts herauszuschreiben und durchsuchbar zu machen. Zumindest der Teil mit der Spracherkennung entspricht so ziemlich genau dem Gegenteil von dem was Googles Forschungschef Peter Norvig gesagt hat. Ansonsten wird sich die Beantwortung von einfachen Fragen wohl auch in Zukunft am einfachsten über OneBoxen lösen lassen - genau die angesprochene Kino-OneBox existiert ja schon. * Google-Produkte müssen alltägliche oder zuminmdest allwöchentliche Probleme lösen und einfach zu erklären sein, da sich Google-Produkte nur durch Mundpropaganda verbreiten können. Beste Beispiele seien iGoogle und Google Maps. Ich denke dass ist genau der Punkt der hinter Googles Erfolg steckt. Man kann den User auch mit einem Milliardenbudget nicht zwingen die eigene Software zu nutzen bzw. Informationen freizugeben. So etwas muss freiwillig kommen. Und das funktioniert nur durch Software die wirklich das Alltagsleben erleichtern kann. Wobei ich Google Maps aber nicht unbedingt mit iGoogle vergleichen würde, das eine beschafft die Informationen und das andere sammelt sie nur von tausenden Quellen zusammen. * Es wird etwa eine von zehn Ideen verwirklicht. Die werden dann bei Google Labs veröffentlicht. Von denen - so hofft man - sollen zumindest 20% bis 25% erfolgreich sein. Es sei wichtig viel auszuprobieren. Ein Blick auf die Google Labs-Seite zeigt, dass dieses Konzept einfach aber erfolgreich ist. Auf der rechten Seite werden die aus den Labs entstandenen Dienste (darunter Reader, Maps, Notebook und Video) angezeigt und auf der linken Seite die Produkte die sich aktuell noch in Entwicklung befinden. Aus einigen (wie z.B. Transit) wird nie ein eigenständiges Angebot werden sondern die Technik dahinter wird in bestehende Dienste (in diesem Fall Maps) integriert werden. Und einiges wird komplett in der Versenkung verschwinden, so kann man sich die teure Entwicklungsarbeit sparen. * Google Produktsuche soll besser werden. Wobei es schon im Herbst Verbesserungen gegeben haben soll. Gerade in den letzten Tagen habe ich die Produktsuche sehr viel genutzt und gemerkt dass hier doch so einiges an Informationen fehlt. Neben den objektiven Daten gibt es keinerlei subjektive Informationen. Keine Sternchen-Bewertung oder Kommentare von Besitzern dieser Produkte. Zu diesen Zwecken musste ich immer zu "Konkurrent" (derzeit nicht wirklich) ciao.com wechseln. * Viele Suchanfragen fielen einem unterwegs ein, wenn man keinen Computer zu Verfügung hat. Und wenn man zu Hause am Computer sei habe man die Suche oft schon wieder vergessen. Deswegen sei der Handymarkt für Google sehr wichtig, um diese "verlorenen" Suchanfragen für sich zu gewinnen. Ich gehöre leider bis heute immer noch zu denen die niemals im mobilen Web gesurft haben und kann diesen Ansatzpunkt daher sehr gut verstehen. Ich denke wenn das mobile Internet in einigen Jahren selbstverständlich sein wird (dazu müssen aber natürlich die Preise stark fallen) werden sich die Suchanfragen tatsächlich noch einmal verdoppeln wenn nicht sogar verdreifachen. Einige Informationen braucht man eben nur unterwegs. * Reaktion auf den Vorwurf, Google würde an zu vielen Fronten kämpfen: Es sei nicht alles gleich wichtig für Google. Man konzentriere sich vor allem auf die drei Kernbereiche Anzeigen, Programme im Internet und die eigentliche Suche. Hm, mit dem Punkt "Programme im Internet" hat Marissa ja eigentlich alles was nicht in Werbung und Suche passt abgedeckt. Etwas unglücklich formuliert. * Das Google 98% des Umsatzes aus Anzeigen generiert sei weniger problematisch, als viel dächten, da die Werbekunden aus vielen verschiedenen Branchen kommen und so eine gut laufende Brache eine schlecht laufende in der Regel immer ausgleiche. Lediglich ein genereller Abschwung könnte Google treffen - wie jeden anderen auch. Die Abhängigkeit von der Werbung wird Google wohl wirklich eines Tages mal zum Verhängnis werden. Auch in den letzten 4 Jahren konnte keine nennenswerte weitere Einnahmequelle gefunden werden. Die nächste Weltwirtschaftskrise kommt bestimmt... Die Frage ist nur: Was passiert dann mit all den Informationen...? * Google ist überzeugt davon, dass das eigene Werbeprinzip (welches auf Suchanfragen im Wesentlichen besteht) dem der Social Communities wie z.B. Facebook überlegen sei. Das sehe ich anders. Facebook hat den Vorteil seine Nutzer sehr genau zu kennen, Daten zu besitzen die Google nur über 1000 Ecken und Kanten herausbekommen kann. Zielgerichteter kann auf jeden Fall bei Facebook geworben werden. Der einzige Vorteil von Google ist, dass sich die Werbung auf das komplette Web erstreckt und nicht nur innerhalb eines Social-Networks-Käfig angezeigt wird. * Am Montag erscheine "weltweit ein sehr spannendes Doodle". Die "Doodle"-Arbeitsgruppe besteht aus Marissa Mayer, dem Marketing-Manager und vier Designern. Da macht es aber mal wieder jemand sehr spannend... wirds ein Ankündigungs-Doodle? Ein Doodle bei dem man etwas gewinnen kann? Ein neues Logo? Ich freu mich schonmal drauf :-D
» Artikel bei FAZ.net (Kostet 2?) [thx to: Michael] Nachtrag: » Da ist das Doodle: Aber spannend...?
Reader Neben den gestrigen Änderungen am Google Reader (Sidebar gefixt, Sidebar optional ausblendbar, neues Favicon) gab es auch noch eine weitere interessante Neuerung: Ab sofort wird zu jedem Eintrag im Feed nicht mehr nur die Zeit angezeigt in der Google den Feed indiziert hat, sondern auch der eigentliche Timestamp des Postings - sofern dieser vorhanden ist. Reader Time
Teilweise kann zwischen Veröffentlichung eines Postings im Feed und dem Parsing durch Google eine Zeitspanne von 1 Minute bis zu mehreren Stunden liegen - je nach Beliebtheit des Feeds. Bisher hatte man in der Reader-Oberfläche nur die Möglichkeit die Indizierungszeit einzusehen, diese sagt natürlich nur sehr wenig aus - vorallem wenn mal wieder alle Einträge eines Feeds als neu markiert werden - was in letzter Zeit leider ziemlich oft vorkommt. Daraus ergeben sich natürlich auch interessante Einblicke in die Geschwindigkeit von Googles FeedFetcher. Bei meinen Tests sind die meisten Einträge innerhalb von 20 Minuten im Reader verfügbar. Schneller wäre natürlich noch besser, aber die meisten dieser Feed-Besitzer werden Google wohl nicht standardmäßig pingen. Feeds die pingen werden dagegen schon nach 1 Minuten aufgenommen (z.B. GWB-Feed). [Google OS]
AdSense Eine der größten Plagen im Web, neben den Spam-eMails, waren lange Zeit die Domaingrabber die sich jede erdenkliche Adresse gesichert haben um sie dann für teuer Geld weiter zu verkaufen. Mittlerweile läuft dieses Geschäft aber mehr als schlecht, und so ist man schon seit einiger Zeit dazu übergegangen Domains mit Werbebannern auf ihre Monetarisierungsmöglichkeiten zu testen - das sogenannte Domain Tasting. Google schiebt aber auch dem jetzt einen Riegel vor. Das Domain Tasting ist fester Bestandteil der Richtlinien beim registrieren einer Domain. Innerhalb von 5 Tagen kann der Antrag zurückgezogen und die Domain zurückgegeben werden - vollkommen unentgeltlich. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit eine Domain mit vermeintlich hohem Traffic-Aufkommen zu kaufen, sofort Werbung draufzuschalten und anhand der Umsatzzahlen zu entscheiden ob die Domain ihr Geld wirklich wert ist. In der Vergangenheit wurde dafür meist auf Google AdSense zurückgegriffen. Google unterbindet das jetzt in der neuesten Version der AdSense-Richtlinien: Ab sofort dürfen AdSense-Banner nur noch auf Domains erscheinen die älter als 5 Tage sind. Google hat zwar technisch keine verlässliche Möglichkeit herauszufinden wie alt die Domain wirklich ist, wird das aber sicherlich händisch überwachen. Hervorgegangen ist diese Regelung aus der Tatsache dass ein AdSense-Kunde zuletzt einen Monatsumsatz von 3 Millionen Dollar nur mit temporären Domains gemacht hat. Google wird diesem Kunden sein Geld nicht auszahlen, wahrscheinlich lässt man diese Richtlinien-Änderung rückwirkend wirken. Ob Google aber auch das dadurch selbst umgesetzte Geld an seine Inserenten zurückzahlt wurde offen gelassen... [ZDnet-Blog]
YouTube 5 Tage nachdem YouTube wieder einmal in der Türkei gesperrt worden ist, wurde das entsprechende Urteil aufgehoben und die ersten türkischen Provider haben die Seite von ihrer Blacklist wieder entfernt. Das betreffende Video mit der Verunglimpfung Atatürks wurde gelöscht. Sobald aber ein User auf die Idee kommt dieses oder ein ähnliches Video hochzuladen wird YouTube wohl bald wieder offline gehen... [heise]
Docs Seit langer Zeit wird über eine Desktop-Version von Google Docs spekuliert und von vielen bis heute sehnsüchtig erwartet. Damit kann Google (heute) zwar nicht aufwarten, bietet dafür jetzt aber eine andere Möglichkeit an das Online-Office auf eurem PC einzunisten: Mit dem DocList Uploader könnt ihr eine ganze Reihe von Dokumenten per Drag & Drop zu Google Docs hochladen. DocList Uploader
Viel einfacher als bei diesem Tool kann man die Funktionsweise wohl nicht gestalten: Ihr müsst euren Benutzernamen und das Passwort eingeben, euch einloggen und könnt dann alle unterstützten Dokument-Dateien per Drag & Drop in das Fenster ziehen. Die Daten werden automatisch zu Google Docs hochgeladen und können dann direkt von dort geöffnet werden. Docs Upload
Außerdem nistet sich das Tool auch ein wenig in Windows ein und bietet bei allen Dokumentdateien im Kontextmenü die Auswahlmöglichkeit "Send to Google Docs", wirklich sehr praktisch. Um das Tool nutzen zu können wird das .NET-Framework 2.0 vorausgesetzt, daher kann ich es leider nicht testen. Das Tool wird derzeit nicht offiziell von Google verbreitet, sondern wurde von einem Googler in seiner 20%-Zeit entwickelt, daher heißt es derzeit nur DocList Uploader und (noch) nicht Google Docs Uploader - könnte aber noch folgen, eventuell in der nächsten längst überfälligen Version von Google Desktop. » DocList Uploader » Ankündigung im Google Data API Blog [Google OS, Googlified]
YouTube Über einem halben Jahr nach dem Start von YouTube Mobile scheint die Testphase erfolgreich beendet zu sein: Unter m.youtube.com stehen jetzt endlich alle Videos unbeschränkt zur Verfügung und es wurde die Möglichkeit geschaffen sich auch auf der mobilen Version einzuloggen. Außerdem gibt es jetzt auch eine YouTube Mobile Java-Anwendung mit der das Portal schneller und mit mehr Funktionen ausgestattet ist. Bisher war das Videomaterial von YouTube Mobile stark begrenzt, da es anscheinend eine sehr rechenintensive Arbeit gewesen ist alle Videos in das handyfreundliche 3gp-Format umzuwandeln. Jetzt scheint man aber einen guten Algorithmus dafür gefunden zu haben, so dass jetzt auch neu hochgeladene Videos in sekundenschnelle zur Verfügung stehen. In der neuesten mobilen Version kann man sich jetzt auch endlich einloggen und Videos kommentieren, bewerten und natürlich auch wieder selbst Videos in den eigenen Account hochladen. Jetzt könnt ihr eure Meinung zu einem Video also endlich auch auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit abgeben ;-) YouTube Mobile Java-Anwendung Auch für YouTube steht jetzt eine Alternative zur einfachen HTML-Website zur Verfügung: Mit der YouTube for Mobile-Anwendung lässt es sich bequemer durch den Videokatalog surfen. Genau wie bei der mobilen Google Mail- und Maps-Java-Version soll das surfen mit diesen Anwendungen schneller sein, da unnötige Dinge auf diese Weise natürlich nicht doppelt übertragen werden müssen und so eine ganze Menge Traffic gespart werden kann. Die Anwendung steht derzeit nur für Nokias N73, N95, E65, 6110, 6120 und SonyEricsson k800, w880 zur Verfügung. Und hier noch ein offizielles Video über YouTube Mobile: » YouTube Mobile » YouTube Mobile Java-Anwendung » Ankündigung im YouTube-Blog » Ankündigung im Google Mobile-Blog [Google OS, thx to: Michael]