Seit dem Start von Google StreetView gab es Diskussionen darum ob das ganze zu weit geht und die Fotos eventuell die Privatsphäre verletzen und die darauf abgebildeten Personen in missliche Situationen bringen können. Lange hat Google nicht darauf reagiert, jetzt hat Philipp Schindler - Chef von Google Nordeuropa - gegenüber dem Spiegel eine Stellungnahme abgegeben - und hält das ganze für komplett harmlos.
Google
Google war von seiner Platzierung bei der Datenschutz-Topliste auf dem letzten Platz natürlich überhaupt nicht begeistert und hat schon direkt nach der Veröffentlichung seine Enttäuschung darüber angekündigt dass Google nicht genügend Zeit gegeben worden ist sich dafür zu rechtfertigen oder darauf zu antworten. Dies wird jetzt in einem Blog-Eintrag und mit einem offenen Brief von Peter Fleischer, Datenschutzbeauftragter bei Google, nachgeholt.Erst einmal hat Peter sowohl im Blog als auch im offenen Brief angekündigt den Datenschützern entgegen zu kommen und die Anonymisierung von Log-Daten statt nach 24 jetzt schon nach 18 Monaten vornehmen zu wollen. Weiter entgegen kommen kann und möchte Google den Datenschützern nicht, da eine kürzere Frist eventuell zu einem Konflikt mit regionalen Gesetzen führen könnte.Peter gab auch einige sehr gute Gründe für die Speicherung der Daten an:
Google nutzt die Logdaten... - zur verbesserung der Such-Algorithmen zum Vorteil der User - um seine komplette Infrastruktur gegen feindliche Angriffe zu schützen - um die Stabilität seines Werbe-System zu garantieren und Klickbetrug sowie Spam analysieren zu können - um seine User (Google Mail) vor Spam- und Phishing-Mails zu schützen - um auf gesetzliche Forderungen einzugehen und User zurückverfolgen zu können - um die regionalen gesetzlichen Forderungen der Daten-Speicherung einzuhalten
Zu guter letzt hat Peter auch in Aussicht gestellt dass Google demnächst eine Umstellung seines Cookie-Verfahrens ankündigen und durchführen wird. Seit anbeginn speichert Google auf jedem PC einen Cookie mit der höchstmöglichen Länge von mehreren Jahrzehnten. Was daran genau geändert werden soll oder ob die Gestaltung des Google Accounts komplett umgeändert wird ließ Peter erst einmal offen - könnte aber ebenfalls interessant werden.Peter ging zwar nicht auf alle Punkte der Liste ein, hat aber dennoch einen sehr guten Rundumschlag gegen diese Liste vorgenommen. Datenschutz ist zwar wichtig und sollte ernst genommen werden, aber teilweise widersprechen diese Richtlinien einfach zu sehr Googles Geschäftsmodell. Vielleicht sollte Google seine User einfach öfter darauf hinweisen dass massenhaft Daten über sie gesammelt und ausgewertet werden - die meisten wissen das eh schon und würden sich daran nicht stören.» Der offene Brief von Peter Fleischer » Blog-Eintrag[heise]
YouTube
Laut der französischen Ausgabe der Financial Times wird YouTube demnächst um einige regionale Versionen erweitert. Das Videoportal das bisher immer noch lediglich in englischer Sprache für den amerikanischen Markt bereit steht soll vorallem in Europa angeboten und etabliert werden - den anfang soll die französische Version machen, wofür Google seit einiger Zeit versucht Content-Partner zu finden, mit Erfolg.Google bzw. YouTube hat in den vergangenen Monaten viele Gespräche mit Europas größten TV-Sendern geführt um deren Content bei YouTube exklusiv lizenziert anbieten zu können. Einige TV-Stationen wie z.B. France 4 haben mittlerweile eingewilligt ihren Content teilweise bei YouTube anzubieten - wenn YouTube im Gegenzug dafür sorgt Raubkopien und sonstigen "geklauten" Content schnell zu entfernen. Auch mit den Sendern TF1, Canal Plus und M6 gab und gibt es Gespräche, bisher aber ohne Ergebnis.Ich denke jetzt wissen wir warum YouTube es noch nicht geschafft hat eine deutsche Version an den Start zu bringen. Das eigentliche übersetzen der Oberfläche wäre natürlich in wenigen Tagen erledigt, viel mehr geht es darum mit exklusivem Content auf einen mittlerweile sehr gut besetzen Markt zu gehen um hier einige Marktanteile gut zu machen. Um sich vor allen anderen Plattformen zu etablieren muss man natürlich exklusiven Content bieten der die User an das eigene Portal bindet.Allerdings wäre es vielleicht trotzdem besser gewesen YouTube schon vorher zu regionalisieren. Das Portal wird wohl mittlerweile in ganz Europa bekannt sein und benutzt, mit einer Oberfläche in der Landessprache hätten diese Zahlen sicherlich schnell steigen können und so einige Konkurrenten verhindert die schnell auf diesen Zug aufgesprungen sind bevor YouTube selbst eine Landessprachen-Oberfläche anbietet.Von einer deutschen Version ist übrigens noch garkeine Rede, was natürlich nicht heißen muss dass diese zur Zeit nicht in Planung ist. In Deutschland wird es YouTube nur schwer haben Partnerschaften mit TV-Sendern zu finden. Die beiden großen deutschen Sendergruppe RTL (Clipfish.de) und Pro7 (MyVideo.de) haben ja ihre eigenen Portale und werden wohl nichts für die Konkurrenz lizenzieren. Da bleiben von den großen Sendern nur die öffentlich-rechtlichen übrig, und ob die mit YouTube kooperieren würden wage ich mal zu bezweifeln...» Artikel bei stern.de[thx to: Dirk]
Climate Saver PC
Gemeinsam mit Intel und 25 weiteren Unternehmen hat Google die Climate Savers Computing-Initiative gegründet die den Stromverbruch von PCs um bis zu 80% senken möchte. In vielen Haushalten läuft der PC den ganzen Tag über oder braucht bei weitem nicht die volle Rechenpower, was man natürlich stark optimieren könnte. Dies soll nicht nur Strom sparen sondern tut damit natürlich auch einiges für den Umweltschutz.Zu den Unternehmen die sich an der Initiative beteiligen gehören unter anderem Intel, Dell, EDS, EPA, HP, IBM, Lenovo, Microsoft und der WWF. Diese Unternehmen wollen ihre PCs und Software in der Zukunft so anpassen dass wirklich nur soviel Strom gezogen wird wie auch wirklich nötig ist. Die Frage ist für mich nur was Google damit zu tun hat, es bietet weder ein Betriebssystem dass nicht benötigte Hardware abschalten kann und baut auch keine PCs...Ich denke die Initiative ist eine gute Sache und wird sicherlich dazu beitragen dass die PCs in Zukunft mithelfen Strom zu sparen, wenn alleine schon die oben genannten Hersteller ihre PCs komplett umrüsten ist ein beachtlicher Teil des Marktes umweltfreundlich geworden - weiter so! Und das beste, da es Standard wird wird es keinen Cent Extra kosten.» Clima Savers Computing Website » Ankündigung im Google-Blog » Presseerklärung von Google
Reader + Google Gears
Schon seit langer Zeit fordern die User eine Suchfunktion für den Google Reader. Bisher gab es dafür ein Workaround per Greasemonkey-Script das aber leider mehr schlecht als recht funktioniert und die Hoffnung auf eine baldige Suchfunktion für den Reader - welche sich aber einfach noch nicht blicken lassen will, wahrscheinlich wegen der Feedburner-Integration. Mit einem weiteren Greasemonkey-Script und Google Gears kann man sich aber jetzt schon die Suchfunktion in den Feedreader holen.Reader-Suche per Gears
Um die Suchfunktion zu nutzen muss man erst einmal Google Gears installieren, dann den Reader synchronisieren und dann das dazugehörige Greasemonkey-Script installieren. Dieses zeigt dann in der Offline-Version des Readers ein Suchfeld an und kann lediglich die Offline-Datenbank des Readers durchsuchen, also ungefähr 2000 Feed-Einträge - was immerhin für aktuelle Einträge ausreichen dürfte.Leider funktioniert Google Gears bei mir immer noch nicht, so dass ich das Script nicht testen kann. Laut IOnut soll es aber recht gut funktionieren aber noch nicht komfortabel zu bedienen sein. Es ist nicht möglich Sucheinschränkungen zu machen oder die Suchergebnisse nach einer anderen Reihenfolge zu sortieren - aber das hat man ja schließlich bei der websuche auch nicht ;-)» Greasemonkey-script installieren[Google OS]
Google + Sina
Um seine Position auf dem chinesischem Markt weiter zu stärken und irgendwann zum Konkurrenten Baidu.com aufzuschießen haben Google und der chinesische Portalbetreiber Sina.com eine Partnerschaft angekündigt. Sina wird demnächst sowohl Googles Websuche als auch Googles Werbesystem verwenden. Kein schlechter Deal, Sina ist Chines besucherstärkstes Portal.Offiziell heißt es, dass Sina seinen Usern mit der Kooperation ein "noch besseres Sucherlebnis" bieten möchte - und nebenbei natürlich auch jede Menge Geld durch Googles Werbesystem sammeln ;-) Auf redaktioneller Ebene soll es ebenfalls eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen geben, welche aber nicht näher erläutert worden ist. Ich denke dabei wird es sich wohl lediglich um die Aufnahme in die Google News und ähnliches handeln.[Google-SzenePresseerklärung von Sina
Google
Immer öfter zeigt Google statt der normalen Suchergebnisse die personalisierte Version an. Wem das stört, der kann sich entweder ausloggen oder den Parameter &pws=0 an die URL anhängen. Um das ganze zu automatisieren gibt es die Website depersonalize Google von der aus die Suchanfragen durchgeführt werden können und der Parameter automatisch hinten dran gehangen wird. Praktisch für den der es braucht, aber ein Greasemonkey-Script wäre hier wohl besser.» depersonalize Google[Google Blogoscoped]
YouTube
Um sich vor weiteren Klagen zu schützen hat Google für sein Videoportal YouTube eine neue Software zur Identifizierung namens "Fingerabdruck-Technik" von Videos entwickelt. Mit Hilfe der neuen software soll es den Content-Besitzern möglich sein die Videos von YouTube zu entfernen oder diese an YouTube zu lizenzieren und sie damit für alle Welt freizugeben.Erst im Februar hat Google die Technik von Audible Magic lizenziert um geklauten Content auf seinem Videoportal zu finden, dies hat sich aber als nicht ausreichen herausgestellt und so hat man damit begonnen in relativ kurzer Zeit eine eigene Software zu entwickeln. Wie das ganze funktioniert und wie der Besitzer des Contents beweisen soll das ihm das Video gehört - das ganze soll wieder automatisiert ablaufen - wurde bisher leider nocht geklärt.Erste Tests sollen in nächster Zeit zusammen mit Time Warner und Walt Disney beginnen. Ich bin ja mal gespannt was dabei herauskommen und ob man es wirklich schaffen wird jeden geklauten Content von YouTube zu entfernen. Die Frage ist nur ob YouTube dann immer noch so attraktiv ist, da durch so eine Bereinigung sicherlich die eine oder andere Video-Perle mit zum Opfer fallen wird...[heise]
iGoogleAuf der personalisierten Startseite von Google mit dem schicken neuen Produktnamen iGoogle lassen sich nun beliebig viel Tabs hinzufügen. Bisher war es nur möglich bis zu 6 Tabs auf dem am schnellsten wachsenden Google Produkt anzulegen.Beim Hinzufügen eines neuen Tabs werden zum gewählten Tabnamen relevante Gadgets angeboten, dass sich die Seiten ohne langes zusammenklicken einrichten lassen.[Google Operating System]