Alphabet hat gestern Abend die aktuellen Quartalszahlen vorgelegt, die überraschend gut ausgefallen sind und trotz (oder wegen?) der Corona-Pandemie deutliche Zuwächse beim Umsatz und Gewinn zeigen konnten. Im anschließenden Livecast hat sich Google-CEO Sundar Pichai dann noch etwas in die Karten blicken lassen und aufregende neue Hardware für das kommende Jahr angekündigt, an der man schon seit langer Zeit arbeitet.
Google ist vor einigen Jahren mit der neuen Dachmarke Made by Google groß in das Hardware-Geschäft eingestiegen und erweitert das Portfolio um immer mehr Geräte verschiedenster Marken. In jüngster Zeit drohen vor allem die Pixel-Smartphones unter die Räder zu kommen, aber das soll laut Google-CEO Sundar Pichai so schnell nicht passieren. In einem Interview äußerte er sich nun, dass man an der Pixel-Linie festhalten wird und langfristige Pläne hat.
Vor wenigen Wochen haben die beiden Google-Gründer Larry Page und Sundar Pichai unerwartet aber nicht überraschend ihren Rückzug verkündet und den bisherigen Google-CEO Sundar Pichai an die Spitze der Alphabet Holding gehievt. Sundar Pichai nimmt nun sowohl bei Google als auch bei Alphabet die Rolle des CEO ein und wird für diese Aufgabe sehr fürstlich belohnt und mit Aktienpaketen regelrecht überschüttet.
Die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin werden sich von Alphabet zurückziehen und die Führung der gesamten Holding in die Hände eines Mannes legen, der in den letzten fünf Jahren erstaunlich große Schritte auf der Karriereleiter gemacht hat: Sundar Pichai. Der Google-CEO ist nun auch CEO von Alphabet, was kurzfristig zu Interessenskonflikten führen könnte. Man muss sich aber auch fragen, wie lange Pichai diese Doppelrolle durchhalten kann und ob Google schon bald einen neuen CEO bekommen wird.
Vor etwas mehr als vier Jahren wurde aus den zahlreichen Google-Projekten die Alphabet Holding geschaffen, deren wichtigstes Tochterunternehmen Google als Geldgeber fungiert und alle Unternehmen subventionieren sollte. Bis heute hat sich an dieser Situation nichts geändert - es ist eher immer extremer geworden. Jetzt rückt Google-CEO Sundar Pichai nach oben und wird zusätzlich CEO von Alphabet - was einige Fragen aufwirft. Es ist gut möglich, dass das gesamte Konstrukt Alphabet nun hinterfragt wird.
Die Google-Gründer haben unerwartet ihren Rückzug verkündet und werden sich aus dem operativen Geschäft der Alphabet Holding zurückziehen. Diese Meldung kam zwar sehr unerwartet, aber wirklich überrascht oder gar geschockt waren weder die Beobachter noch die Anleger - und das aus guten Gründen: Tatsächlich ändert sich vorerst absolut gar nichts, denn Larry Page und Sergey Brin sind praktisch schon vor Jahren abgetaucht.
Als das Unternehmen Google vor etwas mehr als vier Jahren in die Alphabet Holding umgewandelt wurde, verließen die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin das von ihnen gegründete Unternehmen, um an der Spitze von Alphabet zu stehen. Jetzt haben sie angekündigt, auch dort ihren Posten zu räumen, denn ab sofort ist Google-CEO Sundar Pichai auch CEO der Alphabet Holding. Diese Entwicklung hatte sich in den vergangenen Monaten bereits abgezeichnet.
Google veranstaltet seit mehr als zehn Jahren das wöchentliche TGIF-Meeting, das in diesem Jahr schon einmal für großes Aufsehen gesorgt hat, weil die Google-Gründer plötzlich wieder aus der Versenkung aufgetaucht sind. Jetzt sorgt dieses eigentlich nur intern abgehaltene Meeting wieder für Diskussionen, denn Google will es nicht nur deutlich seltener veranstalten, sondern zukünftig wohl auch weniger Informationen vermitteln.
US-Präsident Donald Trump und Google haben eine recht spezielle Beziehung zueinander, denn in üblicher Manier lobt er das Unternehmen in höchsten Tönen und stößt nur kurz darauf heftige Drohungen aus - so ist es auch nun wieder geschehen. Trump wiederholt die Behauptung, dass Google in den US-Wahlkampf 2016 manipulierend eingegriffen und Schlagzeilen gezielt gesteuert hat. Das Unternehmen dementiert natürlich.
Mit immer neuen Richtlinien und Werkzeugen versucht YouTube seit Jahren, die Probleme auf der Videoplattform in den Griff zu bekommen und unangemessene Inhalte zu entfernen. Gefühlt gibt es für jeden Schritt nach vorne zwei große Rückschläge, aber Google-CEO sieht seine Videoplattform dennoch auf einem sehr guten Weg. Er ist aber auch realistisch genug um zu sagen, dass man die Probleme niemals zu 100 Prozent in den Griff bekommen wird.