Im Zuge der immer weiteren "Smartisierung" von Smartphones hatte Google vor einigen Jahren die Nearby-Benachrichtigungen eingeführt, mit denen es möglich war, Benachrichtigungen auf alle Smartphones in der unmittelbaren Umgebung zu senden. Jetzt hat Google recht überraschend und kurzfristig das Ende dieser API verkündet, die schon Anfang Dezember die letzten Benachrichtigungen ausliefern wird.
Vor zwei Jahren hat Google die Nearby-API für Android angekündigt, mit der die Kontaktaufnahme von und zu allen Geräten in der unmittelbaren Umgebung realisiert werden kann. Heute wurde die zweite Version der jetzt in Nearby Connections umbenannten API vorgestellt. Diese ist ab sofort für alle Android-Nutzer freigeschaltet und erlaubt die schnelle Kommunikation ganz ohne Internetverbindung.
Seit einigen Tagen wird eine neue Version der Google Play Services auf die Smartphones der Nutzer ausgerollt, die sich ganz um das Thema Nearby dreht. Neben der Unterstützung für die in der vergangenen Woche vorgestellte Nearby-Funktion zur Empfehlung von Apps gibt es aber auch Hinweise darauf, dass Android eine neue Möglichkeit zum schnellen Übertragen von Dateien auf ein anderes Gerät bekommt. Das ganze nennt sich Broadcasting und ist noch nicht offiziell freigegeben.
Im Play Store gibt es mittlerweile weit über eine Million Apps, so dass es nicht einfach ist den Überblick zu behalten und passende Apps zu finden. Viele Geschäfte und Orte verfügen mittlerweile über eigene Apps, die dem Besucher Vorteile und zusätzliche Informationen bringen können. Um dieses Problem zu lösen hat Google jetzt die Nearby-Funktion angekündigt, die den Nutzern passende Apps zum aktuellen Standort anzeigt.
Im vergangenen Jahr hat Google die Eddystone-Technologie vorgestellt, ein offener Standard für BLE-Beacons. Diese ist als offene Plattform konzipiert und kann von jedem Hardware- und Software-Hersteller verwendet und in die eigenen Mini-Geräte integriert werden. Mit der aktuellen Beta-Version von Chrome for Android bekommen nun auch alle Android-Smartphones Unterstützung für diese Beacons und informieren den Nutzer über Geräte in der Nähe.
In den nächsten Tagen wird Google die neue Version 7.8 der Play Services für alle Nutzer ausrollen und wieder eine ganze Reihe von Verbesserungen mit sich bringen: Diese beziehen sich bei diesem Update in erster Linie sehr stark auf den Standort des Nutzers und dessen Präzisierung und das Teilen des gleichen. Dabei werden auch einige bereits bekannte und angekündigte Funktionen wie Nearby und Eddystone auf die Smartphones der Nutzer gebracht.
Nachdem Google erst gestern die neue Nearby-API vorgestellt hat, folgt nun ein weiterer Schritt in eine ähnliche Richtung: Unter der Bezeichnung Eddystone hat man ein neues Beacon-Format auf Basis von Bluetooth Low Energy vorgestellt. Das Format ist komplett offen und kann von jedem Hardware-Hersteller und jeder App frei genutzt werden. Im Gegensatz zu Apples iBeacons, die auf einem geschlossenen System basieren und nur von iPhones gelesen werden können, kann Googles Version auch noch weitere Daten übertragen.
Es gibt viele Wege um eine Verbindung zwischen zwei Smartphones herzustellen und den Datenaustausch zu ermöglichen, aber alle haben ihre Vorteile und Nachteile. Google wagt nun einen neuen Anlauf und hat vor wenigen Stunden neue Nearby APIs angekündigt, mit denen der einfache Verbindungsaufbau zwischen zwei Geräten möglich sein soll. Nearby hat es sich dabei vor allem zum Ziel gesetzt, den schnellen Austausch von Informationen zwischen zwei Geräten so einfach wie möglich zu gestalten - vom Verbindungsaufbau bis zum Datenaustausch.