Die Alphabet-Tochter und Google-Schwester Verily beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Thema Gesundheit und wie diese im Zusammenspiel mit moderner Technik weiter verbessert werden kann. Allerdings möchte man nicht wahllos Projekte und Forschungen starten sondern fängt nun wirklich komplett grundlegend an und hat heute das schon seit langer Zeit in Planung befindliche Project Baseline offiziell gestartet.
Die Google-Mutter Alphabet hat die meisten Projekte rund um das Thema Gesundheit in die Tochter Verily gebündelt und verfolgt dabei einige ehrgeizige Ziele. Natürlich ist Verily aber kein Pharma-Unternehmen sondern setzt verstärkt auf neue Technologien um das Leben und die Gesundheit des Mensche in Zukunft verbessern zu können. Jetzt hat man eine eigene Smartwatch vorgestellt, die viele medizinische Daten in Echtzeit sammeln kann.
Eigentlich wurden alle Ambitionen und Projekte von Google im Bereich Gesundheit in der Alphabet-Tochter Verily gebündelt und ausgelagert, aber dennoch streifen die Forscher immer mal wieder dieses Gebiet. Jetzt hat die Forschung an der Künstlichen Intelligenz einen neuen Einsatzbereich gefunden, der in Zukunft wahrscheinlich sehr viele Menschenleben retten kann: Die KI ist schon jetzt in der Lage, Krebs besser zu erkennen als ein Pathologe.
Unter der neuen Alphabet-Holding befinden sich viele Unternehmen, Abteilungen und Projekte die ehemals innerhalb von Google gestartet worden sind und nun neu strukturiert und aufgestellt werden: Vor einigen Tagen hat man nun angekündigt, dass der Bereich Life Sciences, der ebenfalls einmal eine Unterabteilung von Google X gewesen ist, nun ebenfalls ein eigenständiges Unternehmen wird. Die neue Tochter nennt sich Verily und beschäftigt sich unter anderem weiterhin mit der Entwicklung der intelligenten Kontaktlinse.
Google hat seine Fühler schon längst auch in Bereiche ausgestreckt, die mit klassischer Technologie nur sehr wenig zu tun haben - etwa in den Bereich Gesundheit. Doch dabei möchte man sich wohl nicht mehr nur mit der Genforschung und intelligenten Kontaktlinsen zufrieden geben, sondern auch im Bereich Ernährung forschen. Wie jetzt bekannt geworden ist, wollte Google das StartUp Impossible Foods für bis zu 300 Millionen Dollar übernehmen - allerdings ist der Deal geplatzt.
Das Forschungslabor Google X hat schon eine ganze Reihe ambitionierter Projekte hervorgebracht, aber die vor einem Jahr angekündigte Baseline Study dürfte wohl zu dem bisher wichtigsten gehören: In einem großangelegten Testverfahren vermisst Google die menschliche Gesundheit und möchte diesen Begriff mit handfesten Zahlen neu definieren. Im letzten Jahr hatte man damit begonnen, 175 Testpersonen ständig zu tracken und zu vermessen - und jetzt soll dieser Personenkreis durch eine Öffnung des Projekts noch einmal deutlich erweitert werden.
Nachdem Google in 23andme.com und PGP investiert hat, kommt nun noch eine dritte Genanalyse-Firma hinzu. Die neue Firma nennt sich Navigenics.Wie auch beim Deal mit PGP wurden finanzielle Details nicht bekannt. Der Geschäftsführer von Navigenics sagte aber gegenüber "Business Week", dass es keine Daten an Google weiter gegen wird.Navigenics analysiert die DNS auf 18 verschiedene Krankheiten. Die Ergebnisse sollen es Ärzten erleichtern Krankheiten sehr früh zu bekämpfen bzw. den Ausbruch zu verhindern.Der Test kostet 2500 $.» Navigenics[Golem]
Mit einen großer Spende, deren Betrag unbekannt ist, unterstützt Google das Projekt Personal Genome Project (PGP) des Molekularbiologen George Church. Zur Zeit läuft die Analyse der Gene von 10 Menschen. Die Ergebnisse sollen dann im Internet veröffentlicht werden.Insgesamt will PGP von 1000 Menschen die DNA im Internet veröffentlichen. Laut eigener Schätzung benötigt man hierfür 50 Millionen US Dollar. Langfristig will Church durch die Ergebnisse besseren Medikamenteneinsatz bezwecken. Auch will er erforschen welche Nachteile es bei der Veröffentlichung der DNA geben kann. Wie zum Beispiel Versicherungen oder Arbeitgeber mit den Infos aus der DNS umgehen, wenn diese Infos sich evtl. negativ für den Versicherungs- bzw. Arbeitnehmers auswirken könnten. Auch ist angedacht Möglichkeiten zu finden, wie man Missbrauch von solchen Daten vermeiden kann.Dass Gesundheit bei Google zur Zeit ein großes Thema ist, zeigt sich in Google Health und bei der Investition in 23andme, einer Firma von Brins Frau.Die Spende ist Ende 2007 geflossen.[heise; thx to: Richard]