Viele Android-Smartphones bieten den Nutzern unterschiedlichsten Möglichkeiten, um das Gerät zu entsperren oder bestimmte Aktionen zu autorisieren. Vor allem die biometrischen Methoden sind aufgrund der sehr schnellen Nutzung populär, können aber auch ihre Tücken haben. Google arbeitet seit langer Zeit daran, die Gesichtserkennung auf die Pixel-Smartphones zurückzubringen und verfolgt jetzt offenbar einen neuen Ansatz.
Google bringt am Donnerstag das Pixel 6a auf den Markt, das als Budget-Ableger der Pixel 6-Smartphones einiges an Interesse hervorruft und nur noch wenige Tage mit einer starken Aktion vorbestellt werden kann. Das Pixel 6a ist dem Pixel 6 sehr ähnlich und jetzt berichten einige Nutzer davon, dass das wohl auch für die Probleme gilt: Der Fingerabdrucksensor macht schon wieder Probleme und stellt sich selbst infrage.
Mit den Pixel 6-Smartphones hat Google erstmals den Fingerabdrucksensor unter das Display gebracht, was nach dem Urteil vieler Tester vielleicht nicht unbedingt die beste Idee gewesen ist. Weil der Sensor durch diese Platzierung sehr stark vom Display abhängig ist, hat man das kaum bekannte Pixel Repair Tool nun aktualisiert und um ein Tool zur Kalibrierung des Sensors erweitert.
Android hat schon seit einigen Jahren die Autofill API an Bord, die es den Nutzern und installierten Passwortmanagern ermöglicht, Formularfelder automatisiert auszufüllen. Das funktioniert bisher problemlos, ist aber im Vergleich zu vielen externen Passwort- und Formularmanagern etwas unsicher, weil für den Zugriff auf diese Daten keinerlei Autorisierung stattfinden muss. Das wird sich aber schon sehr bald ändern.
Google hat mit den Pixel 4-Smartphones die starke Gesichtserkennung eingeführt und gleichzeitig auf den obligatorischen Fingerabdruckscanner verzichtet, der bisher als schnellste Möglichkeit zur Entsperrung des Smartphones galt. Dieser Wechsel sorgt nach wie vor für Diskussionen, aber nun muss man als Pixel-Fan damit leben. Weil aber längst nicht alle Apps die neue biometrische Methode unterstützen, gibt es nun einen Workaround, mit der jeder App umgestellt werden kann.
In genau einer Woche, auf der Google I/O 2015 wird die neueste Version von Googles mobilen Betriebssystem Android vorgestellt, und dürfte wieder mit einer ganzen Reihe von neuen Funktionen ausgestattet werden: Android M, das bisher immer noch keine offizielle Bezeichnung und auch keine Versionsnummer hat, wird eine nativ in das Betriebssystem integrierte Fingerabdruck-Erkennung haben. Durch die tiefe Integration soll sich dies in allen Apps einsetzen lassen und das Passwort ersetzen.
Schon Anfang Dezember des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Googles aktuelles Smartphone-Flaggschiff Nexus 6 einen Fingerabdrucksensor hätten haben sollen. Die Planungen dafür waren bereits weit fortgeschritten, wurden dann aber noch kurz vor der Deadline für die Produktion wieder zurückgezogen. Der Ex-CEO von Motorola hat dies nun auch Offiziell bestätigt und auch gleich den Grund für den Rückzug genannt: Der beste Hersteller dieser Technologie wurde kurz zuvor von Apple aufgekauft.
Google ist bekannt dafür, schnelle Entscheidungen zu treffen und diese auch einmal in letzter Minute umzusetzen - und genau so war es nun offenbar auch beim Release des Nexus 6 und der neuen Betriebssystemversion Android 5.0 Lollipop. Eigentlich sollte das Betriebssystem eine native Unterstützung für das entsperren per Fingerabdruck mit sich bringen und das Smartphone einen entsprechenden Sensor verbaut haben. Nur zwei Monate vor der Ankündigung hat Google aber die Notbremse gezogen.