Google hat mit den Pixel 4-Smartphones die starke Gesichtserkennung eingeführt und gleichzeitig auf den obligatorischen Fingerabdruckscanner verzichtet, der bisher als schnellste Möglichkeit zur Entsperrung des Smartphones galt. Dieser Wechsel sorgt nach wie vor für Diskussionen, aber nun muss man als Pixel-Fan damit leben. Weil aber längst nicht alle Apps die neue biometrische Methode unterstützen, gibt es nun einen Workaround, mit der jeder App umgestellt werden kann.
In genau einer Woche, auf der Google I/O 2015 wird die neueste Version von Googles mobilen Betriebssystem Android vorgestellt, und dürfte wieder mit einer ganzen Reihe von neuen Funktionen ausgestattet werden: Android M, das bisher immer noch keine offizielle Bezeichnung und auch keine Versionsnummer hat, wird eine nativ in das Betriebssystem integrierte Fingerabdruck-Erkennung haben. Durch die tiefe Integration soll sich dies in allen Apps einsetzen lassen und das Passwort ersetzen.
Schon Anfang Dezember des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Googles aktuelles Smartphone-Flaggschiff Nexus 6 einen Fingerabdrucksensor hätten haben sollen. Die Planungen dafür waren bereits weit fortgeschritten, wurden dann aber noch kurz vor der Deadline für die Produktion wieder zurückgezogen. Der Ex-CEO von Motorola hat dies nun auch Offiziell bestätigt und auch gleich den Grund für den Rückzug genannt: Der beste Hersteller dieser Technologie wurde kurz zuvor von Apple aufgekauft.
Google ist bekannt dafür, schnelle Entscheidungen zu treffen und diese auch einmal in letzter Minute umzusetzen - und genau so war es nun offenbar auch beim Release des Nexus 6 und der neuen Betriebssystemversion Android 5.0 Lollipop. Eigentlich sollte das Betriebssystem eine native Unterstützung für das entsperren per Fingerabdruck mit sich bringen und das Smartphone einen entsprechenden Sensor verbaut haben. Nur zwei Monate vor der Ankündigung hat Google aber die Notbremse gezogen.