Es sind schon wieder sechs Wochen seit dem Release der letzten Chrome-Version 74 vergangen und nun steht schon wieder der Nachfolger vor der Tür: Vor wenigen Stunden hat Google mit dem Rollout von Chrome 75 für den Desktop und die Android-Smartphones begonnen. Diese Version bringt einen stärker integrierten Passwortmanager auf das Smartphone und unterstützt das plattformübergreifende Scroll Snap Stop.
Gefühlt kam in der jüngeren Vergangenheit häufiger vor, dass große Unternehmen plötzlich Probleme jeglicher Art mit Nutzer-Passwörtern vermelden müssen. Auch Google reiht sich nun in diese Riege ein und hat nun mitgeteilt, dass in dem Unternehmensangebot G Suite einige Passwörter seit 14 Jahren im Klartext gespeichert wurden und dies auch noch Anfang 2019 passiert ist. Jetzt müssen alle betroffenen Nutzer aus Sicherheitsgründen ihr Passwort ändern.
Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen des Safer Internet Day, der von Google mit einigen Aktionen, Ratschlägen und auch Neuigkeiten begleitet wurde. Schon am Dienstag hat das Unternehme für alle Nutzer, innerhalb und außerhalb von Google, fünf wichtige Sicherheitstipps gegeben und jetzt folgt eine neue Chrome-Extension, die ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen soll. Diese untersucht die Sicherheit der vielen Nutzer-Passwörter.
Google des Tages: Ändere-dein-Passwort-Tag (130.000)
Das neue Jahr ist nun schon wieder einen Monat alt und vermutlich sind 90 Prozent der Neujahrsvorsätze bereits über Bord geflogen - also wird es Zeit für einen neuen. Und dieser könnte anlässlich des heutigen Tages lauten, mal wieder das Passwort - oder natürlich viel besser DIE Passwörter - zu ändern und gegen eine sichere Variante auszutauschen.
Allein schon aus Gründen der Bequemlichkeit dürfte ein Großteil der Nutzer alle Passwörter im Browser speichern, sodass sie im Optimalfall nicht mehr eingegeben werden müssen und alle entsprechenden Felder automatisch ausgefüllt werden. Die im Chrome-Browser gespeicherten Passwörter lassen sich über die Einstellungen wieder anzeigen, allerdings eher weniger komfortabel. Eine Windows-App macht es ganz leicht, alle Passwörter übersichtlich anzuzeigen und auszulesen.
Googles Chrome-Browser besitzt einen integrierten Passwort-Manager, der dank Synchronisation stets auf allen Geräten und Plattformen aktuell ist, sodass man im besten Falle keine Passwörter mehr eingeben muss. Alle gespeicherten Passwörter lassen sich natürlich auch direkt im Browser aufrufen und anzeigen - normalerweise allerdings erst nach vorheriger Autorisierung. Doch unter Chrome OS war das bisher nicht der Fall, aus einem ganz simplen Grund.
Ein Großteil aller Online-Zugänge ist durch Passwörter geschützt, die vom Nutzer in den meisten Fällen beliebig festgelegt werden können - was nicht immer eine gute Idee ist. Bekanntlich neigen nicht wenige Nutzer dazu, auf unsichere Passwörter zu setzen, die leicht zu merken sind, aber eher weniger Sicherheit bieten. Zum Ende des Jahres haben Sicherheitsforscher jetzt wieder eine Liste mit den 100 populärsten Passwörtern veröffentlicht - die gleichbedeutend mit den schlechtesten Passwörtern überhaupt ist.
Googles Chrome-Brower besitzt schon seit vielen Jahren einen integrierten Passwortmanager, der alle eingegebenen und abgesendeten Passwörter automatisch erkennt und zum Speichern anbietet. Leider ist das aber auch schon die einzige Möglichkeit, um die Kombination aus Benutzername und Passwort in der synchronisierten Datenbank zu speichern. Schon bald wird wohl endlich eine Möglichkeit eingeführt, mit der sich solche Zugangsdaten auch manuell hinzufügen lassen.
Anfang des Jahres gibt es immer einige Kampagnen, die die Nutzer an die Wahl eines sicheren Passworts erinnern sollen, um all die persönlichen Daten hinter den vielen Online-Profilen zu schützen. Eine von Google angebotene Chrome-Extension soll den Nutzer nun immerhin daran erinnern, nicht das für den Google-Account verwendete Passwort auf anderen Webseiten zu verwenden.