Yahoo+Google Offenbar bereitet das US-Justizministerium eine Klage gegen den Yahoo! Google Deal vor. Im Juli 2008 wurde bekannt, dass das Kartellamt den Werbevertrag zwischen Google und Yahoo! überprüft. Noch vor einer Woche hieß es, dass Google im Oktober mit der Kooperation starten möchte. Durch die Kooperation von Yahoo! und Google kämen die Mountain Viewer auf 80% Marktanteil für Suchmaschinenwerbung in den USA. In den letzten Wochen habe das Ministerium Zeugen geladen und in den Gesprächen festgestellt, dass man ein Wettbewerbsverfahren gegen Google eingeleitet werden müsse, um eine Monopolstellung zu verhindern. Google selbst sieht in der Kooperation mit Yahoo keine Vergrößerung des eigenen Marktanteils. Google ist der Meinung, dass es dem Markt eher sogar zuträglich ist. [Winfuture, thx to: Sergej ]
GoogleFirefox Vor einigen Tagen hat Andreas Gohr ein Päckchen von Google erhalten. Inhalt war eine USB Kartenleser und ein Poloshirt. Für ihn kam das Päckchen unerwartet, es hat aber einen Grund wieso er diese Geschenke von Google erhalten hat. Alles begann vor einigen Wochen. Er hatte einen Anruf auf dem Anrufbantworter und eine Mail von Google Deutschland in seiner Inbox. Darin wurde er gefragt, ob ein Google Anwalt mit ihm telefonieren könne. Im Gespräch wurde ihm gesagt, dass sich einige Googler aus Mountain View an Google Deutschland gewandt hatte. Google Deutschland sollte den Kontakt mit Gohr, dem Entwickler der Firefox Erweiterung gBrain, herstellen und ihn bitten, dass er sein Addon einstellen soll. Er selbst musste nicht lange über die Entscheidung nachdenken, das Addon offline zu nehmen, da er es selbst nicht mehr nutzte, es nicht gerade beliebt war und weil Google es selbst auch blockieren konnte. gBrain ist eine Firefoxerweiterung, die alle besuchten Seiten als Lesezeichen in den Google Bookmarks speichert. Dadurch kann man auf den Verlauf mit jedem PC öffnen. Im Gespräch fragte er den Google Deutschland Mitarbeiter, was das genau Porblem sei und der Googler konnte keine Antwort liefert. Der Googler bat dann einen Google Ingenieur aus Mountain View mit Gohr zu sprechen und dabei wurde klar, dass das Addon zu viele Anfragen auf den Google Servern verursacht hatte. Da jeden Monat mehrere hundert Lesezeichen pro Nutzer, der das Addon nutzte, erstellt wurden. In den Suchergebnissen werden bei manchen Seiten angezeigt, dass diese Seite ein Google Bookmark ist. Diese wird bei jeder Suchanfrage erst aus Google Bookmarks geladen. Hat einer nun 10000 Lesezeichen, so verursacht das eine große Serverlast. Der Googler aus Mountain View Jeffrey Korn erklärte aber auch einen Weg was Gohr am Addon ändern müsste, dass es keine Lesezeichen erstellt sondern die Seiten in Google History speichert. Gohr schreibt ihn seinem Blog, dass er diesen Vorschlag vielleicht irgendwann in sein Addon einbauen wird. Gohr war erstaunt, darüber wie Google reagiert hat. Schließlich hätten sie ihn auch verklagen oder einfach ohne Hinweise dem Addon den Zugriff auf die Bookmarks verweigern können. » splitbrain.org: Google Public Relations
GoogleYahoo Wie es eigentlich schon nachdem ersten Test von Google Anzeigen bei Yahoo! zu erwarten war, hat Google nun bekannt gegeben auch weiterhin Yahoo! mit AdSense Werbung für die Suche und für Content zu versorgen. Gleichzeitig plane man aber auch Google Talk und YIM (Yahoo! Instant Messenger) gegenseitig kompatibel zu machen, so dass die Nutzer untereinander chatten können. Als Gründe für diesen Vertrag nennt Google, dass sie glauben, dass es gut für die Werbenden, für die Nutzer und für die Publisher ist. Yahoo! könne von der Google Technologie profitieren:
* Konsumenten werden relevantere Anzeigen haben, wenn sie nach Infos suchen und durchs Web surfen. Und durch die Kompatibilität von Talk und YIM haben sie es noch einfacher mit ihren Kontakten zu chatten. * Auch die Publisher die derzeit an Yahoo!s Werbeprgramm teilnehmen können von der Google Werbung profitieren und womöglich mit ihren Seiten mehr verdienen. * Werbende haben neue Möglichkeiten ihre Konsumenten effenktiver zu erreichen
Was der Vertrag nicht ist: - Yahoo! ist kein direkter Partner von Google. Die Anzeigen kommen aus dem AdSense Programm. - Die Konkurrenz wird nicht verdrängt. Yahoo kann entscheiden wie viele Anzeigen von Google kommen - Yahoo! darf mit anderen ähnliche Verträge schließen. Google hat keinen exklusiv-Vertrag. - Yahoo! Search bleibt weiterbestehen - Google wird die Preise für Werbung nicht anheben Wärmend der Verhandlung war Google mit Regulierungsbehörden in Kontakt. Der Vertrag gilt vorerst nur in den USA und in Kanada. » Google Blog: Our agreement to provide ad technology to Yahoo! » Pressemitteilung
Google Yahoo Microsoft Im offiziellen Google Blog findet sich eine Stellungnahme von Google auf das Kaufangebot von Microsoft an Yahoo!. Deutliche Worte, die David Drummond, der Senior Vice President, verantwortlich für Unternehmensentwicklung und Rechtsfragen da hinterlassen hat. Er beschreibt Microsoft als einen Monopolisten im PC-Geschäft, der nun auch aus dem Internet-Business ein Monopol machen will. Er appelliert an die Erwägung von Alternativen und fordert, dass das Internet frei bleiben soll. Mit einer Klage von Google ist daher wohl bei einer Annahme des Microsoft-Angebots zu rechnen. UPDATE: Microsoft hat bereits promt zurück geschossen und prangert darin die monopolartige Stellung von Google im Online-Werbemarkt an. Übersetzung der Google Stellungnahme:
Die Offenheit des Internets ist es, die Google -- und Yahoo! -- möglich gemacht hat. Die gute Idee, was die Benutzer nützlich finden verbreitet sich schnell. Unternehmen können um Ideen herum gebaut werden. Benuter profitieren von einer ständigten Innovation. Das ist es, das das Internet so aufregend macht. Microsofts feindliches Angebot für Yahoo! erweckt beunruhigende Fragen. Es geht um mehr als eine simple finanzielle Transaktion, bei der eine Firma eine andere übernimmt. Es geht um die Bewahrung der grundlegenden Prinzipien des Internets: Offenheit und Innovation. Könnte Microsoft nun versuchen die gleiche Art von unangemessener und illergaler Macht am Internet zu mißbrauchen, die sie mit dem PC angewendet hat? Während das Internet konkurrierende Innovation belohnt hat Microsoft es oft versucht proprietäre Monopole aufzubauen - um dann ihre Dominanz in angrenzenden Märkten auszunutzen. Könnte die Aquisition von Yahoo! es Microsoft erlauben - trotz ernsthafter rechtlichen und regulatorischen Angriffen - die unfairen Praktiken von der Verknüpfung des Browsers mit dem Betriebssystem ins Internet auszudehnen? Zudem bedeutet Micosoft zusammen mit Yahoo! einen überwältigenden Anteil von Instant Messaging und E-Mail Accounts. Und nebenbei betreiben die beiden Firmen die am meisten frequentierten Portale im Internet. Könnte die Kombination der beiden die Vorteile des PC-Software Monopols in unfairer Weise nutzen, um den freien Zugang zu fremden E-Mail, Messaging und Web-Diensten zu beschränken? Gesetzgeber auf der ganzen Welt sollten sich diese Fragen stellen - und die Verbraucher verdienen eine zufrienstellende Antwort. Dieses feindliche Angebot wurde am Freitag angekündigt, also ist genug Zeit, sich diesen Fragen gründlich zu widmen. Wir nehmen die Offenheit des Internets, Wahlfreiheit und Innovation ernst. Sie sind die Triebfeder unserer Kultur. Wir glauben, die Interessen der Benutzer kommen zuerst - und sollten auch zuerst kommen, wenn die Entscheidungen dieses angekündigten Angebots geprüft, und Alternativen untersucht werden.
Diese Stellungnahme empfanden die Microsoft Anwälte offensichtlich als Angriff und schossen promt zurück. Aus hierzu die Übersetzung:
Die Kombination von Microsoft und Yahoo! wird einen wettbewerbsfähigeren Markt entstehen lassen, begründet durch eine starke Nummer 2 im Bereich Suche und Online-Werbung. Heute ist Google die dominante Suchmaschine une Online.Werbefirma im Internet. Google hat etwa 75 Prozent der Einnahmen von Bezahlwerbung im Internet angesammelt und der Antweil wächst weiter. Bezogen auf veröffentlichte Berichte hat Google mehr als 65 Prozent des Anteils an Suchanfragen und in den USA und mehr als 85 Prozent in Europa. Microsoft und Yahoo! auf der anderen Seite haben zusammen rund 30 Prozent in den USA und ungefähr 10 Prozent des Anteils in Europa. Microsoft engagiert sich für die die Offenheit, Innovation und der Sicherung der Provatsphäre im Internet. Wir glauben, dass die Kombination von Microsoft und Yahoo! diese Ziele voran bringen wird.
Gut beobachtet hat Andreas von medienkonvergenz.com: "Mit seiner dominanten Rolle bei der Web-Suche und bei Pay-per-Click-Anzeigen sitzt Google jedenfalls im Glashaus und sollte mit dem Steinewerfen eher vorsichtig sein?" Meldung auf dem offiziellen Google Blog Pessemeldung von Google Antwort von Brad Smith, dem Microsoft-Anwalt [New York Times, i5invest, 26econ.com, medienkonvergenz.com, heise.de, golem.de, engadget.com, accmanpro.com, profy.com, mastermaq]
GoogleMicrosoftYahoo Gestern haben die Marktforscher der Firma Nielsen die Anteile der Suche des Monats Dezember 2007 für die USA veröffentlicht. Google gab 1,4 % ab und liegt nun bei 56,3 Prozent (Vormonat 57,7 %). Konkurrent Yahoo! hatte einen fast gleich großen Marktanteil wie im November. Der Dezember-Wert ist 17,7 % (-0,2). Platz drei geht an Microsoft. Die Suche live der Redmonder kann immerhin auch 13,8 % und gewann dadurch 1,8 %. Anscheinend tragen MS Bemühungen um eine größere Bekanntheit erste Früchte. [Winfuture]
ComCast
Die ComCast-Kunden aus Nord-Ost-Amerika haben seit gestern Probleme Webseiten von Google und YouTube aufzurufen. Ob der Fehler jetzt bei ComCast oder Google liegt ist derzeit noch nicht so wirklich klar. Sehr wahrscheinlich liegt er aber bei keinem von den beiden, sondern bei einer Zwischenstation. ComCast-User können die Google-Server anpingen, das heißt dass die Verbindung auf jeden Fall zu Stande kommt, nur wird dann beim Aufruf der Webseite nichts zurückgeliefert. Da ich gestern abend ebenfalls einige Probleme mit Google hatte, denke ich dass es an einer Zwischenstation liegt. So kam ich den ganzen Abend nicht auf meinen Calendar, es wurde einfach ein 404er zurückgeliefert. Wie ein Leben ohne Google aussieht müssen die ComCast-Kunden jetzt also am eigenen Leibe spüren. Schön ist es sicherlich nicht, vorallem der temporäre Verlust von Google Mail und vielleicht wichtigen Terminen kann schon sehr weh tun... [Googlified]
Im Google Blogoscoped-Forum kam die Frage auf welche Firma Google als nächstes kaufen sollte oder kaufen wird. Natürlich geht es in erster Linie darum innovative Technologien aufzukaufen und diese in die eigenen oder neue Angebote zu integrieren. Ganz klar führend ist zur Zeit riya und Thumbstacks. Die Software riya erkennt anhand von einigen hochgeladenen Fotos die Gesichter der Personen und kann so ohne Angabe von weiteren Informationen viele andere Fotos der Person finden die sich im Index befinden. Diese Firma sollte Google wirklich auf jeden Fal übernehmen falls sie das nicht schon getan haben. Es wäre wirklich eine sehr große Bereicherung für die Bildersuche und würde Google einen enormen Vorteil auf diesem Markt bringen. Thumbstacks wiederum passt sehr gut in das Google Office. Es ist eine Online-Präsentationssoftware mit der einfache Abläufe erstellt und wieder abgespielt werden können. Dies wäre dann der letzte Teil der im Office-Angebot noch fehlt, ein PowerPoint für das Internet sozusagen. Welche Firmen würdet ihr zum Kauf vorschlagen? Ich wäre außer den beiden oben genannten noch für YouTube! » Who will Google buy next?
GWB-Dossier Übernahmen & Beteiligungen