Schlagwort: apple
Eine neue Statistik des amerikanischen Marktforschers comScore hat ergeben, dass die Verbreitung des Betriebssystems Android in den USA mittlerweile größer ist als die von Apples iOS, welches im iPhone zum Einsatz kommt.
Steve Jobs lässt die Konkurrenz mal wieder mit einer seiner typischen Zitate alt aussehen. So sagte er gestern in einem Telefonat unter Anderem „Offene Systeme gewinnen nicht immer” . Damit versuchte er natürlich, Android zu untergraben, deren Mutter Google natürlich prima Gewinne einspielen konnte. Weiter sagte Jobs „Google mag es, Android als offen und iOS als geschlossen darzustellen. Wir denken das ist lügnerisch.”, die Realität sehe so aus, dass iPhone gegen Android wie „eingegliedert gegen fragmentiert” ist. Und Jobs denkt, dass eingegliedert der bessere Weg ist. Weitere Details des Gespräches kann man hier lesen.

Das lässt sich Android-Chef Andy Rubin natürlich nicht mehrmals sagen und schlägt via Twitter indirekt zurück. In einem Tweet, der um 8 Uhr MESZ abgesetzt wurde, erklärt Rubin das Prinzip von offen anhand von Source Code.
the definition of open: "mkdir android ; cd android ; repo init -u git://android.git.kernel.org/platform/manifest.git ; repo sync ; make"Das beschreibt haargenau, was offen bedeutet: Man erstellt einen Ordner (und springt hinein), lädt sich den Source Code von Android (hier ggf. noch Source Code anpassen) und kompiliert ihn. Apples iOS hingegen ist geschlossen, denn meistens (wenn überhaupt) findet man nur proprietären Binärcode, welcher im Besten Fall nicht entschlüsselbar ist.
Sollte der Twitter-Account echt (verifiziert oder Ähnliches) sein, so könnte es in Zukunft öfters zu solchen Tweets gegen fremde Systeme kommen. Und sollte Apple mal nichts zu meckern haben, so wird es sicherlich Microsoft tun, die ja eben mit Windows Phone 7 den Markt aufmischen wollen.
[via]
Nachtrag (17:37 Uhr): Nicht nur Andy Rubin findet Steve Jobs unausstehlich, sondern auch aus der TweetDeck-Ecke hagelt es Kritik. Angeblich würden die TweetDeck-Entwickler ihre hauptsächliche Zeit damit verbringen, auf 100 verschiedenen Android-Geräten die Software zu testen. Das verneint aber der Entwickler Iain Dodsworth klar und deutlich. Er schreibt am Dienstag via Twitter „Haben wir an irgendeinen Punkt gesagt, dass es ein Albtraum war, für Android zu entwickeln? Ähhh...nein, haben wir nicht. Es war nicht so”. Mehr dazu bei engagdet.
Google hat vor über einem Jahr eine Google Voice-App für das iPhone bei Apple eingereicht. Offiziell abgelehnt hat Apple die App zwar nicht, da sie noch immer geprüft werde, hieß es mal von Apple. Nachdem Apple seine Richtlinien geändert hat, wird Google Voice nun wohl doch für das iPhone als native erscheinen.
Letzte Woche wurde eine third-part-App freigeben. Nun gibt es Berichte, dass Apple die eingereichte App geprüft habe, aber Google diese noch an das iOS 4 anpassen müsse. Nachdem es im Juli 2009 Berichte gab, dass Apple die App abgelehnt hat, hat sogar die Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission Ermittlungen abgenommen. Apple dementierte das. Google entwickelte daraufhin eine Web-App von Google Voice.
[via]

Apple hat zwar seine AGB geändert, das ist aber scheinbar noch kein Grund, Google direkt auf die Straße zu setzen. Wie ein Entwickler beim Wall Street Journal (WSJ) berichtet, würde Apple dennoch Apps zulassen, die Werbung von Fremdanbietern beinhaltet.
Ob es jetzt mit der Federal Trade Commission (FTC) zu tun hat, oder ob Apple einfach nicht genau geguckt hat: Apple lässt weiterhin Apps zu, die Werbung von Fremdanbietern beinhaltet, das berichtet zumindestens das WSJ auf Berufung eines Entwicklers. Dieser habe mehrere Apps mit u. a. auch Google-Werbung inseriert und das AppStore-Team habe diese Apps durch den Prozess gelassen. Damit übergeht Apple natürlich selbst seine neuen AGB, nachdem das nicht mehr erlaubt sein soll - und weshalb sich bei Google Unruhe breit machte (wir berichteten).
Die FTC ermittelt weiter und vielleicht versucht ja Apple damit zu umgehen, dass die FTC negativ berichtet oder vielleicht sogar ein Prozess vor dem Gericht zu beginnen. Es kann auch sein, dass Apple seine AGB nochmals anpasst oder nachbessert, da es ja diese Proteste aus fremden Reihen gab. Wir bleiben dran.
»» Golem

Nutzer des iPhones, iPod und iPad mit dem iPhone OS 4 (iOS4) dürfen sich ab sofort freuen, wenn sie einen Google Mail-Account in ihr Smartphone eingegeben haben: Denn ab sofort werden bei E-Mail-Konten, die IMAP verwenden, Notizen direkt im Postfach gespeichert.
Dazu muss man nur im iPhone OS 4 ein neues E-Mail-Konto (von bspw. Google Mail oder Yahoo!) anlegen und danach kann man auch schon loslegen, Notizen zu schreiben. Das iPhone erstellt dafür auf dem IMAP-Server ein neuen Ordner "Notes" oder "Notizen" und speichert dort die Notizen ab. Da bei Google Mail Ordner "Labels" entsprechen, kann man über die Suche "label:notes" die Notizen finden.
Was nebenbei noch interessant am iOS4 ist: Safari benutzt Google Suggestions (Suchvorschläge), wenn man ein paar Buchstaben eintippt. Damit lässt sich die Suche beschleunigen.
»» Google OS