Peter NorvigPeter Norvig, gab ein Interview bei technology review. Als Chef von Google Research ist er direkt mit der Umsetzung der Unternehmensmission, die Informationen der Welt zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen, beschäftigt. Als Experte für Künstliche Intelligenz verbrachte er bereits vor seiner Zeit bei Google den Großteil seiner Zeit mit diesem Thema, lehrte an Universitäten, forschte in Unternehmen und bei der NASA und schrieb das einflußreiche Buch "Künstliche Intelligenz: ein moderner Ansatz".Norvig kam 2001 als Direktor für die Suchqualität zu Google und erreichte seine derzeitige Postion vier Jahre später. In dieser Rolle leitet er 100 Informatiker bei ihrer Arbeit an den unterschiedlichsten Projekten von der Verwaltung medizinischer Daten bis hin zu maschineller Übersetzung von Sprachen. Eine unzählige Menge von Servern, die das durchsuchbare Internet zwischenspeichern biten den Enwtwicklern eine Spielwiese als Testplattform und Datenquelle für die ausgeklügelten Algorithmen. Er sagt Google ist so strukturiert, dass die Forscher nicht vom Rest der Firma isoliert sind. "Sie können sich voll auf das Produkt konzentrieren, an dem sie arbeiten"Als Norvig in Mountain View ankam war die Suche im Internet nichts weiter als die Seiten, die am besten zu einer Anfrage passten. Doch das Internet ist gewachsen und die Benutzer wollen schnell gefilterte Informationen. Im Interview erklärt er was in der Suche als nächstes kommen wird. hier die Übersetzung: Technology Review: Google hat viele innovative Produkte, aber die Art und Weise der Google Suche hat sich in den letzten 10 Jahren kaum geändert. Warum?Peter Norvig: Wir haben mit der Google Suche genau das, was der Nutzer möchte. Und wir waren nicht die ersten, denken Sie an Excite und den Suchmaschinen davor. Sie haben ein Eingabefeld und erhalten eine Liste mit 10 Ergebnissen, ein paar kurze Informationen dazu, fertig. Diese Simplizität ist uns Erfolg. Technology Review: Was hat sich in den Jahren generell geändert?Peter Norvig: Das Ausmaß, es gibt wahrscheinlich tausend Mal mehr Informationen wie zu unseren Anfängen. Damals bestand das WWW fast nur aus Webseiten, heute sind es Videos, Bilder, Blogs und zahlreiche andere Arten von Medien und Formaten. Auch die Erwartung unser Nutzer hat sich geändert. Als ich angefangen habe, haben wir den Index nur einmal im Monat aktualisiert. Wir dachten damals eher an eine Art Bibliothek, eine langfristige Sache. Jetzt begreifen wir unsere Suche eher als Momentaufnahme. Unsere Nutzer möchten aktuelle Nachrichten schon nach wenigen Minuten abrufen können, nicht erst nach Tagen oder Wochen. Technology Review: Sie behaupten, die Qualität der Suchergebnisse von Google ist sehr gut. Woher nehmen Sie diese Erkenntnisse und was machen Sie, um die Ergebnisse noch besser zu machen?Peter Norvig: Wir testen es in vielfältiger Form. Zum einen verfolgen wir auf was die Suchenden klicken. Wenn Sie auf die Webseite auf Position 1 klicken und danach nicht weiter suchen, bedeutet dieses wahrscheinlich, dass sie gefunden haben was sie wollten. Wenn unsere Nutzer nach unten scrollen, weiterblättern oder die Suchanfrage neu formulieren, entsprechen die Ergebnisse nicht ihren Erwartungen. Darüber hinaus engagieren wir Menschen, die uns für definierte Suchanfragen die Ergebnisse bewerten. Es sind verschiedene Firmen, welche wir beauftragen. Wir schulen diese, damit sie Spamseiten und andere schlechte Ergebnisse erkennen können. Diese Ergebnisse lassen wir dann als eine Art `Qualitätssiegel´ mit in unsere Bewertung einfließen, was uns natürlich nicht bei allen Seiten möglich ist. Auch führen wir Versuche durch, beobachten z.B. Nutzer bei uns oder zuhause, analysieren wie und was sie genau suchen. Technology Review: Unternehmen wie Ask und Powerset prophezeien, dass die Suche immer sprachorientierter wird und Menschen zukünftig eher mit ganzen Sätzen als mit nur einigen Keywords suchen werden. Wie geht Google damit um?Peter Norvig: Uns ist es wichtig, zunächst einmal daran zu arbeiten, dass jedes einzelne Wort genau die Ergebnisse liefert, die sich der Nutzer wünscht. Wir glauben nicht wirklich, dass es ein großer Fortschritt ist, einen Satz in eine Suchmaschine eingeben zu können. Wenn Sie beispielsweise die Frage `Was ist die Hauptstadt von Frankreich?´ eingeben, werden Sie keine besseren Ergebnisse erhalten wie bei der Eingabe `Hauptstadt Frankreich´. Einzelne Begriffe richtig zuordnen zu können ist viel wichtiger. `New York´ ist z.B. anders als `York´, `Vegas´ aber im Prinzip das Gleiche wie `Las Vegas´ und `Jersey´ kann, muss aber nicht das Gleiche sein wie `New Jersey.´ Das ist der Schwerpunkt unserer Arbeit. Wir arbeiten fokusiert an der richtigen Zuordnung von Begriffen bzw. Phrasen, nicht an der von ganzen Sätzen. Wir sind der Meinung, es ist in erster Linie wichtig, die Qualität der Ergebnisse zu verbessern, nicht die Eingabemethoden. Technology Review: Inwieweit wird sich die personalisierte Suche durchsetzen?Peter Norvig: Wie versuchen diese auf unterschiedliche Art und Weise zu integrieren. Ein gutes Beispiel ist die Zuordnung von ortsspezifischen Nachrichten. Hier funktioniert die Zuordnung sehr gut. Außerdem speichern wir die Suchen der einzelnen Nutzer und vergleichen sie miteinander. Wir sind auf einem guten Weg, die personalisierte Suche auf das gesamte Web zu übertragen ist jedoch nicht leicht. Technology Review: Wo sehen Sie die Google Suche in 2 bis 5 Jahren?Peter Norvig: Man wird überall auf der Welt zu jeder Zeit nach vielen verschiedenen Inhalten suchen können. Wir arbeiten natürlich weiter an sprachbasierten Neuerungen oder der Verknüpfung mit dem Handy. Wir möchten unseren Nutzern zu viel Arbeit abnehmen wie nur möglich. Er soll nicht länger entscheiden müssen, ob er nun nach Texten, Bildern oder z.B. Videos suchen möchte. Deswegen arbeiten wir schon jetzt daran, die große Vielfalt der Medien den Bedürfnissen unserer Nutzer entsprechend zu ordnen und zu selektieren.[technologyreview, TechCrunch, Übersetzung einiger Ansätze von SEO United]
Docs Laut dieser Umfrage haben 73,2% haben noch nie von web-basierten Office, wie Google Docs, gehört, 20,8 % nutzten es einmal. Immerhin 2,1% verwende es manchmal (hier von 1,9% in Ergänzung zu einer Desktopanwendung), 2% neben einem Office, und immerhin 0,3% ohne ein Office Programm installiert zu haben. Folgende Fragen lassen sich stellen: Wieso nur so wenige? Hab die Menschen einfach nur Angst, keinen Zugriff auf die Dateien zu haben wenn das Internet streikt? Sind die Funktionen nicht so gut wie bei einem Desktop-Office? Ist Microsoft Office so stark in den Menschen verankert? Ist eine Anwendung für 150 ? besser wie ein kostenlose Alternative? Oder kann man viel zu leicht MS Office illegal nutzen?Auf all diese Fragen sollte Google 2008 eine Antwort finden um den Marktanteil von Google Docs erhöhen zu können.[InsideGoogle]
DoubleClick Bei der Übernahme von DoubleClick hat Google einen großen Schritt gemacht, denn die US - amerikanische Federal Trade Commission (FTC) stimmt der Übernahme zu. Die Entscheidung Google zu erlauben für 3,1 Milliarden US Dollar den Werbedienst fiel aber nicht eindeutig (4:1 Stimmen). Die Untersuchung bei FTC hat unter anderem Microsoft erwirkt. Die Übernahme ist allerdings noch nicht abgeschlossen, da auch die Europäische Kommission den Deal sehr genau überprüft. Diese Prüfungen durch die EU sollen erst im April 2008, also ein Jahr nach der Bekanntgabe der geplanten Übernahme abgeschlossen werden. Bekannt wurde auch, dass die australische Behörde und einer von drei brasilianischen Wettbewerbshüter zugestimmt haben.[heise; golem, thx to: Driver]
YahooYahoo kooperiert mit America Movil, dem führenden Telekommunikationsanbieter Lateinamerikas, der in 16 Ländern im lateinamerikanischen Raum und in der Karibik aktiv ist. Insgesamt hat das Unternehmen 143 Millionen Kunden. Für all diese Länder sollen von Yahoo angepasste Versionen der Mobilsuche OneSearch angeboten werden.Das zweitgrößte Abkommen dieser Art hat Yahoo mit der spanischen Telefonica SA geschlossen, die 100 Millionen Kunden in Lateinamerika und Europa abdeckt. Dies ist eine von 21 Kooperationen im Bereich der Suche, die Yahoo in diesem Jahr abgeschlossen hat. Anstatt wie Google auf Systemplattformen zu setzen, schmiedet Yahoo fleißig Kooperationen im Bereich Internet-Werbung...Yahoo Mobile - OneSearch [MobileCrunch, moconews.net]
Microsoft Google Yahoo Diese drei amerikanischen Firmen müssen insgesamt 31,5 Millionen US-Dollar Strafe zahlen, weil sie zwischen 1997 und 2007 Onlinewerbung für illegallem Glücksspiel, genauer gesagt für ein Online Casino, geschaltet haben. Die Strafe, die die 3 gemeinsam mit dem US-Justizministerium ausgehandelt haben, verteilt sich so: Microsoft: 21 000 000 $ Google: 3 000 000 $ Yahoo!: 7 500 000 $Auf diese illegalen Anzeigen stieß man 2006 während Ermittlungen gegen BetOnSport.[heise.de]
Docs Das Drucken von Google Docs ist zwar schon länger möglich, aber die Ergebnisse waren nicht wirklich zu frieden stellend. Wenn ich bisher ein Dokument drucken wollte, habe ich es erst als PDF gespeichert und dann diese Datei gedruckt. Scheinbar haben das viele so gemacht und Google entschloss sich nun Druckeinstellungen hinzu zu fügen. Auswählen kann man zwischen Hoch- und Querformat, wie groß die Seitenabstände sein sollen, die Papiergröße (Legal, Letter oder DIN A4) und ob bzw. wo die Seitenzahlen gedruckt werden sollen. Nach dem Klick auf OK öffnet sich ein Download. Beim Firefox kann man dann auswählen, ob die Datei nur geöffnet werden soll oder zusätzlich noch einmal auf der Festplatte.» Ankündigung im Google Docs Blog: Documents dress up and print out
Google Mail+ Remember the Milk (RTM) hat eine Erweiterung für Google Mail veröffentlicht mit der man rechts neben den Google Mails optional Task und Aufgaben, die man mit RTM verwaltet, einblenden lassen, neue anlegen, diese Bearbeiten und als erledigt markieren. Mails lassen sich mit der Taskliste verbinden. Diesen Nachrichten kann man über die Einstellungen, die im neuen Tab "Tasks" zu finden sind, Zum Beispiel ein eigenes Label zu weisen.Viele weitere Funktionen von RTM in Google Mail gibt der Blogpost wieder: RTM + Google Mail = task management goodness» Firefox Addon installieren
Earth Einmal wie ein Astronaut die Erde in ihrer Gesamtheit von Oben betrachten - diesen Traum haben wohl viele. In der Theorie macht Google Earth das ja heute schon möglich, aber so wirkliches Weltraum-Feeling mag dabei wohl bei niemandem aufkommen. Ein neuer Earth-Layer sorgt jetzt dafür dass zumindest ein wenig Weltraum-Atmosphäre aufkommt.Earth Weltraum
Wenn ihr die KMZ-Datei in Earth einbindet, wird im Vordergrund rund um das Sichtfeld herum ein Overlay angezeigt dass einem das Gefühl gibt ein Astronaut zu sein und von oben auf die Erde zu sehen. Das Sichtfeld ist dabei euer eigenes Visier und mit den Händen fliegt ihr quasi durch den Weltraum. Es ist zwar nur ein statisches Overlay aber wirkt dennoch Wunder - zumindest in der Gesamt-Erde-Ansicht - faszinierend ;-)P.S. Das ganze funktioniert auch mit Google Earth Sky» KMZ-Datei herunterladen[Google Earth Blog]