Google Mail

Demnächst wird es Benutzer von Google Mail in UK die Möglichkeit geben, zwischen @googlemail.com und @Google Mail.com zu wählen. Standard für Neuanmeldungen soll aber @Google Mail.com werden. 

Google begründet dies damit, dass man damit sparen kann: "Seitdem 'Google Mail' 50% weniger Zeichen ausmacht als 'googlemail', schätzen wir auch dass ca. 60 Millionen Tastenanschläge am Tag weniger benötigt werden. Auf 217 µjoules/Tastendruck wären ungefähr die Energie von 20 Bonbons jeden Tag gerettet!"

Der Rollout soll nächste Woche kommen, dann wird es auch die o. g. Option zum Wechseln geben. 
Earth Day Logo

Google hat Millionen von Dollar in erneuerbare Energien gesteckt. Genauer in Windenergie im Herzen der USA. Damit gibt Google zum ersten Mal Vermögen in Green IT-Strom ab und sorgt damit für ein sauberes Profil.

Erst heute brachte Greenpeace den Green IT-Report heraus, bei dem Google weniger gut abschnitt. Allerdings hat Google Verbesserung versprochen - die kommt auch rechtzeitig in einer Ankündigung. Demnach investiert 38,8 Mio. US-Dollar (etwa 30 Mio. Euro) Google in zwei riesige Windfarmen, die zusammen mit 170 MW genug Strom für 55.000 Haushalte produzieren. 

Windkraft-Anlagen

Die NextEra Energy Resources ist größerter Windkraft-Energielieferant der Welt. Die Windräder stehen in North Dakota, im Herzen der USA, messen allesamt ca. 80 Meter in der Höhe und davon gibt es 113 Stück - Somit erstreckt sich das Areal auf einen riesigen Bereich. Außerdem sind die Räder zu 15% effizienter als bisherige Techniken. Ein Grund mehr für Google, in diese Technik zu investieren.

Dass Google immer eine Hand für grüne Technologie hatte, zeigt sich auch an vergangen Investitionen in eSolar oder AltaRock (geothermische Energie) oder eben Makani Power (Windkraftanlagen an hohen Höhen).

(Google)
Google

Heute kam der Green-IT-Report von Greenpeace heraus. In der Rangliste belegt Google den sechsten Platz. Kritik hagelte es bei der Verständigung mit Google. Auch Microsoft darf jetzt noch einmal nachbessern.

COOL IT Leaderboard / Greenpeace.orgDer Konzern Google gibt keine Konkreten Ziele an, deshalb erreicht er im Cool IT Leaderboard nur Platz 6. Immerhin 33 Punkte konnte man bei Greenpeace vergeben. Das liegt unter Anderem daran, dass Google sein "Power Meter" veröffentlicht hat und sich aktiv für Technologien einsetzt, die den Stromverbrauch überwachen und reduzieren können. 

Außerdem bemängelt Greenpeace die Technik hinter Cloud-Computing, also das vernetzen in der "Wolke". Die Serverfarmen sollten statt mit Strom aus fossilen Quellen (Kohle) eher mit erneuerbaren Energien, wie Wind, Sonne usw. betrieben werden. Außerdem steigt der Stromverbrauch, wenn viele Leute auf ihre Daten zugreifen oder Daten auf den Serverfarmen speichern, so Greenpeace.

Ebenfalls unglücklich lief es für Microsoft, da angestrebte Ziele nicht erreicht wurden. Am besten schnitten Ericsson und Cisco ab, Schlusslicht waren Sony, Panasonic und Sharp.
Android

Es mag vielleicht etwas kurios klingen, dass Adobe eben nicht Apple-Handys verschenkt, sondern Google-Handys. Aber hinter dem scheinbar schönem Geschenk verbirgt sich der Streit um Apple und Adobe.

Wenn sich zwei streiten, freut sich der Google. 
Adobe und Apple streiten um Flash, eine Technologie die schon etwas älter, dafür aber verbreiteter ist. Apples CEO Steve Jobs hat sich in einem offenen Brief an Adobe gewandt und klar gestellt, warum der Riese künftig auf Flash - und damit auch auf Adobe - verzichtet. Die Technologie sei - auf einmal - unsicher und so sagt Jobs kurzerhand ab. Außerdem wären Flash-Produkte für Touchscreen-Displays unzureichend und Batterie-hungrig. Adobe scheint aber das weniger zu stören und steigt lieber mit Google und Microsoft in die Kiste. Google dürfte das aber besonders freuen, denn kann der Konzern endlich von der Technik profitieren.

Flash für Android 
Es gab oft Mutmaßungen, dass Flash auch bald auf Android-Geräte kommt. Vor zwei Wochen dann die offizielle Meldung, dass man Flash und AIR auf Android-Geräte und somit auf Google-Geräte bringen möchte. Bis dahin gab es schon Flash-Leaks und Benutzer der Sense-Oberfläche konnten Flash sowieso schon nutzen. Adobe wechselt also von der iPhone und Mac-Plattform zur Android-Plattform und wischt Apple damit eins aus. Vielleicht könnte man sagen, dass Partnerschaften mit der Zeit auch einfach nur noch wehtun und "frischer Wind" in die Sache muss.

Adobe-Mitarbeiter sollen Android-Handy gratis bekommen
Der nächste Schritt, Apple zu ärgern, wäre dann: Die Konkurrenz zu zeigen und damit zu spielen. Adobe benutzt Google, damit Apple eine Art "Eifersucht" entwickelt. Also schickt Adobe einigen Mitarbeitern (von 8,6k) kostenlose Android 2.2-Geräte ins Haus. Die sollen dann darauf das neue Flash 10.1 ausgiebig testen und sollen natürlich auch mit dem neuen Spielzeug angeben. Welches Handy aber genau verschenkt wird, wollte selbst die Quelle nicht spekulieren. Zwischen Nexus One oder HTC Incredible wird es aber schon hinauslaufen.

Adobe lässt Apple links liegen
Klar ist, die Strategie von Adobe geht auf. Auf der Google I/O in diesem Monat wird Adobe nochmal richtig auf Google setzen und ausführliche Produktdemos präsentieren. Apple kann nur dreinschauen und sich ärgern. Vielleicht wird Apple wieder nachgeben - aber Adobe wird sich sicher nicht so leicht zurückködern lassen.
Yahoo Google

Yahoo's Mrs. CEO Carol Bartz wagt bei BBC gegen Google anzufeuern. Sie sieht ein riesiges Problem darin, dass Google "99% Search-Business" wäre. Damit setzt sie die Talfahrt von Yahoo fort und sieht, wie Unternehmen, wie Google oder Facebook ihr davon laufen - Trash-Talk für den Yahoo-Erfolg?

Yahoo ist ziemlich am kränkeln. Zwar kann das Unternehmen wieder gewinne im Search-Bereich durch Microsoft's Bing-Integration verzeichnen, hat aber gerade Yahoo mit Marketing-Problemen arg zu kämpfen. Als wäre das nicht genug, gibt sich CEO Carol Bartz zu einem Interview gegenüber BBC, indem sie erklärt, dass "Google ein Problem" hätte. Lustig, gerade weil letzte Woche ein Manager abgehauen ist. Vielleicht ein Frust-Talk?
Google wird ein Problem haben, da Google nur für die Suche bekannt ist [...] Es ist einfach nur die Hälfte unseres Business; aber 99,9% von deren Business. Google muss andere Dinge finden [...] Google sollte zu einem Unternehmen in der Größe von Yahoo jedes Jahr heranwachsen, um interessant zu sein.
Carol Bartz, YahooAber Moment einmal. Google spezialisiert auf Suche? Wie sieht es denn aus mit YouTube, Maps, Wave, den ganzen Apps, Android, Chrome, Google TV, Mail, Talk und wie sie alle heißen? Das ist dann wohl "99,9% Suche". Ich glaube, Bartz sieht ihr Unternehmen den Bach runtergehen und schlägt jetzt nochmal richtig auf die ein, die es jahrelang richtig gemacht haben. Das sieht man ja auch an den Zahlen: 167 Mrd-$ (etwa 126 Mrd. Euro) Marktwert hat Googles Aktien derzeit. Yahoo gerade einmal - einschließlich Asien - ein Wert von 23 Mrd-$ (etwa 17 Mrd. Euro). 

Eine Lachnummer: Google hat schon lange mehr Marktwert als Yahoo - dennoch profiliert sich der CEO ganz groß. Auch in Sachen soziale Netzwerke scheint Frau Bartz keine große Ahnung zu haben:
 
Sicherlich ziehen sie die Aufmerksamkeit an sich und sind nah an der Zeit [...] aber was falsch an dieser Konversation ist, dass sich "sozial" nur auf Facebook bezieht. [...] So werden alle soziale Fähigkeiten auf Webseiten beschränkt - eingeschlossen wie Twitter oder Facebook Feeds.
Ahja. Man fragt sich schon irgendwie, ob die Frau sich "Facebook" oder "Twitter" überhaupt mal angeschaut hat. Denn auf ihren ach so "sozialen Netzwerk", Yahoo, findet man leider garkeine soziale Komponente. Geschweige dass E-Mail das Einzige ist, was im 21sten Jahrhundert benutzt wird.

"Rom steht in Flammen", so schreibt TechCrunch-Autor Michael Arrington zu dem Thema, "Bitte rauchen Sie an der Bong, Carol". Denn langsam kommt es so vor, als wenn heiße Luft Standard bei Google-Diskussionen wird. Yahoo versucht einfach ihre Missgeschicke im Bereich Web2.0 mit Trash-Talk a la Bartz zu kompensieren. Versuch fehlgeschlagen.

Bild: DPA
BumpTop Logo --> Google
Google hat den 3D-Desktop-Dienst BumpTop gekauft, das schreibt das Team auf der Homepage. Demnach wird das Produkt nach nunmehr drei Jahren eingestellt und nicht weiterentwickelt. Das Team - man kann es sich denken - zieht zu Google um.

Alle Pro-Version-Nutzer sollten jetzt noch ihre Lizenzen einlösen und das Pro-Programm herunterladen. Der kostenlose Download wird auch weiter zur Verfügung stehen. 

BumpTop Interface

Möglicherweise wird Google aus der Technik resultieren, für Chrome OS oder Android spezielle Techniken, wie die Widget-Anordnung oder 3D-Objekte, zu exportieren oder die Entwickler eventuell zu involvieren. 

(Pic: CNet; CNet
Buzz

Wenn man jetzt ein Link zu einem Album bei Picasa oder einem Set bei Flickr postet, dann wird dieses automatisch bei Buzz als Galerie dargestellt. Wenn man ein Bild öffnet, startet die Slideshow. Diese Funktioniert einfach mit der Tastatur (linker Pfeil <- und rechter Pfeil ->) oder mit der Maus.

Einige Beispiele: [1] [2] [3]

(gBuzz; twitter)
Maps Earth

Google hat wieder neues Kartenmaterial für Google Maps und Google Earth veröffentlicht. Darunter in 35 Ländern neues, hochauflösendes Bildmaterial. Deutschland bleibt erstmal beim aktuellen Stand.

USA, China, Russland, Teile Indiens, UK, Brasilien, Afrika und kleiner Länder wurden aktualisiert. Das ganze kann man sich direkt in Google Maps anschauen oder als KML in Google Earth. 

Einige Beispiele:
Las Vegas Update
Las Vegas

Militär-Gelände "The Bonevard"
Militär-Gelände "The Boneyard" in Tucson, Arizona

Weltweite EXPO in Shanghai
Die weltweite EXPO in Shanghai

(Google)
Site Search

Vergangene Woche startete Adobes neue Creative Suite 5 durch und bekam (logischerweise) viele neue Features. Ein dieser Features bezieht sich auf die bessere Community-Hilfe. Die basiert - neben Adobe AIR - auf Googles Site-Search-Technologie und kann so umfassende Hilfe für CS5-Benutzer bieten.

Zunächst benötigt man Adobe AIR, das kann aber auch ganz einfach über den Flashplayer nachgeladen werden. Dann wird die Community Help heruntergeladen. Die Anwendung kann über 3000 Seiten durchsuchen und der Benutzer kann Antworten in der Adobe-Hilfe, Community-Hilfe, Entwickler-Ressourcen und auch Code-Beispiele suchen. Dabei greift Site-Search auf eine API von Adobe zu.

Sitesearch und Code Search in Community-Hilfe / Adobe CS5

Mit der Blueprint-Technologie von Adobe kann sogar Codebeispiele im Kontext von Adobe Flash und Adobe Flex geboten werden. So können Entwickler noch schneller Anwendungen entwickeln, da sie viele Tutorials und Beispiele gleich On-Board bekommen.

Man kann die Anwendung unter Adobe.com bekommen. Allerdings ist die Stand-Alone-Anwendung nur mit CS5 kompatibel und prüft, ob das Produkt auf dem Rechner ist. 

(Google; CSE; Enterprise)
wave

Google hat ein neues iFrame-Gadget eingeführt, welches beliebige Inhalte per iFrame in Waves einbinden kann. Damit wird es möglich, mehr Gadgets, wie Google Calendars und Docs einzufügen, ohne dass man HTML-Kenntnisse benötigt.

Wie funktioniert das Gadget?
Es ist eine Client-Seitige Installation. Danach hat man einen "< iframe >"-Button und kann schon Gadgets einfügen. Die Inhalte laden sich per iFrame nach, können also beliebig sein.

Woher bekommt man das Gadget?
Man muss sich es auf seinem Wave-Account (clientseitig) installieren. Dazu geht man auf diese Wave und klickt einfach auf "Install".

Wie bekommt man das in Waves?
Man klickt auf den iFrame-Button, der befindet sich dann in allen Waves neben dem Maps-Button. Dann hat man ein iFrame-Interface. Klickt man auf Edit, strahlt einem eine Eingabemaske an, bei der man die URL einfügen kann und die Höhe des Gadgets bestimmen kann.
iFrame Gadget 

Wenn man fertig ist, klickt man auf "View".

Und wie ist das jetzt mit Google Calendar?
Man muss in Google Calendar auf "Einstellungen" gehen, dort auf "Kalender". Dann muss man erst einmal die Freigabe-Einstellungen bearbeiten. Dann kann man auf den Kalender-Namen klicken (Standard: Deine Google Mail-Adresse) und sieht unter dem Punkt "Diesen Kalender einbetten" ein iFrame-Code. Man muss sich dann den Wert aus "src=" kopieren, also z. B. http://www.google.com/calendar/embed?src=[email protected] Mail.com&ctz=Europe/Berlin. Diese URL fügt man dann in die o. g. Eingabemaske unter URL ein. Das war's auch schon.

Beispiel:
Calendar-Ansicht in Wave 

Und bei Google Docs? 
Man klickt auf "Freigeben" und dann "Als Webseite anzeigen (Vorschau)". Dann kopiert man sich die URL aus dem Browser. Diese ist dann auch die URL, die man bei Wave einfügt. Bei Präsentationen muss man auf "Freigeben" -> "Veröffentlichen/Einbetten" klicken und dann wieder die URL aus "src=" kopieren, beispielsweise http://docs.google.com/present/embed?id=abcdefghi - bei Docs wäre ein Beispiel-Link http://docs.google.com/View?docid=abcdefghi

Google Docs in Wave
(Google)