Google Beat Am Endes des Jahres veröffentlicht Google immer den Google Zeitgeist. Dieser listet in verschiedenen Kategorien beliebte Suchbegriffe in einem bestimmten Land auf. Mit Tools wie Google Trends oder Google Insights for Search kann man sich die aktuellen Trends anschauen. Nun hat Google in den USA einen Channel auf YouTube gestartet. Google Beat wird einmal in der Woche veröffentlicht und behandelt die Suchanfragen, die in den USA aktuell die Datencenter heiß laufen lassen. Diese Woche geht es um „egg recall“ (Rückruf von Eiern), „Miss Universe 2010“ und um „19th Amendment“ (19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten; Frauenwahlrecht). Wir werden jeden Freitag das Video twittern. » YouTube Channel
Chrome Extensions
Google hat am Mittwoch eine neue Version der Erweiterung Screen Capture veröffentlicht. Sie behebt einige Probleme und bringt auch einige neue Features mit. Richtig gute Ergebnisse liefert die Erweiterung nur mit Google Chrome 6.

Sind die Screenshots unscharf bzw. wirken sehr stark komprimiert, kann man die Optionen der Erweiterung deaktivieren. Hierfür muss man Lossless screenshot (verlustfreie Screenshots) wählen. Eines Fehlers in Google Chrome 5 führt dazu, dass auf Windows der Text bei verlustfreien Screenshots verzerrt wird. Hierfür soll man dann die Option „Lossy Screenshots“ auswählen. Mit der Beta von Chrome 6 ist dieser Fehler behoben.

In der Version 2.0.2 hat Google auch einige weitere Funktionen integriert. So gibt es nun zum verdecken von bestimmten Bereichen nicht nur ein durchgängiges Schwarz, sondern auch burl (verwischen). Für Highlights hingegen gibt es nun direkt mehrere Farben zur Auswahl. Außerdem kann man Linien und Pfeile zeichnen.

Screen Capture

Ein weiteres neues Feature in Screen Caputure ist „Autosave“. Ist diese Option aktiviert, wird das Bildschirmfoto direkt im gewählten Ordner gespeichert. Als Namen verwendet die Extension automatisch den Namen der Seite.

» Screen Capture 
Calendar

Google hat heute Nacht einige neue Funktionen für den Google Calendar angekündigt, die die Nutzer in einigen Tagen sehen sollten. Es ist vor allem nützlich für Terminabsprachen in Unternehmen, die auf Google Apps setzen. Aber auch für die Otto-Normal-Nutzer, die zum Verwalten ihrer Termine die „Cloud“ verwendet.

So hat Google das Design der Seite zum Erstellen von Terminen überarbeitet und es passt nun besser zur Optik von anderen Google Anwendungen. Den Name des Termins, das Datum sowie die Uhrzeiten legt ganz oben fest. Setzt man den Haken bei Wiederholen, öffnet sich PopUp, in dem man dann einstellen kann wann und wie oft der Termin wiederholt werden soll.

Möchte man einen Termin mit einem anderen planen, kann man über dies über den Tab „Zeitpunkt finden“ leichter tun. Hat der Kontakt freigeben, dass man zumindest seinen Status (verfügbar, beschäftigt) sehen darf, kann man den Termin schon eintragen. Die Gäste müssen dann die Einladung nur noch bestätigen. Ist einer der Beteiligten an dem gewählten Termin aber beschäftigt, dann wird die Auswahl schraffiert.

Termin erstellen

Unter der Haube hat Google an zahlreichen Stellen nach justiert und neue Techniken integriert, die zum Beispiel das Speichern zuverlässiger machen. Außerdem wird „Edit Event“ nun schneller geladen.

Vor wenigen Tagen hat Google ein neues Favicon für den Calendar veröffentlicht. Nun hat gibt es ein Userscript, mit dem man das Icon auf an den aktuellen Tag anpassen kann. So zeigt das Icon nicht immer nur die 31 an. Heute erscheint dann zum Beispiel die 27. Firefox-Nutzer brauchen Greasemonkey, Google Chrome-Nutzer können einfach auf den Install-Button drücken und schon installiert sich das Userscript.

PS: Das neue Design ist - wie die Screenshots zeigen - nicht mehr grün, sondern ebenfalls in blau gehalten.
YouTube

Im Mai hatte die Musik-Verwertungsgesellschaft GEMA eine einstweilige Verfügung beim Hamburger Landgericht beantragt. YouTube sollte 600 illegal hochgeladene Musik-Videos von seiner Plattform löschen, so die Forderung. Nun entschieden die Richter sich gegen die GEMA und verwiesen auf die Hauptverhandlung.

Heute war die Verhandlung vor dem Landgericht Hamburg, in der sich die GEMA große Hoffnungen machte, dass die eingereichte Verfügung bewilligt wird. Dazu kam es aber nicht. Die Richter lehnten den Antrag mit der Begründung ab, dass man sich auf das Hauptsachverfahren berufe. In dem geht es seit Jahren darum, dass die GEMA für jeden Klick auf ein Musik-Video YouTube bezahlen lassen will. Angeblich sei dabei auch von YouTube zu wenig Geld geflossen, weshalb die GEMA klagte. YouTube verwies zwischenzeitlich auch auf die Möglichkeit, dass statt YouTube doch die Nutzer, die die Musikvideos hochgeladen haben bezahlen könnten - das lehnt die Verwertungsgesellschaft aber ab. Im Mai sah die GEMA dann keine andere Möglichkeit, als die Verhandlungen mit YouTube einzustellen und die Sache vor dem Gericht zu klären. Dort gaben sie auch an, dass YouTube 600 Videos löschen sollte - Videos von Lizenznehmern.

So wie in Deutschland geht es nicht in jedem Land zu. In die Italien hat sich die dort ansässige Verwertungsgesellschaft gegen die GEMA aufgetürmt und kooperiert seit Juli wieder mit YouTube. Dass es hierzulande Probleme gibt, liegt an den Vorstellungen, die die GEMA hat. 
 
Google hat soeben Stellung dazu bezogen:
"Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts, den Antrag der GEMA auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen uns zurückzuweisen. Bedauerlicherweise konnte das Gericht nicht alle aufgeworfenen Rechtsfragen klären. Wenn ein Rechteinhaber ein Video auf YouTube entdeckt, das seine Urheberrechte verletzt, benötigen wir lediglich die URL des Videos, um es zu sperren. Dies haben wir im Falle der GEMA jedes Mal unverzüglich getan, wenn uns die GEMA die URLs ihrer Werke auf YouTube genannt hat. YouTube würde gern auch in Deutschland Erlöse mit Musik auf seiner Plattform erzielen und diese mit den Mitgliedern der GEMA und anderen Rechteinhabern teilen. Dies kann mit gerichtlichen Verfahren nicht erreicht werden. Eine Lösung hierfür kann unserer Meinung nach nur am Verhandlungstisch erfolgen. Wir laden die GEMA daher ein, an diesen zurückzukehren."
ChromeLabs

In einem der neuesten Chromium-Builds gibt es eine neue interne Seite mit der man experimentelle Funktionen leichter aktivieren und so testen kann. Bisher war es bei neuen Features oft nötig Chrome bzw. Chromium mit einem Kommando zu starten, was einigen Nutzern immer wieder Probleme bereitet hat. 

Auf about:labs findet man ab der Chromium Revision 57635 eine Übersicht von Experimenten in Google Chrome. Derzeit ist es noch sehr übersichtlich, denn es gibt für Windows und Mac jeweils einen Tests, Linux hat noch kein Experiment bekommen. Die Funktion auf Mac heißt tabposé und integriert die Exposé für Tabs auf Apples Computer.

Auf Windows gibt es das Experiment "Tabs on the left". Ist dieses aktiviert, kann man über Rechtsklick auf einen Tab im Menü dann "Use sidetabs" auswählen. Chrome zeigt die Tabs dann auf der linken Seite in einer Liste an. Wie schon seit der ersten Version von Chrome kann man die Tabs auch hier kinderleicht per Drag'n'Drop verschieben.

Vertikale Tabs in Chromium

Aktiviert man eines der Experimente ist ein Neustart von Chrome nötig.

Beides lässt sich auch jeweils auf dem Betriebssystem über die Kommandozeilen --enable-vertical-tabs (Sidebar-Tabs Windows) oder --enable-expose-for-tabs (Taposé auf Mac) aktivieren.



Eine weitere Neuigkeit aus dem Hause Chromium ist eine Überarbeitung der Seite "Neuer Tab":
Neuer Tab in Chromium 7 
Google Realtime

Seit Dezember bietet Google seine Suche auch in Echtzeit an. So erscheinen Tweets in den Suchergebnissen bereits nach wenigen Sekunden. Nun hat Google eine eigene Seite für die Echtzeitsuche geschaffen. Somit ist es einfach direkt auf diese zuzugreifen. 

Zwar war es auch schon bisher möglich Tweets, Status-Updates und Blogposts direkt in den Suchergebnissen zu finden, doch auf der neuen Seite bietet Google noch weitere Möglichkeiten an, die die Suche nach aktuellen Ereignissen leichter machen können. 

So kann man einen Ort wählen und erhält dann auf diese Weise auch Tipps für Sehenswürdigkeiten, Aktionen in der Gegend u.ä. in Echtzeit. Neu ist auch "conversations view" Hiermit ist es einfacher einer Diskussion auf Twitter zu folgen. Google sortiert die Updates dann nach Datum, wobei die älteste Nachricht zu erst angezeigt wird. 

Vor wenigen Tagen hat Google bei den Google Alerts Updates zum Menü hinzugefügt. Taucht das gewünschte Thema auf Twitter auf, dann verschickt Google umgehend eine Mail.

Die Echtzeitsuche steht in 40 Sprachen - darunter auch Deutsch - zur Verfügung, aber einige Funktionen wie conversations view sowie die Wahl eines Ortes gibt es nur auf Englisch, Russisch, Japanisch und Spanisch. Die neue Echtzeitsuche kann man unter google.com/realtime ausprobieren.  



Google rollt die Funktion noch aus, sodass der Aufruf von google.com/realtime noch den Error 404 wiedergeben kann. Klickt man den Link (über dem Video an) an, kann man es schon jetzt mal testen.
Google Mail Noch vor wenigen Stunden haben wir noch darüber berichtet, dass Google möglicherweise Voice over IP testet. Nun hat Google die Funktion für alle Nutzer in den USA angekündigt. Mit dem Update ist es möglich von Google Mail aus jedes Telefon in den USA und Kanada für lau anrufen. Andere Länder stehen zu sehr günstigen Preisen zur Verfügung. Ein Anruf nach Deutschland, Frankreich oder Großbritannien kosten in der Minute lediglich 0,02 Dollar. Eine vollständige Liste findet man hier. Die Gespräche innerhalb der USA oder nach Kanada sind bis mindestens Ende des Jahres kostenlos. In der Chatliste erscheint dann Call Phone, welches eine Tastatur öffnet. Zum Telefonieren ist das Voice and Video plug-in nötig, das vor wenigen Tagen auch für Linux veröffentlicht wurde. Die Option wird in den kommenden Tagen für Nutzer in den USA freigeschaltet. Ob und wann Google „Call Phone“ auch in Deutschland bietet, ist unklar.
Street View

Street View wird wohl noch viele Orte in zwei Lager teilen. Street View hat aber das Netz auf seiner Seite - so wurde in einer "WISO"-Umfrage ermittelt, dass 59% der Befragten für Street View sind. Auch wir und andere Webseiten kommen auf ein ähnliches Ergebnis. Wie sehr ist Street View also ein Sommerthema?



Das ist die Auswertung der Street View-Umfrage. Wir wollten wissen (und das möglichst mit Begründung), wie die GoogleWatchBlog-Leser zur Street View-Kritik stehen. Dabei konnten wir sehen, dass 68% von eindeutigen Besuchern (eingeloggt oder via IP) die Kritik für unangebracht halten. Im dazu verlinkten Forum finden wir nur zwei Meinungen, die aber auch schon für ein großen Teil der Leser sprechen, wenn wir uns vorherige Kommentare zu Street View durchlesen:
"so ist das" schreibt: "Die Privatsphäre wird nicht beeinträchtigt. In der Öffentlichkeit gibt es keine Privatsphäre. Ansonsten soll man das Haus nicht mehr verlassen!" - auch "RockHound" bestätigt dies.

Dass diese Diskussion aber nicht nur hier ein großes Thema ist, zeigt sich nicht zuletzt an den Medien. Sascha Lobo, seines Zeichens ebenfalls Blogger und Webexperte, war bei der Tagesschau und bei ZDF WISO zu Gast und hat großflächig die Meinung aus dem Netz wiedergegeben. Auf RTL hingegen malt man den schwarzen Peter an die Wand und auch sonst scheint man das Sommerloch mit Street View füllen zu wollen.

Generell lässt sich aber sagen: An Street View wird man früher oder später nicht vorbei kommen. Kritiker meinen immer noch, dass Häuser eine Privatsphäre haben und die Kritiker der Kritiker werfen Konservativität vor. Keiner der beiden Seiten ist irgendwie bereit, sich dem Anderen zu beugen - und so wird Steet View wohl noch wochenlang in den Medien aufgebauscht, nicht nur im Netz. Selbst das Medienmagazin ZAPP hat bereits damit begonnen, sich zu positionieren - hoffen wir, dass das Sommerloch bald zu Ende ist und die Medien sich endlich wieder um Themen kümmern können, die wirklich Brisanz haben: Ölverschmutzung, Netzneutralität und Politik!
361°

Vor ungefähr einem den Wettbewerb „361 Grad Toleranz“ gestartet. Nun gibt es mit 361 Grad Respekt eine Fortsetzung. Die Schirmherrschaft hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Krisitina Schröder übernommen. Der Hauptpreis wird von „Die Fantastischen Vier“ gestellt.

Jugendliche ab 13 Jahren aus ganz Deutschland sind ab sofort aufgerufen, eigene Videos für mehr Respekt und ein toleranteres Miteinander zu kreieren und diese bis zum 16. Oktober auf www.youtube.de/361grad hochzuladen. Die besten Beiträge werden von einer unabhängigen Expertenjury ausgewählt und von der Ministerin ausgezeichnet.

In der Pressemitteilung heißt es: „Ziel der Aktion “361 Grad Respekt“ ist es, Jugendliche zu motivieren, sich mit den Themen Ausgrenzung, Rassismus, Homophobie und Cyber-Mobbing auseinanderzusetzen und sie für diese Problemfelder nachhaltig zu sensibilisieren. Junge Menschen – ganz gleich ob Schüler, Azubis oder Studenten – sind zudem gefragt, sich für ein respektvolles Miteinander stark zu machen. Der Wettbewerb geht bereits in die zweite Runde. Im Sommer 2009 folgten Tausende Schülerinnen und Schüler dem Aufruf, Videos gegen Ausgrenzung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu drehen und reichten insgesamt mehrere Hundert Videobeiträge ein.“

Kristina Schröder sagte am Mittwoch in Berlin: „Respekt bedeutet ein von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung geprägtes Miteinander. Die Aktion ’361 Grad’ soll jungen Menschen zeigen, wie ein respektvoller Umgang aussehen kann und sie dazu motivieren, sich für Toleranz und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung einzusetzen. Ich freue mich sehr, diesen Wettbewerb als Schirmherrin unterstützen zu können.“

Der Wettbewerb wird erneut von “Laut gegen Nazis“, die Amadeu Antonio Stiftung und YouTube den Wettbewerb gemeinsam durchgeführt. „YouTube steht für den freien und weltweiten Austausch von Meinungen. Wir hoffen auch in diesem Jahr mit unseren neuen und alten Partnern mit ’361 Grad Respekt’ erneut ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung setzen zu können“, so Stefan Tweraser, Country Director Deutschland der YouTube-Muttergesellschaft Google.

Weiterhin unterstützen in diesem Jahr wieder viele Partner und Prominente die Aktion: Neben den Fantastischen Vier sind auch Culcha Candela, Silbermond, Daniel Brühl, Ulrich Wickert (Tagesthemen-Moderator) und die Nationalspieler Philipp Lahm und Piotr Trochowski mit von der Partie.

Die Videos können in einer von vier Kategorien eingereicht werden: Shortstory, Music, Freestyle oder Support. Man kann entweder alleine oder in einer Gruppe von maximal fünf Personen antreten und Kurzfilme, selbst komponierte Musikvideos, Dokumentationen oder Reportagen drehen und einreichen.

Die ersten drei Plätze jeder Kategorie bekommen vom Hauptsponsor callmobile hochwertige Smartphones und Prepaid-Karten inklusive Guthaben. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt im November.

 
Heute in den Kurzmeldungen: Finance wird mobil, Calendar Favicon und Google Chrome.

Google hat gestern eine angepasste Version von Google Finance für das iPhone und Googles Android veröffentlicht. Mit dieser Version kann man leichter auf die aktuellen Aktienkurse zurückgreifen. In der Desktop-Version nutzt Google für die Graphen Flash, welches es auf dem iPhone bekanntlich nicht gibt. Daher wird hier der Verlauf mit der Charts-API erstellt.

Seit Montag hat der Google Calendar ein neues Favicon. Es zeigt nicht mehr die Übersicht über einen ganzen Monat, sondern schlicht und einfach die Zahl 31 auf einem blauen Kalender.

Google Chrome wird bald zwei Jahre alt. Für einen Artikel hierzu wollen wir eine kleine Umfrage machen. Da wir nicht die Zeit und auch nicht die Lust haben einige Hundert Antworten auszuwerten, wollen wir uns auf ungefähr 10 beschränken. Wer Interesse hat, schreibt eine kurze Mail an pas...@googlewatchblog.de