Nokia Android Als die ersten Gerüchte über ein Android-Smartphone von Nokia aufkamen, glaubten wohl nicht wenige an eine Falschmeldung und hätten sich ein solches "Abenteuer" der Finnen wohl kaum träumen lassen. Spätestens nach der Bekanntgabe der Übernahme durch Microsoft wäre ein solches Projekt längst gestoppt worden - dachte man! Und dann hat Nokia tatsächlich Ende Februar drei Android-Smartphones vorgestellt und kann man beeindruckenden Zahlen aufwarten. Jetzt hat Stephen Elop verkündet, dass man auch in Zukunft auf Android setzen wird.
Die Übernahme von Nokia durch Microsoft ist noch längst nicht in so trockenen Tüchern wie man vielleicht gedacht hätte: Chinas Handelsbehörde hat Bedenken angemeldet und will das Geschäft genau unter die Lupe nehmen - und wird dabei von der Konkurrenz der beiden Unternehmen befeuert. Google und Samsung haben sich beide an die chinesische Behörde gewandt und ebenfalls Bedenken gegen diesen Deal angemeldet.
Microsoft hat ein Problem: Während man auf dem Desktop mit dem Windows-Betriebssystem immer noch die dominierende Kraft ist, sieht das auf dem mobilen Markt komplett gegenteilig aus. Zwar konnte Windows Phone in den letzten Monaten einige Achtungserfolge erzielen, der wirkliche Durchbruch will dem mobilen Betriebssystem aber einfach nicht gelingen. Nun überlegt man in Redmond, in Zukunft auch Android-Apps zu unterstützen.
Seit gefühlt einem Jahr sucht der Software-Gigant Microsoft nach dem nicht ganz so überraschenden Rücktritt nach einem neuen CEO und hat währenddessen offenbar auch bei Google gewildert. Einer der wichtigsten Google-Manager, Sundar Pichai, soll auf der Wunschliste der externen Kandidaten ganz oben stehen. Doch Google wird den Android- und Chrome-Manager natürlich nicht so einfach ziehen lassen.
Letztes Kapitel im Streit um die YouTube-App für Windows Phone: Bereits seit mehr als einem Jahr konnten sich Google und Microsoft nicht auf eine gemeinsame YouTube-App für das Smartphone-Betriebssystem einigen - und jetzt zieht Microsoft die Notbremse. Die Entwicklung wurde komplett eingestellt und die App in einen Web-Player umgewandelt.
Ohne monatlichen Seitenhieb auf Google scheint bei Microsoft nichts mehr zu gehen: Im Monat September lässt sich nun Noch-CEO Steve Ballmer herab und wettert gegen das in seinen Augen existierende Google-Monopol. Er sieht seinen Konzern als den einzigen der dem Unternehmen Paroli bieten kann und wünscht seinem Konkurrenten auch die Wettbewerbsbehörde an den Hals.
Schwere Schlappe für Google und Motorola: Jahrelang hat sich die Google-Tochter, damals noch Eigenständig, mit Microsoft um die Zahlung von Lizenzgebühren für WLAN- und Video-Patente gestritten - und muss nun selbst zahlen. Statt den damals geforderte 4 Milliarden Dollar (!) kostet Google der Prozess nun 14 Millionen Dollar Schadenersatz.