Als Google seine Office-Ambitionen vor etwa 10 Jahren gestartet hat, ganz am Anfang noch unter dem Namen des damals übernommenen StartUps "Writely", hätte man wohl kaum ahnen können was für einen Funktionsumfang diese einmal annehmen werden. Mittlerweile konnten Google Docs, Sheets und Slides einige Achtungserfolge feiern und werden von immer mehr Nutzern tatsächlich als Ersatz für MS Office verwendet. Jetzt möchte Google aber auch im Business-Bereich ganz groß angreifen und auf lange Sicht 80% aller MS Office-Kunden für sich gewinnen.
Obwohl Google die treibende Kraft hinter dem Android-Betriebssystem ist, verdient das Unternehmen nur indirekt durch die hohe Verbreitung der eigenen Apps und der darin angezeigten Werbung damit. Anders sieht es bei Microsoft aus: Der Software-Konzern hat mit allen führenden Smartphone-Herstellern einen Lizenzvertrag abgeschlossen, mit dem Microsoft allein im vergangen Jahr 2 Milliarden Dollar verdient haben soll. Doch damit könnte bald Schluss sein, denn nun stellt sich Samsung quer und hat die Zahlungen eingestellt.
Dass Google und Microsoft in diesem Leben keine Freunde mehr werden dürfte jedem klar sein, aber das hindert beide Unternehmen natürlich nicht daran sich stets beim anderen etwas abzuschauen und die besten Ideen in die eigenen Produkte zu übernehmen. Vor allem im Bereich der Suchmaschine hat sich Bing schon des öfteren schamlos bei Google bedient - und schon bald könnte es wieder so sein. Derzeit testet Microsoft ein Bing-Design, das dem von Google zum verwechseln ähnlich sieht.
Google ist in den USA bekannt dafür Schulen und Universitäten sowohl finanziell als auch mit technischem Equipment oder kostenlosen Dienstleisten zu unterstützen - tut das ganze aber natürlich nicht vollkommen uneigennützig. Natürlich ist es Teil einer langfristigen und früh beginnenden Kundenbindung wenn man schon die kleinsten mit Android-Tablets versorgt und ihnen einen Google-Account besorgt. In Chicago hat Google nun aber einen sehr ungewöhnlichen Schritt unternommen und Schulen mit Microsofts Surface-Tablets ausgestattet.
Nokia Android Als die ersten Gerüchte über ein Android-Smartphone von Nokia aufkamen, glaubten wohl nicht wenige an eine Falschmeldung und hätten sich ein solches "Abenteuer" der Finnen wohl kaum träumen lassen. Spätestens nach der Bekanntgabe der Übernahme durch Microsoft wäre ein solches Projekt längst gestoppt worden - dachte man! Und dann hat Nokia tatsächlich Ende Februar drei Android-Smartphones vorgestellt und kann man beeindruckenden Zahlen aufwarten. Jetzt hat Stephen Elop verkündet, dass man auch in Zukunft auf Android setzen wird.
Die Übernahme von Nokia durch Microsoft ist noch längst nicht in so trockenen Tüchern wie man vielleicht gedacht hätte: Chinas Handelsbehörde hat Bedenken angemeldet und will das Geschäft genau unter die Lupe nehmen - und wird dabei von der Konkurrenz der beiden Unternehmen befeuert. Google und Samsung haben sich beide an die chinesische Behörde gewandt und ebenfalls Bedenken gegen diesen Deal angemeldet.
Microsoft hat ein Problem: Während man auf dem Desktop mit dem Windows-Betriebssystem immer noch die dominierende Kraft ist, sieht das auf dem mobilen Markt komplett gegenteilig aus. Zwar konnte Windows Phone in den letzten Monaten einige Achtungserfolge erzielen, der wirkliche Durchbruch will dem mobilen Betriebssystem aber einfach nicht gelingen. Nun überlegt man in Redmond, in Zukunft auch Android-Apps zu unterstützen.
Seit gefühlt einem Jahr sucht der Software-Gigant Microsoft nach dem nicht ganz so überraschenden Rücktritt nach einem neuen CEO und hat währenddessen offenbar auch bei Google gewildert. Einer der wichtigsten Google-Manager, Sundar Pichai, soll auf der Wunschliste der externen Kandidaten ganz oben stehen. Doch Google wird den Android- und Chrome-Manager natürlich nicht so einfach ziehen lassen.